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Riester-Rente: förderfähige Personengruppen

Die Riester-Rente steht einem breiten Personenkreis offen. Beamte werden aber anders gefördert als Angestellte, Singles anders als Familien.
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Das Wichtigste in Kürze

Die Grundidee der Riester-Rente ist einfach: Erst Beiträge zahlen und staatliche Förderung einstreichen, dann eine zusätzliche Rente beziehen. Damit es sozial zugeht, hat der Gesetzgeber allerdings ein üppiges Regelwerk gestrickt. Beamte werden anders gefördert als Angestellte, Singles anders als Verheiratete und Kinderreiche.

  1. Die Riester-Rente richtet sich an einen breiten Personenkreis.
  2. Neben Angestellten sind unter anderem Beamte und Arbeitslose förderfähig.
  3. Sparer können auch mittelbar über den Ehegatten gefördert werden.

Worin die Riester-Förderung besteht

Einen Riester-Vertrag darf jeder schließen, der in Deutschland lebt. Allerdings lohnt sich das in der Regel nur für Personengruppen, die auch die staatliche Förderung erhalten. Diese besteht aus Zulagen und Steuervorteilen.

Staatliche Zulagen im Rahmen von Riester

Die Zulagen setzen sich aus einer jährlichen Grundzulage von 175 Euro und Kinderzulagen zusammen.

Zulagen für Kinder gibt es, solange noch Kindergeld fließt. Die Höhe hängt vom Geburtsjahr ab: Entweder gibt es 185 Euro oder 300 Euro Kinderzulage.

Steuerliche Aspekte der geförderten Altersvorsorge

Die Beiträge zur Riester-Rente sind bis zu einer bestimmten Höhe von der Einkommenssteuer befreit. Riester-Sparer können dank Alters­vorsorge also Steuern sparen. Das gilt zumindest in der Ansparphase.

Im Ruhestand fallen im Rahmen der nachgelagerten Besteuerung Abgaben an. Der Vorteil der nachgelagerten Besteuerung besteht darin, dass der Steuersatz im Alter niedriger ist.

Weshalb sich die Riester-Rente auch für Gutverdiener lohnt

Wenn du mehr als 60.000 Euro brutto im Jahr verdienst, giltst du als Gutverdiener.

Auf deinen Status als zulageberechtigte Person hat das zwar keinen Einfluss: Auch die Altersvorsorge von Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen wird gefördert, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Aber womöglich wird dir eine Zulage von 175 Euro im Jahr eher ein Schulterzucken entlocken. 

Interessant wird die staatliche Förderung für dich wegen der Steuervorteile. Jeder Sparer darf bis zu 2.100 Euro im Jahr als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Die Zulagen sind in dieser Summe allerdings bereits mitgerechnet.

Welche Riester-Produkte gefördert werden

Der Staat schreibt dir bei beim Riester-Sparen nicht vor, mit welchem Tarif du deine künftige Rente aufbesserst. Die Zulagen und Steuervorteile bekommst du gleichermaßen für die klassische Riester-Renten­versicherung wie für den Wohn-Riester oder einen Riester-Fondssparplan.

Bist du dir unsicher, welche Form der Riester-Rente zu dir passt, lass dich unabhängig beraten. CLARK steht dir gerne zur Verfügung.

Zusammenfassung

  • Personen, die als förderfähig gelten, bekommen Zulagen und Steuervorteile.
  • Wegen der Steuervorteile profitieren auch Gutverdiener.
  • Gefördert wird neben der klassischen Riester-Rente beispielsweise auch der Wohn-Riester.

Wer Anspruch auf Zulagen erheben kann

Riester ist an die gesetzliche Renten­versicherung geknüpft. Wer von seinem Einkommen Pflichtbeiträge entrichtet, gilt als unmittelbar förderfähig. In erster Linie profitieren von Riester also Angestellte, Auszubildende sowie Mütter und Väter in Elternzeit.

Daneben können Mitglieder der im Folgenden beschriebenen Personengruppen die staatlich geförderte private Alters­vorsorge betreiben.

Geringfügig Beschäftigte

Wenn du einen Minijob (450-Euro-Job) annimmst, also geringfügig beschäftigt bist, zahlst du automatisch in die gesetzliche Renten­versicherung ein. Möchtest du nicht renten­versicherungspflichtig bleiben, darfst du dich befreien lassen. Wir raten aber davon ab. Die Beiträge zur gesetzlichen Rente sind wichtig für dein späteres Leben.

Als pflichtversicherter Geringverdiener genießt du außerdem einen großen Vorteil: Du kannst die volle Riester-Förderung beanspruchen, obwohl du nur sehr geringe Beiträge einzahlen musst.

Der Staat schießt die Grundzulage und eventuelle Kinderzulagen zu deiner Alters­vorsorge hinzu, wenn du den Mindestbeitrag entrichtest. Ziehst du ein kindergeldberechtigtes Kind groß, fällt dein Anspruch auf Riester-Förderung wahrscheinlich schon höher aus als dieser Beitrag.  

Beamte, Soldaten und Richter

Die geförderte Alters­vorsorge steht auch Besoldungsempfängern zu. Als Beamter beispielsweise kannst du dir die Riester-Zulagen sichern, wenn du gegenüber dem Versicherer deinen Beamtenstatus offenlegst. Außerdem musst du einem Datenaustausch zwischen deinem Arbeitgeber und der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zustimmen.

Manche Selbstständige

Die meisten Freiberufler gehören nicht zu den förderberechtigten Personen der Riester-Renten­versicherung. Eine Ausnahme bilden all jene Publizisten, Künstler und Grafikdesigner, die in der Künstlersozialkasse versichert sind. Auch andere Selbstständige wie zum Beispiel Handwerker sowie viele Landwirte können ihren Riester-Vertrag fördern lassen.

Bezieher von Arbeitslosengeld I

Bist du von Arbeitslosigkeit betroffen und beziehst Arbeitslosengeld I, gehörst du weiterhin zum geförderten Personenkreis der privaten Altersvorsorge, denn auch Arbeitslose sind in der gesetzlichen Renten­versicherung pflichtversichert. Keine Sorge: Unter Umständen übernimmt die Arbeitsagentur sämtliche Beiträge, wenn du arbeitslos wirst.

Auf keinen Fall solltest du deine Riester-Rente kündigen, um mit den Beiträgen die durch die Arbeitslosigkeit entstehenden finanziellen Löcher zu stopfen. Erstens brauchst du deine Alters­vorsorge noch, und zweitens gilt die vorzeitige Entnahme deines Kapitals als schädliche Verwendung von Fördergeld. Das Finanzamt fordert die staatlichen Zulagen zurück und eventuell musst du Steuern nachzahlen.

Empfänger von Arbeitslosengeld II

Auch Bezieher von Hartz IV (Arbeitslosengeld II) fallen nicht aus der Förderung heraus, nur weil sie längere Zeit arbeitslos sind. Darüber hinaus bleibt das Kapital der Riester-Rente bei Arbeitslosigkeit sicher: Das Riester-Sparen wird nicht bestraft, indem das Amt auf die eingezahlten Beiträge zugreift. 

Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung

Arbeitnehmer bekommen unter Umständen eine Rente wegen Erwerbsminderung, wenn sie wegen einer schweren Erkrankung in keinem Beruf mehr länger als drei Stunden täglich arbeiten können.

Ein eventuell vorhandener Riester-Vertrag darf in diesem Fall dennoch zusätzlich bespart werden. Das Riester-Kapital zählt nicht zum anrechenbaren Vermögen und die Beiträge zur Alters­vorsorge bezuschusst der Staat weiterhin mit Zulagen. 

Manche Studenten

Studenten gehören in der Regel nicht zu den Personengruppen, denen der Staat das Angebot einer geförderten Alters­vorsorge macht. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn du im aktuellen Jahr auch nur für ein paar Tage pflichtversichert warst, bekommst du im nächsten Jahr die vollen Zulagen zu deinem Riester-Vertrag.

Riester indirekt: gesetzliche Regelung für Ehepartner

Sind unmittelbar Förderfähige verheiratet, kann sich für den Ehepartner eine mittelbare Förderung ergeben. Dazu muss der Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner, der nicht unmittelbar selbst förderfähig ist, einen eigenen Riester-Vertrag abschließen.

Altersarmut ist ein reales Risiko. Um im Alter nicht jede Münze dreimal umdrehen zu müssen, solltest du deine Rente freiwillig mit privater Alters­vorsorge ergänzen. Welches Angebot sich für dich eignet, besprichst du am besten mit Experten. CLARK steht für ein Telefonat zur Verfügung.

Zusammenfassung

  • Die Riester-Rente ist in erster Linie für die gesetzlich Renten­versicherungspflichtigen gedacht.
  • Beamte in der Beamtenversorgung dürfen ebenfalls Riester-Zulagen beantragen.
  • Selbstständige in der KSK, Bezieher von ALG I und II oder einer Erwerbsminderungsrente, unter Umständen Studenten und Partner von direkt Förderfähigen können ebenfalls gefördert riestern.

Eine Riester-Rente abschließen

Eine private Alters­vorsorge abzuschließen ist ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung und Unabhängigkeit im Alter, den man gar nicht früh genug gehen kann. Dafür braucht es nicht einmal viel Geld. Eine Riester-Rente erhältst du schon ab 5 Euro im Monat.

Ob die Riester-Rente für dich jedoch das beste Vorsorgeprodukt ist, ist maßgeblich von deiner persönlichen Lebenssituation abhängig. Darum ist eine persönliche Beratung so wichtig. Lass dich deshalb unbedingt beraten. Unsere CLARK Experten helfen dir dabei, durch den Vorsorge-Dschungel zu navigieren. Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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