Frau am Schreibtisch. Hölzerne Tastatur, Papier und Taschenrechner auf dem Tisch.

Riester-Rente mit ETF-Fondssparplan: So geht’s

Altersvorsorge mit renditestarken Aktiengeschäften: Worauf es bei der ETF-Riester-Rente mit Fondssparplan zu achten gilt.

Beratung anfordern

Nicht nur die klassische Riester-Rente, auch das Riester-Fondssparen wird mittlerweile staatlich gefördert. Passive Fonds – sogenannte ETFs – sind als Anlageform zum langfristigen Aufbau eines Vermögens zur privaten Altersvorsorge gut geeignet. Worauf bei der ETF-Riester-Rente zu achten ist und wie es um die Renditechancen aktienbasierter Riester-Sparpläne bestellt ist, erfährst du hier.

Was sind ETFs und wieso sollte ich sie für meine Riester-Rente nutzen?

ETF steht für Exchange-Traded Fund und ist ein sogenannter passiver Indexfonds. Er bildet die Wertentwicklung eines bestimmten Index' eins zu eins nach. Die Auswahl und Gewichtung der Wertpapiere ist somit an einen Index gebunden, wodurch keine aufwendigen Analysen für die Titelauswahl notwendig sind. Deshalb werden ETFs anders als aktive Fonds nicht von einem Fondsmanager gemanagt.

Gut zu wissen

Ein Index funktioniert wie eine Art Marktbarometer und fasst die Kursentwicklung bestimmter Aktien zusammen. So bekommst du schnell einen Überblick über die aktuelle Entwicklung eines Marktes.

Doch wieso solltest du nicht auf die Riester-Rente verzichten und einen eigenen ETF-Sparplan anlegen? Der Grund ist die staatliche Zulage, die der Staat jedes Jahr in deine Altersvorsorge einzahlt. Bist du zulagenberechtigt, erhältst du 175 Euro jährlich und für jedes Kind, das ab dem 01.01.2008 geboren ist, weitere 300 Euro. Ist dein Kind vor dem 01.01.2008 geboren, bekommst du 185 Euro. Du selbst zahlst vier Prozent deines vorjährigen Gehalts in die Riester-Rente ein – jedoch nicht mehr als 2.100 Euro.

Beispielrechnung

Du bist Angestellter mit zwei Kindern, geboren am 20.09.2007 und am 13.08.2008. Dein Vorjahreseinkommen beträgt 40.000 Euro. Du zahlst somit im aktuellen Jahr 1.600 Euro in deine Riester-Rente ein (4 % von 40.000); vom Staat erhältst du 175 Euro plus 185 Euro für das erstgeborene und 300 Euro für das zweite Kind. Das ergibt zusammen 660 Euro. Einzahlen musst du in deinen Riestervertrag selbst also nur noch 940 Euro (1.600 - 660).

Ein Riester-ETF-Sparplan ist eine renditestarke Alternative zum Riester-Banksparplan, einer klassischen Riester-Rentenversicherung oder einer Riester-Rente mit aktiv verwalteten Fonds. ETFs bieten gegenüber den anderen, eher zinsschwachen Anlageformen des Riester-Sparens die Möglichkeit, langfristig eine solide Altersvorsorge aufzubauen.

Wie renditestark ist ein ETF-Riester-Sparplan?

Riester-Fondssparpläne mit ETFs bieten hohe Renditechancen, sofern du planst, über einen längeren Zeitraum zu sparen. Durch die geringen Gebühren fällt die Rendite oft höher aus als bei aktiv gemanagten Fonds, bei denen Gebühren für die Fondsmanager, Transaktionskosten und Ausgabeaufschläge anfallen.

Gut zu wissen

Die Gebühren für aktiv gemanagte Fonds betragen jährlich etwa ein bis zwei Prozent des Fondsvolumens. Bei ETFs liegt die jährliche Gebühr bei circa 0,1 bis 0,5 Prozent. Aktiv gemanagte Fonds müssten entsprechend um ein bis 1,5 Prozent besser laufen als die gewählten ETFs, um nach Abzug der Gebühren die gleiche Wertsteigerung zu erzielen.

Ein ETF-Riester-Sparplan ermöglicht es dir als Anleger, eine rentable Altersvorsorge aufzubauen, die in vollem Umfang staatlich bezuschusst wird und vor Verlusten geschützt ist.

Der tatsächliche Vermögenswert wird beim Riestern mit ETFs nicht nur durch Beitragszahlungen und staatlichen Zulagen aufgebaut, sondern kann durch Aktienrendite zusätzlich vergrößert werden. Es kann bei ETF-Riester-Fonds passieren, dass am Ende der Ansparzeit nur das Kapital ausbezahlt wird, das in den Riester-Vertrag einbezahlt wurde. Jedoch wird das Verlustrisiko durch die Investition in Aktien und Anleihen stark minimiert, sodass die Chancen auf eine Rendite relativ hoch sind.

Wie risikoreich ist die Riester-Rente mit ETFs?

Bei einer Riester-Rente mit ETFs besteht das Portfolio im besten Fall aus einer guten Mischung aus Aktien und Anleihen. Aktien haben ein höheres Risiko als Anleihen, erzielen aber im Durchschnitt eine höhere Rendite. Anleihen gelten als risikoärmer, da sie eine geringere Volatilität als Aktien aufweisen und somit eine stabile Anlagenklasse sind. Mit einer Anleihe beteiligst du dich nicht wie bei einer Aktie an einem Unternehmen, sondern erhältst eine Schuldverschreibung. In diesem Fall wirst du als Halter einer Anleihe im Falle einer Insolvenz vor den Aktieninhabern bedient. Eine gute Mischung aus Aktien und Anleihen sorgt im besten Fall für eine stabile Investition, mehr Sicherheit und eine langfristig gute Rendite. Für das Portfolio gilt: Kursverluste von Aktien wirken sich umso geringer auf das Portfolio aus, je größer der Anteil an Anleihen ist.

Für wen lohnt sich das Riestern mit Fonds?

ETF-Riester-Fonds sind vor allem gut geeignet für junge Sparer, Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Gutverdiener, die ihre Altersvorsorge durch die Chance auf eine attraktive Aktienrendite optimieren, dabei aber keine großen Verluste riskieren möchten. Die Garantie, sowohl die einbezahlten Beiträge als auch die staatlichen Zulagen in voller Höhe zurückzuerhalten, ist bei dieser Form der Riester-Altersvorsorge ebenso gegeben wie bei der klassischen Riester-Rente.

Da viele Riester-ETF-Sparpläne an eine Laufzeit gebunden sind und sich eine gute Rendite überdies erst über einen längeren Zeitraum ergibt, lohnt sich die Investition nicht unbedingt für ältere Anleger.

Wie funktioniert das Sparen bei der Riester-Rente mit ETF-Sparplan?

ETF-Riester-Fonds zielen auf eine möglichst hohe Aktienrendite ab. Investiert werden die Beiträge und die staatlichen Zulagen. ETF-Riester-Fonds sind eine Mischung aus Anleihen und Aktien, was gewährleisten soll, dass die Summe aus allen einbezahlten Beiträgen und Zuschlägen zum vertraglich festgesetzten Rentenbeginn ausgezahlt werden können.

Welche Kriterien sind ausschlaggebend für den Abschluss eines renditestarken Riester-Fondssparplans?

Ein rentabler ETF-Fondssparplan beinhaltet idealerweise eine gute Mischung aus renditestarken Aktien und risikoärmeren Anleihen. Die Finanzkraft des Fonds-Anbieters spielt beim ETF-Riestern ebenfalls eine Rolle. Die Verfügbarkeit aller eingezahlten Beiträge und Zulagen zum Beginn des Rentenbezugs muss garantiert sein. Etwaige Defizite muss der Anbieter im Fall der Fälle selbst ausgleichen können. Kannst du als Anleger gut nachvollziehen, in welche Wertpapiere dein Geld investiert wurde, gibt dir das Sicherheit und Vertrauen.

Experten-Tipp

Es lohnt sich, mehrere Indizes einem direkten Vergleich zu unterziehen. So verschafft man sich als Anleger einen Überblick über die Möglichkeiten, die die Altersvorsorge mit einem ETF-Riester-Sparplan bieten kann.

CLARK Nutzer berichten

Bereits über 300.000 zufriedene Kunden managen ihre Versicherungen mit CLARK. Erfahre, was die Community über CLARK denkt.