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Riester Rente Beamte

Für Beamte in 2022 eine sinnvolle Vorsorge?

Auch Beamte können mit einer Riester-Rente von den staatlichen Förderzulagen profitieren. Erfahre hier, was es beim Riestern als Beamter zu beachten gilt.
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Das Wichtigste in Kürze

Die Riester-Rente steht grundsätzlich allen in Deutschland offen, die privat vorsorgen möchten, also auch den Beschäftigten des öffentlichen Diensts. Für Beamte, Soldaten und Richter gelten allerdings teils andere Voraussetzungen als für Angestellte, um die Zulagen zu dieser privaten Renten­versicherung zu erhalten.

  1. Beamte können Anspruch auf die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente erlangen und so von der privaten Alters­vorsorge profitieren.
  2. Die staatliche Förderung der privaten Alters­vorsorge lohnt sich vor allem für Beamte mit Kindern.
  3. Durch das Niedrigzinsumfeld lohnt sich das Modell der Riester-Rente nicht mehr für jeden Sparer.

Die Riester-Rente seit 2022

Niedrige Zinsen und die gesetzliche Vorgabe zur Beitragsgarantie ermöglichen es Versicherern derzeit kaum, dir ein attraktives Angebot mit einer Rendite über dem aktuellen Inflationsniveau zu machen. Das kann die Riester-Rente unattraktiv machen, wenn du nicht in besonderem Maße von den Zulagen profitierst
Schau dir deshalb unbedingt auch die Private Renten­versicherung oder die Rürup-Rente an, die vom Problem der niedrigen Zinsen weniger betroffen sind. Und sprich mit unseren CLARK-Expert:innen, wenn du dir unsicher bist.

Warum die Riester-Rente auch für Beamte sinnvoll sein kann

Als verbeamtete Person ist man von der prekären Lage rund um die gesetzliche Renten­versicherung verschont und blickt entspannter auf die Zeit nach dem Arbeitsleben. Wer sehr gut verdient und früh verbeamtet wird, dürfte sich eher für die steuerlichen Aspekte des Riester-Modells interessieren. Der Sonderausgabenabzug ermöglicht es, im Arbeitsleben Steuern zu sparen. Auch hierbei gilt jedoch der steuerlich absetzbare Höchstbetrag von 2.100 Euro im Jahr.

Pflicht ist es, dass du 4 Prozent deines letzten Jahresbruttogehaltes einzahlst, denn dann kannst du von den staatlichen Förderungen profitieren. Darunter fallen die Grundzulage, die Kinderzulage und der Einmalbonus. Letzteren erhältst du, wenn du bei Antragstellung unter 25 Jahre alt bist. Besonders bezahlt macht es sich dann, wenn du Kinder hast. Mit den Kinderzulagen sammelt sich in deinem Vertrag schnell Kapital an, denn du erhältst zum Beispiel für ein Kind das nach 2008 geboren ist satte 300 Euro pro Jahr.

Eine Rentenlücke? Ja, die gibt es auch bei dir als verbeamtete Person

Anders als die meisten Angestellten zahlst du als Beamter nicht in die gesetzliche Renten­versicherung ein. Für deine Versorgung im Ruhestand ist der deutsche Staat zuständig, der deren Höhe im Bundesbeamten­gesetz geregelt hat. 

Diese Beamtenpension fällt in der Regel höher aus als die Rente von Angestellten. Während Angestellte nämlich Jahr für Jahr Rentenpunkte auf Basis ihres Bruttojahresgehalts sammeln müssen, um am Ende eine Rente zu erwarten, die zwischen 43 Prozent und 48 Prozent des Durchschnittsverdienstes liegt, werden Beamten für jedes Dienstjahr 1,79375 Prozent der letzten Bezüge angerechnet – bis zu einem Ruhegehalt in Höhe von maximal 71,75 Prozent der letzten Bezüge.

Allerdings: Dieser Maximalsatz wird nur erreicht, wenn deine Dienstzeit mindestens 40 Jahre beträgt. Das ist jedoch bei immer weniger Menschen der Fall: Wegen längerer Studienzeiten, einer späteren Verbeamtung oder Teilzeitstellen fällt die Alterssicherung von immer mehr Beamten immer geringer aus. Wer zum Beispiel 30 Jahre lang als Beamter gearbeitet hat, erhält rund 54 Prozent der letzten Bezüge als Pension. Es kann außerdem sein, dass dieser Prozentsatz wegen der knappen Gelder in den öffentlichen Kassen weiter sinken wird.

Eine Grafik, die die Rentenlücke von Beamten aufzeigt. Auch Beamte haben eine Rentenlücke! Der Pensionsanspruch eines Beamten berechnet sich auf Basis der zuletzt erhaltenen Bezüge. Wer 40 Jahre Dienst getan hat, der erhält 71,75 Prozent der letzten Bezüge als Pension. Wer aber nur 35 Jahre Dienst getan hat, erhält nur 62,78 Prozent oder 53,81 Prozent bei 30 Dienstjahren.

Hinzu kommt: Willst du früher in den Ruhestand gehen, was ab dem 63. Lebensjahr möglich ist, oder hast während deiner Dienstzeit in Teilzeit gearbeitet, führt auch das zu einer geringeren Pension.

Alters­vorsorge für Beamte: Die Ruhegehaltssätze nach Dienstjahren in der Übersicht

DienstjahreRuhegehaltssatz in %
1017,9375
1526,90625
2035,875
2544,84375
3053,8125
3562,78125
4071,75

Tipp: Verlass dich nicht nur auf deinen Dienstherrn und den deutschen Staat

Auch wenn du im Staatsdienst stehst, solltest du dich beim Thema Alters­vorsorge besser nicht allein auf deinen Dienstherrn verlassen! Auch Beamte haben eine Rentenlücke, die sie frühzeitig zu schließen beginnen sollten. Denn wie bei jeder Alters­vorsorge gilt: Je früher du anfängst, Beiträge einzuzahlen, desto mehr Zeit haben die Beiträge, sich durch den Zinseszinseffekt zu vermehren.

Zusammenfassung

  • Auch als Beamter hast du im Alter eine Versorgungslücke.
  • Dein Ruhegehalt beträgt maximal 71,75 Prozent deiner letzten Bezüge und das auch nur bei vollen 40 Jahren Dienstzeit.
  • Die Riester-Rente als Produkt der privaten Alters­vorsorge kann deine Rentenlücke schließen.

Doch wie funktioniert die Riester-Rente überhaupt?

Einfaches Prinzip und eine attraktive Förderung

Das Prinzip der Riester-Rente ist grundsätzlich simpel: Du zahlst einen bestimmten Teil deines Bruttojahresgehalts in diese private Alters­vorsorge ein und erhältst dafür eine staatliche Förderung in Form von Zulagen oder Steuervergünstigungen. 

Und so funktioniert’s:

  • Du zahlst pro Jahr 4 Prozent deines Bruttojahreseinkommens in die Riester-Rente ein, maximal 2.100 Euro.
  • Dafür bekommst du einen Zuschuss vom Staat – die Grundzulage – in Höhe von 175 Euro pro Jahr.
  • Hast du Kinder, lohnt es sich in besonderem Maße: 185 Euro pro Jahr für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, und sogar 300 Euro für Kinder, die seit 2008 geboren wurden.
  • Bist du unter 25, erhältst du einmalig noch 250 Euro Zuschuss obendrauf.
  • Sobald du in Pension gehst, wird dir das angesparte Kapital in Form einer lebenslangen Rente ausgezahlt.
Wie funktioniert die Riester-Rente?
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Im Detail: So gestaltet sich die staatliche Förderung

Die Förderung der Riester-Rente setzt sich aus unterschiedlichen Zulagen und möglichen attraktiven steuerlichen Vorteilen (Sonderausgabenabzug) zusammen.

Grundzulage, Kinderzulagen und der Berufseinsteigerbonus

Jeder Riester-Sparer, der im laufenden Jahr den Mindesteigenbeitrag (4 Prozent deines Vorjahresbruttogehaltes) eingezahlt hat, bekommt im Jahr darauf vom Finanzamt 175 Euro zu seiner Alters­vorsorge hinzu. Dieser Betrag heißt Grundzulage. Wachsen im eigenen Haushalt Kinder auf, fließen zusätzlich Kinderzulagen.

Für jedes kindergeldberechtigte Kind, das vor 2008 zur Welt kam, gibt es jeweils 185 Euro. Nachwuchs, der ab 2008 geboren worden ist, bringt sogar je 300 Euro ein. Falls du bei Vertragsabschluss noch keine 25 Jahre alt bist, spendiert der Staat außerdem einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Riester bringt auch Steuervorteile mit sich

Die Beiträge zur Riester-Rente kannst du als Sonderausgaben geltend machen. Das lohnt sich besonders, wenn dein Gehalt etwas höher ist. Der Grund dafür ist die sogenannte Günstigerprüfung des Finanzamts: Übersteigt der Steuervorteil deine Zulagen, bekommst du die Differenz über die Steuererklärung ausgezahlt. Allerdings sind die Förderungen nach oben gedeckelt. Der staatlich geförderte Höchstbetrag liegt derzeit bei 2.100 Euro pro Jahr.

Zusammenfassung

  • Zahle 4 Prozent deines Jahresbruttoeinkommen in die Riester-Rente ein und erhalte volle Zulagen vom Staat.
  • Für Beamte mit Kindern ist die Riester-Rente durch die hohen Kinderzulagen besonders attraktiv.
  • Deine Beiträge zur Riester-Rente sind als Sonderausgaben absetzbar – Mach dir deinen Steuervorteil zu nutze.

Welche Beamten können eine Riester-Rente abschließen? Wann bist du förderfähig?

Welche Besoldungsempfänger können Zulagen beantragen?

Dein Riester-Vertrag ist im Grundsatz förderfähig, wenn du

  • im Inland Besoldung nach dem Bundesbesoldungs­gesetz (BbesG) oder einem Landesbesoldungs­gesetz empfängst,
  • Amtsbezüge aus einem inländischen Amtsverhältnis erhältst und die Absätze 3 und 4 des § 69e des Beamtenversorgungsgesetzes (BeamtVG) auf dich zutreffen,
  • du nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3 SGB VI ­versicherungsfrei beschäftigt bist,
  • oder von der Versicherungspflicht befreit bist (nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI oder nach § 230 Abs. 2 Satz 2 SGB VI) und die Absätze 3 und 4 des § 69e BeamtVG auf dich zutreffen.
Wir lassen dich nicht im Antragsdschungel stehen
"Klingt kompliziert? Das muss es aber für dich nicht sein, denn wir kümmern uns um alles Notwendige."
Bild des CLARK Experten Christian
Christian
Versicherungsexperte bei CLARK

Was es für dich im Vorfeld zu beachten gibt

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch beurlaubte Beamte und Berufssoldaten Riester-Zulagen erhalten. Angenommen, du bist Beamter, Berufssoldat, Zeitsoldat oder Richter. Du bist für eine andere Beschäftigung beurlaubt und bekommst keinen Sold. Dann kannst du die Riester-Förderung beanspruchen, wenn deine Versorgungsanwartschaft gewährleistet bleibt.

Staatliche Zulagen – Dafür gelten folgende Voraussetzungen

Die staatliche Förderung der Alters­vorsorge sicherst du dir, indem du drei wesentliche Bedingungen erfüllst: Du legst gegenüber dem Versicherer deinen Beamtenstatus offen, du erlaubst einen Datenaustausch zwischen deinem Arbeitgeber und der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) und du zahlst ausreichend Beiträge in deine Riester-Rente.

I: Zulagenantrag: Mit Transparenz zur vollen Förderung

Deinen Riester-Vertrag schließt du bei einer Versicherung oder einer Bank ab. Einfach offenlegen, ob und in welcher Form du im vergangenen Jahr Besoldungsempfänger warst. Bei korrekter Angabe innerhalb deines Antrages sind deine Riester-Beiträge voll zulagenberechtigt. Das Beste: Wir übernehmen hierbei den Großteil der Arbeit und entlasten dich bestmöglich.

II: Deine Einwilligung zum Datenaustausch

Ob Arbeitnehmer, Beamte oder andere – die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) prüft, ob dem Sparer die vollen Zulagen zustehen. Sie gleicht unter anderem die gezahlten Beträge mit dem Einkommen ab und steht in direktem Kontakt zum Finanzamt. Bei Beamten, Soldaten und anderen Besoldungsempfängern fehlen der ZfA ein paar Daten, die sie zur Berechnung braucht. Hier ist deine Einwilligung erforderlich, dass deine Besoldungsstelle beziehungsweise dein Arbeitgeber diese Daten übermitteln darf.

Tipp: Achte auf den Inhalt und die Form deiner Erklärung

Zu den preiszugebenden Daten gehören die Höhe der letztjährigen Besoldung und die Zahl der Kinder, für die aktuell noch Kindergeld fließt. Nur so kann die Zulagenstelle ermitteln, ob du deinen Mindestbeitrag zur Riester-Rente entrichtet hast und wie viel Kinderzulage dir zusteht. Deine Einwilligung darfst du formlos erteilen, du erleichterst dir die Arbeit aber deutlich, wenn du ein Formular nutzt. Das bekommst du in der Regel bei deinem Dienstherrn beziehungsweise der zuständigen Stelle.

Keine Sorge: Du musst nur einmal einwilligen. Danach läuft alles geräuschlos im Hintergrund ab. Das heißt, die Zulagenstelle erfährt ohne dein weiteres Zutun, inwieweit du noch zulagenberechtigt bist. Ein Widerruf deiner Einverständniserklärung ist jederzeit möglich.

Deine persönliche Nummer bei der Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA)

Im Formular wird nach deiner Sozial­versicherungsnummer gefragt. Die bekommen in der Regel nur Arbeitnehmer zugewiesen. Falls du nie angestellt warst, machst du dein Kreuz in einer anderen Spalte: Du gibst an, dass du eine persönliche Zulagennummer brauchst. Die Zulagenstelle vergibt diese Nummer und übermittelt sie auch dem Arbeitgeber.

Ganz wichtig: Halte unbedingt die Frist ein

Möchtest du dir die vollen Zulagen sichern, musst du die Einwilligung bis zum Ende des ersten Beitragsjahres erteilen. Ob du deine Riester-Rente beispielsweise im Juni 2022 abschließt oder erst im November 2022, spielt für die Frist keine Rolle: Am 31. Dezember ist Stichtag. Auf manchen Internetseiten liest du, Beamte hätten bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres Zeit. Diese Angabe ist veraltet.

Versäumst du deine Frist, geht dir der Anspruch auf die staatliche Riester-Förderung nicht automatisch verloren. Du darfst dein Einverständnis nachträglich abgeben. Die Details dazu sparen wir uns aber ebenso wie dir: Um eine reibungslose Bearbeitung deines Zulagenantrags zu ermöglichen, solltest du die Angelegenheit gleich nach dem Abschluss der privaten Alters­vorsorge erledigen. Der Aufwand beschränkt sich auf das Ausfüllen von maximal zwei Formularseiten.

III: Beitrag zahlen und Zulagen mitnehmen

Die dritte Voraussetzung teilst du mit Erwerbstätigen, die in der gesetzlichen Rente pflichtversichert sind: Beiträge zahlen. Die Höhe richtet sich nach deinem Einkommen. Der Mindestbeitrag zur Riester-Rente beträgt 4 Prozent des Bruttojahreseinkommens minus Zulagen. 

Das heißt, von den 4 Prozent deiner Besoldung ziehst du die Zulagen ab, die du im nächsten Jahr erwarten darfst. Die sich ergebende Differenz zahlst du an deine Versicherung.

Zusammenfassung

  • Um volle Zulagen zu erhalten musst du einige Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel: Rechtzeitiges Stellen des Antrages und Zahlen der 4 Prozent deines Vorjahresbruttos.
  • Deine Einwilligung zum Datenaustausch mit der ZfA ermöglicht einen reibungslosen Ablauf.
  • Wir unterstützen dich bei der finalen Umsetzung und lassen dich nicht im Antragsdschungel stehen.

Nicht der Typ für klassische Riester-Renten-Verträge?

Wähl doch einfach aus unterschiedlichen Riester-Varianten

Grundsätzlich hast du die Wahl aus den sogenannten Geld- und Wohn-Riesterverträgen. Dabei unterscheiden sich die Verträge auch in ihrer Anlagestruktur. Von sicherheits- über chancenorientierten Anlagemodellen bis hin zu Wohnzwecken – du bist ganz frei in deiner Entscheidung.   

Beachte: Die Riester-Rente ist eine verlässliche Altersvorsorge, denn erhältst du nicht nur eine lebenslange Rente, sondern zählt dein Riester-Kapital zum Schonvermögen und ist daher geschützt. Weiterhin kannst du mit dem Wohn-Riester Modell in wohnliche Zwecke investieren und erhältst einmal jährlich eine detaillierte Übersicht zu deiner Rentenentwicklung.

Geld-Riestern: Das Ziel ist deine lebenslange Zusatzrente

Mit Hilfe von staatlichen Zulagen ermöglicht dir das Riestern den Aufbau eines Sparguthabens, welches dir als lebenslange Zusatzrente ausgezahlt werden soll. Diese klassische Riester-Art nennt sich Geld-Riestern. Doch hast du dabei verschiedene Optionen, um dein Geld für dich richtig anzulegen:

Riestern mal ganz klassisch und sicherheitsorientiert

Bei diesen klassischen Konzepten legt dein Versicherer den Fokus auf festverzinsliche Anlagen. Das heisst: Der Sicherheitsaspekt deiner Anlage wird ganz klar in den Vordergrund gestellt. Somit ist das Investitionsrisiko gemindert und für dich besteht die Möglichkeit, bereits bei Vertragsbeginn deine lebenslange Rente zu planen.

Durch die Zinsansammlung in der Ansparphase und durch geschickte Anlagestrategien deines Versicherungsunternehmens besteht die Möglichkeit, dass deine Rente durch das Hinzukommen von Überschüssen höher ausfällt.

Chancenorientiert? Dann lass deine Beiträge am Kapitalmarkt partizipieren

Weiterhin verfolgen die Riester-Fondssparpläne einen anderen strategischen Anlageansatz, denn anders als bei der klassischen Riester-Rente investiert der Versicherer einen Teil deiner eingezahlten Beiträge direkt am Kapitalmarkt. Bei längerer Laufzeit kommen hier der Zinseszinseffekt und die durchschnittliche Entwicklung des Kapitalmarktes besonders zum Tragen.

Kein Risiko durch Beitragsgarantie
"Auch Riester-Fondssparpläne tragen kein erhöhtes Risiko. Die Summe der eingezahlten Beiträge plus staatliche Zulagen sind dir in Riester-Verträgen immer garantiert. Du tauschst lediglich den üblichen Garantiezins gegen etwas bessere Renditechancen ein."
Bild des CLARK Experten Christian
Christian
Versicherungsexperte bei CLARK

Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt, dass sich Investitionen in Indexfonds lohnen. Trotz etwaiger Crashszenarien und Krisen beeindruckt die Wertentwicklung über Jahrzehnte mit durchschnittlich 7,5 Prozent. Wie sich die Entwicklung im Zeitverlauf genau verhalten hat, das zeigt das untenstehende Bild eindrucksvoll.

Wohn-Riestern – deine Chance zur Eigenheimrente

Die lebenslange Altersrente ist nicht dein Ziel? Du möchtest aber trotzdem von den staatlichen Zulagen profitieren? Dann ist das “Wohn-Riestern” vielleicht genau das richtige für dich. Seit dem Jahr 2008 besteht die Option, dass das Modell der Riester-Rente und die damit einhergehende staatliche Förderung auch für die Finanzierung der eigenen Immobilie angewendet werden kann. Grundgedanke: Das Abbezahlen deiner selbstgenutzten Immobilie zu beschleunigen.

Das Modell des Wohn-Riesters hat das langfristige Ziel, dass du während deines Rentenalters mietfrei wohnen kannst. Daraus ergibt sich, dass deine Lebenshaltungskosten im Alter erheblich gemindert sind und du auch mit einer niedrigeren Pension wirtschaften kannst. Es gibt allerdings eine zwingende Voraussetzung, um von den Vorteilen des Wohn-Riesters zu profitieren: Die finanzierte Immobilie muss selbst genutzt werden.

So kannst du den Wohn-Riester nutzen

Um von der Eigenheimrente zu profitieren, gibt es bei der Beantragung zwei unterschiedliche Szenarien, welche du im Vorfeld beachten solltest: Entweder du besitzt bereits einen Geld-Riester Vertrag und entscheidest dich für eine Entschuldung deiner Immobilie durch Auszahlung einer Summe, oder du wählst eine Finanzierung aus den hier beschriebenen Wohn-Riester Varianten:

Die Modelle der Bausparkombifinanzierung und des Annuitätendarlehens können für dich nützlich sein, wenn du heute eine Immobilie erwerben oder bauen und die staatliche Förderung mit deinem Eigenheim verbinden möchtest.

Bei der Bausparkombifinanzierung nimmst du Stand heute ein Vorausdarlehen auf. Das Besondere hierbei ist, dass du lediglich die Zinslast abträgst und nicht tilgst. Da du also nicht klassisch tilgst, verwendest du das Geld und zahlst zeitgleich in einen klassischen Bausparvertrag ein, welcher das Ziel verfolgt, dein Vorausdarlehen in der Gesamtheit abzulösen. Nach Ablösung des Vorausdarlehens zahlst du eine sich aus Zins und Tilgung ergebende Rate für deinen Bausparvertrag.

Das Annuitätendarlehen hingegen beschreibt eine aus Zins und Tilgung bestehende und festgeschriebene Rate. Hierbei gibt es in der Regel eine Zinsbindung, die zwischen 10 und 15 Jahren liegen kann. Das heisst im Klartext, dass du deinen vereinbarten Zins (zum Beispiel 2,5 Prozent) über diesen Zeitraum beibehältst. Näherst du dich dem Vertragsende an, so steigt der Tilgungsanteil deiner Rate kontinuierlich an. Grund dafür ist, dass der Zins auf eine immer geringer ausfallende Restschuld berechnet wird. Das Annuitätendarlehen endet mit der vollständigen Tilgung der aufgenommenen Summe.

Beim Bausparvertrag verhält es sich dann doch nochmal anders. Der Grundgedanke beim Bausparen ist deine Planung, zukünftig eine Immobilie zu erwerben oder zu bauen. Aus diesem Grund sparst du heute eine festgeschriebene Summe als Eigenkapital an. Bei Ablauf kannst du nicht nur über die bereits angesparte Summe verfügen, sondern kannst ein zinsgünstiges Darlehen in selbiger Höhe aufnehmen. Daran anschließen wird sich die Tilgung der nun aufgenommenen Darlehenssumme.

Zusammenfassung

  • Die Riester-Rente ist eine verlässliche Altersvorsorge, zum Beispiel durch das Prinzip des Schonvermögens.
  • Du kannst dich zwischen Geld- oder Wohn-Riester-Verträgen entscheiden – oder sie kombinieren.
  • Du erhältst jährlich eine Übersicht über die Entwicklung deiner Riester-Rente und bist so immer auf dem neuesten Stand.

Rentenzeitpunkt gekommen? So verläuft deine Auszahlung

Wie du dir dein Kapital auszahlen lassen kannst

Die Auszahlung der Riester-Rente beginnt für Beamte mit dem Pensionseintritt, frühestens aber mit 62 Jahren. Der Zeitpunkt, an dem du in Pension gehst, ist in deinem Vertrag festgelegt. Somit sind Vertragslaufzeit und Auszahlungszeitpunkt fest. Ausbezahlt wird das angesparte Guthaben in der Regel als lebenslange monatliche Rente. Alternativ kannst du dich für eine Kombination aus Einmalzahlung und Monatsrente entscheiden. Im Detail hast du folgende Möglichkeiten:

  • Auszahlung als lebenslange Altersrente ab Rentenbeginn
  • Teilauszahlung (auf maximal 30 Prozent des vorhandenen Kapitals begrenzt).

Das Auszahlen eines Teilbetrages minimiert deine Altersrente um den entsprechenden Betrag. Allerdings gilt bei beiden Auszahlungsversionen die volle Steuerpflicht. Somit musst du in jedem Fall das Kapital, das du mit Steuervorteilen angespart hast, nun voll versteuern. Durch eine nachgelagerte Besteuerung holt sich der Fiskus also einen Teil der entgangenen Einnahmen zurück. Das ist unterm Strich trotzdem lohnend für dich, denn deine Bezüge liegen im Ruhestand niedriger als im Erwerbsleben. Entsprechend niedriger fällt die Steuerschuld aus.

Dein Kapital auf einen Schlag auszahlen?

Möchtest du dir das gesamte Kapital auf einmal auszahlen lassen, dann ist das grundsätzlich möglich. Allerdings gibt es da etwas Grundlegendes für dich zu beachten: Die Riester-Rente ist darauf ausgelegt, dass eine lebenslange Altersrente ausgezahlt wird. Aus diesem Grund zählt das einmalige Auszahlen der gesamten Summe als “schädliche Verwendung”. Es entstehen nicht nur hohe Kosten für die Veranlassung, sondern musst du auch alle staatlichen Zulagen zurückzahlen und den Auszahlungsbetrag voll versteuern. 

Persönlicher Engpass? Diese flexiblen Möglichkeiten hast du

Durch die anhaltende Corona-Pandemie haben nicht zuletzt viele erfahren müssen, dass man manchmal in finanziell schwierige Situationen gerät. In solchen Fällen ist es wichtig, schnell reagieren zu können. Eine Riester-Rente zu kündigen sollte dabei wirklich der letzte Ausweg sein, denn gilt der Umstand der Kündigung nicht als die beste Entscheidung. Im Zusammenhang mit deiner Riester-Rente solltest du folgende Besonderheiten wissen.

Es spricht leider wenig für eine Kündigung

Planst du deinen bestehenden Riester-Vertrag nun zu kündigen, solltest du unbedingt die folgenden Punkte vor deiner Kündigung beachten:

  • Die gesamten staatlichen Zulagen und Förderungen müssen zurückgezahlt werden.
  • Du erhältst deshalb einen deutlich geringeren Rückkaufswert.
  • Du verlierst deine Steuervorteile, da du keine Investitionen mehr in deinen Riester-Vertrag tätigst.
  • Angefallene Renditen müssen zusätzlich versteuert werden.

Tipp: Es gibt für dich weitere Möglichkeiten wie die Beitragsfreistellung oder -reduktion deines Vertrages. Erörter im Vorfeld, ob das für dich in Frage kommen kann, denn beinhalten sie einige Vorteile im Vergleich zur Kündigung.

Flexibilität durch Beitragsfreistellung oder -reduktion

Kommst du in einen finanziellen Engpass, dann bietet dir dein Versicherungsunternehmen oftmals ganz unkompliziert Unterstützung in Form einer Beitragsfreistellung oder -reduktion. Dabei kannst du einige Vorteile genießen:

  • dein Guthaben inklusive aller Zulagen und Förderungen bleibt bestehen und verzinst sich weiter
  • du kannst die Beitragszahlung zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen und
  • es wird bei Pensionseintritt eine Altersrente an dich ausbezahlt.

Einzig zu beachten: Reduzierst du deine Beiträge und fällst unter die notwendigen 4 Prozent deines Vorjahresbruttoeinkommens, dann erhältst du entweder keine oder nur reduzierte Zulagen. Nichtsdestotrotz sind die Freistellung oder Reduktion der Beiträge mehr als probate Mittel eine Kündigung in turbulenten Zeiten zu umgehen.

Zusammenfassung

  • Eine Kündigung ist in keinem Fall eine Empfehlung – die Kosten und Rückzahlung der Zulagen lässt dich in manchen Fällen unter deine eingezahlten Beiträge fallen
  • Zieh die Beitragsreduzierung in Betracht.
  • Bleibt dein Guthaben bestehen, so verzinst es sich stetig weiter.

Im Todesfall sind deine Hinterbliebenen geschützt 

Im Fall deines Todes bietet dir die Riester-Rente auch die Möglichkeit eines Hinterbliebenenschutzes. Dabei macht es einen Unterschied, ob du in der Anspar- oder in der Rentenphase verstirbst.

Todesfall während der Ansparphase

Verstirbst du zum Zeitpunkt des Ansparens, dann ist dein Ehepartner in der Lage, das in deinem Riester-Vertrag angesparte Kapital zu übertragen. Was dafür notwendig ist: Innerhalb von 12 Monaten nach deinem Ableben muss ein neuer Riester-Vertrag durch deinen Ehepartner eröffnet werden. Anschließend kann das Vertragsguthaben übertragen und in vollem Umfang bespart werden.

Andere Regelung: Todesfall während der Ansparphase mit einem Kind

Ist dein Kind erbberechtigt und du alleinstehend, dann bestehen zwei Möglichkeiten im Todesfall mit deinem Riester-Vertrag umzugehen: Erhält dein Kind zu dem Zeitpunkt Kindergeld, dann kann das vorhandene Kapital in Form einer Waisenrente bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs ausbezahlt werden. Ist dein Kind nicht mehr kindergeldberechtigt, dann kann das Kapital abzüglich der Zulagen und anfallenden Steuern ausbezahlt werden.

Todesfall in der Rentenphase – Rentengarantiezeit vereinbaren!

Eine besondere Form des Hinterbliebenenschutzes bietet die Rentengarantiezeit. Dabei vereinbarst du eine Rentengarantiezeit von bspw. 8 Jahren und hast bereits für 4 Jahre eine Rentenzahlung erhalten. Stirbst du, dann wird für weitere 4 Jahre die Rente an die Erben ausbezahlt.

Todesfall in der Rentenphase – Restkapitalabfindung

Im Fall der Restkapitalabfindung erhalten deine Hinterbliebenen das restliche Kapital als lebenslange Rente ausbezahlt. Das wird exakt kalkuliert und es findet in diesem Rahmen eine Einzelfallprüfung durch dein Versicherungsunternehmen statt. Sind keine Hinterbliebenen vorhanden, dann fällt dein gesamtes Vertragsguthaben dem Versicherungskollektiv zu.

Zusammenfassung

  • Beste Absicherungsmechanismen bestehen auch im Todesfall, weshalb sich deine Hinterbliebenen geschützt fühlen können.
  • Das Weiterführen des angesparten Kapitals ist ganz einfach durch deinen Ehepartner möglich.
  • Bei der Auszahlung des Restkapitals fallen Steuern an sowie das Zurückbezahlen aller erhaltenen Zulagen.

Statt einer Riester-Rente doch etwas anderes?

Das Portfolio rund um die private Alters­vorsorge ist groß. Dementsprechend hat man auch die Möglichkeit, sich das Produkt herauszusuchen, das am besten zu einem passt. Mit dem obersten Ziel, nämlich die eigene Rentenlücke zu schließen, besteht bei CLARK die Möglichkeit, sich auch über weitere Produkte zur privaten Alters­vorsorge zu informieren. Darunter fallen die:

Als verbeamtete Person eine Riester-Rente abschließen

Steuervorteile, staatliche Zulagen und die Beitragsgarantien machen die Riester-Rente in vielen Fällen zu einer interessanten Möglichkeit, seine persönliche Rentenlücke auszugleichen und seinen Lebensstandard im Alter zu halten. Zum Kreis derer, die sich die geförderte Alters­vorsorge sichern können, gehören alle Staatsdiener, denn die Absenkung des Rentenniveaus betrifft auch aktive Beamte.

Eine persönliche Beratung ist bei derart langfristigen Vorsorgeprodukten extrem wichtig. Lass dich deshalb unbedingt beraten. Unsere CLARK-Experten und -Expertinnen helfen dir dabei, durch den Vorsorge-Dschungel zu navigieren. Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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