Mann von hinten fotografiert, trägt seine kleine Tochter auf dem Arm.

Kinderzulage Riester - So helfen Kinder bei der Altersvorsorge

Riester-Sparer mit Kindern profitieren besonders von der staatlichen Förderung: Sie können zu ihrer privaten Altersvorsorge Kinderzulagen erhalten.

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Das Wichtigste in Kürze

Riester-Sparer mit Kindern profitieren besonders von der staatlichen Förderung: Sie können zu ihrer privaten Altersvorsorge Kinderzulagen erhalten. Die Höhe hängt von Zahl und Alter der Kinder ab.

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Die Zulage beträgt pro Kind entweder 185 Euro oder 300 Euro.

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Zulagen müssen beantragen werden. Dazu genügt ein einmaliger Dauerzulagenantrag.

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Riestern beiden Eltern, bekommt nur ein Elternteil die Kinderzulage.

Kinderzulagen: einer der größten Vorteile der Riester-Rente

Viele Mütter und Väter arbeiten wegen der Kinder jahrelang in Teilzeit oder scheiden ganz aus dem Job aus. Während dieser Zeit erwerben sie geringere Rentenansprüche, denn über die Höhe der künftigen Rente entscheiden vor allem das Einkommen und die eingezahlten Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Riester-Rente hilft, die Konsequenzen solcher Arbeitsausfälle einzudämmen. Diese Form der Altersvorsorge ist mit Kinderzulagen verbunden.

Riester-Förderung: Zulagen im Überblick

Wer im laufenden Jahr genug in seinen Vertrag einzahlt, erhält im Jahr darauf eine Grundzulage vom Staat. Sie beläuft sich auf 175 Euro. Riester-Sparer mit Kindern dürfen noch mit weit mehr rechnen, denn solange der Nachwuchs kindergeldberechtigt ist, unterstützt der Staat die private Altersvorsorge mit einer Zulage:

  • Für Kinder, die vor Januar 2008 geboren wurden, beträgt die staatliche Förderung jeweils 185 Euro jährlich.

  • Für Nachwuchs, der ab 2008 zur Welt kam, zahlt der Staat jährlich 300 Euro.

Beispielrechnung: Evelyn Koch war bei der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2010 bereits Riester-Sparerin. Bis 2035 bekommt sie jedes Jahr 300 Euro Kinderzulage. Insgesamt sind das 7.500 Euro. Zusammen mit der Grundzulage von jährlich 175 Euro ergibt sich im genannten Zeitraum eine staatliche Förderung von 11.875 Euro.

Zusammenfassung

  • Eltern sollen bei der Rente weniger benachteiligt werden. Deshalb unterstützt der Staat ihre zusätzliche Altersvorsorge mit Kinderzulagen.
  • Die Höhe der Riester-Kinderzulagen hängt davon ab, ob das Kind vor oder seit 2008 geboren wurde.
  • Ein Riester-Renten-Vertrag kann dank staatlicher Förderung über die Jahre ein beachtliches Kapital ansammeln.

Die Voraussetzungen für die Zulagen

Nicht alle Eltern mit einem Riester-Vertrag bekommen auch Zulagen und Steuervorteile. Für die Riester-Rente-Zulagen gelten vier Voraussetzungen:

  • In der Regel sind nur Menschen unmittelbar förderfähig, die Beiträge zur gesetzlichen Rente entrichten.

  • Du musst den Mindestbeitrag in den Riester-Vertrag einzahlen, damit dir die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) die vollen Kinderzulagen zuspricht.

  • Kinderzulagen gibt es ausschließlich, wenn die zuständige Familienkasse noch Kindergeld zahlt.

  • Du musst einen Antrag stellen.

Genügend Beiträge zahlen

Alle Riester-Zulagen fließen nur dann in voller Höhe, wenn du im Jahr zuvor deinen Mindesteigenbeitrag entrichtet hast. Du ermittelst ihn in folgenden Schritten:

  1. Berechne vier Prozent deines Brutto-Jahresgehalts.

  2. Rechne die Grundzulage (175 Euro) und ggf. die Kinderzulagen (185 beziehungsweise 300 Euro), die du erwarten kannst, zusammen.

  3. Ziehe die Summe der Zulagen von den 4 Prozent des Jahresgehalts ab.

 

Der Sockelbetrag: Riester-Beiträge von 5 Euro im Monat

Für Menschen mit geringem Einkommen und Kindern lohnt sich die Riester-Rente besonders. Der Sockelbetrag – Mindestbeitrag – liegt bei nur 60 Euro im Jahr.

Heißt: Für nur 5 Euro im Monat erhältst du die vollen Zulagen von 175 Euro (Grundzulage) und je 300 Euro für jedes nach 2008 geborene Kind. Bei zwei Kindern bedeutet das: 60 Euro pro Jahr einzahlen, aber 835(!) Euro jedes Jahr in der Riester-Rente ansparen (60 Euro + 175 Euro + 2x300 Euro). Voraussetzung ist, dass 4 Prozent deines Jahresbruttoentgelts 60 Euro nicht übersteigen Weniger als 60 Euro Beitrag sind nicht möglich. 

Ausnahme von der 4-Prozent-Regel: mittelbar Förderfähige

Auch Ehepartner, die mittelbar riestern, entrichten nur den Sockelbeitrag. Mittelbar heißt: Du persönlich stehst außerhalb der Riester-Zielgruppe, beispielsweise weil du nicht in der Deutschen Rentenversicherung pflichtversichert bist. Du giltst als nicht förderberechtigte Person. Dein Ehepartner riestert aber regulär und deshalb wird auch dein Vertrag gefördert.

Dauerzulagenantrag stellen

Lass dich nicht von veralteten Informationen verunsichern, die du zum Beispiel teilweise immer noch in Onlineratgebern findest: Kein Riester-Sparer muss heute noch jedes Jahr einen Antrag stellen, damit er die staatlichen Zulagen bekommt.

Richtig ist: Die Riester-Zulagen fließen nicht automatisch, sondern auf Antrag. Früher mussten Riester-Sparer in der Tat jedes Jahr selbst daran denken. Mittlerweile darfst du den jährlichen Antrag aber deinem Anbieter überlassen. Es genügt ein einmaliger Dauerzulagenantrag. Dazu kreuzt du beim Abschluss einer Riester-Rente einfach das entsprechende Feld an und erteilst der Bank oder der Versicherung eine Vollmacht.

Hast du einen älteren Vertrag, kannst du den Dauerzulagenantrag auch nachträglich stellen.

Familienstand aktuell halten

Denke daran, deinen Riester-Anbieter über Änderungen zu informieren. Bekommst du ein Baby, steigt dein Zulagenanspruch. Die Versicherung beziehungsweise Bank kann den Antrag nur stellen, wenn sie vom freudigen Ereignis erfährt.

Zusammenfassung

  • Für die Riester-Rente-Förderung musst du in der Regel Beiträge zur gesetzlichen Rente entrichten und den Mindestbeitrag einzahlen.
  • Kinderzulagen gibt es ausschließlich, wenn die zuständige Familienkasse noch Kindergeld zahlt.
  • Für die volle Förderung müssen Riester-Kunden einen Eigenbeitrag von 4 Prozent des Bruttojahreseinkommens leisten, mindestens 60 Euro im Jahr.
  • Jeder Verbraucher muss die Förderung seiner Riester-Rente nur einmal korrekt beantragen.

Wer bei Riester die Kinderzulagen bekommt – und wie lange

Die Höhe der Riester-Förderung wird Jahr für Jahr neu ermittelt. Die Steuervorteile etwa hängen vom Einkommen und den Beiträgen ab und die Kinderzulagen vom Kindergeld sowie der Anzahl der Sprösslinge.

Dauer des Zulagenanspruchs

Die erste Kinderzulage steht dir oder deinem Partner für das Jahr zu, in dem das Baby geboren wird. Sie fließt aber erst im Jahr darauf auf dein Riester-Konto, denn zuerst wird geprüft, ob du deine Beiträge gezahlt hast. Kommt das Baby beispielsweise im Jahr 2021 zur Welt, überweist die Zulagenstelle 2022 die ersten 300 Euro an deinen Riester-Anbieter.

Das geschieht nun, abhängig von deiner Vertragstreue, Jahr für Jahr. Letztmalig gezahlt wird die Kinderzulage für das Jahr, in dem du für dein Kind noch mindestens einen Monat lang Kindergeld bekommst. Bekommst du beispielsweise im Januar 2022 das letzte Kindergeld, fließt die Kinderzulage 2023 ein letztes Mal.

In der Regel endet der Zulagenanspruch mit dem 25. Geburtstag eines Kindes. Beendet deine Tochter oder dein Sohn bereits vorher eine Ausbildung oder ein Studium, endet damit auch der Anspruch auf die Kinderzulage. Für Kinder mit Behinderung wird die Förderung unter Umständen länger gewährt.

Auf welches Konto geht das Geld?

Pro Kind gewährt der Staat genau eine Zulage. Demnach ist jeweils nur ein Elternteil berechtigt, die Kinderzulage zu erhalten. Was also geschieht, wenn beide Partner einen Riester-Vertrag haben?

Fall 1: Ihr seid verheiratet

Solange verheiratete Eltern nichts anderes vereinbart haben, wird die Mutter begünstigt. Die Zulage geht also nicht automatisch an den Elternteil, welcher das Kindergeld bezieht. Wenn ihr wollt, könnt ihr Kinderzulagen auf den Vater übertragen lassen. Dazu tragt ihr in der Anlage AV der Steuererklärung die Zahl der Kinder ein, für die eine Übertragung stattfinden soll. Außerdem müsst ihr eure jeweilige Riester-Versicherung informieren.

Fall 2: Ihr seid nicht verheiratet oder lebt dauerhaft getrennt

Die Kinderzulage steht dem Elternteil zu, welcher das Kindergeld erhält und steuerpflichtig ist. Demnach können auch Stiefväter und Stiefmütter von der Zulage profitieren. Wenn der Anspruch auf Kindergeld von einem auf den anderen übergeht, fließt die Kinderzulage in den Riester-Vertrag jenes Elternteils, welcher das Kindergeld zu Jahresbeginn erhalten hat.

Zusammenfassung

  • Die Kinderzulagen werden nicht aufs Girokonto der Eltern ausgezahlt, sondern direkt an den Anbieter des Riester-Vertrags.
  • Jährlich steht beiden Eltern zusammen pro Kind eine Zulage zu.
  • Bei Verheirateten geht die Riester-Rente-Kinderzulage automatisch an die Mutter.

Eine Riester-Rente abschließen

Eine private Altersvorsorge abzuschließen ist ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung und Unabhängigkeit im Alter, den man gar nicht früh genug gehen kann. Dafür braucht es nicht einmal viel Geld. Eine Riester-Rente erhältst du schon ab 5 Euro im Monat.

Ob die Riester-Rente für dich jedoch das beste Vorsorgeprodukt ist, ist maßgeblich von deiner persönlichen Lebenssituation abhängig. Darum ist eine persönliche Beratung so wichtig. Lass dich deshalb unbedingt beraten. Unsere CLARK Experten helfen dir dabei, durch den Vorsorge-Dschungel zu navigieren. Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.

Nächste Schritte

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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Alexander
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