Sterbegeldversicherung: Angehörige finanziell entlasten

Im Todesfall gibt es vom Staat kein Geld mehr. Wir informieren, was die Sterbegeldversicherung abdeckt und was es zu beachten gilt.

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Eine Beerdigung schlägt mit Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro zu Buche. Dafür kommt weder die Kranken- noch die Rentenversicherung auf. Die Unfallversicherung wiederum zahlt Sterbegeld nur nach Arbeits- und Wegeunfällen, beziehungsweise falls eine Berufskrankheit den Tod verursacht hat. Im Todesfall stehen also in der Regel die Angehörigen in der Pflicht. Wer die Familie entlasten möchte, sollte über eine Sterbegeldversicherung nachdenken.

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Was ist eine Sterbegeldversicherung? 

Die Sterbegeldversicherung ist eine Art Kapitallebensversicherung. Anders als eine Lebensversicherung dient sie aber nicht dazu, den Ruhestand abzusichern. Vielmehr deckt die Sterbegeldversicherung die Bestattungskosten. Je nach Tarif sind weitere Leistungen inklusive, etwa die Grabpflege oder die Überführung eines Verstorbenen aus dem Ausland.

Gut zu wissen

Wer sich online über die Bestattungsvorsorge informiert, verliert schnell den Überblick: zu viele Begriffe! Es ist aber eigentlich ganz einfach. Egal ob die Anbieter von Sterbegeldversicherung, Todesversicherung, Bestattungsversicherung oder Sterbeversicherung sprechen: Gemeint ist das Gleiche.

Für wen eignet sich eine Sterbegeldversicherung? 

Bis 2003 stand den Deutschen bei ihrem Tod Sterbegeld zu. Heute müssen im Todesfall in der Regel die Angehörigen den Bestatter bezahlen – ohne Zuschüsse vom Staat oder Zuschüsse von der Krankenkasse. Ausnahmen bestehen nur bei Sterbegeld für Beamte. Wer die Kosten nicht seinen Kindern oder anderen Angehörigen überlassen will, setzt zu Lebzeiten auf eine private Bestattungsvorsorge. Eine gute Option ist eine Sterbegeldversicherung.

Warum soll ich eine Versicherung abschließen, wenn meine Kinder später ohnehin alles erben?

Wer sicher ist, seinen Angehörigen im Todesfall eine große Erbschaft zu hinterlassen, braucht in der Regel keine Sterbegeldversicherung. Doch im Verlaufe eines Lebens kann viel passieren. Im Pflegefall oder bei Berufsunfähigkeit, aufgrund von Krankheit oder Unfall, greift der Staat zunächst das bestehende Einkommen an. Das mühsam angesparte Polster für die Hinterbliebenen kann dann schnell dahinschmelzen. Geld aus einer Sterbegeldversicherung gehört hingegen zum Schonvermögen. Das bedeutet: Der Staat kann das beiseite gelegte Geld aus einer Sterbegeldversicherung nicht antasten.

Tipp

„Mitunter versuchen Finanzämter, Sterbegeld aus einer Versicherung anzutasten. Dafür gibt es keine gesetzliche Grundlage. Falls die Sterbegeldversicherung über CLARK abgeschlossen wurde, helfen wir weiter. Ansonsten wende dich einfach direkt an den Versicherer.“ Manuel, Experte für Sterbegeldversicherungen bei CLARK

Ist Sterbegeld aus einer Versicherung sozialversicherungspflichtig?

Die Sterbegeldversicherung hat mit der Sozialversicherung nichts zu tun. Wenn eine Versicherung Sterbegeld auszahlt, fallen keine Beiträge zur Sozialversicherung an. Das schließt die Kranken- und Pflegeversicherung genauso ein, wie die Renten- und Arbeitslosenversicherung. In der Regel sind sie auch steuerfrei - lies die Details in unserem Ratgeber zum Thema Steuern auf Sterbegeld.

Welche Vorteile bestehen über die Steuerfreiheit hinaus?

Das kommt darauf an, welche Tarifmerkmale der Versicherte wählt. Zum Beispiel finanzieren manche Sterbegeldversicherungen, bei einem Todesfall im Ausland, die Überführung nach Hause. Und das passiert gar nicht so selten. Man denke nur an die vielen Deutschen, die ihren Ruhestand in warmen Ländern verbringen. Ein weiterer Vorteil einer Sterbegeldversicherung besteht darin, dass der Versicherte bis zu drei Kinder mitversichern kann. Ein Kind mitzuversichern, kostet weniger als einen Euro. Sollte es zum Äußersten kommen, müssen sich Eltern wenigstens nicht um die Bestattungskosten sorgen. 

Was kostet eine Sterbegeldversicherung? Wie hoch sind die Beiträge?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Höhe der Beiträge hängt unter anderem davon ab

  • wie viel Sterbegeld der Versicherer im Todesfall überweisen soll (Versicherungssumme),

  • in welchem Alter der Vertrag geschlossen wird,

  • ab welchem Alter der Versicherte keine Beiträge mehr einzahlen will (Laufzeit) und

  • ob vor dem Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung erfolgt.

Tipp

„Bei manchen Versicherern kannst du den Beitrag senken, wenn du einmal im Quartal oder sogar nur einmal im Jahr zahlst. Der Grund: Es vermindert den Verwaltungsaufwand. Richtig sparen kann man auch mit Einmalzahlungen: Du versicherst ein Sterbegeld von 6.000 Euro, zahlst hierfür aber nur 5.400 Euro direkt ein. Die Einmalzahlung hat zudem den Vorteil, dass der Betrag sofort als Schonvermögen gilt und nicht angetastet werden kann.“ Manuel, Experte für Sterbegeldversicherungen bei CLARK

Welche Wartezeit gilt bei der Sterbegeldversicherung? 

Der volle Versicherungsschutz greift in vielen Tarifen nach drei Jahren ein. Stirbt der Versicherte vorher, erstattet der Versicherer den Erben die Beiträge. Wer eine Sterbeversicherung ohne Wartezeit wünscht, muss sich einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Manche Versicherer bieten alternativ Tarife mit einer verkürzten Wartezeit ohne Gesundheitsprüfung an. In der Regel ist dann mit einem höheren Monatsbeitrag und mindestens sechs Monaten Wartezeit zu rechnen. 

In welcher Höhe sollte sich die Versicherungssumme bewegen?

Manche Versicherer werben mit Beiträgen von wenigen Euro. Meistens ist dann aber die Versicherungssumme recht niedrig, also das nach dem Tod auszuzahlende Sterbegeld. Eine durchschnittliche Beerdigung kostet gut und gerne bis zu 8.000 oder gar 10.000 Euro. Je aufwändiger das eigene Begräbnis werden soll, desto höher sollte die Versicherungssumme ausfallen.

Sind eine Unfall- oder Risikolebensversicherung gute Alternativen zur Sterbegeldversicherung?  

Eine Unfallversicherung dient im Kern dazu, sich selbst abzusichern, wenn ein Unfall die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt. Sollte es zu einem Unfalltod kommen, zahlt der Versicherer die Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus. Dieses Geld genügt meistens, um eine einfache Beerdigung zu bezahlen. Eine Risikolebensversicherung hingegen darf nur eingeschränkt als Alternative zur Sterbegeldversicherung gelten. Ihr Zweck besteht in der Absicherung der Familie, sollte der Versicherte im erwerbsfähigen Alter sterben. In aller Regel läuft die Risikolebensversicherung im frühen Rentenalter aus. Danach steht die Versicherungssumme nicht mehr zur Verfügung - kann im Todesfall also auch nicht die Bestattungskosten decken. 

Wo bekomme ich eine preiswerte Sterbegeldversicherung? Wie zuverlässig sind die Versicherungs-Rechner? 

Welche Sterbegeldversicherung günstig ist, darüber entscheiden die eigenen Ansprüche. Etliche Versicherer bieten online zu ihrer Sterbegeldversicherung einen Rechner an. Ein Vergleich aller Tarife ist jedoch meist mühsam und langwierig. Bei der Auswahl sollte man sich am besten durch einen Experten beraten lassen.


Drei verbreitete Vorurteile über die Sterbegeldversicherung

CLARK-Experte Manuel beantwortet täglich Fragen zum Thema Sterbegeld. Dabei räumt er regelmäßig Vorurteile aus und hilft Vor- und Nachteile besser einzuschätzen. 

 

Vorurteil: „Wenn ich lange lebe, habe ich am Ende mehr Beiträge eingezahlt, als meine Familie für die Bestattung bekommt.“ 

Der Experte sagt: Eine Sterbegeldversicherung ist kein Fass ohne Boden. Die meisten Sterbegeldversicherungen sind ab einem bestimmten Alter beitragsfrei. Außerdem zahlt der Versicherer unter Umständen einen Teil der erwirtschafteten Überschüsse an die Hinterbliebenen aus.  

Vorurteil: „Wenn ich regelmäßig Geld für meine Bestattung zurücklege, ist das genauso gut wie eine Sterbegeldversicherung.“

Der Experte sagt: Eine durchschnittliche Bestattung kostet um die 5.000 Euro. Legst du jeden Monat 20 Euro zurück, benötigst du über 20 Jahre bis du die Summe zusammen hast. Die Zinserträge schon eingerechnet. Außerdem: Weißt du, wie lange du lebst? Und bist du sicher, dass du das Ersparte unangetastet lässt, auch wenn beispielsweise das Auto kaputt geht?  

Vorurteil: „Angenommen ich sterbe früh. Dann zahlt die Versicherung nicht und meine Beiträge sind weg.“

Der Experte sagt: Für die meisten Sterbegeldversicherungen gilt: Stirbst du innerhalb von zwei bis drei Jahren nach Abschluss, fließt kein Sterbegeld. Die Beiträge sind jedoch nicht verloren. Sie werden an die Hinterbliebenen zurückgezahlt. Ist die Wartezeit im Todesfall vorüber, gilt voller Versicherungsschutz.

CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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