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Krankenzusatz­­versicherung: Versorgungslücken schließen

Private Krankenzusatz­versicherungen ergänzen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Welche es gibt, wann sie sinnvoll sind und worauf du achten solltest.
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Das Wichtigste in Kürze

Die Leistungen der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) werden immer weiter zusammengestrichen. Kassenpatienten müssen immer öfter für Untersuchungen und Behandlungen in die eigene Tasche greifen. Für viele gesetzlich Versicherte lohnt es sich deshalb, über Zusatz­versicherungen nachzudenken.

Eine private Krankenzusatz­versicherung schließt im Krankheitsfall die Lücken im Leistungskatalog der gesetzlichen Kranken­versicherung. Häufig bekommen Kassenpatienten durch einen guten Tarif die gleichen Leistungen wie Privatpatienten.

  • Private Krankenzusatz­versicherungen ergänzen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse.
  • Je nach persönlichem Bedarf sollten Zusatz­versicherungen individuell zusammengestellt werden.
  • In der Regel gibt es eine Gesundheitsprüfung und eine Wartezeit bevor der Versicherungsschutz greift.

Wozu brauche ich eine Krankenzusatz­versicherung?

Die Leistungen der GKV sind begrenzt

Da die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ dürfen (SGB V § 12), wird von der GKV nur eine Grundversorgung abgesichert. Sonderleistungen bei Zahnarztbehandlungen und Krankenhausaufenthalten, Heilpraktikerbehandlungen, Sehhilfen und so weiter können daher schnell viel Geld kosten, das du aus eigener Tasche zahlen musst.

Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, Chefarztbehandlung und freie Krankenhauswahl, Absicherung im Ausland oder auch im Pflegefall, Rooming-in, wenn ein Kind ins Krankenhaus muss, gewisse Behandlungen (ambulant) und Leistungen – für all dies findest du Tarife bei privaten Zusatz­versicherungen. Die Versicherer übernehmen die Kosten für bessere Leistungen, die gesetzlich Versicherte gar nicht oder nur zum Teil erstattet bekommen.

Zusammenfassung

  • Die gesetzlichen Krankenkassen kommen nur für die medizinische Grundversorgung auf.
  • Sonderleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus, Behandlungen beim Heilpraktiker, kieferorthopädische Behandlungen und Krankentagegeld gehören nicht zum Versicherungsschutz der gesetzlichen Versicherung.
  • Mit einer Zusatz­versicherung kannst du gesetzlich versichert die gleichen Leistungen erhalten wie Mitglieder der privaten Kranken­versicherungen.

Für wen ist eine private Zusatz­versicherung sinnvoll?

Die Leistungen dem individuellen Bedarf anpassen

Die gesetzliche Kranken­versicherung bietet ihren Versicherten einen Basisschutz, auch Regelversorgung genannt. Wer privat eine Zusatz­versicherung zur Kranken­versicherung abschließt, kann seinen Versicherungsschutz aufwerten und Vorsorge für den Ernstfall treffen. Je nachdem, welche Bedürfnisse du hast, kann die eine oder andere Zusatz­versicherung für dich sinnvoll sein:

  • Die Zahnzusatz­versicherung beispielsweise kommt unter anderem für naturgetreue Füllungen und Zahnersatz, aber auch professionelle Zahnreinigung auf. Die Leistungen sind für jeden sinnvoll, der Wert auf ein schönes Gebiss legt. 
  • Die Auslandskranken­versicherung übernimmt unter anderem den Transport nach Hause, wenn der Versicherte im Urlaub schwer erkrankt. Wer viel und weit reist, lebt ohne einen solchen Tarif riskant. 
  • Die Krankenhauszusatz­versicherung ermöglicht bei stationärem Aufenthalt ein Einzelzimmer im Krankenhaus und die Behandlung durch den Chefarzt.

Andere Krankenzusatz­versicherungen richten sich an einen eingeschränkten Kundenkreis. Die Krankentagegeld­versicherung beispielsweise lohnt sich besonders für Freiberufler, die bei längerer Krankheit sonst ohne Einkommen dastehen würden. Eine Brillen­versicherung dagegen halten die meisten Ratgeber nur für sinnvoll, wenn irgendwann eine Laserbehandlung ansteht. 

Bist du privat versichert, sind vermutlich viele Zusatzleistungen bereits in deiner privaten Kranken­versicherung enthalten, aber auch hier können Lücken offenbleiben.

Tipp: Bezahlt deine Krankenkasse bestimmte Behandlungen nicht, die dir sehr wichtig sind – Akupunktur zum Beispiel –, dann muss eine Zusatz­versicherung nicht der einzige Ausweg sein. Manchmal genügt ein Krankenkassenwechsel, denn was die eine Krankenkasse verweigert, könnte eine andere anbieten.

Welche Krankenzusatz­versicherungen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl privater Zusatz­versicherungen, mit denen du die gesetzlichen Leistungen ergänzen kannst. In eine Übersicht der möglichen Tarife gehören vor allem:

Zusammenfassung

  • Es gibt zahlreiche private Zusatz­versicherungen, mit denen du in verschiedensten Bereichen wie ein Privatpatient behandelt wirst.
  • Je nach persönlichem Bedarf sind verschiedene Versicherungen sinnvoll für dich.
  • Für Selbstständige und Freiberufler ist zum Beispiel Krankentagegeld ein wichtiger Schutz.

Was ist beim Antrag auf eine Krankenzusatz­versicherung zu beachten?

Die Gesundheitsprüfung

Anbieter von Krankenzusatz­versicherungen verlangen in der Regel vor Vertragsabschluss von dir, dass du einen Fragebogen ausfüllst. Mit Fragen zur Gesundheit verschafft sich der Versicherer einen Überblick über Vorerkrankungen, Unfälle und Operationen.

Auf Grundlage deiner Antworten kalkuliert der Versicherer das Risiko eines Leistungsfalles und darauf basierend wiederum deine monatlichen Beiträge. Hier ist Ehrlichkeit der beste Ratgeber, denn sollte sich im Ernstfall herausstellen, dass du Informationen unterschlagen hast, zahlt die Versicherung nicht oder verlangt sogar ihr Geld zurück.  

Es gibt auch private Zusatz­versicherungen ohne Gesundheitsprüfung. Diese Tarife sind in der Regel etwas teurer und schließen Leistungen bei bestimmten Erkrankungen von vornherein aus. Trotzdem kann eine Versicherung ohne Gesundheitsprüfung eine gute Wahl sein, zum Beispiel wenn du aufgrund von Vorerkrankungen sonst keine Chance hast, überhaupt eine Absicherung zu bekommen.

Kann der Versicherer Anträge auf eine Krankenzusatz­versicherung ablehnen?

Auf eine private Zusatz­versicherung besteht kein Rechtsanspruch. Die Anbieter eines solchen Tarifs können Antragsteller wegen bestimmter Vorerkrankungen ablehnen. Häufige Gründe sind Krebs und Asthma.

Bei manchen anderen Vorerkrankungen, Übergewicht etc. kann es sein, dass das Angebot des Versicherers höhere Beiträge oder Leistungsausschlüsse aufweist. Umso wichtiger ist es, eine Krankenzusatz­versicherung (privat) früh im Leben abzuschließen. Dann ist der Gesundheitszustand in der Regel am besten. 

Wie lang ist die Wartezeit, bis Versicherte die vollen Leistungen erhalten?

Die Vorteile einer privaten Krankenzusatz­versicherung werden vielen erst bewusst, wenn eine entsprechende Behandlung ansteht. Damit die Versicherer nicht sofort hohe Kosten für Behandlungen zum Beispiel im Krankenhaus oder beim Zahnarzt übernehmen müssen, gibt es Wartezeiten, in denen die Versicherung nicht greift.

Für die meisten Krankenzusatz­versicherungen gilt eine Wartezeit von drei Monaten. Erst danach können Versicherte die Leistungen abrufen. Bei manchen Tarifen müssen sie auch länger warten. Zahnersatz und Psychotherapie zum Beispiel sind meistens erst nach acht Monaten zu haben, es gibt aber auch Zahnzusatz­versicherungen ohne Wartezeit.

Zusammenfassung

  • Zusatz­versicherungen gehen meist mit einer Gesundheitsprüfung einher. Die Versicherer schätzen mir ihrer Hilfe das Risiko ab, dass sie eingehen, wenn sie dich versichern.
  • Es gibt kein Recht auf eine Zusatz­versicherung. Du kannst zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen abgelehnt werden.
  • Nach Abschluss der Versicherung gilt in der Regel eine Wartezeit von drei bis acht Monaten.

Was du sonst noch wissen solltest

Wie teuer kann eine private Krankenzusatz­versicherung sein?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da jede Zusatz­versicherung spezifische Leistungen umfasst. Eine Auslandskranken­versicherung etwa sichert die meisten Menschen für eine überschaubare Zeit ab: den Urlaub.

Die Kosten günstiger Tarife liegen bei rund zehn Euro im Jahr. Eine stationäre Krankenzusatz­versicherung hingegen stellt andere Ansprüche an den Versicherer. Die Beiträge für diese Variante der Vorsorge belaufen sich auf mindestens 20 Euro im Monat. 

Generell richten sich Monatsbeiträge nach dem Alter und der Gesundheit des Antragstellers. Je eher du dich für eine Zusatz­versicherung entscheidest, desto niedriger sind die Beiträge. Ein früher Einstieg kann bewirken, dass deine Beiträge auch im Alter noch vergleichsweise gering ausfallen. Ob es eine Kosten- beziehungsweise Beitragsbremse gibt, solltest du vor Vertragsabschluss erfragen.  

Da die Kosten von so vielen Faktoren abhängen, ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Du kannst verschiedene Tarifvergleiche im Internet anstellen – oder du rufst einfach unsere CLARK-Experten an, Sie stehen dir gern mit Rat zur Seite.

Wie funktioniert bei einer Krankenzusatz­versicherung die Abrechnung?

Die Abrechnung funktioniert wie bei der normalen privaten Kranken­versicherung: Der Versicherte bekommt vom Arzt, dem Krankenhaus oder Zahnarzt eine Rechnung. Darauf stehen die Gesamtkosten und der Anteil, den die gesetzliche Krankenkasse davon übernimmt. Diese Rechnung schickst du deiner Versicherung. 

Gelten die Zusatz­versicherungen auch für meine Familie?

In der gesetzlichen Kranken­versicherung ist unter bestimmten Bedingungen eine Mit­versicherung der Familie möglich. Private Zusatz­versicherungen hingegen gelten ausschließlich für die Person, deren Name im Versicherungsvertrag steht, selbst Kinder brauchen eine eigene Police.

Das ist auch sinnvoll, weil die Vorsorge sich an individuellen Bedürfnissen orientiert. Bei einer Zahnzusatz­versicherung für Erwachsene steht beispielsweise der Zahnersatz im Zentrum, während Tarife für Kinder den Fokus eher auf Kieferorthopädie legen.

Zusammenfassung

  • Die Kosten für die private Zusatz­versicherung hängen vor allem von der Art der Versicherung, dem Versicherer und deinem Gesundheitszustand ab.
  • Für die Abrechnung reichst du die Rechnung bei deinem Versicherer ein.
  • In der privaten Zusatz­versicherung ist eine Familien­versicherung nicht vorgesehen.

Eine Krankenzusatz­versicherung abschließen

Der Versicherungsmarkt ist sehr, sehr groß. Daher solltest du dir auf jeden Fall vor dem Abschluss einer Versicherung genau überlegen, welche Form der Absicherung du brauchst. Viele Versicherer bieten zum Beispiel Kombitarife an, die mehrere Leistungen unter einem Dach bündeln.

Das kann sich für dich lohnen, vielleicht aber brauchst du diese Leistungen so gar nicht und fährst mit einer Einzel­versicherung wie beispielsweise einer Brillen­versicherung besser. Dazu kommt, dass Versicherer in der Regel verschiedene Tarife anbieten, die sich zum Beispiel im Grad der Zuzahlung, die du leisten musst, erheblich unterscheiden.

Am besten sprichst du vor Abschluss einer Krankenzusatz­versicherung mit einem Berater, der dich individuell und deinen Bedürfnissen angemessen berät. Die CLARK-Experten helfen dir hierbei gerne weiter.

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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