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Pflegezusatz­­versicherung

Optimale Vorsorge für den Pflegefall

Die gesetzliche Pflege­versicherung zahlt nur einen Teil der Pflegekosten. Wie schließt du mit der richtigen Pflegezusatz­versicherung die finanzielle Lücke?
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Das Wichtigste in Kürze

Dass Alters­vorsorge ein wichtiges Thema ist, wissen die meisten von uns. Dabei wird häufig ein Punkt übersehen: Bei der Vorsorge geht es nicht nur um die Rente, sondern auch um das Thema Pflege­versicherung. Sie sollte ebenso Bestandteil der geplanten Alters­vorsorge sein, denn mit dem Alter steigt das Risiko, pflegebedürftig zu werden.

Eine umfassende Versorgung ist allerdings sehr teuer – und die gesetzliche Regelung zur Pflege deckt nur einen Teil davon ab. Deshalb entsteht eine Lücke, über die du dir im Voraus Gedanken machen solltest. Pflegezusatz­versicherungen sind eine Lösung dafür.

  1. Die Wahrscheinlichkeit zum Pflegefall zu werden, ist hoch: Knapp 40% sind im Alter* davon betroffen.
  2. Die monatlichen Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung reichen nicht aus, um die tatsächlichen Kosten abzufangen.
  3. Mit einer Pflegezusatz­versicherung bewahrst du dir den Lebensstandard und entlastest deine Angehörigen.

Unterschiede zwischen Pflicht­versicherung und Zusatz­versicherung

Bevor du dich an die Analyse machst, ob eine Pflegezusatz­versicherung für dich infrage kommt, ist es wichtig, einige Begrifflichkeiten zu klären. Im Dschungel der Internetratgeber ist die Abgrenzung oft uneindeutig, daher lohnt es sich, hierauf einen kurzen Blick zu werfen:

Zunächst ist die gesetzliche oder soziale Pflege­versicherung von der privaten Pflege­versicherung zu unterscheiden. Das ist im Wesentlichen wie bei den Krankenkassen: Es gibt gesetzliche und private Versicherungsträger. Im Falle der Pflege­versicherung sind es die sogenannten Pflegekassen. Die Mitgliedschaft ist verpflichtend und in der Regel an die eigene Kranken­versicherung gekoppelt. Sie könnte also auch „Pflegepflicht­versicherung“ heißen.

Die Pflegekassen bieten im Pflegefall eine Grundabsicherung; sie umfasst bei der privaten und gesetzlichen Pflege­versicherung die gleichen Leistungen. Damit ist sichergestellt, dass du im Pflegefall nicht gänzlich ohne Versorgung auskommen musst.

Allerdings sind die Kosten einer umfassenden Versorgung im Pflegefall sehr hoch und die private bzw. gesetzliche Pflege­versicherung fängt diese nicht komplett auf. Entweder müssen die Angehörigen einspringen oder professionelle Leistungen werden in Anspruch genommen, die mit zusätzlichen hohen Kosten pro Monat verbunden sind und aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen.

Um die entstehende finanzielle Lücke zu schließen, ist eine Pflegezusatz­versicherung angeraten. Wie der Name sagt, ist sie ein Zusatz zur Pflege­versicherung und geht über die gesetzlichen Leistungen hinaus. Dabei besteht sie unabhängig davon, ob du gesetzlich oder privat pflegeversichert bist. Verwirrung entsteht oft, weil der Begriff „private Pflege­versicherung“ verwendet wird, wenn eigentlich die Pflegezusatz­versicherung gemeint ist.

Zusammenfassung

  • Der Grundbaustein für eine Pflege­versicherung sind die Pflegepflicht­versicherungen. Diese werden über gesetzliche oder private Pflegekassen (analog zu den Krankenkassen) bereitgestellt.
  • Die anfallenden Pflegekosten sind jedoch meist höher, als dass sie von der privaten oder gesetzlichen Pflege­versicherung getragen werden.
  • Pflegezusatz­versicherungen sind eine Ergänzung, die du individuell für eine bessere Versorgung abschließen kannst.

Wie sinnvoll ist eine Pflegezusatz­versicherung?

Die Lücke zwischen den Zahlungen der gesetzlichen Pflege­versicherung und tatsächlichen Kosten kann schnell mehrere Hundert Euro im Monat betragen. Bei Pflegegrad 3 zum Beispiel liegen „schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ vor. Als Mensch mit diesem Pflegegrad 3 brauchst du höchstwahrscheinlich Hilfe beim An- und Ausziehen, den Mahlzeiten und der Körperpflege. Mitunter muss auch in der Nacht jemand da sein. 

Das ist ein immenser Aufwand, und die Pflegekosten liegen bei beträchtlichen 1.500 bis 2.000 Euro pro Monat. Die Pflegekasse unterstützt nur mit höchstens 1.300 Euro. Es bleibt also eine Lücke von 200 und 700 Euro, die monatlich zu zahlen ist – im Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 fallen die Beträge noch deutlich höher aus.

Diese Situation ist zu bewältigen, wenn du entweder Angehörige hast, die bereit sind, dich vollumfänglich zu pflegen, oder du ein großes Vermögen hast, mit dem du die monatliche finanzielle Lücke ohne Probleme abdecken kannst.

Ansonsten ist eine private Pflegezusatz­versicherung sinnvoll. Damit kannst du verhindern, dass

  • du Abstriche beim Lebensstandard oder Zusatzleistungen machen musst
  • dein Vermögen von den Pflegeaufwendungen aufgefressen wird
  • deine Kinder, falls sie gut verdienen, womöglich für die Lücke zur Pflege­versicherung aufkommen müssen.

Zusammenfassung

  • Die Mittel aus der verpflichtenden Pflege­versicherung reichen nicht für eine vollständige Absicherung.
  • Wenn du den Eigenanteil nicht mit einem ausreichenden Vermögen selbst tragen kannst oder deine Familie nicht für eine häusliche Pflege bereit steht, ist eine Zusatz­versicherung sinnvoll.
  • Damit kannst du selbst entscheiden, wie deine Pflege aussehen soll – dein Vermögen bleibt erhalten und deine Kinder müssen nicht einspringen.

Vier Formen der Pflegezusatz­versicherung

Es vier verschiedene Arten der Pflegezusatz­versicherung:

  • die Pflegetagegeld­versicherung
  • die Pflegekosten­versicherung
  • die Pflegerenten­versicherung
  • der Pflege-Bahr

Am beliebtesten ist die Pflegetagegeld­versicherung. Als staatlich geförderte Pflege­vorsorge ist der Pflege-Bahr ein Sonderfall der Pflegetagegeld­versicherung. Neben finanziellen Leistungen gibt es außerdem Tarife, in denen zusätzliche Angebote zur Unterstützung in Anspruch genommen werden können. Der Überblick über die verschiedenen Formen hilft, eine geeignete Wahl zur Vorsorge zu treffen. Bei Fragen helfen dir außerdem die CLARK-Experten gerne weiter.

Pflegetagegeld­versicherung: flexible Verwendung

Wenn der Versicherte pflegebedürftig wird, erhält er bei dieser Versicherung einen festen Tagessatz. Die Höhe ist nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt. Dafür muss der Pflegegrad offiziell festgestellt werden. Den kompletten Tagessatz gibt es ab Pflegegrad 4 oder Pflegegrad 5, vorher zahlt die Versicherung einen niedrigeren Anteil aus.

Wichtig ist, dass du den vereinbarten Tagessatz unabhängig von den tatsächlichen Kosten erhältst und diesen frei verwenden darfst. Daher ist diese Leistung unabhängig davon, ob Angehörige pflegen, ein mobiler Pflegedienst kommt oder eine stationäre Pflege stattfindet. Auch der Menü-Bringdienst, eine Putzhilfe oder eine Unterstützung für Einkäufe können von diesem flexiblen Tarif bezahlt werden.

Pflegekosten­versicherung: Zuschuss zur gesetzlichen Pflege­versicherung

Während bei der Tagegeld­versicherung die Beträge pauschal ausgezahlt werden, richtet sich die Leistung bei der Pflegekosten­versicherung nach den verursachten Kosten. Außerdem ist es erforderlich, dass du Leistungen über die soziale Pflegepflicht­versicherung in Anspruch nimmst. Daran sind nämlich die Zahlungen der Pflegekosten­versicherung gekoppelt. Dabei gibt es zwei Varianten:

  • Bei der ersten Form verdoppelt die Pflegezusatz­versicherung meist den Anteil, den die soziale Pflege­versicherung zahlt, oder stockt ihn zumindest auf. Einige Tarife zahlen weniger, wenn ein Angehöriger pflegt – den vollen Satz gibt es dann nur bei einer professionellen Pflegekraft.
  • Bei der zweiten Variante werden nur die Kosten übernommen, die der Pflegedienst oder das Pflegeheim nicht über die gesetzliche Pflegekasse abrechnen kann. Pflegebedürftige müssen ihre Ausgaben nachweisen und bekommen diese bis zu einem Höchstbetrag erstattet. Zudem erhalten pflegende Angehörige wenig oder gar kein Geld.

Ein Knackpunkt ist bei der Pflegekosten­versicherung außerdem, dass nur die Kosten für die Pflege zählen. Ein Platz im Heim, also Unterkunft und Verpflegung, kann nur bei wenigen Versicherern abgerechnet werden.

Pflegerenten­versicherung: monatliche Rente im Pflegefall

Während die ersten beiden Versicherungsarten das Risiko der Pflegebedürftigkeit absichern, wird bei der Pflegerenten­versicherung Kapital angespart. Wird der Versicherte pflegebedürftig, erhält er eine lebenslange, monatliche Rente. Wie hoch diese ausfällt, hängt von der Pflegebedürftigkeit ab. Für jeden Pflegegrad ist eine entsprechende Summe festgelegt, die Versicherung zahlt in der Regel ab Pflegegrad 2.

Die Rente erhältst du in voller Höhe und unabhängig davon, wer pflegt – auch für Angehörige oder eine ambulante Pflege. Im Vergleich zu anderen Pflegezusatz­versicherungen sind bei dieser Form die Beiträge höher und im Antrag werden zusätzliche Gesundheitsfragen gestellt.

Der Vorteil ist allerdings, dass dir im Fall einer Kündigung (oder im Todesfall den Erben) über den sogenannten Rückkaufswert der Versicherung ein Teil der Prämien ausgezahlt wird. Bei den anderen Versicherungsformen gibt es diese Möglichkeit nicht. Wenn du diese kündigst, sind deine Beiträge verloren. Nichtsdestotrotz macht sich der Vorteil unterm Strich aufgrund der hohen Beiträge für die Pflegerenten­versicherung nicht bezahlt.

Pflege-Bahr: staatliche Förderung für die Pflegevorsorge

Beim Pflege-Bahr (benannt nach dem ehemaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr) handelt es sich im Kern um eine Pflegetagegeld­versicherung, die vom Staat mit fünf Euro pro Monat subventioniert wird – sofern man selbst mindestens zehn Euro pro Monat investiert. Um die Versicherung für alle zugänglich zu machen, gibt es keine Gesundheitsfragen und kein Antragsteller darf abgelehnt werden.

Allerdings sind die Leistungen sehr begrenzt und Geld fließt erst nach einer Wartezeit von fünf Jahren. Der Tageshöchstsatz beträgt 20 Euro (600 Euro im Monat) und wird nur für den Pflegegrad 5 gezahlt. Die Auszahlung der niedrigeren Pflegegrade ist gestaffelt: Je geringer die Pflegebedürftigkeit, desto weniger Geld gibt es.

Zusätzliche Assistance-Leistungen

Manche Versicherungstarife bieten zusätzliche Leistungen an, die die Pflegebedürftigen oder seine Angehörigen (z. B. Partner oder Kinder) bei der Bewältigung der Situation in Anspruch nehmen können. Beispielsweise kann das eine kompetente Beratung zu allen Fragen rund um die Pflege sein:

  • Was ist bei Umbau­maßnahmen zu beachten?
  • Wie kann schnellstmöglich ein Pflegedienst, etwa bei einer Kurzzeitpflege, organisiert werden?
  • Weitere Assistenzleistungen sind zum Beispiel die psychologische Unterstützung bei familiären Krisen, Schulungen im Umgang mit Pflegebedürftigen und die Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen, etwa Putzkraft, eine Begleitung zu Terminen, jemand für die Gartenpflege oder Ähnliches.

Zusammenfassung

  • Es gibt vier Arten einer Zusatz­versicherung.
  • Die Pflegetagegeld-Tarife zahlen einen Tagessatz, der frei verwendet werden kann.
  • Die Pflegekosten­versicherung übernimmt die tatsächlichen Pflegekosten, jedoch nur bis zu einem Höchstbetrag.
  • Weder bei der Tagegeld- noch bei der Pflegekosten­versicherung bekommst du Geld zurück, wenn du kündigst oder nicht zum Pflegefall wirst.
  • Die Pflegerenten­versicherung bietet dir eine monatliche Rente, außerdem hat sie einen Rückkaufwert, falls du vorzeitig kündigst.
  • Der Pflege-Bahr wird durch staatliche Förderung unterstützt, hat niedrige Beiträge und kommt ohne Gesundheitsprüfung aus. Allerdings sind die Leistungen kleiner.
  • Neben den monetären Leistungen gibt es bei manchen Tarifen zusätzliche Unterstützung in Form von Beratung und Schulungen.

Kosten der privaten Pflegezusatz­versicherung

Wie hoch die Beiträge ausfallen, hängt im Wesentlichen davon ab, welche Form der Pfelgezusatz­versicherung du gewählt hast – sowie vom Alter und Gesundheitszustand:

  • In einem Alter von 45 Jahren zahlst du für eine Pflegetagegeld­versicherung durchschnittlich zwischen 50 und 70 Euro pro Monat. Im Vergleich dazu sind es mit 55 Jahren bereits zwischen 80 und 100 Euro. Hinsichtlich der Beitragssätze liegt die Variante im Mittelfeld, allerdings ist die flexible Verwendung entscheidend, weshalb sie am häufigsten abgeschlossen wird.
  • Die monatlichen Beiträge für eine Pflegekosten­versicherung liegen zwischen 40 und 55 Euro (Abschluss mit 45 Jahren) bzw. zwischen 65 und 80 Euro (55 Jahre). Das ist weniger als bei der Tagegeld­versicherung, allerdings bist du in der Verwendung eingeschränkt.
  • Die Kosten für eine Pflegerente liegen noch höher: Pro Monat werden hier zwischen 70 und 150 Euro (45 Jahre) bzw. 90 und 200 Euro (55 Jahre) fällig. Dies liegt an dem kapitalbildenden Modell der Versicherung im Gegensatz zu den vorherigen Zusatz­versicherungen, die nur im Pflegefall zahlen, aber keine anderweitige Rückzahlung bieten.

Da die Unterschiede zwischen den Versicherungsunternehmen durchaus beachtlich sind, solltest du dir mithilfe der Beitragsrechner auf den Websites schon einen ersten Eindruck verschaffen. Dies gilt vor allem, wenn du keine Vorerkrankungen hast. Ansonsten kann es sein, dass der damit verbundene Aufschlag nicht richtig abgebildet wird. Hier hilft entweder die direkte Anfrage bei der Versicherung oder ein Anruf bei den Experten von CLARK.

Zusammenfassung

  • Die Beitragshöhe richtet sich nach Versicherungsart, deinem Alter sowie deinem Gesundheitszustand.
  • Je jünger und gesünder du bist, desto kleiner fallen die notwendigen Beiträge aus.
  • Die Unterschiede zwischen den Versicherungsunternehmen sind beträchtlich, ein Vergleich lohnt sich finanziell.

In welchem Alter schließe ich idealerweise eine Pflegezusatz­versicherung ab?

Die beste Zeit liegt zwischen Mitte vierzig und Mitte fünfzig. Der obige Vergleich zeigt grundsätzlich: Je früher du die private Pflegezusatz­versicherung abschließt, umso günstiger sind die Beiträge.

Neben den geringen Kosten gibt es noch einen weiteren Grund, eher früher als später einen solchen Vertrag abzuschließen: Die Gesundheitsprüfung stellt dann noch keine große Herausforderung dar. Bei schweren Leiden wie Rheuma, Parkinson oder Diabetes ist es später nämlich fast unmöglich, überhaupt eine Versicherung zu finden.

Allerdings wird oftmals dazu geraten, schon in ganz jungen Jahren vorzusorgen, denn auch da bestehe das Risiko der Pflegebedürftigkeit. Natürlich kann es nie ganz ausgeschlossen werden, aber die Statistik der Pflegekassen zeigt, dass nur 1,4% der Menschen unter 60 Jahren* wirklich davon betroffen sind.

Zusammenfassung

  • Am besten schließt du eine private Pflegezusatz­versicherung zwischen 45 und 55 ab.
  • In jüngeren Jahren sind die Beiträge vergleichsweise niedrig und der Gesundheitszustand in der Regel gut.
  • Für ganz junge Menschen liegt das Risiko zum Pflegefall zu werden, nur bei 1,4%.

Infos zur Gesundheitsprüfung

Bei einer Pflegezusatz­versicherung musst du grundsätzlich nicht die komplette Krankenakte der letzten Jahrzehnte präsentieren. Es findet eine vereinfachte Gesundheitsprüfung mithilfe eines Fragebogens statt. Dabei werden meist schwerwiegende Erkrankungen abgefragt. Darunter fallen zum Beispiel Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Alzheimer und Demenz, aber auch chronische Leiden wie Diabetes, Multiple Sklerose oder Parkinson. Zudem wird häufig gefragt, ob du regelmäßig Medikamente nehmen musst.

Als einzige Alternative kommt der Pflege-Bahr ohne Gesundheitsprüfung aus. Sie entfällt, weil für diese staatlich geförderte Pflegezusatz­versicherung eine Aufnahmepflicht besteht. Für alle im fortgeschrittenen Alter oder mit Vorerkrankung ist der Pflege-Bahr oft die einzige Möglichkeit, überhaupt eine Pflegezusatz­versicherung abschließen zu können.

Trotzdem ist es wichtig, die Fragen der Gesundheitsprüfung wahrheitsgemäß zu beantworten. Erkrankungen zu verschweigen oder so zu tun, als hätte man nicht daran gedacht, kann später zur Verweigerung der Leistungen führen. Nimm dir daher Zeit, die Fragen gewissenhaft zu beantworten und denke in Ruhe darüber nach. Wenn du unschlüssig bist, helfen dir deine Ärzte beim Ausfüllen.

Zusammenfassung

  • Bei Gesundheitsprüfung musst du Angaben mittels eines Fragebogens machen.
  • Der Pflege-Bahr ist die einzige Versicherung, bei der keine Prüfung der Gesundheit vorgenommen wird.
  • Die Fragen sollten in jedem Fall gewissenhaft beantwortet werden, weil ansonsten der Versicherer die Leistungen verweigern darf.

Den richtigen Vertrag auswählen

Wie bei den meisten Versicherungen ist das online Angebot riesig – zahlreiche Seiten bieten einen Vergleich der privaten Pflegezusatz­versicherung und küren Testsieger. Allerdings entstehen die Ergebnisse auf Basis von Musterkunden, die deine persönliche Lebenssituation nicht zwangsläufig abbilden. Bevor du dich sinnvoll auf die Suche machen kannst, solltest du folgende Punkte bedenken:

Die Verwendung der ausgezahlten Leistungen sollte möglichst flexibel sein. Es ist schwer, schon heute vorauszusehen, ob du die Hilfe von deiner Familie und/oder professionellen Pflegekräften sowie stationäre Pflege oder ambulante Pflege in Anspruch nehmen willst oder musst. Außerdem solltest du unbedingt darauf achten, ab welchem Pflegegrad du das Pflegegeld bekommst – idealerweise nämlich schon ab Pflegegrad 1.

Einige Verträge beinhalten eine Wartezeit. Wird der Versicherte vor Ablauf dieser Zeit zum Pflegefall, bleibt die Pflege-Lücke bestehen, da der Versicherer noch nicht zahlt. Wähle daher einen Tarif, der keine Wartezeit hat.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Beitragsfreiheit im Pflegefall. Abhängig vom Tarif kann es nämlich sein, dass du – selbst wenn du einen Pflegegrad hast und Leistungen beziehst – weiter die monatlichen Beiträge entrichten musst. Da du deine finanzielle Belastung vermindern solltest, suche einen Tarif aus, bei dem zum Beispiel ab Pflegegrad 1, spätestens jedoch ab Pflegegrad 2 keine Prämie mehr zu zahlen ist.

Wer darüber entscheidet, welchen Pflegegrad das Versicherungsunternehmen anerkennt, ist ebenfalls unterschiedlich gestaltet. Am unkompliziertesten ist es, wenn sich die private Pflegezusatz­versicherung dabei nach den gesetzlichen Vorgaben richtet. Sprich: wenn du dort einen Pflegegrad bekommst, benötigst du keine weiteren Nachweise. Manche Tarife verlangen jedoch eine zusätzliche ärztliche Dokumentation.

Zu guter Letzt wissen wir alle, dass das Leben nicht immer wie geplant verläuft. Daher ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass sowohl Beitragspausen als auch Erhöhungsoptionen möglich sind. Wer sich generell die Beiträge nicht mehr leisten kann und seinen Vertrag kündigen muss, verliert den gesamten Versicherungsschutz – auch wenn er jahrelang eingezahlt hat.

Auf der anderen Seite hast du bei manchen Tagegeld-Tarifen die Möglichkeit, die vereinbarte Summe nach einem bestimmten Ereignis zu erhöhen, zum Beispiel nach deiner Hochzeit oder der Geburt deines Kindes. Achte aber darauf, dass im Falle einer Erhöhung nicht eine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird.

Mit einer sogenannten Dynamik-Option verhinderst du, dass die Inflation das Geld aus dem Vertrag später auffrisst.

Mit diesen Punkten bist du gut gerüstet, um eine passende Pflegezusatz­versicherung zu finden. Wenn du darüber hinaus Unterstützung brauchst, stehen dir die CLARK-Experten gerne zur Verfügung.

Zusammenfassung

  • Die Anzahl an angebotenen Absicherungen für den Pflegefall ist sehr groß. Vor der Entscheidung für ein Produkt sind viele Aspekte zu berücksichtigen.
  • Die Leistungen sollten zur freien Verfügung stehen, unabhängig davon, ob deine Familie dich pflegt, ein ambulanter Pflegedienst kommt oder du im Heim versorgt wirst.
  • Verträge sollten keine Wartezeit haben und mit Einsetzen des Pflegefalls beitragsfrei werden.
  • Am einfachsten ist es, wenn keine zusätzlichen ärztlichen Bescheinigungen erforderlich sind und die Einordnung der Pflegekasse anerkannt wird.
  • Beitragspausen sowie Erhöhungsoptionen sollten möglich sein.

Eine Pflegezusatz­versicherung abschließen

Wer sich im Fall einer späteren Pflegebedürftigkeit keine Sorgen um deren Finanzierung machen und auch nicht den eigenen Kindern zur Last fallen will, der sollte sich frühzeitig über eine private Pflegezusatz­versicherung Gedanken machen. Wie bei allen Vorsorge­versicherungen entscheiden der Moment des Abschlusses und der Gesundheitszustand des zu Versichernden über die Höhe des Tarifs. Je früher man beginnt, umso günstiger ist sie.

Online kannst du vergleichen, was Pflegezusatz­versicherungen leisten und wie viel sie kosten. Doch der Vergleich ersetzt keine Beratung. Der Tarif-Dschungel ist außerdem weitläufig und unübersichtlich. Schneller und sicherer kommst du voran, wenn du einen Experten heranziehst. Die Versicherungsexperten von CLARK helfen dir dabei, den Versicherer herauszusuchen, der am besten zu dir passt. Denn am Ende zählt bei deiner Absicherung die Leistung mehr als der Preis. So gehst du vor:

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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