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Focus Money - Beste Kundenbetreuung - Versicherungsmanager CLARK - Ausgabe 18/2023

Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente reicht nicht aus!

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  • Die gesetzliche Rente genügt meist nicht, um im Alter deinen Lebensstandard zu halten. Mit einer privaten Alters­vorsorge stehen dir zahlreiche Möglichkeiten offen.
  • Dafür solltest du mindestens 10 % deines monatlichen Nettoeinkommens investieren.
  • Denn: Je früher du anfängst, desto größer ist der Zinseszinseffekt.

Warum eine private Alters­vorsorge so wichtig ist

Du möchtest im Alter sorgenfrei leben. Das bedeutet, deinen gewohnten Lebensstandard zu halten, aber auch Selbstverwirklichung, etwa indem du deinem geliebten Hobby endlich mehr Zeit schenkst oder mit dem frisch erworbenen Camper durch ganz Europa reist. Wenn das nicht geht und du im Alter gepflegt werden musst, willst du dir zumindest nicht über das Finanzielle den Kopf zerbrechen, oder?

Dafür brauchst du Geld. Und die gesetzliche Rente, in der die meisten von uns pflichtversichert sind, wird nicht reichen, um das Leben nach der Berufstätigkeit wie gewohnt zu führen. 

Darum ist eine private Alters­vorsorge so wichtig
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Darum ist eine private Altersvorsorge so wichtig Preview Image

Wie viel Rente es sein wird, darüber gibt das Rentenniveau grob Auskunft. Aktuelle liegt es bei rund 50 % deines Einkommens. Für ein bequemes Leben reicht das bei Weitem nicht mehr aus. Mehr noch: Vielen Menschen droht Altersarmut. Deshalb ist es so wichtig, privat vorzusorgen.

Der Grund für das sinkende Rentenniveau ist die Finanzierung. Die gesetzliche Renten­versicherung ist ein sogenanntes Umlagesystem. Das bedeutet, dass deine Beiträge nicht für dich gespart werden, sondern gemäß des Generationenvertrags die heutige Rentnergeneration versorgen. Weil die Deutschen immer älter werden und gleichzeitig immer weniger Kinder gebären, müssen immer weniger Erwerbstätige eine signifikant wachsende Zahl an Rentner:innen versorgen.

Altersvorsorge: Auch für Beamte und Beamtinnen wichtig

Die private Alters­vorsorge ist auch für Beamt:innen sinnvoll. Das Pensionsniveau von ihnen liegt zwar zurzeit bei knapp 72 % der letzten Bezüge – aber auch nur bei einer Dienstzeit von 40 Jahren. Wer kürzer verbeamtet oder in Teilzeit tätig war, bekommt auch weniger Pension. Die muss zudem – anders als die gesetzliche Rente – voll versteuert werden.

Übrigens haben nicht alle Menschen einen gesetzlichen Rentenanspruch. Es gibt viele Selbständige, die nicht verpflichtet sind, in die gesetzliche Renten­versicherung einzuzahlen, und nur eine kleine Anzahl entscheidet sich freiwillig dafür. Für diese Personengruppe hat private Alters­vorsorge eine besonders hohe Priorität.

Wenn du als freischaffende Person durch ein berufsständisches Versorgungswerk geschützt bist, bist du zwar in einer besseren Position. Aber trotzdem sollte die Alters­vorsorge nicht vernachlässigt werden, um im Ruhestand keine Einbußen hinnehmen zu müssen.

Zusammenfassung

  • Die gesetzliche Rente reicht schon heute nicht mehr aus, um im Alter alle Ausgaben decken zu können.
  • Weil unsere Gesellschaft immer älter wird, sinkt das Rentenniveau weiter: Der eingezahlte Euro in die Rentenkasse wird im Ruhestand immer weniger wert sein.
  • Die private Alters­vorsorge ist daher ein absolutes Muss, wenn du deinen Ruhestand genießen möchtest.

Berechne, wie viel du im Alter brauchst

Es ist nicht schwer herauszufinden, wie viel du im Alter zum Leben brauchst und wie viel du noch investieren solltest:

Altersvorsorge: Was bleibt eigentlich von meiner Rente netto übrig?
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1. Kassensturz: Wie viel brauchst du monatlich zum Leben

Zuerst solltest du wissen, wie viel Geld du monatlich zum Leben brauchst. Mach einen ehrlichen Kassensturz und stell deine Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber. Um deinen finanziellen Bedarf zu ermitteln, kannst du zum Beispiel deine monatlichen Ausgaben eine Weile notieren. Es ist anzunehmen, dass du auch im Ruhestand ähnlich viel Geld benötigst wie heute.

Versuche darüber hinaus, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Zahlst du jetzt schon dein Eigenheim ab und wirst später einmal mietfrei darin leben können? Dann benötigst du später vielleicht weniger Geld als heute. Hast du Kinder und werden sie bis dahin auf eigenen Beinen stehen? Hast du Vermögen, auf das du zurückgreifen kannst?

Grundsätzlich kannst du dich auf diese Faustregel stützen: Im Ruhestand wirst du etwa 80 % deines heute verfügbaren Einkommens benötigen.

2. Renteninformation: Wie viel besitzt du schon?

Als Nächstes siehst du dir an, wie viel du möglicherweise schon besitzt. Hast du ein Eigenheim, das du bis zum Renteneintritt abbezahlt hast, oder sonstiges Vermögen, wie ein Erbe? Zu deinen Einkünften gehört auch dein Einkommen aus der gesetzlichen Rente.

Sobald du erwerbstätig bist und in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlst, erwirbst du Ansprüche auf eine Rente vom Staat. Wenn du mindestens 27 Jahre alt bist und 5 Beitragsjahre eingezahlt hast, bekommst du jedes Jahr die Renteninformation der Deutschen Renten­versicherung zugeschickt.

Die Renteninformation ist ein wichtiges Planungsinstrument für deine private Altersvorsorge. Sie gibt dir regelmäßig Auskunft darüber, wie hoch deine gesetzliche Rente ab Renteneintrittsalter ausfallen wird.

Dafür geht sie davon aus, dass du so viel Beitrag einzahlst wie im Schnitt der letzten 5 Jahre. Beachte dabeiDein Rentenanspruch wird in brutto angegeben. Das heißt, dass du Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung sowie Steuern und Inflation berücksichtigen musst.

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3. Rentenlücke: Was fehlt dir noch?

Jetzt weißt du, wie viel du monatlich brauchst und wie viel du davon schon hast. Nun musst du ermitteln, was dir noch fehlt. Nichts leichter als das: Du musst du nur deinen Anspruch auf gesetzliche Rente von dem Betrag abziehen, den du im Alter erhalten willst.

Das Ergebnis ergibt deine Rentenlücke – also den Betrag, den du über eine private Alters­vorsorge decken solltest, damit du im Alter wie gewünscht leben kannst.

Deine persönliche Rentenlücke bietet die Basis für alle weiteren Überlegungen und die Frage: Welches Angebot bietet die passende Alters­vorsorge für mich? 

Als Faustformel gilt: Mindestens 10 % deines monatlichen Nettoeinkommens solltest du in die Alters­vorsorge stecken – besser sind 15 %.

Früh ansparen lohnt sich: Ein Rechenbeispiel zum Sparvertrag

Angenommen, du bist 32 Jahre alt und verdienst 3.000 € netto pro Monat: Dann solltest du monatlich mindestens 300 € zur Seite legen. 300 € sind im Jahr 3.600 € und nach 40 Jahren 144.000.

Das klingt erst einmal viel. Wenn du aber bedenkst, dass dieses Geld lange halten muss – nimm großzügigerweise an, dass du ab Renteneintritt noch 30 Jahre lebst –, könntest du dir von den 144.000 € nur 400 € monatlich auszahlen.

Zum Glück hast du dein Geld aber nicht unters Kopfkissen gelegt, sondern angelegt. Angenommen, du erhältst jährlich 3,5 % Zinsen: Dann werden aus deinen 300 € im Monat nach 40 Jahren 263.130 €. Damit könntest du dir über 30 Jahre schon 730 € monatlich auszahlen.

Fängst du dagegen erst mit 47 Jahren an zu sparen, hast du nur 20 Jahre, um vor Rentenbeginn auf denselben Betrag zu kommen. Dein Gesamtkapital bei 300 € Einzahlung pro Monat würde nur 98.000 € betragen. Gerechnet auf 30 Jahre Auszahlungszeit könntest du dir davon gerade einmal 272 € pro Monat auszahlen. Deshalb ist früh mit der Alters¬­vorsorge anzufangen so wichtig.

Anlegen oder Versicherung abschließen?

Natürlich kannst du dein Geld selbst anlegen und dir im Ruhestand auszahlen. Eine eigene Geldanlage ist nicht verkehrt, als Alters­vorsorge jedoch nur bedingt geeignet. Denn damit trägst du das sogenannte Langlebigkeitsrisiko alleine: Du riskierst, so alt zu werden, dass dein gesamtes Erspartes aufgebraucht ist.

Dieses Risiko übernimmt eine Renten­versicherung für dich. Du zahlst während der Ansparphase regelmäßige Beiträge an den Versicherer. Er legt die Beiträge für dich an, und wenn du in den Ruhestand gehst, zahlt dir die Versicherung eine lebenslange monatliche Rente aus – egal, wie alt du wirst.

Um eine auf deine Bedürfnisse zugeschnittene Strategie zu entwickeln, solltest du folgende Fragen beantworten:

  • Wie sehr schätzt du staatliche Unterstützungen, wie die Möglichkeit zur steuerlichen Absetzung?
  • Ist dir Stabilität oder Ertrag wichtiger?
  • Wie möchtest du, dass deine Geldanlage verzinst wird?
  • Möchtest du flexiblen Zugang zu deinen Finanzen haben?
  • Wie viel Kapital kannst du regelmäßig beiseitelegen?
  • Wie viel Zeit hast du noch bis zum Rentenbezug?

Zusammenfassung

  • Entnimm deiner Renteninformation, wie viel Rente du vom Staat erwarten kannst.
  • Berechne deine Rentenlücke, indem du die gesetzliche Rente von deinem finanziellen Bedarf im Ruhestand abziehst.
  • Wie viel eine Alters­vorsorge kostet, hängt davon ab, wie viel du im Alter benötigst, wann du anfängst zu sparen und wie viel du monatlich zur Seite legst.
  • Als Faustformel gilt: Zahle mindestens 10 % deines monatlichen Nettoeinkommens in die Alters­vorsorge ein – besser sind 15 %.
  • Weil sich der Zinseszinseffekt enorm auswirkt, ist es wichtig, so früh wie möglich mit dem Sparen und Vorsorgen anzufangen.

Die richtige Alters­vorsorge finden

Was ist die beste private Alters­vorsorge für mich?

Welche Alters­vorsorge am besten zu dir passt, hängt von deiner individuellen Situation ab. Riester, Rürup oder betriebliche Altersvorsorge? Sofortrente (bei ausreichend Kapital) oder Aktiensparen, Auszahlplan oder klassische Renten­versicherung? Bist du selbstständig, Beamt:in oder fest angestellt?

Um dich im Dschungel der Vorsorgemöglichkeiten zurechtzufinden, kannst du dich am 3-Schichten-Modell orientieren. Die darin alles tragende Basis für Arbeitnehmer ist die gesetzliche Rente. Die Säulen oder die Schichten 2 und 3 sind verschiedene Möglichkeiten, um diese Basisversorgung zu ergänzen.

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Gesetzliche Rente reicht nicht aus

Schließ deine Rentenlücke

Ein oft unterschätztes Risiko – die Rentenlücke in Deutschland. Mit der gesetzlichen Altersrente wirst du deinen Lebensstandard im Rentenalter nicht halten können. Sicher dich ab und schließ deine Rentenlücke.

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Die 3 Säulen der Deutschen Renten­versicherung

Weitere Einteilung:

Altersvorsorge Pyramide, zeigt die 3 Stufen / Säulen der Altersvorsorge

Verschiedene Altersvorsorgemodelle im Überblick

Es gibt verschiedene Formen der Altersvorsorge, die wir dir im Folgenden einmal aufgelistet haben:

  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Riester-Rente
  • Rürup-Rente
  • Private Renten­versicherung
  • Aktien
  • Fonds
  • ETF-Sparplan oder Fondssparplan
  • Bausparvertrag
  • Hauskauf oder -bau
  • Lebens­versicherung
  • Berufsunfähigkeits­versicherung

Was bringen Online-Vergleiche bei der Suche nach dem richtigen Altersvorsorgevertrag? 

Wenn du die verschiedenen Möglichkeiten der Alters­vorsorge samt Rentenzahlungen vergleichen möchtest, hast du im Netz ein breites Angebot: Vergleichsportale, Verbraucherorganisationen, Wirtschafts- und Finanzmedien sowie alle Versicherungsunternehmen bieten eine Vielzahl an Informationen.

Ein Online-Vergleich kann jedoch nur eine grobe Orientierung bieten. Das Thema ist komplex und die passenden Lösungen hängen von deiner individuellen Lebenssituation, deinen Wünschen und Plänen ab. Vergleiche und Tests gehen immer vom Durchschnitt aus, nicht von deiner konkreten Situation.

Ausführliche Einblicke in die wichtigsten Angebote und deine persönlichen Möglichkeiten der Alterssicherung bietet dir nur ein Beratungsgespräch. Wende dich einfach an unsere CLARK Expert:innen: Sie beraten dich kostenlos und unabhängig.

Betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wird die Alters­vorsorge über den Betrieb organisiert. Ursprünglich war die bAV ein Mittel des Arbeitgebers, Mitarbeiter für besondere Betriebstreue mit einem zusätzlichen Benefit zu belohnen.

Inzwischen ist die betriebliche Alters­vorsorge gesetzlich vorgeschrieben. Du kannst also bei jedem Arbeitgeber betrieblich vorsorgen und dein Chef muss einen gewissen Betrag bezuschussen.

Über die Variante der bAV entscheidet der Arbeitgeber:

Der Vorteil für dich als Arbeitnehmer liegt in der steuerlichen Begünstigung der Beiträge. Denn diese werden dem Bruttogehalt entnommen, sind also in der Regel steuer- und sozialabgabenfrei.

Diesen Vorgang nennt man Entgeltumwandlung.

Des Weiteren besteht die Option, vermögenswirksame Leistungen von deinem Arbeitgeber zu beziehen. Damit können bis zu 480 € jährlich zusätzlich in deinen Vertrag eingezahlt werden. Diese Form des Sparens, das sogenannte VL-Sparen, kann jedoch auch für einen förderfähigen Fondssparplan oder Aktienfonds verwendet werden.

Riester-Rente

Die Riester-Rente ist wohl die bekannteste private Renten­versicherungen mit staatlicher Förderung. Sie wurde 2002 eingeführt und gehört zur zweiten Schicht des Vorsorgemodells. Für deinen Riester-Vertrag erhältst du bis zu 175 € pro Jahr staatliche Zulage. Außerdem bekommst du pro Kind bis zu 300 € jährlich.

Wenn du bei Abschluss deines Riester-Vertrags unter 25 Jahre alt bist, erhältst du einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 €. Hinzu kommt, dass du von deinen Beiträgen 2.100 € pro Jahr steuerlich absetzen kannst, was dir einen weiteren Vorteil verschafft.

Lohnt sich die Riester-Rente?
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Die Riester-Rente kann attraktiv sein – vor allem für Familien mit Kindern, aber auch für Geringverdiener:innen und besser verdienende Singles. Von dieser Förderung ausgeschlossen sind Selbstständige und Freiberufler:innen, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen.

In unserem Ratgeber Riester-Rente erklären wir dir unter anderem genau, wann sie für dich sinnvoll ist, wie der Staat dich mit Förderungen unterstützt und wie sich die Riester-Rente steuerlich auswirkt.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente gehört zur Basisversorgung und wird auch Basis-Rente genannt. Sie lohnt sich vor allem als Alters­vorsorge für Selbstständige und Besserverdiener.

Bei der Rürup-Rente wird zwischen der klassischen und der fondsgebundenen Renten­versicherung unterschieden. Bei Ersterer weißt du als Versicherter dank der Garantieverzinsung genau, wie hoch deine Rente später sein wird. Die Renditechancen sind allerdings gering.

Bei Zweiterer, der fondsgebundenen Rente, wird dein Geld in Fonds investiert. Die Höhe der Rendite ist nicht vorhersehbar. Für die Rente ist dir jedoch mindestens dein angespartes Kapital sicher.

Rürup Rente – Fürs Alter vorsorgen und Steuern sparen
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Der Staat unterstützt die Alters­vorsorge mit hohen Steuervergünstigungen: Du kannst deine Beiträge für das Jahr 2024 bis zu einem Höchstbetrag von 27.565 € (55.130 € bei Verheirateten) voll steuerlich geltend machen.

Ein weiterer Vorteil ist die flexible Einzahlungsmöglichkeit. Die Höhe des Beitrags kannst du jederzeit ändern. Es gibt auch keinen fixen Mindestbeitrag.

Übersicht über die Vorteile der Rürup Rente

Die Nachteile der Rürup-Rente sind: Du musst die Rente voll versteuern, und eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich – ebenso wenig wie die frühzeitige Auszahlung vor dem 62. Lebensjahr. Wie sich das auf die Gegenwart und im Alter auswirkt und wie sich die Rürup- von der Riester-Rente unterscheidet, erfährst du in unserem Beitrag zur Rürup-Rente.

Private Renten­versicherung

Wenn es dir wichtig ist, bei deiner Alters­vorsorge flexibel zu bleiben, kommt eine private Renten­versicherung infrage.

Private Renten­versicherung – Größte Flexibilität bei der Altersvorsorge
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Private Rentenversicherung – Größte Flexibilität bei der Altersvorsorge Preview Image

Es gibt bei ihr keine staatliche Förderung oder Zulagen. Dafür bietet die private Renten­versicherung mehr Flexibilität: Du kannst beispielsweise unmittelbar vor Rentenbeginn einen größeren Geldbetrag einzahlen, der direkt in eine lebenslange Rente umgewandelt wird.

Die Private Rentenversicherung auf einen Blick: Einzahlung: flexibel Auszahlung: als lebenslange Rente, Rate oder als Einmalzahlung nach mindestens 12 Jahren Laufzeit Förderung in der Ansparphase: keine Renditechancen: hoch; Anlage frei wählbar Voraussetzungen: keine Förderung in der Auszahlphase: Ertragsanteilbesteuerung Beitragsgarantie: wählbar Todesfall: Bezugsberechtigte frei wählbar

Ähnlich wie bei einem Rürup-Vertrag hast du die Wahl, wie die Versicherung die eingezahlten Beiträge anlegt. Die klassische Variante ist sehr sicher, während dir fondsgebundene Renten­versicherungen auch in Zeiten niedriger Zinsen eine höhere Rendite bieten. Bei der Auszahlung hast du steuerliche Vorteile, da du nicht die gesamte Rente versteuern musst.

Wie die Auszahlung der Privaten Rentenversicherung besteuert wird, Ertragsanteilsbesteuerung

Worauf du bei deiner Entscheidung achten solltest, beantworten wir dir im Beitrag zur privaten Renten­versicherung.

Geldanlage und Immobilien

Eine durchdachte Investition kann eine gewinnbringende Ergänzung zu deiner privaten Renten­vorsorge sein. Du könntest dich für aktiv verwaltete Aktienfonds entscheiden oder die kosteneffizienten ETFs bevorzugen. Alternativ könntest du spezifische Aktien auswählen, wobei es zu beachten gilt, dass das Risiko von Wertverlusten durch Marktschwankungen bei Einzelaktien höher ist als bei einem Fonds. Spekulative Anlagen wie Kryptowährungen solltest du nur unter Bewusstsein des extremen Risikos in Betracht ziehen.

Auch der Besitz einer eigenen Immobilie kann als Teil deiner Alters­vorsorge dienen. Als Hausbesitzer:in sparst du dir Mietzahlungen und kannst, wenn nötig, die Immobilie im Alter verkaufen oder vermieten, um deine Rente zu erhöhen.

Momentan sind die Kosten für den Kauf und den Bau von Immobilien sehr hoch. Zusammen mit den teuren Immobilienkrediten solltest du den Erwerb einer eigenen Immobilie genau abwägen.

Zusammenfassung

  • Die betriebliche Alters­vorsorge ist eine steuerbegünstigte Vorsorgemöglichkeit für Arbeitnehmer:innen. Finanziert wird sie durch Beiträge aus dem eigenen Bruttoentgelt. Der Arbeitgeber muss 15 % bezuschussen.
  • Die Riester-Rente ist eine Alters­vorsorge mit staatlicher Förderung in Form von Zulagen. Besonders geeignet ist sie für Familien, Geringverdiener:innen und besser verdienende Singles.
  • Die Rürup-Rente richtet sich als Alters­vorsorge an besser verdienende Angestellte und Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlen. Du profitierst von hohen Steuervergünstigungen in der Ansparphase, musst aber die Rente voll versteuern.
  • Die private Renten­versicherung ist ein flexibles Instrument, über das du auch kurzfristig höhere Einmalbeiträge einzahlen kannst. Sie biete keine staatliche Förderung, aber steuerliche Vorteile bei der Auszahlung.

Wie wird die Alters­vorsorge bei der Steuer berücksichtigt?

Abhängig davon, für welche Alters­vorsorge du dich entscheidest, greifen unterschiedliche Regeln zur Besteuerung.

Als Grundregel gilt: Wenn du die Beiträge für deine Alters­vorsorge während der Sparphase in deiner Steuererklärung geltend machen kannst, musst du deine Rente in der Auszahlphase versteuern. Dieses Prinzip nennt sich nachgelagerte Besteuerung und gilt unter anderem für die gesetzliche Rente, die Riester-Rente und die Rürup-Rente.

Normalerweise profitierst du von dieser Herangehensweise. Denn dein persönlicher Steuersatz sollte im Rentenalter niedriger sein als in der Ansparphase, sodass du als Rentner:in weniger Steuern auf deine Alters­vorsorge zahlen musst.

Bei der privaten Renten­versicherung ist es nicht möglich, dass du die Altersvorsorgebeiträge von der Steuer absetzt. Dafür wird im Alter nur ein kleiner Teil – der sogenannte Ertragsanteil – versteuert. Wie viel % du genau versteuern musst, hängt vom Jahr deines Renteneintritts ab.

RenteneintrittsalterErtragsanteil
62 Jahre21 %
65 Jahre oder 66 Jahre18 %
67 Jahre17 %
68 Jahre16 %
Ab 69 Jahren15 %

In der Regel hast du bei der Auszahlung deiner privaten Renten­versicherung die Wahl zwischen einer monatlichen Rente und einer Einmalzahlung. Wenn du dich für die letztere Option entscheidest, musst du abhängig von deinem persönlichen Einkommensteuersatz Steuern auf die Hälfte der ausgezahlten Summe zahlen. Das gilt auch, wenn deine Lebens­versicherung ausgezahlt wird.

Wie kannst du deine Altersvorsorge kündigen?

Auch bei deinen Kündigungsmöglichkeiten bestimmt die Wahl der Vorsorgeform, ob und wie du kündigen kannst:

  • Keine Kündigung möglich: Sowohl die betriebliche Alters­vorsorge als auch die Rürup-Rente kannst du nicht kündigen. Alternativ kannst du den Vertrag beitragsfrei stellen.
  • Kündigung und Rückzahlung: Die Förderung der Riester-Rente ist damit verknüpft, dass die Auszahlung erst mit Rentenbeginn startet. Kündigst du früher, musst du die erhaltenen Förderungen an den Staat zurückzahlen – also Zulagen und Steuervorteile. Oft bleibt dann nicht mehr viel übrig.
  • Kündigung und Auszahlung des Rückkaufswerts: Beendest du deine private Renten­versicherung, erhältst du vom Versicherer einen sogenannten Rückkaufswert. Dies sind die Erträge abzüglich der Kosten, die der Anbieter als Abschluss- und Verwaltungskosten einbehält. Kündigst du nur wenige Jahre nach Abschluss, machst du wahrscheinlich ein Minusgeschäft.

FAQ: Was möchtest du gerne zur Alters­vorsorge wissen?

Welche Alters­vorsorge ist die beste?

Die eine beste Alters­vorsorge gibt’s nicht. Es ist immer ein Mix an Optionen, der davon abhängt, wo du im Leben stehst und wie viel Geld du im Alter angespart haben willst. Nutze daher die kompetente Beratung unserer CLARK Versicherungsexpert:innen, die dir deinen persönlichen Vorsorgeplan vorstellen.

Ist die Alters­vorsorge steuerfrei?

Wenn mit Alters­vorsorge die Rente gemeint ist, lautet die Antwort Nein. Genau wie für dein Gehalt oder andere Einkünfte musst du grundsätzlich auch für die Rente Steuern zahlen, wenn deine gesamten Einkünfte über dem jährlichen Steuerfreibetrag liegen (derzeit 10.908 € für Alleinstehende bzw. 21.816 € für Ehepaare). Aktuell gilt dies allerdings noch nicht für die gesamte Rente. 2023 musst du 83 % der Rente versteuern.

Das gilt für die gesetzliche Rente ebenso wie für die Renten aus betrieblicher Altersvorsorge, Riester und Rürup sowie weitere Zusatzversorgungsrenten. Bei privaten Renten­versicherungen sieht die Besteuerung günstiger aus.

Ab welchem Alter sollte man eine Alters­vorsorge abschließen?

Je früher, desto besser! – Dieser Grundsatz, den du in der Versicherungswelt oft hörst und liest, gilt vor allem für die Altersvorsorge. Denn dabei geht es um einen langfristigen Aufbau von Vermögen für den späteren Lebensabend.

Schon Berufsanfänger:innen ab etwa 20 bis 25 Jahren, die ein regelmäßiges monatliches Einkommen haben, verschaffen sich Vorteile, wenn sie ihre Alters­vorsorge in die Hand nehmen. Der monatlich Beitragsanteil ist dann nicht ganz so hoch wie bei einer Person, die sich später für eine Alters­vorsorge entscheidet. Aber auch für 30-, 40- oder 50-Jährige gibt es viele Möglichkeiten, sich ein finanzielles Polster für die Rentenzeit anzusparen – dann nur mit einem höheren Beitrag.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme der Alters­vorsorge sein?

Das ist schwer zu beantworten. Eine konkrete Versicherungssumme, die am Ende ausgezahlt wird, wie es beispielsweise bei der Risikolebens­versicherung der Fall ist, gibt es bei der privaten Alters­vorsorge nicht.

Bei einer Renten­versicherung legst du fest, wie hoch die monatliche Rentenauszahlung sein soll. Dazu ist es hilfreich, wenn du dir im Voraus einen Überblick verschaffst, wie viel Geld du im Monat ungefähr brauchst, um gut leben zu können. Dann ermittelst du, wie viel gesetzliche Rente du erhalten wirst. Diese Versorgungslücke schließt du mit der Altersvorsorge.

Eine private Alters­vorsorge abschließen

Eine private Alters­vorsorge abzuschließen ist ein wichtiger Schritt für deine finanzielle Absicherung und – vor allem – Unabhängigkeit im Alter. Du kannst ihn nicht früh genug tun.

Dennoch solltest du deine Entscheidung nicht leichtfertig treffen. Zwar kannst du nahezu jede Alters­vorsorge zumindest beitragsfrei stellen, wenn du sie nicht mehr fortführen möchtest oder kannst. Aber es wäre schade, über Jahre Geld in eine Vorsorge zu stecken, von der du nicht überzeugt bist.

Lass dich deshalb unbedingt beraten. Die CLARK Expert:innen helfen dir gerne dabei, dich im Vorsorge-Dschungel zurechtzufinden: Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK Expert:innen. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK Expert:innen beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK Expert:innen stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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