Frau mittleren Alters in einer Gruppe aus Menschen.

Die richtige Altersvorsorge für den Ruhestand finden

Schritt für Schritt zur optimalen privaten Rentenvorsorge. Was der Staat fördert und wo du Steuern sparst.

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Das Wichtigste in Kürze

Mit der Altersvorsorge ist es wie mit dem Klimaschutz: Alle sind sich sicher, dass sie etwas tun müssen – aber nur die wenigsten kümmern sich sofort darum. Damit du jedoch im Alter sorgenfrei leben kannst, solltest du schon heute die Weichen dafür stellen. Zahlreiche Möglichkeiten stehen dir offen, wenn du das Thema rechtzeitig angehst.

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Die gesetzliche Rente allein reicht nicht aus, um im Alter deinen Lebensstandard zu halten.

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Du solltest mindestens zehn Prozent deines monatlichen Nettoeinkommens in eine private Altersvorsorge investieren.

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Je früher du anfängst, desto größer ist der Zinseszinseffekt.

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Warum eine private Altersvorsorge so wichtig ist

Jeder von uns möchte im Alter sorgenfrei leben. Das bedeutet nicht nur, den gewohnten Lebensstandard zu halten. Viele wollen sich im Alter selbst verwirklichen: ihrem geliebten Hobby endlich mehr Zeit schenken oder mit dem frisch erworbenen Camper durch ganz Europa reisen. Aber auch, wenn das nicht geht und wir im Alter gepflegt werden müssen, wollen wir uns zumindest nicht über das Finanzielle den Kopf zerbrechen. 20 bis 30 Jahre, die wir nach dem Renteneintritt noch leben können, sind eine lange Zeit, in der möglichst wenig Sorgen Platz haben sollten.

Dennoch ist die private Altersvorsorge ein Thema, mit dem sich vor allem junge Menschen ungern auseinandersetzen. Es scheint kompliziert und lästig, ist aber unumgänglich. Denn die gesetzliche Rente wird in der Regel nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. 

Die gesetzliche Rente allein reicht nicht mehr aus

Das Rentenniveau in Deutschland lag in den Jahren 1970 bis 2010 zwischen 50 und 60 Prozent des Durchschnittsverdienstes. In den vergangenen Jahren ist es jedoch deutlich gesunken. Aktuell liegt das durchschnittliche Rentenniveau bei 48,1 Prozent und wir voraussichtlich bis 2030 auf 43 Prozent absinken. Für ein bequemes Leben reicht das bei Weitem nicht mehr aus. Mehr noch: Vielen Menschen droht Altersarmut. Deshalb ist es so wichtig, privat vorzusorgen.

 

Was ist der Generationenvertrag?

Der Grund für das sinkende Rentenniveau ist die Finanzierung. Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein sogenanntes Umlagesystem. Das bedeutet, dass deine Beiträge nicht für dich gespart werden, sondern die heutige Rentnergeneration versorgen. Das ist der sogenannte Generationenvertrag: Erwerbstätige finanzieren die aktuellen Renten und erwerben zugleich Ansprüche für ihre zukünftige Rente.

Dieses System ist jedoch wegen des demografischen Wandels aus dem Gleichgewicht geraten. Weil die Deutschen immer älter und gleichzeitig immer weniger Kinder geboren werden, müssen immer weniger Erwerbstätige eine wachsende Zahl an Rentnern versorgen. Im Jahr 2050 wird jeder dritte Deutsche älter als 60 alt Jahre sein. 2001 galt das nur für jeden Vierten. Kamen 2018 auf fünf Beitragszahler noch drei Rentner, wird das Verhältnis 2030 laut dem Institut der deutschen Wirtschaft eins zu eins sein.

Das Rentenniveau sinkt

Damit die Renten überhaupt noch bezahlbar bleiben, kann man an drei Stellschrauben drehen: Man kann die Rentenkasse aus Steuergeldern bezuschussen und ausgleichen, was nicht eingezahlt wird. Man kann das Renteneintrittsalter anheben. Oder man senkt das Rentenniveau.

Alle drei Möglichkeiten wurden bereits umgesetzt. Heute wird die gesetzliche Rente jährlich mit 100 Milliarden aus Steuergeldern bezuschusst. 2006 beschloss der Bundestag, das Renteneintrittsalter schrittweise von 65 auf 67 anzuheben. Wann es bei dir so weit sein wird, kannst du bei der Deutschen Rentenversicherung ganz einfach berechnen lassen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Renteneintrittsalter in Zukunft ein weiteres Mal angehoben wird.

Das Rentenniveau zu senken bedeutet, nach unten anzupassen, wie viel Rente der eingezahlte Euro Rentenbeitrag später wert ist. Die Renten werden also im Verhältnis zu den Löhnen abgesenkt. Demnach wird die sogenannte Standardrente im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst eines Erwerbstätigen geringer ausfallen.

Zur Veranschaulichung: Als Standardrente wird die monatliche Rente bezeichnet, die nach 45 Beitragsjahren nach Abzug der Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung), aber vor Steuern ausgezahlt wird. Wer das deutsche Durchschnittseinkommen von 3.400 Euro brutto monatlich verdient und 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, bekommt dafür nicht einmal 1.500 Euro Rente – vor Abzug der Steuern. Wer weniger verdient oder wegen eines Studiums oder Erziehungszeiten später in den Beruf einsteigt, erhält unter Umständen eine Altersrente unter der Armutsgrenze.

Altersvorsorge: Auch für Beamte nicht bloß verzichtbarer Luxus

Die private Altersvorsorge ist auch für Beamte sinnvoll. Das Pensionsniveau von Beamten liegt zwar zurzeit bei knapp 72 Prozent der letzten Bezüge – aber auch nur bei einer Dienstzeit von 40 Jahren. Wer kürzer verbeamtet oder in Teilzeit tätig war, bekommt auch weniger Pension. Die muss zudem – anders als die gesetzliche Rente – voll versteuert werden.

Zusammenfassung

  • Die gesetzliche Rente reicht schon heute nicht mehr aus, um im Alter alle Ausgaben decken zu können.
  • Weil unsere Gesellschaft immer älter wird, sinkt das Rentenniveau weiter: Der eingezahlte Euro in die Rentenkasse wird im Ruhestand immer weniger wert sein.
  • Die private Altersvorsorge ist ein absolutes Muss, wenn du deinen Ruhestand genießen möchtest.

Berechne, wie viel du im Alter brauchst

Herauszufinden, wie viel du im Alter zum Leben brauchst und wie viel du noch investieren solltest, ist nicht schwer. Du kannst es selbst ausrechnen oder dich vom Renten-Cockpit der CLARK-App unterstützen lassen: Es berechnet automatisch auf Basis deines Alters und Einkommens deine persönliche Rentenlücke.

1. Kassensturz: Wie viel brauchst du monatlich zum Leben

Zuerst solltest du wissen, wie viel Geld du monatlich zum Leben brauchst. Mach einen ehrlichen Kassensturz und stell deine Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber. Um deinen finanziellen Bedarf zu ermitteln, kannst du zum Beispiel deine monatlichen Ausgaben eine Weile notieren. Es ist anzunehmen, dass du auch im Ruhestand ähnlich viel Geld benötigst wie heute.

Versuche darüber hinaus, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Zahlst du jetzt schon dein Eigenheim ab und wirst später einmal mietfrei darin leben können? Dann benötigst du später vielleicht weniger Geld als heute. Hast du Kinder und werden sie bis dahin auf eigenen Beinen stehen? Hast du Vermögen, auf das du zurückgreifen kannst?

Grundsätzlich kannst du dich auf diese Faustregel stützen: Im Ruhestand wirst du etwa 80 Prozent deines heute verfügbaren Einkommens benötigen.

 

2. Rentenbescheid: Wie viel besitzt du schon?

Als Nächstes siehst du dir an, wie viel du möglicherweise schon besitzt. Über ein Eigenheim, das du bis zum Renteneintritt abbezahlt hast, und Vermögen, wie beispielsweise ein Erbe, haben wir schon gesprochen. Dazu gehört auch dein Einkommen aus der gesetzlichen Rente.

Sobald du erwerbstätig bist und in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst, erwirbst du Ansprüche auf eine Rente vom Staat. Wenn du mindestens 27 Jahre alt bist und fünf Beitragsjahre eingezahlt hast, bekommst du jedes Jahr die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zugeschickt. Solltest du eine möglichst aktuelle Renteninformation benötigen, beispielsweise weil du deine Altersvorsorge planen willst, kannst du sie mit wenigen Klicks auf der Website der Deutschen Rentenversicherung anfordern.

Die Renteninformation ist ein wichtiges Planungsinstrument für deine private Altersvorsorge. Sie gibt dir regelmäßig Auskunft darüber, wie hoch deine gesetzliche Rente ab Renteneintrittsalter ausfallen wird. Dafür geht sie davon aus, dass du so viel Beitrag einzahlst wie im Schnitt der letzten fünf Jahre. Beachte dabei: Dein Rentenanspruch wird in brutto angegeben. Das heißt, dass du Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern und Inflation berücksichtigen musst.

3. Rentenlücke: Was fehlt dir noch?

Jetzt weißt du, wie viel du monatlich brauchst und wie viel du davon schon hast. Nun musst du ermitteln, was dir noch fehlt. Nichts leichter als das: Du musst du nur deinen Anspruch auf gesetzliche Rente von dem Betrag abziehen, den du im Alter erhalten willst. Das Ergebnis ergibt deine Rentenlücke – also den Betrag, den du über eine private Altersvorsorge decken solltest, damit du im Alter wie gewünscht leben kannst.

Deine persönliche Rentenlücke bietet die Basis für alle weiteren Überlegungen und die Frage: Welches Angebot bietet die passende Altersvorsorge für mich? 

Zusammenfassung

  • Erfasse, wie viel du monatlich zum Leben brauchst.
  • Entnimm deiner Renteninformation, die dir die Deutsche Rentenversicherung einmal im Jahr zuschickt, wie viel Rente du vom Staat erwarten kannst.
  • Berechne deine Rentenlücke, indem du die gesetzliche Rente von deinem finanziellen Bedarf im Ruhestand abziehst.

 

Berechne, wie viel du monatlich zurücklegen musst

Nun kennst du deine Rentenlücke. Du weißt aber noch nicht, wie viel du monatlich zurücklegen musst, um sie zu schließen.

Was eine private Altersvorsorge kostet, ist auch nicht so leicht zu beantworten, denn es hängt von vielen individuellen Faktoren ab, zum Beispiel: Welche Vorsorge du schon getroffen hast, wie viele Jahre dir bis zum Renteneintritt bleiben, wie viel du monatlich einzahlen kannst und wie risikobereit du bist. Je später du anfängst, dich um deine Altersvorsorge zu kümmern, desto teurer wird sie für dich. Bedenke außerdem: Wenn du früher in den Ruhestand gehen möchtest, gibt es Abschläge auf die Rente. Dann musst du natürlich monatlich noch mehr sparen. 

Als Faustformel gilt: Mindestens zehn Prozent deines monatlichen Nettoeinkommens solltest du in die Altersvorsorge stecken – besser sind 15 Prozent.

 

Früh zu sparen lohnt sich: Ein Rechenbeispiel 

Angenommen, du bist 27 Jahre alt und verdienst 2.000 Euro netto pro Monat. Dann solltest du monatlich mindestens 200 Euro zur Seite legen; besser wären 300 Euro. 200 Euro sind im Jahr 2.400 Euro und nach 40 Jahren 96.000 Euro (wenn du 300 Euro zurücklegst, sind es sogar 144.000 Euro).

Das klingt erst einmal viel. Wenn du aber bedenkst, dass dieses Geld lange halten muss – nimm großzügigerweise an, dass du ab Renteneintritt noch 30 Jahre lebst –, könntest du dir von den 144.000 Euro nur 400 Euro monatlich auszahlen. Okay, so einfach ist es nicht, denn auf das Geld bekommst du Zinsen. Schließlich legst du es nicht einfach unters Kopfkissen. Angenommen, du erhältst jährlich 3,5 Prozent Zinsen, werden aus deinen 300 Euro im Monat nach 40 Jahren 263.130 Euro. Damit könntest du dir über 30 Jahre schon 730 Euro monatlich auszahlen.

Fängst du dagegen erst mit 47 Jahren an zu sparen, hast du nur 20 Jahre, um vor Rentenbeginn auf denselben Betrag zu kommen. Dein Gesamtkapital bei 300 Euro Einzahlung pro Monat würde nur 98.000 Euro betragen. Gerechnet auf 30 Jahre Auszahlungszeit könntest du dir davon gerade einmal 272 Euro pro Monat auszahlen. Deshalb ist früh mit der Altersvorsorge anzufangen so wichtig.

 

Die Rolle der Versicherungen

An dieser Stelle kommen die Versicherungen ins Spiel. Natürlich kannst du dein Geld selbst anlegen und dir im Ruhestand auszahlen. Eine eigene Geldanlage ist nicht verkehrt, als Altersvorsorge jedoch nur bedingt geeignet. Damit trägst du nämlich das sogenannte Langlebigkeitsrisiko alleine: Du riskierst, so alt zu werden, dass dein gesamtes Erspartes aufgebraucht ist.

Dieses Risiko übernimmt eine Rentenversicherung für dich. Du zahlst während der Ansparphase regelmäßige Beiträge an den Versicherer. Der legt die Beiträge für dich an, und wenn du in den Ruhestand gehst, zahlt dir die Versicherung eine lebenslange monatliche Rente aus – egal, wie alt du wirst. Diese Rente fällt vermutlich etwas niedriger aus als im oben skizzierten Rechenbeispiel. Aber dafür musst du dich nicht sorgen, im hohen Alter zu verarmen, weil deine Ersparnisse aufgebraucht sind.

Zusammenfassung

  • Wie viel eine Altersvorsorge kostet, hängt davon ab, wie viel du im Alter benötigst, wann du anfängst zu sparen und wie viel du monatlich zur Seite legst.
  • Als Faustformel gilt: Zahle mindestens zehn Prozent deines monatlichen Nettoeinkommens in die Altersvorsorge ein – besser sind 15 Prozent.
  • Weil sich der Zinseszinseffekt enorm auswirkt, ist es wichtig, so früh wie möglich mit dem Sparen und Vorsorgen anzufangen.

 

Die richtige Altersvorsorge finden

Was ist die beste private Altersvorsorge für mich?

Welche Altersvorsorge am besten zu dir passt, hängt von deiner individuellen Situation ab. Riester, Rürup oder betriebliche Altersvorsorge? Sofortrente (bei ausreichend Kapital) oder Aktiensparen, Auszahlplan oder klassische Rentenversicherung? Bist du selbstständig, Beamter oder fest angestellt? Wie so oft gilt auch bei der Frage nach der besten Altersvorsorge zweierlei: Die Antwort ist so individuell wie du selbst, und die Mischung macht’s. Es heißt schließlich: „Wer streut, rutscht nicht aus.“

Um dich im Dschungel der Vorsorgemöglichkeiten zurechtzufinden, kannst du dich am 3-Schichten-Modell orientieren.

 

Was ist das 3-Schichten-Modell der Altersvorsorge?

Seit dem Jahr 2005 wird die Altersvorsorge im sogenannten „3-Schichten-Modell“ zusammengefasst. Der Staat möchte dich bei deiner Altersvorsorge unterstützen und hat dazu eine Vielzahl von Anreizen in Form von Förderungen, Zulagen und steuerlichen Entlastungen geschaffen. Das „3-Schichten-Modell“ oder „3-Säulen-Modell“ der privaten Altersvorsorge hilft bei der Orientierung.

Wichtig: Eine gute private Altersvorsorge kombiniert alle drei Schichten miteinander.

Altersvorsorge Pyramide, zeigt die 3 Stufen / Säulen der Altersvorsorge

Schicht 1 – Basisversorgung

Die Basisversorgung umfasst die gesetzliche Rentenversicherung, berufsständische Versorgungswerke, Beamtenpensionen und landwirtschaftliche Rentenkassen. Dazu zählt auch die private Absicherung über eine Rürup-Rente.

Schicht 2 – Geförderte Altersvorsorge

Der Staat beteiligt sich an der privaten Altersvorsorge, zum Beispiel über die betriebliche Altersvorsorge oder die Riester-Rente.

Schicht 3 – Nicht geförderte Altersvorsorge

Hier geht es um Formen der privaten Alterssicherung, die zwar nicht staatlich gefördert, dafür aber im Rentenalter steuerlich besser behandelt werden: Von den Leistungen sind nur die Erträge von Lebensversicherungen, privaten Rentenversicherungen und Fondssparplänen zu versteuern.  

Was bringen Online-Vergleiche bei der Suche nach der richtigen Altersvorsorge? 

Wenn du die verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge vergleichen möchtest, hast du im Netz ein breites Angebot: Vergleichsportale, Verbraucherorganisationen, Wirtschafts- und Finanzmedien sowie alle Versicherungsunternehmen bieten eine Vielzahl an Informationen. Sie zeigen: Jede Option zeichnet sich durch Vor- und Nachteile aus, die in deine Entscheidung einfließen sollten.

Sparer können mit folgenden Vorteilen rechnen: 

  • Staatlichen Zuschüssen,

  • der Option, die Beiträge steuerlich geltend zu machen,

  • der Option, einen Teil bereits vorab oder bei Renteneintritt als Kapital ausgezahlt zu bekommen,

  • der Möglichkeit, den Vertrag zu vererben,

  • Flexibilität bzw. Anpassbarkeit an sich ändernde Lebenssituationen.

Diese Nachteile sollten sie in Betracht ziehen: 

Ein Online-Vergleich kann jedoch nur eine grobe Orientierung bieten. Das Thema ist komplex, und die passenden Lösungen hängen von deiner individuellen Lebenssituation, deinen Wünschen und Plänen ab. Vergleiche und Tests gehen immer vom Durchschnitt aus, nicht von deiner konkreten Situation. Ausführliche Einblicke in die wichtigsten Angebote und deine persönlichen Möglichkeiten der Alterssicherung bietet dir nur ein Beratungsgespräch.

Zusammenfassung

  • Es gibt eine Vielzahl an Altersvorsorgemöglichkeiten.
  • Jede wird einer der drei Schichten der Altersvorsorge zugeordnet: Basisvorsorge (gesetzliche Rente), geförderte Altersvorsorge (Förderung während der Ansparphase), nicht geförderte Altersvorsorge (höhere Renditechancen).
  • Eine optimale Vorsorge umfasst alle drei Schichten.

Verschiedene Altersvorsorgemodelle im Überblick

Betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wird die Altersvorsorge über den Betrieb organisiert. Ursprünglich war die bAV ein Mittel des Arbeitgebers, Mitarbeiter für besondere Betriebstreue mit einem zusätzlichen Benefit zu belohnen. Dabei versprach der Arbeitgeber eine Leistung in Form einer Zahlung ab Renteneintritt des Arbeitnehmers. Inzwischen gehört die betriebliche Altersvorsorge zum Nebenleistungspaket guter Arbeitgeber und ist Bestandteil des Gehalts. Über die Variante der bAV entscheidet der Arbeitgeber: Direktversicherung, DirektzusageUnterstützungskassePensionskasse oder Pensionsfond. Als Arbeitnehmer hast du darauf keinen Einfluss.

Seit 2002 gibt es außerdem die Möglichkeit für den Mitarbeiter, selbst über den Arbeitgeber fürs Alter vorzusorgen. Hier zahlt der Arbeitnehmer die Beiträge selbst. Der Arbeitgeber gibt nichts oder nur einen kleinen Teil dazu; wobei Neuverträge ab 2019 den Arbeitgeber dazu verpflichten, den Beitrag des Mitarbeiters mit 15 Prozent zu bezuschussen.

Der Vorteil des Arbeitnehmers liegt in der steuerlichen Begünstigung der Beiträge. Denn diese werden dem Bruttogehalt entnommen, sind also in der Regel steuer- und sozialabgabenfrei. Diesen Vorgang nennt man Entgeltumwandlung. Im Gegensatz zum arbeitgeberfinanzierten Teil einer bAV hast du als Angestellter in einem Betrieb ein Recht darauf, mittels Entgeltumwandlung in deine Altersvorsorge zu investieren.

Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine der bekanntesten privaten Rentenversicherungen mit staatlicher Förderung. Sie wurde 2002 eingeführt, um die private Altersvorsorge anzukurbeln. Sie gehört zur zweiten Schicht des Vorsorgemodells. Für deinen Riester-Vertrag erhältst du bis zu 175 Euro pro Jahr staatliche Zulage. Außerdem bekommst du pro Kind, das bis Ende 2007 geboren wurde, jährlich 185 Euro Zulage, und sogar 300 Euro jährlich für Kinder, die ab 2008 geboren wurden. Wenn du bei Abschluss deines Riester-Vertrags unter 25 Jahre alt bist, erhältst du einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro. Hinzu kommt, dass du von deinen Beiträgen 2.100 Euro pro Jahr steuerlich absetzen kannst, was dir einen weiteren Vorteil verschafft.

Die Riester-Rente kann also attraktiv sein – vor allem für Familien mit Kindern, aber auch für Geringverdiener und besser verdienende Singles. Von dieser Förderung ausgeschlossen sind Selbstständige und Freiberufler, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. In unserem Ratgeber Riester-Rente erklären wir dir unter anderem genau, wann sie für dich sinnvoll ist, wie der Staat dich mit Förderungen unterstützt und wie sich die Riester-Rente steuerlich auswirkt.

 

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente gehört im 3-Säulen-Modell zur ersten Säule und wird auch Basis-Rente genannt. Sie lohnt sich vor allem als Altersvorsorge für Selbstständige und Besserverdiener. Der Staat unterstützt die Altersvorsorge mit hohen Steuervergünstigungen: Die Prämien für das Jahr 2020 können bis zu einem Höchstbetrag von 25.046 Euro (50.092 Euro bei Verheirateten) zu 90 Prozent steuerlich geltend gemacht werden. Ein weiterer Vorteil ist die flexible Einzahlungsmöglichkeit. Die Höhe des Beitrags kannst du jederzeit ändern. Es gibt auch keinen fixen Mindestbeitrag.

Bei der Rürup-Rente wird zwischen der klassischen und der fondsgebundenen Rentenversicherung unterschieden. Bei Ersterer weißt du als Versicherter dank der Garantieverzinsung genau, wie hoch deine Rente später sein wird. Die Renditechancen sind allerdings gering. Bei Zweiterer, der fondsgebundenen Rente, wird dein Geld in Fonds investiert. Die Höhe der Rendite ist nicht vorhersehbar. Für die Rente ist dir jedoch mindestens dein angespartes Kapital sicher.

Die Nachteile der Rürup-Rente sind: Du musst die Rente voll versteuern, und eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich – ebenso wenig wie die frühzeitige Auszahlung vor dem 62. Lebensjahr. Wie sich das auf die Gegenwart und im Alter auswirkt, und wie sich die Rürup- von der Riester-Rente unterscheidet, erfährst du in unserem Beitrag zur Rürup-Rente.

 

Private Rentenversicherung

Wenn es dir wichtig ist, bei deiner Altersvorsorge flexibel zu bleiben, kommt eine private Rentenversicherung infrage. Die klassische private Rentenversicherung gehört zur dritten Säule des 3-Säulen-Modells. Es gibt also keine staatliche Förderung oder Zulagen. Dafür bietet die private Rentenversicherung mehr Flexibilität: Du kannst beispielsweise unmittelbar vor Rentenbeginn einen größeren Geldbetrag einzahlen, der direkt in eine lebenslange Rente umgewandelt wird.

Ähnlich wie bei einem Rürup-Vertrag hast du die Wahl, wie die Versicherung die eingezahlten Beiträge anlegt. Die klassische Variante ist sehr sicher, während dir fondsgebundene Rentenversicherungen auch in Zeiten niedriger Zinsen eine höhere Rendite bieten. Bei der Auszahlung hast du steuerliche Vorteile, da du nicht die gesamte Rente versteuern musst.

Worauf du bei deiner Entscheidung achten solltest, beantworten wir dir im Beitrag zur privaten Rentenversicherung.

Zusammenfassung

  • Betriebliche Altersvorsorge: steuerbegünstigte Vorsorgemöglichkeit für Arbeitnehmer. Finanzierung durch Beiträge aus dem eigenen Bruttoentgelt. Der Arbeitgeber muss 15 Prozent bezuschussen.
  • Riester-Rente: Altersvorsorge mit staatlicher Förderung in Form von Zulagen für Angestellte, Beamte und Selbstständige, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Besonders geeignet für Familien, Geringverdiener und besser verdienende Singles.
  • Rürup-Rente: Altersvorsorge für besser verdienende Angestellte und Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Hohe Steuervergünstigungen in der Ansparphase, aber volle Versteuerung der Rente.
  • Private Rentenversicherung: flexibles Instrument, über das sich auch kurzfristig höhere Einmalbeiträge einzahlen lassen. Keine staatliche Förderung, aber steuerliche Vorteile bei der Auszahlung.

Eine private Altersvorsorge abschließen

Eine private Altersvorsorge abzuschließen ist ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung und Unabhängigkeit im Alter. Du kannst ihn nicht früh genug tun. Dafür brauchst du nicht einmal viel Geld: Einen Riester-Vertrag kannst du schon ab fünf Euro im Monat abschließen.

Dennoch solltest du deine Entscheidung nicht leichtfertig treffen. Zwar kannst du nahezu jede Altersvorsorge zumindest beitragsfrei stellen, wenn du sie nicht mehr fortführen möchtest oder kannst. Aber es wäre schade, über Jahre Geld in eine Vorsorge zu stecken, von der du nicht überzeugt bist.

Lass dich deshalb unbedingt beraten. Die CLARK-Experten helfen dir gerne dabei, dich im Vorsorge-Dschungel zurechtzufinden: Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.

Nächste Schritte

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

03

Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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