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Riester-Rente sinnvoll

Lohnt sich die Riester-Rente im Jahr 2022 noch?

Mit einem Riester-Vertrag sicherst du dir attraktive staatliche Förderung. Für wen sie im Jahr 2022 noch sinnvoll ist, das erfährst du hier.
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Das Wichtigste in Kürze

Die einen sagen top, die anderen flop. An der Riester-Rente scheiden sich die Geister. Wer genauer hinschaut, kommt besonders im aktuell anhaltenden Niedrigzinsumfeld zu einer differenzierteren Einschätzung: Ob diese Art der Vorsorge sinnvoll ist, hängt von deiner persönlichen und familiären Situation ab. Wir klären dich auf und nennen dir alternative Lösungen, damit du deine Alters­vorsorge optimal gestalten kannst.

  1. Riester-Verträge können sich für Sparer lohnen und werden vom Staat jährlich mit dreistelligen Zuschüssen gefördert.
  2. Die Höhe der Zuschüsse ist abhängig von deinem Eigenbeitrag, deinem Eintrittszeitpunkt und der Anzahl deiner Kinder.
  3. Leg dein Augenmerk auf die weiteren lukrativen Alternativen der privaten Altersvorsorge, welche besonders im Niedrigzinsumfeld eine sehr gute Option sein können.

Die Riester-Rente seit 2022

Niedrige Zinsen und die gesetzliche Vorgabe zur Beitragsgarantie ermöglichen es Versicherern derzeit kaum, dir ein attraktives Angebot mit einer Rendite über dem aktuellen Inflationsniveau zu machen. Das kann die Riester-Rente unattraktiv machen, wenn du nicht in besonderem Maße von den Zulagen profitierst
Schau dir deshalb unbedingt auch die Private Renten­versicherung oder die Rürup-Rente an, die vom Problem der niedrigen Zinsen weniger betroffen sind. Und sprich mit unseren CLARK-Expert:innen, wenn du dir unsicher bist.

Was ist die Riester-Rente?

Privat fürs Alter vorsorgen und damit die fehlende Absicherung der gesetzlichen Rentenleistung ausgleichen, das geht unter anderem mit einer Riester-Rente. Sie trägt den Namen des früheren Arbeitsminister Walter Riester und eignet sich für viele Sparer: Besonders bei kinderreichen Familien oder Geringverdienern kann eine anschauliche Rendite erwirtschaftet werden. Denn bei der Riester-Rente gibt es zwei besondere Vorteile: 

  • Deine Einzahlungen werden Jahr für Jahr durch staatliche Zuschüsse gefördert.
  • Als Geringverdiener kannst du mit dem Sockelbeitrag von 5 Euro im Monat volle Zulagen erhalten. Weiterhin ist die Riester-Rente HartzIV sicher.
Wie funktioniert die Riester-Rente?
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Wie funktioniert die Riester-Rente? Preview Image

Grundsätzlich: Die Private Alters­vorsorge ist heute wichtiger denn je

Die Inflation sowie das Niedrigzinsumfeld haben einen jährlichen Einfluss auf das eigene Ersparte. Dazu kommt: Die Gesellschaft in Deutschland wird immer älter, wodurch das Rentensystem in sich zusammenfällt. Es beruht auf der Annahme, es gäbe immer genug Arbeitnehmer, die mit ihren Rentenbeiträgen die aktuellen Rentner finanzieren.

Mit den Babyboomern, die in den ersten zwei Jahrzehnten nach dem Krieg geboren wurden, geht derzeit eine zahlenmäßig starke Generation in den Ruhestand, die selbst wenig Kinder bekommen hat. Dank des medizinischen Fortschritts dürfen sich Millionen von Babyboomern – und ihre Familien – zudem über ein langes Rentnerleben freuen.

Wir werden immer älter. 2020 zahlen noch etwa 3 Erwerbstätige für einen Rentner. Bis 2050 wird sich durch den demographischen Wandel jedoch die Zahl der Rentner pro Erwerbstätigem verdoppeln. Die Folge: Die gesetzliche Rente allein reicht nicht mehr aus.

Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Darum wurde das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre angehoben. Zugleich pumpt der Staat Steuermittel in die Rente – schon jetzt jährlich etwa 100 Milliarden Euro, ein Drittel des gesamten Bundeshaushalts.

Gleichzeitig sinkt bei der gesetzlichen Rente das sogenannte Rentenniveau. Dieses gibt an, wie hoch die sogenannte Standardrente im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst eines Erwerbstätigen ist. Standardrente meint die monatliche Rente bei 45 Beitragsjahren zum jeweiligen Durchschnittsverdienst nach Abzug der Sozialabgaben (Kranken- und Pflege­versicherung), aber vor Steuern.

Ein Beispiel: Wer derzeit das deutsche Durchschnittseinkommen von rund 3.460 Euro brutto monatlich bekommt und 45 Jahre lang in die Rente einzahlt, darf trotzdem kaum mehr als 1.500 Euro Rente erwarten – vor Abzug der Steuern.

Darum ist eine private Alters­vorsorge so wichtig
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Als Konsequenz daraus wird dir mit der Riester-Vertrag die Möglichkeit gegeben, regelmäßige Sparbeträge für deine private Alters­vorsorge einzuzahlen, bei zeitgleicher staatlicher Förderung und Steuervorteilen in der Ansparphase.

Zusammenfassung

  • Eine Riester-Rente eignet sich für viele Sparer und bietet im Kern staatliche Förderungen. Besonders kinderreiche Familien und Geringverdiener können profitieren.
  • Das deutsche Rentensystem funktioniert in der gegenwärtigen Art und Weise nicht mehr.
  • Die Höhe der gesetzlichen Renten­versicherung wird bei Renteneintritt deshalb nicht mehr ausreichen, um deinen gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Wie funktioniert die Riester-Rente überhaupt ?

Bei der Riester-Rente als privater Altersvorsorge kannst du von unterschiedlichen Formen staatlicher Zulagen profitieren. Du kannst

  • 175 Euro pro Jahr als Grundzulage,
  • +300 Euro pro Jahr Kinderzulage für jedes nach 2008 geborene Kind,
  • +185 Euro pro Jahr Kinderzulage für jedes vor 2008 geborene Kind,
  • +200 Euro einmalige Bonus-Zulage (wenn du bei Abschluss jünger als 25 Jahre alt bist) erhalten.

Wie du die vollen Zulagen erhältst

Zahlst du jährlich mindestens 4 Prozent deines Vorjahresbruttogehalts ein, oder 2.100 Euro im Jahr, falls 4 Prozent deines Vorjahresbruttogehalts höher sind, erhältst du je nach Förderfähigkeit alle Zulagen in voller Höhe. Ehepaare sind in der Lage, jährlich 4.200 Euro als Sonderausgaben geltend zu machen. Ob du eine Summe einzahlst, die über deine 4 Prozent oder die 2.100 Euro hinausgeht, das bleibt dir überlassen.

Eine weitere Regelung stellt der Mindestbeitrag, auch Sockelbeitrag genannt, dar. Durch ihn können auch Geringverdiener von der staatlich geförderten Alters­vorsorge profitieren. Angenommen, deine 4 Prozent Vorjahresbruttoeinkommen fallen geringer aus als 60 Euro, dann genügt die Einzahlung des festgesetzten Sockelbeitrags (60 Euro), um die vollen staatlichen Förderungen zu erhalten. Das sind nur 5 Euro Beitrag pro Monat! Wichtig ist: Zahlst du deine 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens oder den Mindestbeitrag nicht vollständig ein, so erhältst du auch die staatlichen Zulagen nur anteilig.

Direkt, unmittelbar und mittelbar förderfähig

Allerdings kann nicht jeder von den staatlichen Förderungen, die die Riester-Rente attraktiv machen, profitieren. In diesem Fall ist man nicht förderfähig. Hierzu zählen beispielsweise Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlen.

Diejenigen, die riestern dürfen, nennt man förderfähig. Unter ihnen wird noch einmal zwischen unmittelbar förderfähigen Personen und nur mittelbar förderfähigen Personen unterschieden. Unmittelbar förderfähig sind die Beitragszahler der Deutschen Renten­versicherung. Dazu gehören neben den meisten festangestellten Arbeitnehmern, geringfügig Beschäftigte (Minijobs) sowie Selbstständige in der Künstlersozialkasse. Auch Beamte sind förderfähig, auch wenn sie nicht in die Renten­versicherung einzahlen. Neben diesen unmittelbar förderfähigen Sparern können auch andere Menschen einen Anspruch auf Förderung erwerben. Das gilt vor allem für die Ehegatten beziehungsweise eingetragenen Partner von Riester-Sparern. Wer mit einem unmittelbar Förderberechtigten verheiratet ist oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, gilt als mittelbar förderfähig. Dies ist auch der Fall, wenn du rein rechtlich als nicht förderfähig giltst.

Zusammenfassung

  • Du erhältst staatliche Förderungen: Die Grundzulage, die Kinderzulage oder den Einmalbonus.
  • Um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten musst du 4 Prozent deines Vorjahresbruttogehaltes einzahlen.
  • Zahlst du die notwendigen 4 Prozent oder den Sockelbeitrag nur anteilig ein, so erhältst du die Zulagen auch nur anteilig.

Wann ist die Riester-Rente eine sinnvolle Absicherung?

Durch ihre staatlichen Zulagen kann sich die Riester-Rente für viele Sparer lohnen. Bei deiner Recherche stößt du möglicherweise auf verschiedenste Sichtweisen und Pauschalaussagen zur Riester-Thematik.

Wie so oft in Sachen Versicherung sind pauschale Aussagen wenig sinnvoll. Hier lohnt es sich einen genaueren Blick darauf zu werfen, denn besonders die Wahl seiner privaten Alters­vorsorge sollte mit Bedacht gewählt und in Verbindung mit optimaler Beratung getroffen werden.

Ein Grundsatz vorab: Fang frühzeitig an

Wie bei fast allen Produkten der Versicherungswirtschaft gilt auch bei Abschluss einer Riester-Rente: Je jünger, desto besser. Die lange Laufzeit wirkt sich positiv auf deine Rendite aus. Wer sehr jung anfängt, bekommt sogar einen Bonus: Einmalig 200 Euro Förderung gibt es, wenn du vor Vollendung deines 25. Lebensjahres einen Riester-Vertrag abschließt.

Bei deiner Recherche stößt du möglicherweise auf Sätze wie diese: „Die Riester-Rente lohnt sich für Gutverdiener. Geringverdiener haben nichts davon.“ Wie so oft in Sachen Versicherung sind pauschale Aussagen wenig sinnvoll.

Konkret gesagt – in welchen Lebenslagen lohnt sich ein Riester-Vertrag:

… du verdienst dauerhaft wenig und hast Kinder

In manchen Berufen beziehen Menschen dauerhaft ein sehr niedriges Gehalt. Somit erwerben sie geringe Rentenansprüche und bleiben im Alter womöglich auf die gesetzliche Grundsicherung angewiesen. Bis 2018 galt, dass eine privat angesparte Rente auf die Grundsicherung voll angerechnet wird. Vor allem für kinderlose Geringverdiener, die den größten Teil ihrer Riester-Beiträge selbst entrichten mussten, lohnte sich das Riestern deshalb nicht. Mittlerweile hat sich das Gesetz aber geändert. Die Betroffenen dürfen später bis zu 200 Euro ihrer Riester-Rente behalten. Die Grundsicherung bleibt unangetastet.

… du hast eine große Familie

Die Riester-Rente sieht beachtliche staatliche Zulagen für Eltern vor. Für jedes Kind, das bis 2007 geboren wurde, erhält ein Elternteil 185 Euro im Jahr zur privaten Altersvorsorge. Kam der Nachwuchs ab 2008 zur Welt, sind es sogar 300 Euro. Dieses Geld fließt nicht direkt aufs Konto. Vielmehr verringern die Zulagen den Beitrag, den ein Sparer in seinen Riester-Vertrag einzahlen muss. Dieser sogenannte Mindesteigenbeitrag errechnet sich so: Bruttojahresgehalt mal 0,04, minus zu erwartende Zulagen. Die vollen Zulagen stehen jedem zu, der im Vorjahr den Mindesteigenbeitrag in seinen Riester-Vertrag eingezahlt hat. Du kannst also damit im wahrsten Sinne des Wortes rechnen.

Beispielrechnungen? Schau was sich durch Kinderzulagen ergibt

Lisa und Maria haben drei Kinder:

  • Für den ältesten Sohn, geboren 2006, bezieht Lisa das Kindergeld. Deshalb wird ihr auch die Kinderzulage gutgeschrieben.
  • Lisa verdient brutto 31.786,00 Euro. Mindestens 4 Prozent dieser Summe bekommt der Riester-Anbieter, also 1.271,44 Euro.
  • Lisa weiß aber im Vorhinein, dass der Staat davon 360 Euro übernehmen wird: 175 Euro Grundzulage plus 185 Euro Kinderzulage.
  • Demnach überweist Lisa dem Versicherer einen Mindesteigenbeitrag von 911,44 Euro. Das sind 75,95 Euro im Monat für die private Altersvorsorge.

Maria zahlt noch weniger Riester-Beitrag:

  • Als leibliche Mutter der beiden nach 2007 geborenen Töchter bezieht sie jeweils 300 Euro Zulage.
  • Maria arbeitet Teilzeit und verdient 18.656,00 Euro. 4 Prozent davon sind 746,24 Euro.
  • Zieht sie davon die Grundzulage von 175 Euro und die 600 Euro Kinderzulagen ab, bleibt kein Mindesteigenbeitrag.
  • Maria zahlt deshalb lediglich den gesetzlichen Sockelbeitrag. Er liegt bei 60 Euro im Jahr.
  • Für diese geringe Summe bekommt Maria jährlich 746,24 Euro für ihre Alters­­vorsorge vom Staat.

Riester-Sparer aufgepasst: Die Zulagen zu verteilen kann sich ebenfalls auszahlen

Das Finanzamt rechnet bei Riester-Produkten die Kinderzulagen standardmäßig der Mutter zu. Für kinderreiche Ehepaare kann es sich aber lohnen, die eine oder andere Zulage auf den Vater zu übertragen. Angenommen die Mutter verdient relativ wenig und ihr stehen Riester-Zulagen für vier nach 2007 geborene Kinder zu. Dann sinkt ihr Mindesteigenbeitrag um insgesamt 1.200 Euro auf wahrscheinlich deutlich unter Null. Dadurch gehen Vorteile verloren. Um zum Beispiel zwei Kinderzulagen auf den Vater zu übertragen, ändert das Paar einfach die Angaben in Anlage AV der Steuererklärung. Zudem informiert es die jeweiligen Riester-Anbieter.

Zusammenfassung

  • Durch Beitragsgarantien und dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld lohnt sich eine Riester-Rente im Jahre 2022 in immer weniger Fällen.
  • Hohe staatliche Förderungen können mit der Kinderzulage erreicht werden. Hier gibt es zum Beispiel 300 Euro pro Jahr und pro Kind (geboren nach 2008).
  • Geringverdiener aufgepasst: Der Sockelbeitrag von 5 Euro im Monat reicht aus, um die vollen Zulagen zu erhalten. Außerdem ist die Riester-Rente sicher vor Hartz-IV und Grundsicherung.

Die Riester-Rente ist nicht das Richtige für dich?

Wie wir gesehen haben gibt es durchaus viele Personen für die eine private Alters­vorsorge mit der Riester-Rente oder der Wohn-Riester gestaltet werden kann. Allerdings gehört zu der Betrachtung einer Investitionsalternative auch, dass der Blick auf weitere Absicherungsmöglichkeiten gelenkt wird.

Dabei kommen alternativ zu Riester vor allem Aktien und Fonds infrage. Bei Aktien und Fonds sind die Risiken höher, eine Beitragsgarantie gibt es ebenso wenig wie staatliche Zulagen, allerdings ergibt sich auch die Chance auf mehr Rendite und ein höheres Kapital, welche besonders in Zeiten derartiger Niedrigzinsphasen unerlässlich ist. Vorausgesetzt, ist eine kompetente Beratung und das passende Produkt beim richtigen Anbieter für dich, denn dann ist die direkte Geldanlage deines Einkommens am Kapitalmarkt eine mehr als zufriedenstellende Alternative für dich.

Die Alternativen der privaten Vorsorge gibt es

I. Private Renten­versicherung – auch mit einer Kapitalmarktpartizipation

Wenn es dir wichtig ist, bei deiner Alters­vorsorge flexibel zu bleiben, kommt eine private Renten­­versicherung infrage. Die klassische private Renten­­versicherung gehört zur dritten Säule des 3-Säulen-Modells.

Private Renten­versicherung – Größte Flexibilität bei der Altersvorsorge
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Private Rentenversicherung – Größte Flexibilität bei der Altersvorsorge Preview Image

Es gibt also keine staatliche Förderung oder Zulagen. Dafür bietet die private Renten­­versicherung mehr Flexibilität: Du kannst beispielsweise unmittelbar vor Rentenbeginn einen größeren Geldbetrag einzahlen, der direkt in eine lebenslange Rente umgewandelt wird.

Weiterhin hast du die Wahl, wie die Versicherung die eingezahlten Beiträge anlegt. Die klassische Variante ist sehr sicher, aber durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld kaum mehr rentabel, während dir fondsgebundene Renten­­versicherungen auch in Zeiten niedriger Zinsen eine höhere Rendite bieten. Bei ihnen kannst du je nach Wahl unterschiedlicher Art und Weise am Kapitalmarkt partizipieren und in besonderem Maße am Zinseszinseffekt partizipieren. Hier ist auch eine Wahl verschiedener ETF-Sparpläne möglich. Bei der Auszahlung hast du zudem steuerliche Vorteile, da du nicht die gesamte Rente versteuern musst.

Die Private Rentenversicherung auf einen Blick: Einzahlung: flexibel Auszahlung: als lebenslange Rente, Rate oder als Einmalzahlung nach mindestens 12 Jahren Laufzeit Förderung in der Ansparphase: keine Renditechancen: hoch; Anlage frei wählbar Voraussetzungen: keine Förderung in der Auszahlphase: Ertragsanteilbesteuerung Beitragsgarantie: wählbar Todesfall: Bezugsberechtigte frei wählbar

II. Rürup Rente

Sie gehört im 3-Säulen-Modell zur ersten Säule und wird auch Basis-Rente genannt. Sie lohnt sich vor allem als Alters­­vorsorge für Selbstständige und Besserverdiener

Der Staat unterstützt die Alters­­vorsorge mit hohen Steuervergünstigungen: Die Prämien für das Jahr 2022 können bis zu einem Höchstbetrag von 25.639 Euro (51.278 Euro bei Verheirateten) zu 94 Prozent steuerlich geltend gemacht werden. Zudem ist die flexible Einzahlungsmöglichkeit ein weiterer Vorteil. Die Höhe des Beitrags kannst du jederzeit ändern. Es gibt auch keinen fixen Mindestbeitrag.

Bei der Rürup-Rente wird zwischen der klassischen und der fondsgebundenen Renten­­versicherung unterschieden. Bei Ersterer weißt du als Versicherter dank der Garantieverzinsung genau, wie hoch deine Rente später sein wird. Die Renditechancen sind allerdings gering. 

Bei Zweiterer, der fondsgebundenen Rente, wird dein Geld in Fonds investiert. Die Höhe der Rendite ist nicht vorhersehbar. Für die Rente ist dir jedoch mindestens dein angespartes Kapital sicher.

Die Nachteile der Rürup-Rente sind: Du musst die Rente voll versteuern, und eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich – ebenso wenig wie die frühzeitige Auszahlung vor dem 62. Lebensjahr. Wie sich das auf die Gegenwart und im Alter auswirkt, und wie sich die Rürup- von der Riester-Rente unterscheidet, erfährst du in unserem Beitrag zur Rürup-Rente.

III. Betriebliche Altersvorsorge

Kein reines Produkt der Privaten Altersvorsorge, aber einen Blick wert: Die betriebliche Altersvorsorge. Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wird die Alters­­vorsorge über den Betrieb organisiert. Ursprünglich war die bAV ein Mittel des Arbeitgebers, Mitarbeiter für besondere Betriebstreue mit einem zusätzlichen Benefit zu belohnen. Dabei versprach der Arbeitgeber eine Leistung in Form einer Zahlung ab Renteneintritt des Arbeitnehmers. 

Inzwischen gehört die betriebliche Alters­­vorsorge zum Nebenleistungspaket guter Arbeitgeber und ist Bestandteil des Gehalts. Über die Variante der bAV entscheidet der ArbeitgeberDirekt­­versicherungDirektzusageUnterstützungskassePensionskasse oder Pensionsfond. Als Arbeitnehmer hast du darauf keinen Einfluss.

Seit 2002 gibt es außerdem die Möglichkeit für den Mitarbeiter, selbst über den Arbeitgeber fürs Alter vorzusorgen. Hier zahlt der Arbeitnehmer die Beiträge selbst. Der Arbeitgeber gibt nichts oder nur einen kleinen Teil dazu; wobei Neuverträge ab 2019 den Arbeitgeber dazu verpflichten, den Beitrag des Mitarbeiters mit 15 Prozent zu bezuschussen.

Der Vorteil des Arbeitnehmers liegt in der steuerlichen Begünstigung der Beiträge. Denn diese werden dem Bruttogehalt entnommen, sind also in der Regel steuer- und sozialabgabenfrei

Diesen Vorgang nennt man Entgeltumwandlung. Im Gegensatz zum arbeitgeberfinanzierten Teil einer bAV hast du als Angestellter in einem Betrieb ein Recht darauf, mittels Entgeltumwandlung in deine Alters­­vorsorge zu investieren.

Zusammenfassung

  • Renditeträchtigere Alternativen zum Riestern können Produkte wie die fondsgebundene Renten­versicherung sein. Hier wird dein Geld z.B. in ETFs investiert und du partizipierst über Jahrzehnte am Kapitalmarkt.
  • Klassische Kapitallebens­­versicherungen sind wegen der Niedrigzinsphase keine attraktive Alternative mehr.
  • Mit der Rürup-Rente und der Betrieblichen Alters­vorsorge stehen weitere Möglichkeiten der Alters­vorsorge zur Verfügung. Letztere wird sogar von deinem Arbeitgeber gefördert.

Eine Riester-Rente abschließen

Eine private Alters­­vorsorge abzuschließen ist ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung und Unabhängigkeit im Alter, den man gar nicht früh genug gehen kann. Dafür braucht es nicht einmal viel Geld, denn eine Riester-Rente samt staatlicher Förderung erhältst du schon ab 5 Euro im Monat. Ob die Riester-Rente für dich jedoch das beste Vorsorgeprodukt ist, ist maßgeblich abhängig von deiner persönlichen Lebenssituation. Es gibt weitere lukrative Produkte zur privaten Altersvorsorge.

Für das optimale Produkt ist eine persönliche Beratung so wichtig. Lass dich deshalb unbedingt beraten. Unsere CLARK Experten helfen dir dabei, durch den Vorsorge-Dschungel zu navigieren. Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.

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