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Alters­­vorsorge (AV) ETF

Mit der ETF Alters­vorsorge renditestark den Ruhestand absichern

Bei der privaten Alters­vorsorge die Chancen eines ETF-Sparplans mit der Sicherheit einer Versicherung kombinieren?
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Das Wichtigste in Kürze

Fürs Alter vorsorgen, deinen Lebensstandard in der Rentenzeit beibehalten und gleichzeitig von den Renditen, der Diversifikation und der Wertentwicklung samt Zinseszinseffekt am Kapitalmarkt profitieren? Das geht schon mit moderaten Sparraten! Auch mit einer Alters­vorsorge kannst du wie bei einem ETF-Sparplan in Fonds, Fondsanteile und Aktien verschiedenster Anlageklassen investieren – und das bei angemessenen Verwaltungsgebühren. Ob mit monatlichen Sparraten oder einer Einmalanlage. Der einzige Unterschied ist: Im Altersvorsorgemantel dieser Vorsorgeform wird dein ETF-Sparplan vom Staat sogar gefördert. Wie das geht, erfährst du hier.

  • Du kannst deine Beiträge in einigen Tarifen wie bei einem Sparplan in ETFs anlegen.
  • Im Gegensatz zum ETF-Sparplan profitierst du bei dieser Form der Alters­vorsorge von Steuervorteilen bei Ein- oder Auszahlung.
  • Du kombinierst die Chancen des Kapitalmarkts mit der Sicherheit einer Versicherung.

Alters­vorsorge mit ETFs: Wie funktioniert das?

Mit ETFs fürs Alter vorzusorgen ist genauso einfach, wie auf herkömmlichem Weg Altersvorsorge zu betreiben. Für dich ist nichts anders! Du schließt mit einem Versicherer deiner Wahl eine Alters­vorsorge ab – das kann eine Riester-Rente, eine Rürup-Rente oder eine Private Renten­versicherung sein – und legst dann dabei fest, wie du dieses Geld anlegen möchtest. Das geht auf klassischem Weg, indem du dir von deinem Versicherer eine garantierte Verzinsung und damit eine Mindestrente zusichern lässt, aber eben auch mithilfe des Kapitalmarktes, indem du bis zu 100 Prozent deiner Beiträge in Aktien oder Fonds investierst. In letzterem Fall unterscheidet sich deine Alters­vorsorge dann kaum noch von einem ETF-Sparplan.

Was sind ETFs?

ETF oder Fonds – was ist der Unterschied? 

ETFs und Fonds sind beides Pakete aus Aktien verschiedener Firmen. Sie unterscheiden sich darin, wie sie verwaltet und aufgebaut sind.

Bei konventionellen Fonds spricht man auch von aktiv verwalteten Fonds. Ein Fondsmanager bestimmt die Zusammensetzung des Portfolios und kauft und verkauft Wertpapiere, damit es sich gut entwickelt. Als Maßstab, ob ein Fonds gut oder schlecht läuft, wird normalerweise ein Aktienindex zum Vergleich hinzugezogen, etwa der DAX. Der Fondsmanager versucht dann, durch die Zusammensetzung seines aktiven Fonds die Performance des Vergleichindex‘ zu schlagen.

ETFs (Exchange-Traded Funds), auch börsengehandelte Indexfonds genannt, funktionieren nach einem anderen Prinzip. Diese Aktienfonds bilden einen Index wie den DAX oder den MSCI World direkt nach. Sie enthalten Aktien der aktuell im Index vertretenen Unternehmen in der gleichen prozentualen Gewichtung wie der jeweilige Index. Änderungen der Zusammensetzung gibt es nur bei Änderungen im Index.

Es gibt keinen Fondsmanager, der aktiv Entscheidungen für oder gegen ein bestimmtes Wertpapier trifft. Man spricht bei ETFs auch von passiv gemanagten Indexfonds. Dadurch ist dessen Verwaltung weniger aufwendig als ein aktiv gemanagter Fonds. Die Verwaltungskosten sind bei ETFs deshalb niedriger und schmälern die Rendite weniger. ETFs sind somit eine gute Möglichkeit, Geld für die Rente anzulegen. Sie können jedoch nicht besser sein als der Index.

Warum du die Alters­vorsorge dem ETF-Sparplan immer vorziehen solltest

Eine Altersvorsorge, die vollständig gestreut in ETFs bzw. Wertpapierdepots investiert, funktioniert genauso wie ein privater ETF-Sparplan: Du legst einen monatlichen Beitrag fest, den du investieren möchtest, und suchst dir die Fonds aus, die du erwerben willst. Und doch gibt es einen erheblichen Unterschied:

Der ETF-Sparplan ist eine Form der Geldanlage. Du kannst ihn nutzen, um bei einer vergleichsweise attraktiven Rendite und bei überschaubarem Risiko angespartes Geld zur Seite zu legen. Dank seiner Flexibilität kannst du die Beiträge monatlich anpassen und auch jederzeit wieder Geld abheben. Er eignet sich zum Sparen – aber nur bedingt zur Altersvorsorge. Denn der ETF-Sparplan hat auf zwei zentrale Fragen bei der Alters­vorsorge keine zufriedenstellende Antwort: Er schützt dich nicht vor deinem zukünftigen Ich und er sichert nicht dein sogenanntes „Langlebigkeitsrisiko“ ab.

Was ist das Langlebigkeitsrisiko?

Dieser etwas zynische Begriff stammt aus der Versicherungssprache und bezeichnet das „Risiko“, dass du sehr alt wirst und womöglich mehr Geld ausgezahlt bekommen würdest als du in der Ansparphase eingezahlt hast. Sparst du privat Geld an, zum Beispiel in einem ETF-Sparplan, trägst du dieses Risiko selbst. Das bedeutet, gehst du in Rente und beginnst du damit, dir regelmäßig etwas aus deinem Sparplan auszuzahlen, musst du mit der ersten Auszahlung bestimmen, wie lange das Geld reichen soll und deine Auszahlungsrate entsprechend festlegen. Du gehst damit quasi eine Wette auf deine verbleibende Lebenszeit ein. Wirst du älter als bei Renteneintritt von dir erwartet, ist dein Erspartes irgendwann aufgebraucht und du musst plötzlich mit deutlich weniger Geld auskommen.

Mit einer Altersvorsorge­versicherung überträgst du dieses Risiko auf den Versicherer. Dieser rechnet dein Erspartes auf Basis von Statistiken (sogenannte Sterbetafeln) in eine lebenslange monatliche Rentenzahlung um. Diese gilt dann auch dein Leben lang. Wirst du älter als vom Versicherer auf Basis der Statistik prognostiziert, trägt der Versicherer die Mehrkosten.

Was ist mit dem zukünftigen Ich gemeint?

Ein ETF-Sparplan ist sehr flexibel: Du kannst die Beitragszahlungen jederzeit verändern und vor allem kannst du dem Sparplan auch jederzeit wieder Geld entnehmen. Das ist super, wenn gerade mal wieder eine teure Reparatur ansteht, du plötzlich ein neues Auto brauchst oder du schon immer mal ein sechsmonatiges Sabbatical machen wolltest.

Für die Alters­vorsorge ist das furchtbar! Denn damit du die Rentenlücke effektiv schließen kannst, musst du möglichst früh anfangen, regelmäßig in die Alters­vorsorge einzuzahlen. Nur so können sich die Beiträge über die Anlage am Kapitalmarkt verzinsen. Wenn über einen Zeitraum von 30 Jahren oder mehr immer wieder jemand zwischendrin in die Kasse greift, wird am Ende weniger drin sein als du heute erwartest.

Ein ETF-Sparplan unter dem Dach einer Alters­vorsorge schützt dich vor deinem zukünftigen Ich und vor der Versuchung, in die Kasse zu greifen. Zwar gibt es auch hier Modelle, bei denen die Beiträge nicht gleich bis zum Renteneintritt weggeschlossen werden, aber jede Form der Alters­vorsorge setzt deutliche Anreize, sein Geld bis dahin dort zu belassen. Außerdem klingt es doch viel abschreckender, zur Finanzierung einer großen Anschaffung nicht an sein Erspartes, sondern an seine Alters­vorsorge zu gehen.

Staatliche Förderung nur im Rahmen der Altersvorsorge

Ein weiteres Argument, den ETF-Sparplan unter dem Dach einer Alters­vorsorge zu besparen, ist die staatliche Förderung. Der Staat möchte, dass jeder von uns privat fürs Alter vorsorgt, und fördert dies mit einigen Vorteilen, die er jedoch nur unter der Voraussetzung gewährt, dass das gesparte Geld auch sicher zur Versorgung im Ruhestand verwendet wird. Folgende Vorteile ergeben sich im Versicherungsmantel:

  • Kostenloses Umschichten: Eine ETF-basierte Alters­vorsorge funktioniert genauso wie ein ETF-Sparplan, mit einem Unterschied: Entschließt du dich während der Laufzeit dazu, dein Portfolio umzuschichten, also durch den Verkauf und Ankauf von Aktien und Fonds eine neue Balance zwischen den Assets herzustellen, kostet dich das im ETF-Sparplan Ordergebühren. Außerdem musst du die Gewinne versteuern, bevor du den Rest neu investieren kannst.
    Anders ist es, wenn du es im Versicherungsmantel einer fondsgebundenen Renten­versicherung machst: Das Umschichten während der Ansparphase kostet keine Gebühren!
  • Steuerlich gefördert: Eine private Alters­vorsorge wird vom Staat immer steuerlich gefördert. Je nachdem, welche Versicherung du wählst, erfolgt die Förderung entweder in der Ansparphase oder während der Auszahlung. Rürup- und Riester-Rente werden während der Ansparphase gefördert. Beiträge zur Rürup-Rente kannst du jährlich bis über 25.000 Euro von der Steuer absetzen. Beiträge zur Riester-Rente werden bis 2.100 Euro pro Jahr entweder steuerlich gefördert oder durch staatliche Zulagen unterstützt. Die Private Renten­versicherung wird erst bei der Auszahlung gefördert. Dann aber zahlst du im Gegensatz zum Sparplan auf regelmäßige Auszahlungen kaum Steuern. Und auch die Kapitalauszahlung wird nur mit dem halben Steuersatz besteuert.
  • Schonvermögen: Die meisten Altersvorsorge­versicherungen zählen zum Schonvermögen. Wirst du während deines Erwerbslebens arbeitslos oder zahlungsunfähig, kann die Alters­vorsorge weder gepfändet werden noch kann der Staat die Auflösung deiner Alters­vorsorge zur Bedingung für staatliche Unterstützung wie beispielsweise das Bürgergeld machen.

Zusammenfassung

  • Eine ETF-basierte Alters­vorsorge funktioniert genauso wie ein ETF-Sparplan. Der einzige Unterschied besteht im „Versicherungsmantel“, in den die Fondsrente eingebettet ist.
  • Zur Alters­vorsorge sollte der Versicherungsmantel dem ETF-Sparplan immer vorgezogen werden.
  • Im Gegensatz zum Sparplan deckt die fondsgebundene Alters­vorsorge das sogenannte Langlebigkeitsrisiko ab. Außerdem schützt sie dich davor, das Ersparte allzu leicht für etwas anderes auszugeben als für die Altersabsicherung.
  • Der Staat fördert die private Alters­vorsorge und gewährt erhebliche Steuervorteile, die es im ETF-Sparplan nicht gibt.

So kannst du am besten Alters­vorsorge mit ETFs betreiben

Wie gezeigt macht es Sinn, Alters­vorsorge mit ETFs immer im Rahmen einer Altersvorsorge­versicherung zu betreiben, da du hier von staatlicher Seite gefördert wirst und stets mehr ansparen kannst als über einen privaten ETF-Sparplan. Welche fondsgebundene Renten­versicherung du dafür wählst, solltest du abhängig machen von deinen Möglichkeiten, deinem Sicherheitsbedürfnis und deiner individuellen Lebenssituation. Im Folgenden stellen wir dir die verschiedenen Möglichkeiten vor.

Private Renten­versicherung

Dieses Modell der Alters­vorsorge ist am dichtesten dran an einem ETF-Sparplan, so wie du ihn kennst. Im Grunde handelt es sich um einen ETF-Sparplan im Versicherungsmantel. Das bedeutet, du bist ähnlich flexibel wie mit einem herkömmlichen Sparplan, profitierst aber von der staatlichen Förderung.

Ansparphase

Bei der Privaten Renten­versicherung legst du selbst die ETFs fest, mit denen du deine Alters­vorsorge besparen möchtest, und bestimmst einen beliebig hohen Sparbeitrag. Du entscheidest, ob du das Geld monatlich, jährlich oder sogar unregelmäßig einzahlen willst. Sogar große Einmalsummen sind möglich. Während der Ansparphase kannst du dich jederzeit dazu entscheiden, die Fonds zu wechseln, in die du investieren möchtest. Du kannst auch umschichten, also Anteile an bestimmten ETFs verkaufen und das gewonnene Geld in andere Fonds investieren. Während hier in einem ETF-Sparplan jedes Mal Ordergebühren fällig würden und du auf die Gewinne Kapitalertragssteuer zahlen müsstest, fallen im Mantel der fondsgebundenen Renten­versicherung keine Kosten an.

Auszahlphase

Den Zeitpunkt der Auszahlung kannst du beliebig festlegen, ebenso wie die Art der Auszahlung. Du kannst dir das Ersparte als lebenslange Rente, in Raten oder mit einer großen Einmalzahlung auszahlen lassen. In letzterem Fall ist es nur wichtig, dass die Renten­versicherung mindestens zwölf Jahre bestanden hat – sonst gilt die Auszahlung als Kündigung und es fallen Steuern und Stornogebühren an. Nach dieser Zwölfjahresfrist ist die Einmalauszahlung aus der fondsgebundenen Renten­versicherung steuerlich begünstigt. Während du im ETF-Sparplan alle Erträge mit deinem Einkommenssteuersatz versteuern müsstest, gilt hier das sogenannte Halbeinkünfteverfahren. Hierbei wird nur die Hälfte der Gewinne, die dein Geld über die Jahre am Kapitalmarkt erzielt hat, mit deinem Steuersatz versteuert. Einfaches Beispiel: Du hast 100.000 Euro in deiner Versicherung, 50.000 davon hast du eingezahlt, die anderen 50.000 sind Gewinn. Während du im ETF-Sparplan Steuern auf die 50.000 Euro Gewinn zahlen müsstest, wird bei der Privaten Renten­versicherung der Beitrag halbiert. Es fallen also nur auf 25.000 Euro Steuern an.

Ebenso vergünstigt ist die Auszahlung in Form einer lebenslangen Rente. Hier müssen die Gewinne nur mit der sogenannten Ertragsanteilssteuer versteuert werden. Der Prozentsatz der Ertragsanteilssteuer richtet sich nach dem Lebensalter bei erstmaliger Auszahlung. Je später du die Fondsrente in Anspruch nimmst, desto weniger musst du versteuern. Wer mit 67 Jahren in Rente geht, zahlt nur auf 17 Prozent der Gewinne Steuern. Auch das unterscheidet die Private Renten­versicherung vom ETF-Sparplan, wo auf jede Auszahlung Kapitalertragssteuern anfallen.

Sicherheit und Flexibilität

Du bist bei der Privaten Renten­versicherung maximal flexibel: Du entscheidest, wann und wie viel du einzahlst, und du bestimmst, wann und in welcher Form du dir deine Alters­vorsorge auszahlen lassen möchtest. Du kannst deine Versicherung jederzeit beitragsfrei stellen oder sogar kündigen.

Im Modell der reinen Fondsrente gehst du dieselben Kapitalmarktrisiken ein wie mit einem ETF-Sparplan, heißt, dein Fondsvermögen schwankt mit den Aktienkursen. Im Gegensatz zum ETF-Sparplan ist es aber möglich, in der Alters­vorsorge Sicherheiten zu vereinbaren. Der Versicherer garantiert dir dann einen bestimmten Prozentsatz der eingezahlten Beiträge und bildet ein sogenanntes Sicherungsvermögen, aus dem er Schwankungen am Kapitalmarkt kurz vor Eintritt in den Ruhestand abfedert.

Rürup-Rente

Die Rürup- oder auch Basisrente funktioniert ziemlich ähnlich wie die Private Renten­versicherung. In der Regel ist jede Alters­vorsorge sowohl als Private Renten­versicherung als auch als Rürup-Rente abschließbar. Der einzige Unterschied liegt im Zeitpunkt der staatlichen Förderung. Diese erfolgt bei der Rürup-Rente bereits in der Ansparphase. Damit gehen einige Einschränkungen einher, die die Basisrente von der Privaten Renten­versicherung unterscheiden.

Ansparphase

Auch in der Basisrente bestimmst du selbst, ganz genauso wie in einem ETF-Sparplan, in welche Fonds deine Alters­vorsorge investieren soll. Du entscheidest, ob du regelmäßig einzahlst oder mit unregelmäßigen Zahlungen, zum Beispiel wenn am Jahresende der Bonus ausbezahlt wird. Und das Beste ist: Diese Zahlungen sind fast vollständig steuerlich absetzbar. 2023 kannst du 96 Prozent deiner Beiträge zur Rürup-Rente von der Steuer absetzen, bis zu einer Beitragshöhe von 26.528 Euro. Bist du verheiratet, kannst du sogar doppelt so viel einzahlen und steuerlich geltend machen, also 53.056 Euro. Ab 2023 sind Beiträge zur Rürup-Rente nach einem Beschluss der Bundesregierung sogar zu 100 Prozent absetzbar.

Wie in der Privaten Renten­versicherung kannst du während der Ansparphase umschichten, ohne dass dabei Steuern oder Gebühren anfallen.

Auszahlphase

Weil du während der Ansparphase Jahr für Jahr enorm Steuern sparst, bist du, was die Auszahlung betrifft, etwas eingeschränkter. Weil du Förderungen für eine Alters­vorsorge erhältst, kannst du dir die Rürup-Rente auch erst ab dem Rentenalter auszahlen lassen, nämlich ab 62 Jahren. Und weil du auch als Renter:in nicht deinem zukünftigen Ich erliegen sollst, bekommst du die Rürup-Rente auch nicht als Einmalzahlung ausgezahlt, sondern nur als lebenslange Rente. Die Auszahlung muss voll versteuert werden.

Sicherheit und Flexibilität

Im Gegensatz zum ETF-Sparplan bietet die Rürup-Rente wenig Flexibilität. Du kannst zwar festlegen, in welche Fonds du investierst, wann und wie viel du einzahlst und kannst diese Einzahlungen sogar nahezu vollständig von der Steuer absetzen, dafür kommst du aber nicht vor deinem 62. Lebensjahr an das Geld ran. Auch eine Kündigung ist nicht möglich. Du kannst die Rürup-Rente lediglich beitragsfrei stellen. Sie ist eine ganz klare Altersabsicherung, weshalb sie auch nur in Form einer lebenslangen Rente ausbezahlt wird.

Ebenso wie in der Privaten Renten­versicherung kannst du auch in diese fondsgebundene Renten­versicherung Sicherheiten einbauen, um sicherzugehen, dass ein Kurseinbruch an der Börse kurz vor Rentenbeginn nicht zu stark auf dein Depot durchschlägt.

Riester-Rente

Im Gegensatz zu Rürup-Rente und Privater Renten­versicherung weist die Riester-Rente im Vergleich zu einem ETF-Sparplan doch erhebliche Unterschiede auf. Der Grund liegt in ihrem speziellen Fördermodell, welches die Versicherer – und damit am Ende dich – in ihren Anlagemöglichkeiten einschränkt. Dennoch ist auch die Riester-Rente zumindest in Teilen in Aktien investiert. Aufgrund des Niedrigzinsumfeldes ist sie überhaupt nur im Modell der Fondsrente noch rentabel.

Ansparphase

Schließt du einen Riester-Vertrag ab, wirst du staatlich gefördert, entweder durch Steuerrückzahlungen oder durch staatliche Zulagen, abhängig davon, was günstiger für dich ist. Die Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft: Du musst mindestens 4 Prozent deines letztjährigen Bruttojahresgehalts in die Riester-Rente einzahlen, maximal jedoch 2.100 Euro. Dafür bekommst du jährlich eine Zulage in Höhe von 175 Euro. Hast du Kinder, bekommst du weitere Zulagen: 300 Euro für jedes Kind, das nach 2008 geboren ist, 185 Euro für jedes vor 2008 geborene Kind. Der Mindesteigenbeitrag beträgt 60 Euro im Jahr.

Die Riester-Rente lohnt sich dadurch vor allem für Personen, die einen niedrigen Eigenbeitrag leisten müssen und viele Kinder haben.

Auszahlphase

Ausgezahlt wird die Riester-Rente in der Regel ab 67 Jahren in Form einer lebenslangen Rente. Es ist aber auch möglich, sich 30 Prozent des Guthabens als Einmalzahlung auszahlen zu lassen. Auszahlungen aus der Riester-Rente sind voll steuerpflichtig.

Sicherheit und Flexibilität

Im Gegensatz zu einem ETF-Sparplan, aber auch zu anderen Fondsrenten, bist du recht eingeschränkt. Du kannst zwar selbst bestimmen, in welche Fonds du investieren willst, es wird aber nur ein Teil deiner Beiträge am Kapitalmarkt investiert. Weil der Staat fürchtet, seine üppigen Zulagen könnten bei Spekulationen verlorengehen, macht er Riester-Versicherern zur Bedingung, dass sie ihren Versicherten am Ende der Ansparphase mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge plus die Zulagen garantieren müssen. Das gibt dir Planungssicherheit, weil du schon vor dem ersten Beitrag weißt, was am Ende mindestens rauskommen wird. Im Vergleich zu ETF-Sparplan, Rürup-Rente oder Privater Renten­versicherung hast du hier die höchste Beitragssicherheit.

Diese schränkt die Versicherer aber bei der Wahl der Kapitalanlage auch ein. Gerade der niedrige Höchstrechnungszins von derzeit gerade einmal 0,25 Prozent macht es den Versicherern schwer, sichere Anlageklassen zu finden, mit denen sie am Ende der Laufzeit auf die versprochene Mindestrente kommen. Weil sie die aber gewähren müssen, kannst du nur einen Teil deiner Beiträge in die renditeträchtigen Fonds investieren. Der Rest dient dazu, die Beitragsgarantie zu erfüllen.

Das Guthaben in einer Riester-Rente zählt zum Schonvermögen. Solltest du während deines Erwerbslebens arbeitslos werden, kann das Jobcenter von dir nicht verlangen, die Riester-Rente aufzulösen. Und auch im Rentenbezug haben Riester-Sparer immer mehr als die Grundrente zur Verfügung.

Zusammenfassung

  • Wer mit ETFs fürs Alter vorsorgen will, sollte das immer im Rahmen einer Alters­vorsorge machen, weil er auf diese Weise staatliche Förderungen erhält.
  • Eine Alters­vorsorge auf ETF-Basis ist sowohl mit einer Riester-Rente als auch mit einer Rürup-Rente oder Privaten Renten­versicherung möglich.
  • Die Private Renten­versicherung ist dem ETF-Sparplan am ähnlichsten. Im Gegensatz zum ETF-Sparplan sind Auszahlungen aber steuerlich begünstigt und ein Umschichten während der Ansparphase bleibt kostenfrei.
  • Die Rürup-Rente bietet dieselben Möglichkeiten wie die Private Renten­versicherung. Weil sie aber bei der Ansparphase vom Staat steuerlich extrem gefördert wird, bietet sie weniger Flexibilität als die Private Renten­versicherung.
  • Die Riester-Rente bietet die größte Beitragssicherheit und wartet mit großzügigen staatlichen Zulagen auf. Die Beitragsgarantie erlaubt es aber auch nicht, den gesamten Beitrag in die renditestarken Fonds zu investieren. Vom klassischen ETF-Sparplan unterscheidet sich diese Alters­vorsorge am stärksten.

Eine ETF-basierte Alters­vorsorge abschließen

Eine fondsgebundene Renten­versicherung ist die beste Möglichkeit, mit Rendite fürs hohe Alter vorzusorgen. Wer als Anleger dabei voll und ganz auf die Kapitalmärkte vertraut, der sollte als Geldanlage Rürup-Rente oder Private Renten­versicherung ins Auge fassen, die ETF-Sparplänen sehr nahekommen, aber mit dem Steuervorteil einer Alters­vorsorge aufwarten können. Wer stattdessen mehr auf Sicherheit setzt, für den kann die Riester-Rente die beste Vorsorge sein.

Wichtig aber bleibt: Wer eine Alters­vorsorge abschließt, bindet sich langfristig an einen solchen Vertrag. Die Entscheidung, wie und auf welche Weise angelegt wird, sollte darum wohl abgewogen und am besten mit einem Berater / einer Beraterin getroffen werden. Denn das Wichtigste ist, dass die Alters­vorsorge auf deine individuelle Lebenssituation abgestimmt ist. Wende dich hierzu an unsere CLARK-Expertinnen und -Experten. Sie beraten dich kostenlos und unverbindlich und finden gemeinsam mit dir die Vorsorge, die am besten zu dir passt. So gehst du vor:

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