Berufsunfähigkeitsversicherung oder Unfallversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallversicherung: Wo sind die Unterschiede? Wann sie greifen, was sie leisten und welche Versicherung sich für wen lohnt.

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Das Wichtigste in Kürze

Ob auf der vereisten Einfahrt ausgerutscht oder beim Schneiden der Hecke verletzt – ein Unfall ist im Alltag schnell passiert. Meistens geht es gut, schwere Unfälle können jedoch mit hohen Behandlungskosten und plötzlich fehlendem Arbeitseinkommen ein Loch in deine Finanzen reißen. Eine Unfallversicherung greift dann und fängt die finanziellen Folgen kurzfristig ab. Wenn du jedoch längerfristig nicht arbeiten kannst, bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung die bessere Unterstützung.

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Eine Unfallversicherung greift bei den Folgen eines Unfalls.

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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung greift, wenn du berufsunfähig wirst – nicht nur nach einem Unfall.

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Die Unfallversicherung kann die BU nicht ersetzen, nur ergänzen.

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Unterschiede zwischen Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallversicherung

Vielleicht hast du auch schon mal davon gehört, dass du statt einer Berufsunfähigkeitsversicherung lieber eine Unfallversicherung abschließen solltest. Diese sei mit ihren niedrigeren Beiträgen viel günstiger als die BU. Wenn etwas passiert und du aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten kannst, sei es vollkommen egal, welche Versicherung du hast.

Das stimmt so jedoch nicht. Beide Versicherungen helfen, die finanziellen Folgen abzufangen, wenn du aufgrund eines Unfalls berufsunfähig wirst. Es gibt allerdings ein paar wesentliche Unterschiede.

Was leistet eine Unfallversicherung

Ein Unfall ist im Alltag schnell passiert: Du rutschst auf dem vereisten Gehweg aus oder stürzt von der Leiter. Meistens kommst du mit ein paar leichteren Blessuren davon, manchmal sind die Folgen jedoch auch gravierender. Du kannst nicht mehr richtig arbeiten oder deine Kinder versorgen. Eventuell musst du dein Zuhause barrierefrei umbauen lassen oder dich kosmetischen Operationen unterziehen, um dein Aussehen wieder herstellen zu lassen.

Die gesetzliche Absicherung reicht oft nicht aus. Der gesetzliche Unfallschutz greift bei Angestellten nur, wenn der Unfall am Arbeitsplatz oder dem Arbeitsweg passiert. Der Unfall muss außerdem so schwerwiegend sein, dass deine Fähigkeit, irgendeinen Job auszuüben, um mindestens 20 Prozent reduziert ist. Schließlich musst du länger als 26 Wochen ausfallen.

Die Hürden, um Geld aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu beziehen, sind also nicht unerheblich. Viele private Unfallversicherungen helfen deutlich früher, oft schon ab einem Invaliditätsgrad von einem Prozent. Auch sichern sie dich ab, wenn du selbstständig bist oder dich ausschließlich um den Haushalt kümmerst. Dann hast du nämlich keinen Anspruch auf Zahlungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

In solchen Fällen greift dir eine private Unfallversicherung unter die Arme. Sie gleicht einen Teil der finanziellen Einbußen aus, die durch Unfälle im Haushalt oder in der Freizeit entstehen.

Bei einer privaten Absicherung vereinbarst du mit deinem Versicherer einen Einmalbetrag, der ausgezahlt wird, wenn du einen schweren Unfall hattest und dadurch aufgrund eines bleibenden körperlichen Schadens beeinträchtigt bist. Wenn du beispielsweise wegen eines Unfalls auf einmal im Rollstuhl sitzt und Geld nötig ist, um das Haus oder die Wohnung barrierefrei umzubauen, kann das eine große Hilfe sein. In deinem Vertrag kannst du zusätzlich auch die Auszahlung einer Rente vereinbaren. Deine Rentenzahlung richtet sich dann nach dem Grad der Invalidität und den Vertragsdetails.

Die private Unfallversicherung ist für dich besonders wichtig, wenn du risikoreiche Hobbys hast. Auch für Senioren und Eltern mit Kindern ist sie eine sehr sinnvolle Absicherung. Kinder können oft Gefahren nicht richtig abschätzen, während bei Senioren eher alterstypische Erkrankungen das Unfallrisiko erhöhen. Einige Versicherer haben hier sogar besondere Tarife im Angebot. Wenn du Fragen dazu hast, wende dich an die CLARK-Experten, sie helfen dir gern weiter.

Was leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung erhältst du eine monatliche Rente in vereinbarter Höhe, wenn du deinen Beruf für einen längeren Zeitraum nicht mehr ausüben kannst.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift, wenn du in keinem Beruf länger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Bei drei bis sechs Stunden Arbeitszeit giltst du bereits als teilweise erwerbsgemindert und würdest anteilige Rente erhalten. Doch ob vollständig oder teilweise erwerbsgemindert, die Rente ist oft kaum ausreichend für die Lebenshaltungskosten.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung setzt die Hürden niedriger an. In der Regel liegt eine Berufsunfähigkeit vor, wenn du deinen aktuell ausgeübten Beruf für mindestens sechs Monate zu nicht mehr als 50 Prozent ausüben kannst. Ob dies wegen einer schweren Krankheit oder wegen eines Unfalls der Fall ist, spielt keine Rolle. Auch ob du in einem anderen Beruf arbeiten könntest, ist bei einer guten BU-Police egal.

Gründe für Berufsunfähigkeit können nicht nur Unfälle sein, oft sind es Erkrankungen wie Rückenleiden oder Depressionen. Der Versicherungsschutz der BU umfasst also körperliche und psychische Ursachen dafür, im Job länger auszufallen.

Die Details der Leistung, wie zum Beispiel die genaue Höhe der Berufsunfähigkeitsrente, hängen von deinem individuellen Tarif ab. Sie sollte jedoch ausreichen, deinen gewohnten Lebensstandard zu halten. Die CLARK-Experten unterstützen dich gern dabei, eine ausreichende Rentenhöhe festzulegen.

Zusammenfassung

  • Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, reicht die staatliche Absicherung meistens nicht aus.
  • Die private Unfallversicherung kommt für die finanziellen Nachteile eines Unfalls in der Freizeit auf. Meistens bekommst du eine Einmalzahlung.
  • Die beste Unfallversicherung zahlt bereits ab einer Invalidität von einem Prozent.
  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung greift, wenn du deiner aktuellen beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen kannst.
  • Die BU-Versicherung zahlt dir die Rente unabhängig davon aus, ob du aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls berufsunfähig bist.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtiger

In der Regel ist die private Unfallversicherung preiswerter als eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Vielleicht denkst du, die Unfallversicherung reiche und du könnest hier sparen. Diese Überlegung hat aber einen Haken: Die Unfallversicherung deckt nur Unfälle ab. Außerdem bekommst du oft nur eine Einmalzahlung.

Bei langwierigen Krankheiten kommt dein Versicherer nicht auf. Dein vermeintlich günstigerer Tarif enthält keine finanziellen Leistungen, um dein Leben langfristig abzusichern. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung bist du besser aufgestellt. Sie zahlt eine monatliche vereinbarte Rente, unabhängig von der Ursache.

Doch nicht nur was den Grund deiner Berufsunfähigkeit angeht, ist die Unfallversicherung beschränkter als die BU. So zahlt deine Unfallversicherung erst, wenn deine körperliche Beeinträchtigung voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird. Eine BU-Versicherung greift bereits bei einer Prognose von sechs Monaten.

Wie die folgende Tabelle zeigt, sind die Fälle, in denen deine Unfallversicherung greift, deutlich seltener.

Deine Situation: Du fällst länger wegen Burn-out aus. Du hast ein schweres Rückenleiden und kannst länger nicht arbeiten. Du hast Brustkrebs und bist wegen einer langen Therapie krankgeschrieben. Du hast einen Autounfall und verlierst dabei einen Fuß. Du hast einen Verkehrsunfall und bekommst dabei einen Bandscheibenvorfall. Du stürzt beim Bergklettern und ein Hubschrauber bringt dich ins nächste Krankenhaus.
BU-Schutz ✔️ ✔️ ✔️ ✔️ ✔️ ✖️
Unfall-Schutz ✖️ ✖️ ✖️ Dein Versicherer zahlt die Kosten für die Behandlung. Je nachdem, wie hoch der Grad der Invalidität ist oder welchen Tarif du hast, bekommst du ggf. eine Rente. ✔️ Dein Versicherer zahlt die Bergungskosten.

Unfälle werden als BU-Risiko überschätzt

Darüber hinaus werden Unfälle als Ursache für Berufsunfähigkeit überschätzt. Bei der Häufigkeit rangieren sie erst auf Platz 4, während psychische Erkrankungen mit 43 Prozent als Ursache für Berufsunfähigkeit die Statistik anführen. Es folgen Krebserkrankungen auf dem zweiten und Rückenleiden auf dem dritten Platz. Somit ist es deutlich wahrscheinlicher, dass du deinem aktuell ausgeübten Beruf aufgrund einer Depression oder anderen Krankheit nicht mehr nachgehen kannst, als aufgrund eines Sturzes von der Leiter mit bleibenden Schäden. Dann hilft eine BU-Versicherung, das fehlende Einkommen auszugleichen.

Die Empfehlung ist daher für Berufstätige, zunächst eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Am besten schließt du sie bereits in jungen Jahren ab, dann bekommst du besonders günstige Konditionen. Du hast immer die Möglichkeit, deinen Versicherungsschutz zu erweitern.

Zusammenfassung

  • Die Unfallversicherung ist zwar günstiger, doch ihre Leistung ist deutlich begrenzter.
  • Für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlst du zwar etwas höhere Beiträge, allerdings greift sie nicht nur bei körperlichem Schaden.
  • Weniger als 10 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit werden durch Unfälle verursacht. Die häufigste Ursache sind psychische Probleme.
  • Die BU-Versicherung ist für Arbeitnehmer und Selbstständige eine der wichtigsten Versicherungen.

Was du sonst noch wissen solltest

Sollte ich eine Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung kombinieren? 

Du hast gern zwei Bretter unter den Füßen und saust über die schwarzen Pisten ins Tal? Oder du liebst es, mit deinem Motorrad durchs Grüne zu fahren? Einige Hobbys bringen ein höheres Unfallrisiko mit sich. Dann ist es besonders sinnvoll, deinen BU-Schutz mit einer privaten Unfallversicherung zu ergänzen. Auch wenn du Kinder oder einen nicht berufstätigen Ehepartner mit absichern willst, ist es empfehlenswert, beide Versicherungen abzuschließen. Selbstständige sollten sich ebenfalls für alle Fälle gut absichern.

Einige Versicherer haben Tarife im Angebot, die beide Versicherungen kombinieren. Die CLARK-Experten unterstützen dich gern bei einem Angebotsvergleich. Doch ob du einen Kombi-Tarif oder getrennte Policen abschließt: Leistungen erhältst du im Fall der Fälle von beiden Versicherungen.

Wenn du keine BU bekommen kannst

In einigen Fällen kann die Unfallversicherung doch eine Art Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Kannst du zum Beispiel aufgrund deiner Vorerkrankungen keine BU-Versicherung abschließen, so hast du die Möglichkeit, mit einer Unfallversicherung wenigstens einen Teilbereich abzufangen.

Vielleicht bist du jedoch auch mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder einer Dread-Disease-Versicherung besser geschützt. Frage am besten die CLARK-Experten, was die beste Absicherung in deiner individuellen Situation ist.

Zusammenfassung

  • Du hast die Möglichkeit, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren.
  • Wenn du aus gesundheitlichen Gründen keine BU abschließen kannst, kann die Unfallversicherung ein teilweiser Ersatz sein.

Unfallversicherung statt BU? Nein

Die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallversicherung sind auf unterschiedliche Situationen ausgelegt. Die BU bietet dir Versicherungsschutz im Falle der Berufsunfähigkeit, die Unfallversicherung sichert dich vor den finanziellen Folgen eines Unfalls ab.

Die Frage sollte also nicht lauten „Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung“, denn eine Unfallversicherung ist kein gleichwertiger Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die beiden Absicherungen ergänzen sich.

Grundsätzlich ist die Berufsunfähigkeitsversicherung die wichtigere Versicherung. Du kannst diesen Versicherungsschutz um eine Unfallversicherung ergänzen, wenn du zum Beispiel einem Hobby mit großem Risiko nachgehst. Das hängt immer von deiner persönlichen Situation ab. Online kannst du vergleichen, was Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten und wie viel sie kosten. Doch der Vergleich ersetzt keine Beratung. Der Tarif-Dschungel ist außerdem weitläufig und unübersichtlich. Schneller und sicherer kommst du voran, wenn du einen Experten heranziehst. Die Versicherungsexperten von CLARK helfen dir dabei, den Versicherer herauszusuchen, der am besten zu dir passt.

Denn am Ende zählt bei deiner Absicherung die Leistung mehr als der Preis. Schließlich geht es um deine Existenz. So gehst du vor:

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Telefon, per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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