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Private Krankenversicherung: Basistarif und Standardtarif im Vergleich

Privat Versicherte können in den Basistarif oder Standardtarif wechseln, wenn die Beiträge zum Problem werden. Doch worin unterscheiden sich die Tarife?

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Das Wichtigste in Kürze

In der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es drei Sozialtarife: Standard-, Basis- und Notlagentarif. Für alle drei Tarife gelten strenge Zugangsvoraussetzungen, die Versicherte für einen Wechsel erfüllen müssen. Der PKV-Standardtarif ist weitaus günstiger als der Basistarif, dafür bietet der Basistarif ein besseres Leistungsangebot. 

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Der Standardtarif ist um einiges preiswerter als der Basistarif, allerdings sind die Kriterien für einen Wechsel hier auch deutlich strenger.

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Standard- und Basistarif orientieren sich am Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Der Basistarif schneidet etwas besser ab als die GKV.

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Der Notlagentarif ist als Übergangslösung gedacht, der die medizinische Grundversorgung sicherstellt, wenn Versicherte schon in Beitragsrückstand geraten.

Die Sozialtarife der PKV: Standard-, Basis-, und Notlagentarif

Im Unterschied zu den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) können die privaten Krankenversicherungen ihre Tarife frei gestalten. Es gibt nur drei PKV-Tarife, die als sogenannte Sozialtarife gelten und die damit vom Gesetzgeber reglementiert sind: Basistarif, Standardtarif und Notlagentarif.

Zugangsvoraussetzungen 

PKV-Basistarif 

Der Basistarif PKV wurde 2009 zusätzlich zum Standardtarif eingeführt. Beide Tarife werden angeboten für den Fall, dass sich Versicherte ihre bisherigen PKV-Beiträge aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht mehr leisten können.

Der Basistarif PKV eignet sich vor allem für Privatversicherte, denen ein interner Tarifwechsel finanziell nicht hilft und die auch nicht in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln können.

Wer seinen PKV-Vertrag vor dem Jahr 2009 geschlossen hat, darf den Basistarif wählen, wenn er:

  • mindestens 55 Jahre alt ist oder

  • eine gesetzliche Rente bezieht oder

  • eine Beamtenpension bekommt oder 

  • die Beiträge nachweislich nicht mehr bezahlen kann. 

PKV-Standardtarif 

In den Standardtarif kannst du bei deinem Versicherer nur wechseln, wenn du schon vor 2009 Mitglied einer privaten Krankenversicherung (PKV) warst und mindestens zehn Jahre versichert bist. Dazu darfst du in der Zwischenzeit nicht von einem geschlechtsspezifischen Tarif (Bisex) in einen Unisex-Tarif bei deiner Krankenversicherung gewechselt sein.

Zusätzlich musst du noch eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen: 

  • Du bist mindestens 65 Jahre alt. 

  • Du bist mindestens 55 Jahre alt und dein jährliches Bruttoeinkommen liegt unter der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze von 58.050 Euro (Stand 2021). 

  • Du beziehst bereits eine gesetzliche Rente und dein Einkommen liegt unterhalb der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze.  

Damit ist der Standardtarif deutlich reglementierter als der Basistarif.  

PKV-Notlagentarif 

Der Notlagentarif der privaten Krankenversicherung (PKV) ist ausschließlich für diejenigen gedacht, die schon Beitragsschulden bei ihrer Krankenversicherung angehäuft haben. Er kann nicht frei gewählt werden und wird in Abstimmung mit der Krankenversicherung als eine befristete Notlösung eingesetzt. Er unterliegt strengen Regularien. 

Die äußerst geringe Versicherungsprämie (circa 100 Euro/Monat) in diesem Tarif soll dir helfen, möglichst schnell deine Beitragsschulden, Säumniszuschläge und Mahngebühren bei deiner Versicherung abbauen. Sobald du schuldenfrei bist, kehrst du automatisch zum übernächsten Monat in deinen ursprünglichen Tarif zurück. 

Das Leistungsspektrum des Notlagentarifs ist gegenüber dem Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) deutlich reduziert. Der Tarif sichert dir lediglich eine medizinische Grundversorgung zu.

Zusammenfassung

  • Die private Krankenversicherung (PKV) bietet mit dem Basis-, Standard- und Notlagentarif drei Sozialtarife an, um Mitglieder zu unterstützen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.
  • Für den Standard- und Basistarif müssen Versicherte schon vor dem Jahr 2009 privat versichert gewesen sein. Allerdings ist der Standardtarif deutlich reglementierter als der Basistarif.
  • Der Notlagentarif sichert eine medizinische Grundversorgung ab und ist nur denjenigen zugänglich, die schon Beitragsrückstände bei ihrer Versicherung angehäuft haben.

Basistarif: Kosten und Optionen zur Beitragsminderung

Beitragsberechnung

Der Höchstbeitrag für den Basistarif orientiert sich am Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zuzüglich des durchschnittlichen Zusatzbeitrags der Kassen. Dieser liegt im Jahr 2021 bei 769,16 Euro pro Monat. 

Sofern deine finanzielle Lage so schwierig ist, dass du als hilfebedürftig giltst, ist deine private Krankenversicherung (PKV) verpflichtet, den Monatsbeitrag zu halbieren. Damit würde dein Beitrag nur noch circa 385 Euro betragen. Sollten diese Kosten immer noch zu hoch sein, beteiligt sich der Sozialhilfeträger mit einem Zuschuss am verminderten Betrag. 

Wer als hilfebedürftig gilt, bestimmt der Gesetzgeber im Sozialgesetzbuch (§ 9 SGB II). 

Beitragsminderung durch Selbstbehalt 

Ein Selbstbehalt kann die Höhe deines monatlichen Beitrags minimieren. Wenn du bereit bist, Rechnungen für insgesamt 300, 600, 900 oder 1.200 Euro im Jahr selbst zu begleichen, sinken deine Beiträge. Die gewählte Selbstbeteiligung gilt in der Regel für mindestens drei Jahre.

Unter bestimmten Umständen kannst du den Selbstbehalt in dieser Zeit auch wieder zurücksetzen. Allerdings solltest du hier vorab mit deiner Versicherung sprechen, denn ohne Selbstbeteiligung steigen deine Beiträge wieder.

Wichtig: Aufgrund der Corona-Pandemie wurde am 15. März 2020 im Bundestag eine Neuerung für alle PKV-Versicherten beschlossen, die aufgrund von Hilfebedürftigkeit in den Basistarif wechseln müssen. Damit dürfen alle Betroffenen innerhalb von zwei Jahren ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder in den Ursprungstarif ihrer Versicherung zurückkehren – sofern sie nicht mehr hilfebedürftig sind (§ 204 Abs. 2 VVG).

Zusammenfassung

  • Der Höchstbeitrag für den Basistarif liegt im Jahr 2021 bei 769,16 Euro pro Monat. Hilfebedürftige müssen nur die Hälfte des Beitrags bezahlen.
  • Sollte der reduzierte Beitrag immer noch zu hoch sein, beteiligt sich der Träger der Grundsicherung an den Kosten.
  • Durch Selbstbeteiligung an den Krankheitskosten kann der monatliche Beitrag gesenkt werden. Die Selbstbeteiligung bleibt in der Regel für drei Jahre gültig.
  • Aufgrund der Corona-Krise können Privatversicherte, die kurzfristig hilfebedürftig werden, innerhalb von zwei Jahren ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder in den ursprünglichen Tarif zurückkehren.

Standardtarif: Kosten und Möglichkeiten zur Beitragsminderung

Beitragsberechnung

Der Höchstbeitrag im Standardtarif orientiert sich am Höchstbeitrag der GKV und liegt damit im Jahr 2021 bei 706,28 Euro im Monat. Dazu müssen die Versicherten eine Selbstbeteiligung für Medikamente sowie Heil- und Hilfsmittel von maximal 306 Euro im Jahr einplanen.

Allerdings zahlen die meisten Versicherten weitaus weniger als den Höchstbetrag. Das liegt daran, dass der Tarif älteren Menschen vorbehalten ist, die jahrelang Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung gebildet haben. Diese Rückstellungen senken den monatlichen Beitrag erheblich und machen ihn damit um einiges günstiger als den Basistarif. 

Wichtig: Wenn das Gesamteinkommen eines Ehepaars die geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt, bezahlen beide insgesamt nicht mehr als 150 Prozent des GKV-Höchstbeitrags. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze für das Jahr 2021 liegt bei 64.350 Euro. Damit würde der monatliche Versicherungsbeitrag für ein Ehepaar in diesem Fall 1.059,42 Euro betragen.

  

Beitragsminderung über den Rentenversicherungsträger 

Wer eine gesetzliche Rente bekommt, kann sich an seinen Rentenversicherungsträger wenden und einen Antrag auf Zuschuss zur Krankenversicherung stellen. Alternativ ist es ebenso möglich, in den Basistarif der privaten Krankenversicherung (PKV) zu wechseln und finanzielle Unterstützung vom Sozialamt zu beantragen.

Diese wird aber nur genehmigt, wenn eine Hilfebedürftigkeit vorliegt. Hier sollten sich Versicherte gut informieren, ob ein Tarifwechsel lohnend ist. 

Zusammenfassung

  • Der Höchstbeitrag im Standardtarif darf den Höchstbeitrag der GKV mit 706,28 Euro (Stand 2021) nicht überschreiten.
  • Die Altersrückstellungen reduzieren den Höchstbeitrag deutlich, sodass die Standardtarife um einiges günstiger sind als die Basistarife.
  • Für Ehepaare gilt: Sofern das Gesamteinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 64.350 Euro nicht übersteigt, zahlen sie nicht mehr als 150 Prozent des GKV-Höchstbeitrags.
  • Sind die Beiträge zu hoch, kann beim Rentenversicherungsträger ein Zuschuss beantragt werden. Bei Hilfebedürftigkeit ist ein Wechsel in den Basistarif sinnvoll, sofern das Sozialamt den zukünftigen Beitrag bezuschusst.

Basis- oder Standardtarif: ein Überblick 

Wenn du Anspruch auf den Standardtarif hast, dann ist dieser meist die billigere Wahl. Beide Tarife sind am Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) orientiert. Die folgende Übersicht zeigt den direkten Leistungs- und Kostenvergleich zwischen beiden Tarifen und soll dir als Entscheidungshilfe dienen.

Merkmale Leistungen Kosten weitere Besonderheiten Gesundheitsprüfung
Basistarif Medikamente und Hilfsmittel werden bezahlt // Krankentagegeld inklusive Erstattungen beispielsweise für Kuren, Psychotherapie, Haushaltshilfe und Reha möglich maximal 769,16 Euro pro Monat // Bei Hilfebedürftigkeit kann der Beitrag um 50 Prozent reduziert werden // zusätzlicher Zuschuss auf den reduzierten Beitrag durch das Sozialamt möglich Versicherte dürfen beliebig viele Krankenzusatzversicherungen abschließen // Altersrückstellungen bleiben beim gleichen Versicherer erhalten Hier gibt es keine Risikozuschläge oder Gesundheitsprüfung
Standardtarif Selbstbeteiligung von jährlich bis zu 306 Euro für Medikamente und Hilfsmittel // Anzahl von Psychotherapiesitzungen ist begrenzt // Krankentagegeld nur per Zusatzversicherung Aufgrund der Altersrückstellungen liegt der Beitrag deutlich unter dem GKV-Höchstsatz // Privat versicherte Ehepaare zahlen nicht mehr als 150 Prozent des GKV-Höchstbeitrags Versicherte dürfen bis auf eine Auslandskrankenversicherung und eine Krankentagegeldversicherung keine weiteren Zusatzversicherungen abschließen // Altersrückstellungen bleiben beim gleichen Versicherer erhalten Beim Wechsel in den Standardtarif bleiben Risikozuschläge erhalten // Für Mehrleistungen kann die PKV eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen

Sobald du in den Basis- oder Standardtarif gewechselt bist, solltest du unbedingt deine Ärzte informieren. Solange beispielsweise dein Hausarzt davon ausgeht, dass du vollumfänglich privat versichert bist, wird er dir auch entsprechende Leistungen anbieten.

Das kann in einem Sozialtarif für dich teuer werden, denn die PKV zahlt in der Regel nur noch für die Leistungen, die die gesetzliche Krankenkasse auch übernehmen würde. 

Mit deinem neuen Tarif wirst du wie ein Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet. Es gibt Privatpraxen, die eine Behandlung in diesem Fall entweder verweigern oder dich zwar behandeln, dir aber die Kostendifferenz in Rechnung stellen. 

Bevor du in einen der Sozialtarife wechselst, solltest du dich intensiv beraten lassen. In einigen Fällen besteht sogar die Möglichkeit, zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu wechseln – auch für Personen, die das 55. Lebensjahr schon überschritten haben. Die CLARK-Experten beraten dich hierzu gerne. 

Zusammenfassung

  • Der Standardtarif ist im direkten Vergleich der deutlich günstigere Tarif, beinhaltet aber unter anderem auch eine Selbstbeteiligung für Medikamente und Hilfsmittel.
  • Der Basistarif bietet ein höheres Leistungsspektrum, kostet allerdings mit einem Höchstbetrag von 769,26 Euro pro Monat deutlich mehr als der Standardtarif.
  • Im Standardtarif dürfen Versicherte keine weiteren Krankenzusatzversicherungen (Ausnahme Auslandskrankenversicherung sowie Krankentagegeldversicherung) abschließen. Diese Begrenzung gibt es im Basistarif nicht.
  • Sobald du in einen der beiden Tarife gewechselt bist, solltest du unbedingt deine Ärzte informieren, damit dir keine Rechnungen gestellt werden, die dein aktueller Tarif nicht mehr abdeckt.

Eine private Krankenversicherung abschließen

Mit einer privaten Krankenversicherung sicherst du dir Leistungen, die weit über die Grundversorgung der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen. Die bestmögliche medizinische Versorgung ist dabei auf deine persönlichen Umstände zugeschnitten, da du die Leistungen auswählen kannst, die du auch wirklich brauchst. 

Da du nur das zahlst, was du durch Leistungen abgesichert haben willst, sind die Beiträge gerechter und in vielen Fällen sogar günstiger als die Kosten für die GKV. Zur Berechnung der Kosten ziehen die Versicherer zusätzlich dein Alter und deinen Gesundheitszustand hinzu, wodurch gilt: Je früher du dich um den Abschluss eines PKV-Tarifs kümmerst, desto geringer fallen deine Beiträge aus.

Lass dich vor deinem Wechsel in die PKV jedoch unbedingt von einem Experten beraten. Da du möglichst dein ganzes Leben beim selben Anbieter bleiben solltest, muss deine Wahl gut überlegt sein. Die CLARK-Experten können dir bei dieser Entscheidung helfen und werden mit dir die vielfältigen Optionen im Versicherungsdschungel durchgehen. So gehst du vor:

Nächste Schritte

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

Wir beraten dich gerne und vollkommen unverbindlich!
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Alexander
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