Frau mit Brille sitzt am Schreibtisch

Private Krankenversicherung (PKV) für Beamte

Behandlungskosten von Beamten werden vom Staat oder den Ländern mit der sogenannten Beihilfe bezuschusst. Wie wirkt sich das auf deinen PKV Tarif aus?

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Das Wichtigste in Kürze

Wenn du am Anfang deiner Beamtenlaufbahn stehst, wirst du dir bestimmt erste Gedanken gemacht haben, wie du dich krankenversichern willst. Und du wirst wahrscheinlich schon mit dem Gedanken gespielt haben, wie die meisten Beamten in Deutschland einen gemischten Versicherungsschutz aus Beihilfe und privater Krankenversicherung (PKV) zu wählen. Aber was ist eigentlich diese Beihilfe? Welche Vorteile hat die PKV für Beamte? Wie hängen Beihilfe und PKV zusammen und wie versichern sich Beamtenanwärter am besten? Wir beantworten dir gerne die wichtigsten Fragen!

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Beamte und Beamtenanwärter haben in Deutschland Anspruch auf die sogenannte Beihilfe.

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Für Beamte halten PKV einen sogenannten Beihilfetarif bereit.

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Manche Beamtenjobs werden nicht von der Beihilfe, sondern der Heilfürsorge abgesichert.

Beihilfe und PKV: Die Kombi für Beamte

Als Beamter erhältst du von deiner jeweiligen Arbeitsstelle bei Krankheit die sogenannte individuelle Beihilfe. Hast du eine Familie, werden Kosten der Behandlung auch für deine Angehörigen erstattet. Wie hoch diese Erstattungen sind, richtet sich sowohl nach Art der Arbeitsstätte als auch nach dem Bundesland, in dem du arbeitest. Die Höhe der Beihilfeerstattungen entspricht im Durchschnitt:

  • 50 Prozent für den verbeamteten Arbeitnehmer,

  • 70 Prozent für Beamte mit zwei oder mehr Kindern,

  • 70 Prozent für den Ehepartner/eingetragenen Lebenspartner,

  • 80 Prozent für Kinder und

  • für pensionierte Beihilfeberechtigte übernimmt der Dienstherr 70 Prozent der Behandlungskosten. 

Beim Ehepartner gibt es jedoch eine Regel zu beachten: Sie oder er dürfen selbst nicht GKV-pflichtig sein und im Jahr die Einkommensgrenze nicht überschreiten! Diese beträgt in den meisten Bundesländern 17.000 Euro. Die Behandlungskosten bei Kindern werden solange durch die Beihilfe des Beamten beglichen, wie dieser ein Anrecht auf Kindergeld hat – in der Regel also bis zum 25. Lebensjahr des Nachwuchses.

Vorteil für Beamte: Die Öffnungsklausel

Innerhalb von sechs Monaten nach dem Eintritt in den Beamtenstatus habt ihr und eure Angehörigen außerdem die Möglichkeit, auch mit einer Behinderung oder einer Vorerkrankung in die private Krankenversicherung einzutreten. Auch das Alter spielt hierbei keine Rolle.

Diesen deutlichen Vorteil genießen nur Beamte dank der speziellen Tarife. Aktuell bieten zahlreiche PKV-Versicherer diese Öffnungsklausel an. Dieser Schritt kann allerdings nur gegangen werden, wenn eine Ablehnung aus gesundheitlichen Gründen unausweichlich ist. Übrigens: Seit Anfang 2019 gilt diese Regelung auch für Beamte auf Widerruf!

Freie Heilfürsorge für gefährliche Jobs

Beamte in besonders gefährlichen Berufen wie Polizei oder Feuerwehr haben keinen Anspruch auf Beihilfe. Für sie zahlt der Staat stattdessen die sogenannte freie Heilfürsorge. Diese bezahlt 100% der anfallenden Behandlungskosten der Beamten.

Die Behandlungskosten deiner Familienangehörigen werden von der Heilfürsorge jedoch nicht bezahlt. Für sie gelten die Regeln der normalen Beihilfe. Wenn du irgendwann pensioniert wirst, fällt auch die Heilfürsorge für dich weg. Dann übernimmt die Beihilfe deine Behandlungskosten, von denen allerdings 70% und nicht mehr 100% bezahlt werden.

Die Pflegeversicherung ist bei freier Heilfürsorge Pflicht. Es empfiehlt sich, die Anwartschaft bei dem Unternehmen zu machen bei dem man sich pflegeversichert.

Wichtig: Wenn du eines Tages durch den Wegfall der Heilfürsorge weniger Kosten durch die nun für dich zuständige Beihilfe erstattet bekommst, muss die PKV diese Lücke füllen. Damit du beispielsweise zum Eintritt in die PKV im Alter keinen Gesundheitscheck über dich ergehen lassen musst, empfiehlt sich für dich eine sogenannte Anwartschaftsversicherung, die du am besten so früh wie möglich abschließt.

Vor welchen Problemen dich die Anwartschaftsversicherung noch bewahrt, erklären dir die Experten von CLARK sehr gerne. 

Zusammenfassung

  • Beamte erhalten vom Staat oder den Bundesländern eine individuelle Beihilfe.
  • Anfallende Kosten, die von der Beihilfe nicht übernommen werden, werden durch eine PKV bezahlt.
  • Auch Beamte mit Behinderungen oder Vorerkrankungen können in die PKV eintreten.

PKV für Beamtenanwärter

Auch Referendare und Beamtenanwärter sind beihilfeberechtigt und können eine private Krankenversicherung abschließen. Viele private Kassen halten für die Gruppe spezielle Anwärter-Tarife bereit. Diese sind in der Regel günstiger als vergleichbare Tarife der privaten Krankenversicherung, die Nichtbeamte in diesem Lebensabschnitt abschließen können.

Der Grund: Beamtenanwärter müssen keine Beiträge zur sogenannten Altersrückstellung zahlen. Diese wird in der Regel in der PKV von jüngeren Versicherten gefordert, um Rücklagen für die Zeit nach der Pensionierung aufbauen zu können.

Wenn du nach der Ausbildung oder nach der Beamtenanwärterzeit doch nicht ins Beamtenverhältnis übernommen werden solltest hast du keinen finanziellen Verlust. Dieser wäre beispielsweise eingetreten, wenn du bereits viel Geld in eine Altersrückstellung investiert hättest, um dann doch in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln.

Wirst du ganz normal ins Beamtenverhältnis übernommen, hast du in der Regel keine Nachteile beim Wechsel in einen normalen Beamtentarif deiner PKV. Es fallen weder Wartezeiten an, noch musst du dich einem erneuten Gesundheitscheck unterziehen.

Was du jedoch beachten musst: PKV-Tarife für Beamtenanwärter gelten immer nur für dich und deinen Ehepartner! Für deine Kinder, falls vorhanden, gilt der normale Beihilfetarif deines privaten Versicherers.

Zusammenfassung

  • Auch Referendare sind beihilfeberechtigt - sie können in die PKV eintreten, um von deren Leistungen zu profitieren.
  • Beihilfe-Tarife der PKV für Referendare und Beamtenanwärter sind vergleichsweise günstig.

GKV für Beamte?

Beamte haben die Wahl zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung. De facto sind sie per Gesetz von der Versicherungspflicht in der GKV befreit. Wenn sie sich gegen die gemischte Absicherung, bestehend aus Beihilfe und einem PKV-Beihilfetarif entscheiden, können sie theoretisch auch in die gesetzliche Krankenkasse eintreten.  Wenn du diesen Schritt gehst, solltest dir jedoch vorher über zwei wichtige Punkte im Klaren sein: du verlierst zum einen deinen Anspruch auf Beihilfe. Zum anderen musst du den vollen Beitragssatz der GKV ohne jeglichen Arbeitgeberzuschuss bezahlen.

Seit Sommer 2018 besteht in Hamburg die Ausnahme, dass auch Beamte in der GKV von der sogenannten pauschalen Beihilfe profitieren können. Seitdem haben die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen und Thüringen nachgezogen und bieten das "Hamburger Modell" ebenfalls an.

Zusammenfassung

  • Auch Beamte können in die gesetzliche Krankenkasse eintreten.
  • Jeglicher Zuschuss vom Arbeitgeber fällt jedoch weg.

Eine private Krankenversicherung abschließen

Für Beamte ist die Mischung aus Beihilfe und privater Krankenversicherung eine beinahe alternativlos gute Form der Erstattung von anfallenden Behandlungskosten. Beamte profitieren zum einen von staatlichen Zuschüssen und zum anderen von den guten PKV-Leistungen wie etwa der besseren medizinischen Versorgung.

Wenn du Beamtenanwärter bist, solltest du dir also Gedanken machen, welchen der speziellen PKV-Beihilfetarife du wählen möchtest. Die Experten von CLARK können dir alle Optionen nennen und beraten dich kostenlos und unverbindlich.

Nächste Schritte

01

Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

02

Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

Wir beraten dich gerne und vollkommen unverbindlich!
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Alexander
Versicherungsexperte

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