Mann vor bunter Wand

Private Krankenversicherung für Studenten: Was zu beachten ist

Als Student kannst du dich kostengünstig privat krankenversichern lassen. Was leisten Studententarife? Für wen lohnen sie sich?

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Das Wichtigste in Kürze

Mit Beginn des Studiums müssen sich Studenten für eine Krankenversicherung entscheiden. Wer unter 25 Jahren ist, kann beitragsfrei in der Familienversicherung der Eltern mitversichert werden. Wer später oder länger studiert, muss sich entweder gesetzlich oder privat weiter versichern – eine Entscheidung, die für die gesamte Studienzeit gilt. 

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Studienanfänger können frei wählen, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern wollen.

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Die beitragsfreie Familienversicherung ist nur für Studierende unter 25 Jahren möglich.

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Die Kosten für eine studentische Krankenversicherung sind in der GKV und PKV fast identisch, die Leistungen nicht.

PKV für Studenten: beste medizinische Versorgung zu kleinem Preis

Als Student hast du die Chance zu günstigen Konditionen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Mitglieder der PKV haben im medizinischen Leistungsbereich enorme Vorteile gegenüber den gesetzlichen Kassenpatienten

Wenn du dich für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung entscheidest, profitierst du unter anderem von diesen Vorteilen:

  • Freie Arzt- und Krankenhauswahl.

  • schnelle Terminvereinbarung.

  • Alternative Heilmethoden.

  • Hohe Erstattung von Zahnersatzkosten.

  • Faire Beiträge, die für dich als Student sogar billiger als bei der GKV sein können.

Infografik der Zusatzleistungen der privaten Krankenversicherung

Sobald du dein Studium beginnst, musst du dich für eine Krankenversicherung entscheiden. Als Studierender hast du die Wahl, ob du dich gesetzlich oder privat versichern möchtest. Beide Versicherungen bieten spezielle Studententarife an. Ein genauer Blick auf die PKV lohnt sich, denn du wirst schnell feststellen, dass sich die Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung gerade für Studenten sowohl auf Grund der exklusiven Leistungen als auch wegen dem Preis lohnt.

Zusammenfassung

  • Studenten haben zu Beginn des Studiums die Möglichkeit, sich privat versichern zu lassen.
  • Die PKV bietet die bestmögliche medizinische Absicherung.
  • Sowohl die GKV als auch PKV bieten spezielle Studententarife an.

Private Krankenversicherung: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Studenten bis zum 30. Lebensjahr 

Die private Krankenversicherung bietet für Studenten spezielle Tarife an. Die Angebote sind deutlich günstiger als Tarife für Angestellte oder Selbstständige. Das liegt daran, dass sie nur bis zu einem bestimmten Alter gelten und du während dieser Zeit keine Rückstellungen für das Alter bildest. 

Bei der PKV profitierst du von exklusiven Leistungen, die in der GKV durch oftmals teure Zusatzversicherungen ergänzt werden müssen. Im Krankheitsfall bist du daher optimal abgesichert und bekommst die bestmögliche Behandlung

Die Kosten guter Tarife bewegen sich zwischen etwa 80 und 120 Euro im Monat, je nach Leistungsumfang und Alter. Darüber hinaus bist du verpflichtet, eine private Pflegeversicherung für Studenten abzuschließen. Dies geschieht in der Regel beim selben Versicherer. Studierende zahlen bis zum 39. Lebensjahr für die private Pflegeversicherung einen Sonderbeitrag von 16,46 Euro pro Monat. 

Im Mittel ergibt sich so ein monatlicher Beitrag zur studentischen PKV von 116,46 Euro.

Ein Vergleich der Studententarife in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung für Studenten unter 30.

Als Student zahlst du in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zum 25. Lebensjahr in der Regel keinen Beitrag, da du kostenlos in der Familienversicherung versichert bist. Sobald du 25 wirst, zahlst du bis zu deinem 30. Lebensjahr einen vergünstigten Beitrag. 

Die Beispielrechnung

  • 75,85 Euro Sockelbetrag + 

  • 9,78 Euro durchschnittlicher Zusatzbeitrag +

  • 24,82 Euro Beitrag zur Pflegeversicherung für kinderlose Studenten =

  • 111,50 Euro monatlicher Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Berechnet wird dies auf Grundlage des BAföG-Bedarfssatzes, welcher bei 752,00 Euro liegt. Der Sockelbetrag, den alle gesetzlichen Krankenkassen anbieten, liegt bei 10,22 Prozent des BAföG-Bedarfssatzes. Daher ergibt sich bei allen gesetzlichen Krankenkassen seit dem 01.10.2020 ein Grundbetrag von monatlich 76,85 Euro.

Dazu kommt noch der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der im Durchschnitt bei 1,3 Prozent liegt. Es ergibt sich also ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 9,78 Euro.

Der monatliche Beitrag zur Pflegeversicherung liegt bei 22,94 Euro bzw. für kinderlose Studenten bei 24,82 Euro. Dieser Betrag wird ebenfalls noch hinzugerechnet. 

Damit musst du als kinderlose Studentin ungefähr mit einem monatlichen Beitrag von 111,50 Euro für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung rechnen.

Studenten ab dem 30. Lebensjahr 

Wenn du als Student älter als 30 Jahre bist, kannst du nicht mehr zum Studententarif in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein. Du kannst dich dann entweder weiter gesetzlich versichern und giltst dann als freiwillig gesetzlich versichert oder du wechselst in die private Krankenversicherung. 

Bei den gesetzlichen Krankenkassen kann das teuer werden, da dein Beitrag auf Grundlage eines fiktiven Einkommens von 1096,67 Euro berechnet wird:

  • Der GKV-Mindestbeitrag liegt bei einem ermäßigten Beitragssatz von 14,0 Prozent bzw. 153,53 Euro pro Monat. 

  • Hinzu kommen der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 1,3 Prozent bzw. 14,26 Euro sowie

  • Ebenfalls dazu kommen noch die Beiträge zur Pflegeversicherung. Diese belaufen sich auf mindestens 33,45 Euro bzw. 36,19 Euro für kinderlose.

  • Für einen kinderlosen Studenten über 30 ergibt sich in der GKV also ein monatlicher Mindestbeitrag von 203,98 Euro.

Eine Infografik die Studententarife in der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung für Studenten über 30 vergleicht.

Die privaten Kassen bieten über 30-Jährigen oft günstigere Tarife zu besseren Konditionen. Einige Krankenkassen verlängern sogar ihre PKV-Studententarife bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres. 

Da sich die Beiträge auf Grundlage deines Eintrittsalters berechnen, würdest du bei einer Verlängerung also weiterhin von günstigen Beiträgen profitieren und gleichzeitig deine vereinbarten Leistungen behalten. Somit bist du im Krankheitsfall weiterhin optimal abgesichert.

Wie hoch der genaue Betrag ist, hängt vom Versicherer, aber auch von deinem Alter und Gesundheitszustand ab. Wenn du bereits vor deinem 30. Lebensjahr privat versichert warst, kannst du in der Regel davon ausgehen, dass du weniger Beiträge zahlst als jemand, der sich freiwillig gesetzlich versichert.

Du erhältst als Student auch mit über 30 Jahren ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis in der PKV. Dabei profitierst du in doppelter Hinsicht, da nicht nur die Leistungen deutlich besser sind, sondern auch die Beiträge günstiger sein können.

In jedem Fall lohnt sich ein Vergleich. Die CLARK-Experten helfen dir gerne weiter

BAföG-Zuschuss

Für die Krankenversicherung liegt der monatliche Zuschuss seit Beginn des Wintersemesters 2020/2021 bei 84 Euro, der Pflegeversicherungszuschlag beträgt 25 Euro pro Monat.

Unabhängig davon, welche Art der Krankenversicherung du wählst – sobald du BAföG erhältst und dich selbst studentisch versichern musst, zahlt dir das BAföG-Amt einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung. 

Auch ältere Studierende werden hier finanziell entlastet. Da Studierende ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr Mitglied der kostengünstigen studentischen Krankenversicherung sein können, erhalten sie seit der BAföG-Reform 2019 einen deutlich höheren Zuschuss.

Dieser berücksichtigt den durchschnittlichen kassenindividuellen Zusatzbeitrag und beträgt 155 Euro. Die Pflegeversicherung wird mit 34 Euro bezuschusst. Die Zuschüsse bekommst du unabhängig davon, ob du gesetzlich oder privat versichert bist.

Achtung: Dieser Zuschuss wird nicht automatisch gezahlt. Du musst einen Antrag auf Bezuschussung stellen. Dazu brauchst du die “Bescheinigung über die Kranken- und Pflegeversicherung des/der Auszubildenden gemäß § 13a BAföG”. Diese lässt du von deiner Krankenkasse ausfüllen. Reichst du den Nachweis anschließend beim BAföG-Amt ein, sollte der Zuschuss gezahlt werden. 

PKV-Zuschuss für Kinder von Beamten  

Als Beamtenkind bist du mittels der staatlichen Beihilfe meist schon vor dem Studium privat krankenversichert. Auch während des Studiums hast du so lange Anspruch auf Beihilfe, wie deine Eltern noch Kindergeld für dich beziehen. 

In diesem Fall übernimmt der Staat 80 Prozent der Kosten von Arztbesuchen und Medikamenten. Die übrigen 20 Prozent musst du selbst versichern. Dies machst du am besten über eine private Krankenversicherung, die du schon für 30 Euro im Monat bekommst.

Wenn du als Student das 25. Lebensjahr erreichst, stellt der Staat in der Regel die Zahlung von Kindergeld ein. Damit verlierst du auch den Anspruch auf Beihilfe zu medizinischen Leistungen. 

Danach wird der volle PKV-Betrag für Studenten fällig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt dank der exzellenten Studenten-Tarife jedoch sehr gut.

Zusammenfassung

  • Studenten zwischen 25 und 30 Jahren zahlen für eine gesetzliche Krankenversicherung inklusive Pflegeversicherung circa 111 Euro monatlich.
  • Die Kosten für Studententarife in der PKV bewegen sich zwischen 90 und 130 Euro.
  • Bist du Student und über 30 Jahre alt, musst du dich entweder freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern. Ein Tarifvergleich ist hier besonders lohnenswert.
  • BAföG-Empfänger erhalten einen Zuschuss zu ihrer Kranken- und Pflegeversicherung.
  • Kinder von Beamten profitieren auch als Studenten von der staatlichen Beihilfe zur PKV.
  • Ab dem 25. Lebensjahr verlieren Studenten die Beihilfe und der volle PKV-Studentenbeitrag wird fällig.

Wie kann ich mich privat versichern lassen?

Du kannst als Student in die PKV wechseln, wenn du nicht bereits vor deinem 25. Lebensjahr beitragspflichtig in der GKV warst. Die beitragsfreie Familienversicherung spielt dabei keine Rolle.

Entscheidest du dich für die private Krankenversicherung, musst du dich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Den Befreiungsantrag stellst du bei deiner bisherigen gesetzlichen Krankenkasse. Dafür hast du ab Studienbeginn drei Monate Zeit

Warst du vorher Mitglied der privaten Krankenversicherung, solltest du mit deiner Krankenkasse über einen Wechsel in den Studententarif sprechen. Insbesondere für Kinder von Beamten gelten hier besondere Regeln. 

Ob sich für dich eine private Krankenversicherung während deiner Studienzeit lohnt, hängt von mehreren Faktoren wie:

  • deinem Alter, 

  • dem Gesundheitszustand, 

  • der Krankenversicherung der Eltern 

  • sowie dem eigenem Verdienst ab. 

Fünf Fälle lassen sich hier unterscheiden. 

Du bist jünger als 25 Jahre, beide Eltern sind gesetzlich krankenversichert 

Sind deine Eltern gesetzlich krankenversichert, kannst du bis zur Vollendung deines 25. Lebensjahres beitragsfrei in der Familienversicherung mitversichert werden. Allerdings darfst du dann nicht mehr als 470 Euro im Monat bzw. 6.640 Euro im Jahr (Stand 2021) verdienen.

Sobald du mehr verdienst, musst du dich freiwillig studentisch krankenversichern. Wer also schon weiß, dass sein Verdienst während des Studiums höher ist, der kann sich direkt zum Studienanfang studentisch krankenversichern.

Hierbei lohnt sich der Vergleich mit einem PKV-Studententarif. Je jünger du beim Abschluss der PKV bist, desto günstiger werden deine Beiträge. Da bei der Berechnung stets dein Eintrittsalter berücksichtigt wird, lohnt sich der frühe Abschluss auch mit Blick auf die möglichen PKV-Beiträge nach dem Studium.

Du bist jünger als 25 Jahre und der Schutz über die Familienversicherung endet 

Die beitragsfreie Krankenversicherung über die Familienversicherung deiner Eltern endet, sobald du 25 Jahre alt geworden bist. Jetzt hast du die Wahl zwischen einer gesetzlichen oder einer privaten Versicherung. 

Hier lohnt sich ein Vergleich, da das Leistungsangebot der privaten Krankenversicherungen deutlich besser ist als das der gesetzlichen. Die CLARK-Experten beraten dich hierzu gerne.

Du bist jünger als 25 Jahre und warst vorher schon gesetzlich krankenversichert  

Solltest du zu Beginn deines Studiums das 25. Lebensjahr überschritten haben, bist du vorher in der Regel schon zahlendes Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse gewesen. Damit unterliegst du auch für die Zeit deines Studiums der gesetzlichen Versicherungspflicht und kannst nicht in die PKV wechseln. 

Das gilt auch für alle Studierenden, die vor dem Studium eine Ausbildung gemacht haben. Auch sie sind verpflichtet, während des Studiums in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben (Urteil vom 27. April 2016, Az. B 12 KR 24/14R).

Du überschreitest im Studium das 30. Lebensjahr 

Brauchst du länger für dein Studium und überschreitest während deiner Studienzeit das 30. Lebensjahr, dann musst du dich für eine Versicherungsart entscheiden. Denn ab dem 30. Lebensjahr endet die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse. 

Oft sind die PKV-Beiträge für über 30-jährige Studenten niedriger als die der gesetzlichen Krankenkassen. Hier solltest du dich frühzeitig informieren, denn deine Entscheidungsfrist beträgt nur zwei Wochen ab Beginn des 30. Lebensjahres.

Du bist vor dem Studium privat versichert 

Solltest du vor deinem Studium schon privat versichert gewesen sein, kannst du problemlos in einen studentischen PKV-Tarif wechseln. Alternativ kannst du mit Beginn deines Studiums in die gesetzliche studentische Krankenversicherung wechseln. Dies gilt allerdings nur, wenn du 30 Jahre alt oder jünger bist. 

Bist du bei Studienbeginn älter und warst vorher schon beispielsweise aufgrund einer Selbstständigkeit privat krankenversichert, ist die Rückkehr in die GKV nicht möglich. In diesem Fall solltest du frühzeitig mit deiner Krankenkasse sprechen, um den besten Tarif für deine Studienzeit zu finden.

Zusammenfassung

  • Wer jünger als 25 Jahre ist, kann meist beitragsfrei über die Familienversicherung der Eltern mitversichert werden.
  • Endet die Familienversicherung, musst du dich zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung entscheiden. Hier lohnt sich ein Vergleich der Tarife.
  • Wer vor dem Studium durch Arbeit oder Ausbildung gesetzlich versichert war, muss auch während des Studiums gesetzlich versichert bleiben.
  • Studenten über 30 müssen sich erneut für eine Versicherungsart entscheiden. Oft sind die PKV-Beiträge günstiger als die der GKV.

Was passiert nach dem Studium?

Um nach dem Studium in der privaten Krankenversicherung bleiben zu können, musst du:

  • als Angestellter ein Jahreseinkommen erzielen, das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von 64.350 Euro brutto liegt.

  • selbstständig werden.

  • Referendar/Beamtenanwärter sein.

Eine Infografik die zeigt, wer sich privat versichern kann.

Für Angestellte 

Hier hängt es von deinem Jahresverdienst ab, ob du dich weiter privat versichern kannst. Die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt im Jahr 2021 bei 64.350 Euro. Das bedeutet: Du musst nach deinem Studium mit einem Einstiegsgehalt von 5.362,50 Euro brutto im Monat starten, damit du dich weiterhin privat versichern darfst. 

Liegt dein Gehalt unterhalb dieser Grenze, unterliegst du automatisch der Versicherungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Wenn du jedoch absehen kannst, dass es nur wenige Jahre dauern wird, bis dein Gehalt über dieser Grenze liegt, kannst du zum Studienende eine Anwartschaftsversicherung abschließen.

Die Anwartschaft:

  • friert deinen Gesundheitszustand ein.

  • merkt sich dein Eintrittsalter bei Abschluss der PKV.

  • speichert deine Vertragskonditionen und Leistungen ab.

Wenn du die PKV also für einen gewissen Zeitraum verlassen musst, speichert die Anwartschaft all deine Daten beim Versicherer ab. Kehrst du dann zur PKV zurück, steigst du mit dem ursprünglichen Gesundheitszustand und Eintrittsalter wieder ein. Deine Beiträge werden also günstiger als bei einem Neuabschluss sein. 

Der Abschluss einer PKV sollte aus diesem Grund so früh wie möglich geschehen, da du nicht nur die bestmöglichen Leistungen bekommst, sondern dir auch für die Zukunft niedrige Beiträge sicherst, selbst wenn du die PKV für einige Zeit verlassen musst.

Für Selbstständige 

Machst du dich direkt nach dem Studium selbstständig, bist du automatisch von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit. Du kannst dann ohne Probleme deinen PKV-Studententarif in einen regulären Vertrag umwandeln.

Gerade Medizinstudenten, die beispielsweise nach dem Studium eine Praxis übernehmen, entscheiden sich häufig schon während des Studiums für eine private Krankenversicherung. So sichern sie sich sehr gute Konditionen, die nur jungen Leuten angeboten werden. 

Referendare und Beamtenanwärter

Für Beamtenanwärter wie beispielsweise Lehrer bietet die PKV spezielle Tarife an. Wenn du dein Referendariat startest, bist du zwar mit deinem Studium fertig, jedoch ist es noch nicht sicher, ob du am Ende wirklich den Beamtenstatus erlangst.

Deinen Studententarif kannst du problemlos in einen Beamtenanwärter-Tarif umwandeln lassen. Dieser ist letztlich eine Vorstufe des regulären Beamten-Tarifs in der PKV, der sich vor allem dadurch unterscheidet, dass die Versicherung auf Altersrückstellungen verzichtet. Du sparst bei den Beiträgen, genießt aber dennoch den vollen Versicherungsschutz

Wenn du dann verbeamtet wirst, kannst du ohne erneute Gesundheitsprüfung in den regulären Tarif der PKV wechseln.

Arbeitslosigkeit nach dem Studium 

Findest du nach dem Studium nicht direkt einen Job, hast du in der Regel keinen Anspruch auf ALG I. Allerdings kannst du Arbeitslosengeld II (Hartz IV) und einen Zuschuss für deine private Krankenversicherung beim Jobcenter beantragen. Eine Rückkehr in die GKV über Hartz IV ist in der Regel nicht möglich. Um deine PKV-Beiträge weiter zu reduzieren, bieten die meisten Krankenkassen einen Wechsel in den günstigeren Basistarif an. 

Zusammenfassung

  • Wer nach dem Studium fest angestellt ist, muss mindestens 64.350 Euro brutto im Jahr verdienen, um weiterhin PKV-Mitglied zu bleiben.
  • Wer sich nach dem Studium direkt selbstständig macht, kann seinen privaten Studententarif problemlos in einen regulären Tarif umwandeln.
  • Referendare und Beamtenanwärter erhalten spezielle Tarife, bei denen die Versicherung auf Altersrückstellungen verzichtet.
  • Hochschulabsolventen, die nach dem Studium Hartz IV beziehen, erhalten einen Zuschuss zur PKV, können aber während des Hartz-IV-Bezugs nicht in die GKV wechseln.

PKV fürs Auslandsstudium sowie für ausländische Studenten

Ein Praktikum in Spanien oder ein Auslandssemester in den USA ist für viele Studierende ganz selbstverständlich Teil ihres Studiums. Innerhalb der EU und in einigen anderen europäischen Ländern funktioniert dein privater Versicherungsschutz so wie zu Hause

Willst du beispielsweise für ein Praktikum in die USA oder nach Südkorea, bleibt dir dein privater Versicherungsschutz in der Regel bis zu drei Monate erhalten. Planst du, ein ganzes Semester oder länger ins Ausland zu gehen, musst du eine zusätzliche Krankenversicherung für deinen Auslandsaufenthalt abschließen.

Ausländische Studenten in Deutschland 

Die meisten ausländischen Studenten können sich in Deutschland bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern lassen. Sollte einer der folgenden Punkte auf dich zutreffen, ist dies leider nicht möglich und du musst dich für die Dauer deiner Studienzeit in Deutschland privat krankenversichern:

  • Du bist über 30 Jahre alt. 

  • Du studierst schon länger als 14 Semester.

  • Du bist Gastwissenschaftler, Promotionsstudent oder Stipendiat und hast keinen Arbeitsvertrag. 

  • Du nimmst in Deutschland an einem Sprachkurs oder Studienkolleg teil. 

Bist du in deinem Herkunftsland schon privat versichert, solltest du mit deiner Krankenversicherung zuerst klären, ob sie die Kosten für Behandlungen in Deutschland übernimmt. Ist das der Fall, musst du dir darüber einen Beleg ausstellen lassen. Diesen benötigst du für die Immatrikulation an der deutschen Hochschule. 

Falls du das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht hast, musst du dich in Deutschland zusätzlich noch von der Versicherungspflicht befreien lassen. Dazu stellst du einfach einen Antrag bei einer beliebigen gesetzlichen Kasse. Auch diesen Beleg musst du bei deiner Universität vorlegen.

Zusammenfassung

  • Mit der PKV bist du in der Regel bis zu drei Monate auch in Nicht-EU-Ländern krankenversichert.
  • Ausländische Studenten müssen prüfen, ob sie in die GKV eintreten dürfen oder sich privat versichern müssen.
  • Übernimmt die private Krankenversicherung des Heimatlandes die Behandlungskosten in Deutschland, muss dies für die Immatrikulation an einer deutschen Hochschule nachgewiesen werden.

Eine private Krankenversicherung abschließen

Durch die private Krankenversicherung erhältst du die bestmögliche medizinische Versorgung. Du kannst deine Leistungen frei wählen und zahlst, gerade als Student, sehr günstige Beiträge, wenn man diese ins Verhältnis zu den abgesicherten Leistungen stellt.

Du solltest dir deshalb im besten Fall vor Studienbeginn Gedanken über deine Krankenversicherung machen. Je früher du die PKV abschließt, desto günstiger werden deine Beiträge sein.

Um deinen optimalen individuellen Tarif zu finden wende dich am besten an einen Experten. Die CLARK-Experten können dir bei dieser Entscheidung helfen und werden mit dir die vielfältigen Optionen im Versicherungsdschungel durchgehen. So gehst du vor:

Nächste Schritte

01

Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

02

Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

03

Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

Wir beraten dich gerne und vollkommen unverbindlich!
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Alexander
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