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Wohn-Riester-Darlehen: schneller ins Eigenheim

Niedrige Zinsen machen Bausparverträge attraktiver denn je. Der Staat fördert das Darlehen durch den Wohn-Riester. Die Zulagen entsprechen der Riester-Rente.

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Das Wichtigste in Kürze

Ein Eigenheim kann der Altersvorsorge dienen. Deshalb fördert der Staat die Baufinanzierung über das System der Riester-Rente. Förderberechtigte erhalten Zulagen zum Darlehen einer Bank oder Bausparkasse. Auch die Steuervorteile, die mit einem Riester-Vertrag einhergehen, helfen beim Ansparen von Kapital für eine Immobilie und bei der Tilgung der Schulden.

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Ein Bausparvertrag lässt sich mit einem Riester-Vertrag koppeln.

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Der Wohn-Riester dient ausschließlich der Finanzierung einer selbst genutzten Immobilie.

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Die Riester-Förderung besteht aus Zulagen und Steuervorteilen.

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Die geförderte Immobilie: Alternative zum Sparbuch

Sparbücher und Tagesgeldkonten werfen schon seit Jahren kaum noch etwas ab. Umso attraktiver erscheint vielen Verbrauchern der gute alte Bausparvertrag. Dabei zahlst du in einer Ansparphase Geld an eine Bank oder Bausparkasse. Das angesparte Guthaben berechtigt dich zum Darlehen für eine Immobilie. Dieses Baudarlehen tilgst du zu einem festen Zinssatz. Das lohnt sich, weil die Zinsen derzeit niedrig sind.

Staatliche Zulagen für dein Zuhause

Für dein Darlehen kannst du dir staatliche Förderung sichern, den sogenannten Wohn-Riester. Darunter versteht man einen Riester-Vertrag, der explizit dem Erwerb von Wohneigentum dient. Statt einer klassischen Riester-Rente bekommst du also Riester-Förderung für die Baufinanzierung. Sie besteht in Zulagen zu deinen Einzahlungen und in Vorteilen bei der Einkommenssteuer.

Deshalb unterstützt der Staat den Erwerb einer Immobilie

Ein Riester-Vertrag kann dir helfen, das erforderliche Eigenkapital schneller anzusparen. Später, wenn du die Schulden für die Immobilie tilgst, geht die Förderung weiter. Der Staat bietet diese Unterstützung an, damit mehr Menschen im Alter mietfrei wohnen: Keine Miete bedeutet niedrige Fixkosten. Niedrige Fixkosten schützen vor Altersarmut. Das macht Wohn-Riestern zu einer Form der Altersvorsorge. Anbieter von Riester-Bausparverträgen müssen staatlich zertifiziert sein. Das entsprechende Gesetz trägt den klangschönen Namen Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz, kurz AltZertG.

Nur selbst wohnen macht froh

Einen Wohn-Riester-Vertrag solltest du nur abschließen, wenn du ganz sicher ein eigenes Zuhause erwerben oder bauen möchtest. Denn jährliche Zulagen zum Darlehen und Steuervorteile gibt es ausschließlich, wenn du deine Immobilie selbst bewohnst. Verkaufst du, geht die Förderung verloren und du musst alles zurückzahlen. Das gilt auch, wenn du umziehst und dein Haus oder die geförderte Eigentumswohnung vermietest.

Riestern in zwei Phasen

Sobald du deinen Wohn-Riester-Bausparvertrag unterschrieben hast, beginnt die Ansparphase. Das heißt, du zahlst an deinen Vertragspartner eine vertraglich vereinbarte Summe. Zusätzlich führst du Riester-Beiträge an ihn ab. Leistest du deinen Mindesteigenbeitrag, fließen im Jahr darauf die vollen Zulagen des Staates in deinen Vertrag. Zusammengerechnet bleiben bis zu 2.100 Euro pro Jahr steuerfrei.

Angenommen du steckst zehn Jahre lang den höchstmöglichen Betrag in den Bausparvertrag. Dann beläuft sich dein angespartes Kapital auf 21.000 Euro. Dieses Guthaben berechtigt dich zu einem Wohn-Riester-Darlehen von rund 49.000 Euro.

In der Baufinanzierung endet damit die Ansparphase. Du kaufst oder baust dein Eigenheim und zahlst das Darlehen ab. Deine Riester-Beiträge entrichtest du weiter und sicherst dir so auch künftig die Riester-Zulagen. Die Steuervorteile der Riester-Rentenversicherung kannst du ebenfalls wie gehabt nutzen.

Auf die Kosten achten

Viele Anbieter verlangen für einen Wohn-Riester-Bausparvertrag höhere Gebühren als für ein ungefördertes Darlehen. Sie begründen dies mit dem Verwaltungsaufwand. Das mag stimmen oder übertrieben sein – wichtig für dich ist die Kosten-Nutzen-Rechnung. Die Gesamtkosten deines Wohn-Riester-Darlehens sollten in einem guten Verhältnis zu den finanziellen Vorteilen stehen. Sich auf Dauer an einen Wohnort zu binden, ohne nennenswert zu profitieren, wäre ärgerlich.

Zusammenfassung

  • Staatliche Zulagen setzen einen bewussten Anreiz zum Bau beziehungsweise Erwerb einer Immobilie.
  • Wohn-Riester-Sparer profitieren von Zulagen und Steuervorteilen.
  • Die Immobilienfinanzierung mit einem Riester-Bausparvertrag kann zu höheren Gebühren führen.
  • Diese Kosten sollten mit der Förderung ins Verhältnis gesetzt werden.

So funktioniert die staatliche Förderung

Die Zulagen zum Wohn-Riester sind die gleichen wie zur klassischen Riester-Rente. Statt in die Rente fließen sie direkt in die Finanzierung des Eigenheims. Hier die wesentlichen Fakten:

  • Förderberechtigt sind Menschen, die aus einem sozialversicherungspflichtigen Einkommen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abführen.

  • Darlehensempfänger erhalten 175 Euro Grundzulage pro Jahr.

  • Hinzu kommen 300 Euro für jedes Kind, das ab 2008 zur Welt kam, und 185 Euro für Nachwuchs, der vor 2008 geboren wurde, aber noch zu Kindergeld berechtigt.

  • Die volle Förderung gibt es, wenn du genug in den Wohn-Riester-Vertrag einzahlst.

  • Von deinem Tilgungsbetrag bleiben bis zu 2.100 Euro im Jahr steuerfrei. Darin sind die Zulagen allerdings schon enthalten.

Die staatliche Unterstützung hilft bei der Tilgung der Bauschulden ebenso wie zuvor beim Sparen. Zudem verkürzt sie die Dauer der Ratenzahlung. Auf diese Weise sparst du mehrere Monate bis Jahre die Zinsen für das Darlehen.

Wie hoch die Förderung unterm Strich ausfällt, hängt vom Einkommen, von der familiären Situation und von den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Darlehensanbieter ab. Oft liegt die Summe aus Zulagen, Steuervorteilen und Zinsersparnis bei etlichen Tausend Euro. Wohn-Riestern kann sich also durchaus lohnen.

Diese Alternativen zur Baufinanzierung gibt es

Ein Riester-Guthaben muss nicht zwingend in eine neue Immobilie fließen. Riester-Sparer dürfen ihr Kapital auch verwenden, um ein bereits erworbenes Zuhause abzuzahlen. (Du musst dein Eigentum allerdings nach 2007 erworben haben.) Außerdem ist ein barrierefreier Umbau förderfähig. Das Riester-Bausparen kann also beispielsweise dazu dienen, einen Treppenlift einzubauen. 

Mehr noch: Die Förderung ist unabhängig vom Riester-Produkt. Solltest du über eine klassische Riester-Rente verfügen oder einen Riester-Banksparplan abgeschlossen haben, darfst du einen bestimmten Betrag entnehmen.

Zusammenfassung

  • Die Wohn-Riester-Förderung fließt in der gleichen Höhe wie bei anderen Riester-Sparverträgen.
  • Auch die Zielgruppe des Wohn-Riester ist die gleiche wie bei der klassischen Rente: Förderfähig sind Menschen, die in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen.
  • Alternativ zum Kauf oder Bau einer Immobilie kann das Riester-Darlehen auch dem altersgerechten Umbau dienen.

Dein Vorteil: Niedrigzinsen und konstante Raten

Für Darlehen fallen Zinsen an. Das gilt auch für Riester-Darlehen. Beim Abschluss deines Vertrags schreibst du gemeinsam mit der Bank oder Bausparkasse den Zinssatz fest, der dann für einen gewissen Zeitraum gilt. Diese Zinsbindung dauert in der Regel zehn Jahre. Du findest aber auch Angebote mit einer Zinsbindung von 15 oder 20 Jahren. Darauf einzugehen, kann sich lohnen, denn aktuell befinden sich die Zinsen auf historisch niedrigem Niveau.

Konditionen mit Forward-Darlehen festschreiben

Ideal wäre momentan eine Zinsbindung über die gesamte Laufzeit. Das ist aber nicht immer realistisch. Eventuell benötigst du länger als 10, 15 oder 20 Jahre, um dein neues Zuhause abzuzahlen. Oder du brauchst nach dem ersten Darlehen eine Anschlussfinanzierung. Dann wird die Bank die Zinsen gegebenenfalls deutlich nach oben anpassen. Deine Baufinanzierung wird teurer.

Du hast nun die Möglichkeit, dir für die Anschlussfinanzierung einen neuen Anbieter zu suchen und deiner Bank zu kündigen. Nach zehn Jahren Laufzeit ist das erlaubt. Du kannst der Zinserhöhung aber auch vorbeugen.

Das Instrument dazu ist das Forward-Darlehen. Dieses Konstrukt gleicht einer Wette auf die künftige Zinsentwicklung. Du sicherst dir beispielsweise zwei Jahre vor Ablauf deines ersten Baudarlehens einen bestimmten Zinssatz für das zweite. Dafür verlangt die Bank einen gewissen Aufschlag. Lässt du dich auf diese Wette schon drei Jahre vor Ablauf ein, sinkt der Aufschlag. Je stärker die Zinsen später steigen, desto vorteilhafter ist diese Form der Finanzierung.

Deshalb ist die Tilgung planungssicher

Dein Darlehen tilgst du in Raten, die sich aus einem Tilgungsanteil und dem Zinsanteil zusammensetzen. Im Unterschied zum Kredit bleiben diese Raten beim Baudarlehen konstant. Fachleute haben sich für diese Form der Finanzierung das Wort Annuitätendarlehen ausgedacht.

Annuität kommt von lateinisch „annus“ für „Jahr“. Du zahlst deine Schulden aber in monatlichen Raten ab, denn deine Jahresraten werden auf die Monate heruntergebrochen. Ein Wohn-Riester-Annuitätendarlehen schützt vor bösen Überraschungen. Du weißt genau, wie viel du der Bank im Monat schuldest.

Zusammenfassung

  • Bei Vertragsschluss vereinbarst du einen festen Zinssatz für die Tilgung deines Darlehens.
  • Für eine Anschlussfinanzierung eignet sich eventuell ein Forward-Darlehen.
  • Das Darlehen wird in konstanten Raten getilgt.

Lohnt sich der Wohn-Riester?

Der Wohn-Riester dient ausschließlich der Finanzierung einer selbst genutzten Immobilie; die Förderung besteht aus Zulagen und Steuervorteilen und ist somit eine große Hilfe auf dem Weg zum Eigenheim. Wenn du noch Fragen zum Wohn-Riester hast, kannst du dich an die CLARK Experten wenden. Wir helfen dir mit persönlicher und unverbindlicher Beratung dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

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Alexander
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