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Private Rentenversicherung: Was du zur Steuer wissen musst

Eine private Rentenversicherung bringt einige steuerlichen Besonderheiten mit sich. Alles Wichtige zum Thema und viele praktische Spartipps findest du hier.

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Das Wichtigste in Kürze

Eine private Rentenversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung deiner Altersvorsorge sein. Sie bringt allerdings steuerliche Besonderheiten mit sich, die du kennen solltest. Mit einigen Tricks lässt sich dann steuerlich das Meiste aus deiner Rente herausholen.

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Die Beiträge zu einer Rentenversicherung kannst du teilweise in der Steuererklärung geltend machen.

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Weiterhin gibt es Rentenmodelle, die durch den Staat steuerlich gefördert werden.

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Allerdings können auf die Rente selbst oder auf Erträge aus der Versicherung zusätzliche Steuern anfallen.

Die Beiträge zur privaten Rentenversicherung

Sind die Beiträge für die Versicherung steuerlich absetzbar?

Da die gesetzliche Rentenversicherung oft nicht ausreicht, um im Alter den Lebensstandard halten zu können, wird eine private Altersvorsorge empfohlen. Auch der Staat will Personen belohnen, die sich zusätzlich zur gesetzlichen Rente privat absichern. Deshalb winken ihnen steuerliche Vorteile, auch bei privaten Rentenversicherungen.

In der Praxis bedeutet das: Du kannst einige der Ausgaben für die gesetzliche, aber auch für eine private Rentenversicherung bis zum Höchstbetrag steuerlich absetzen. Dieser lag im Jahr 2021 bei 25.406 Euro pro Person beziehungsweise beim doppelten Wert für ein Ehepaar. Bei der gesetzlichen Rentenversicherung verringert sich der absetzbare Betrag, sofern dein Arbeitgeber einen steuerfreien Anteil der Kosten trägt.

Als Grundregel gilt bei der Steuer: Vorsorgeaufwendungen können bis zum eigenen Höchstbetrag abgesetzt werden, wenn diese zu Altersvorsorge- oder sonstigen Vorsorgeaufwendungen zählen.

Die private Rentenversicherung in der Steuererklärung eintragen

Um Beiträge zur Rentenversicherung geltend zu machen, musst du diese in der Steuererklärung richtig eintragen. Ebenso wie andere Altersvorsorgeaufwendungen trägst du sie in der Anlage Vorsorgeaufwand ein.

Wichtig ist, den Höchstbetrag voll auszuschöpfen, um maximal von deinen steuerlichen Möglichkeiten zu profitieren. Allerdings ist dieser Höchstbetrag oft bereits durch die gesetzliche Altersvorsorge erreicht, sodass du nicht immer steuerlich von der privaten Rentenversicherung profitierst.

Außerdem musst du nach der Art der Rentenversicherung unterscheiden:

  • Eine klassische Lebensversicherung ist keine Altersvorsorge, sondern eine Absicherung für Hinterbliebene im Todesfall. Sie kann steuerlich nicht berücksichtigt werden.

  • Eine Risikolebensversicherung zählt als Vorsorgeaufwendung und kann in den Sonderausgaben eingetragen werden. Dabei gelten Maximalbeträge von 1.900 Euro pro Jahr für Arbeitnehmer beziehungsweise 2.800 Euro pro Jahr für Selbstständige.

  • Eine Kapitallebensversicherung ist eine Form der Altersvorsorge, sofern sie für mindestens zwölf Jahre abgeschlossen wird. Sie kann als Sonderausgabe in der Steuererklärung aufgeführt werden, wenn der Vertragsbeginn und die erste Beitragszahlung vor dem Jahr 2005 stattfanden. Seither werden kapitalbildende Versicherungen als reine Geldanlage gewertet und nicht mehr steuerlich berücksichtigt.

In der Theorie wirken sich private Rentenversicherungen steuerlich günstig aus. In der Praxis kannst du jedoch nur wenige Versicherungen absetzen, zumal die gesetzliche Rentenversicherung oft bereits die Grenzen ausreizt.

Sonderfall: Steuervorteile bei der Riester-Rente und Rürup-Rente

Private Rentenversicherungen gehören, ebenso wie Lebensversicherungen, zu den nicht geförderten Vorsorgearten. Legst du bei deiner Altersvorsorge hauptsächlich wert auf Steuervorteile, sind die Riester-Rente und Rürup-Rente deshalb die bessere Wahl. Sie werden vom Staat auch mit Zulagen gefördert.

Allerdings gibt es einen grundlegenden Unterschied: Die Rürup-Rente gilt als Basisversorgung und wird daher auch Basis-Rente genannt. Die Riester-Rente fällt hingegen in den Bereich der staatlich geförderten Versorgung. Es lohnt sich daher ein genauerer Blick auf die beiden Sonderfälle unter den privaten Rentenversicherungen:

Die Riester-Rente

Es gibt verschiedene Arten der Riester-Rente, bei denen du Anspruch auf eine Riester-Förderung hast. Dazu gehören der Riester-Renten-Vertrag, der Fondssparplan oder der Wohn-Riester. Du erhältst jeweils Zulagen vom Staat und kannst Steuervorteile geltend machen.

Mit Erreichen einer bestimmten Altersgrenze wird dir schließlich eine lebenslange, monatliche Rentenzahlung gewährt. Zudem kannst du das Vertragsguthaben abzüglich der Förderung vererben oder im Todesfall übertragen.

Deine freiwilligen Beiträge zur Riester-Rente kannst du bis zu 2.100 Euro pro Jahr als Sonderausgaben absetzen. Die Riester-Beiträge trägst du in deiner Steuererklärung in der Anlage AV ein. Das Finanzamt übernimmt die Berechnung deines Zulagenanspruchs.

Die Rürup-Rente

Die Rürup-Rente gewährt dir ebenfalls eine Rentenzahlung, sobald du die vertraglich festgelegte Altersgrenze erreicht hast. Sie ist als Basisvorsorge für Selbstständige gedacht, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Dennoch kann jeder andere Erwerbstätige die Rürup-Rente und ihre Vorteile bei der Besteuerung sowie die staatliche Förderung in Form von steuerfreien Zuschüssen nutzen. Als geförderte Altersvorsorge kannst du die Beiträge als Sonderausgabe angeben, wobei 90 Prozent (2020) bzw. 92 Prozent (2021) vom Finanzamt anerkannt werden.

Bis zum Jahr 2025 steigt dieser Satz um zwei Prozentpunkte pro Jahr. Dann wird die Rürup-Rente vollständig angerechnet. Allerdings musst du die Rente, die du aus dem Rürup-Vertrag erhältst, später versteuern. Hier gilt aktuell noch ein ermäßigter Steuersatz 81 Prozent (2021). Dieser steigt jedoch jedes Jahr um 1 Prozent an. Ab 2040 wird die Auszahlung aus der Rürup-Rente dann zu 100 Prozent besteuert werden.

Zusammenfassung

  • Eine Rentenversicherung kannst du als Sonderausgabe steuerlich geltend machen.
  • Vorteile bei der Besteuerung erhältst du in der Praxis aber selten, da die gesetzliche Rentenversicherung die Grenzen bereits ausreizt.
  • Mit einer Riester- oder Rürup-Rentenversicherung kannst du bei der Steuer besser sparen, und zwar in Form von steuerfreien Zulagen und Steuervorteilen.

Steuerliche Behandlung der Rentenzahlung

Wird eine private Rente versteuert – und wie?

Das Rürup-Beispiel zeigt, dass nicht nur die Beiträge einer privaten Versicherung steuerliche Auswirkungen haben, sondern auch die Rente selbst. Die Rentenzahlung ist nämlich steuerpflichtig. Auf sie wird eine sogenannte Besteuerung auf den Ertragsanteil angewandt.

Das gilt für alle Renten ab dem Jahr 2005. Welcher Ertragsanteil wie besteuert wird, ist gesetzlich festgeschrieben und lässt sich im Detail dem EStG entnehmen. Betroffen sind in jedem Fall Renten, die von privaten Versicherungen lebenslang gezahlt werden.

Zum Rentenbeginn ist der Ertragsanteil am höchsten. Er sinkt mit steigendem Lebensalter der Rentner. Außerdem ist der persönliche Steuersatz für die Höhe der Besteuerung entscheidend.

Einmalige Auszahlung: Eine bessere Alternative?

Bei vielen privaten Rentenversicherungen ist auch die einmalige Auszahlung des Kapitals möglich. Allerdings bringt sie finanzielle Nachteile mit sich: Seit 2005 ist sie vollständig steuerpflichtig. Dafür wird ein pauschaler Abgeltungssteuersatz in Höhe von 25 Prozent angesetzt. Hinzu kommen gegebenenfalls die Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag.

Es gibt jedoch eine Ausnahme von dieser Regel: Einmalige Auszahlungen werden geringer besteuert, wenn die Versicherung über mindestens zwölf Jahre lief und der Versicherte das 62. Lebensjahr abgeschlossen hat. Für Verträge, die vor 2012 abgeschlossen wurden, liegt diese Altersgrenze beim 60. Lebensjahr. In diesem Ausnahmefall zahlst du bei einer direkten Auszahlung nur die Hälfte deines persönlichen Steuersatzes auf die Erträge.

Zusammenfassung

  • Um deine Steuervorteile nicht zu verlieren und bestmöglich zu nutzen, ist die Art der Auszahlung bei der Rente relevant.
  • Eine private Rente wird nach dem Ertragsanteil versteuert, wenn sie monatlich ausbezahlt wird.
  • Einmalige Rentenzahlungen sind nicht mehr steuerfrei, sondern bringen häufig Nachteile mit sich.
  • Einmalige Zahlungen werden nur in Ausnahmefällen günstiger besteuert.
  • Prüfe daher, ob die Steuer über den Ertragsanteil oder per Einmalauszahlung günstiger ausfällt. Achte auch darauf, dass du deine Beiträge richtig in der Steuererklärung angibst.

Eine Private Rentenversicherung abschließen

Eine private Rentenversicherung abzuschließen kann ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung und Unabhängigkeit im Alter sein, den man gar nicht früh genug gehen kann. Neben der lebenslangen Rente in einer vereinbarten Höhe hast du auch einen freien Gestaltungsspielraum über deinen monatlichen Beitrag. Du bist flexibel mit deinen Einzahlungen und kannst deine Rente daher an deine aktuellen Lebensverhältnisse anpassen. Da du dich mit einem Abschluss jedoch sehr lange an einen Versicherungsanbieter bindest, sollte dieser Schritt am besten gut durchdacht sein.

Lass dich deshalb unbedingt beraten. Unsere CLARK-Experten helfen dir gerne dabei, den richtigen Anbieter zu finden. Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt. So gehst du vor:

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Alexander
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