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Fondsgebundene Renten­­versicherung

Alters­vorsorge mit ETFs

Private Alters­vorsorge ist heute wichtiger denn je. Mit der fondsgebundenen Renten­versicherung kannst du mit ETFs ertragreich vorsorgen.
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Das Wichtigste in Kürze

Da die gesetzliche Rente als Alters­vorsorge nicht ausreicht, solltest du zusätzlich eine private Alters­vorsorge abschließen. Versicherungen wie Renten- oder Lebens­versicherungen sind dafür eine Möglichkeit. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, zum Beispiel als fondsgebundene Renten­versicherung. Diese Anlageform erfreut sich derzeit steigender Beliebtheit.

  1. Die fondsgebundenen Renten­versicherung basiert auf einem (ETF-)Fondssparplan.
  2. Du kannst durch einen langen Anlagezeitraum hohe Rendite erwirtschaften, unterliegst dabei jedoch auch den natürlichen Schwankungen des Kapitalmarktes.
  3. Diese Form der Renten­versicherung ermöglicht dir in Zeiten von niedrigen Zinsen und hoher Inflation das optimale Schließen deiner Rentenlücke.

Fondsgebundene Renten­versicherung: Warum privat vorsorgen?

Die private Renten­versicherung stellt für dich eine Ergänzung zur gesetzlichen Renten­versicherung dar. Sie ist neben der Riester-Rente, der Rürup-Rente oder der betrieblichen Alters­vorsorge eine Form der privaten Altersvorsorge. Und so eine Ergänzung brauchst du auch. Denn die Problematik bei der gesetzlichen Rente ist, dass die Rentenhöhe für eine Absicherung im Alter nicht ausreicht – du wirst deinen Lebensstandard allein mit der gesetzlichen Rente nicht aufrecht erhalten können. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Darum ist eine private Alters­vorsorge so wichtig
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Der demografische Wandel und die Silver Society

Deutschland zeigt, dass das System der Deutschen Renten­versicherung und die damit verbundene Alters­vorsorge auf Dauer nicht mehr funktionieren. Unser Rentensystem ist umlagefinanziert. Das heißt: Die heutigen Beitragszahler zahlen die Renten der heutigen Rentner. Und gehst du einmal in Rente, zahlen die Jüngeren für dich. Dieses Versprechen geht nur leider schon seit langem nicht mehr auf. Das Rentenniveau sinkt zunehmend, weshalb auch deine zu erwartende Rente sinkt. Wir leben in einer Silver Society, d.h. Menschen werden tendenziell immer älter, ohne dass genügend jüngere nachgeboren werden. Das kann das derzeitige Rentensystem nicht mehr auffangen. Die Folge: Das Rentenniveau, also das Verhältnis zwischen Löhnen und Rentenhöhe, sinkt. Schon heute beträgt das Rentenniveau nur 48 % des Durchschnittsverdiensts. Und es soll weiter sinken: bis auf 43 % des Durchschnittsverdiensts.

Das bedeutet schon heute: Wenn du 45 Jahre lang das derzeitige Durchschnittseinkommen von 41.500 Euro verdient hast, erhältst du im Alter gerade einmal 18.470 Euro als Rentenzahlung. Das entspricht einer monatlichen Rente von etwas mehr als 1.500 Euro – und davon gehen noch Steuern und Sozialabgaben ab.

Grafik, die zeigt, wie Geld durch Inflation über die Jahre an Kaufkraft verliert

Deine Rentenlücke vergrößert sich Jahr für Jahr

Die Rentenlücke stellt die Differenz zwischen deinem aktuellen Nettoeinkommen und deiner tatsächlich zu erwartenden gesetzlichen Rentenleistung dar. Um deinen Lebensstandard im Alter aufrecht halten zu können, ist es unerlässlich, privat vorzusorgen. Denn die gesetzliche Rente erreicht nie die Höhe deines vorherigen Gehalts. Sie ist eher nur halb so hoch wie dein derzeitiges Gehalt. Sich deshalb ausschließlich auf die gesetzliche Absicherung zu verlassen, wird dir im Alter zum Nachteil. Und je länger du abwartest, desto größer wird die Lücke, die du durch eine private Alters­vorsorge schließen musst.

Selbstständige erhalten gar keine gesetzliche Rente

Als Arbeitnehmer zahlst du jährlich in die gesetzliche Renten­versicherung ein. Doch wie verhält es sich mit Selbstständigen? Von ihnen wird keine pflichtmäßige Einzahlung in die gesetzliche Renten­versicherung getätigt, weshalb eine private Alters­vorsorge besonders sinnvoll ist. 

Denn die Folge der fehlenden gesetzlichen Leistung ist, dass du im Alter gar keine Rentenleistung erhältst. Hier gilt es im besonderen Maße, privat vorzusorgen, denn du bist im Alter nicht abgesichert, wirst im negativsten Fall auf soziale Unterstützung angewiesen sein. 

Die private Renten­versicherung schließt die Rentenlücke

Private Vorsorge ist unerlässlich, um auch im Ruhestand sein gewohntes Leben beibehalten zu können. Unter allen Formen der privaten Alters­vorsorge sticht die private Renten­versicherung dabei besonders durch ihre Flexibilität hervor. Denn hier entscheidest du, wie viel Geld du anlegen möchtest, wie häufig du einzahlst und wie du das Geld anlegen möchtest. Auch der Auszahlungszeitpunkt ist frei von dir bestimmbar, ebenso wie die Art der Auszahlung. Du entscheidest zwischen Kapitalauszahlung, Ratenzahlung oder lebenslanger Rente. Und das beste: Auf die Auszahlung fallen weit weniger Steuern an als bei anderen Altersvorsorgemodellen. Denn die Private Renten­versicherung wird nur mit dem viel geringeren Ertragsanteil besteuert.

Zusammenfassung

  • Die gesetzliche Rente reicht nicht aus: Die fondsgebundene Renten­versicherung schließt deine Rentenlücke und sorgt dafür, dass du deinen Lebensstandard im Alter halten kannst.
  • Durch die SilverSociety sinkt jährlich das Rentenniveau, denn die Anzahl der Rentner pro Erwerbstätigem verdoppelt sich langfristig.
  • Du bist Selbstständig? Dann erhältst du keine gesetzliche Rente. Der Weg der privaten Alters­vorsorge ist unerlässlich.

Wie funktioniert die fondsgebundene Renten­versicherung?

Warum fondsgebunden – und nicht die „alte Klassik“?

Mit der „alten Klassik“ wird dir ein klassisches Anlagekonzept ermöglicht, denn du wählst eine private Absicherung mit einer garantierten Verzinsung – dem sogenannten Garantiezins. Der vereinbarte Garantiezins bleibt über deine gesamte Vertragslaufzeit gleich. Der Vorteil, den du dabei hast, ist, dass du bereits bei Vertragsabschluss deine Mindestrente einsehen kannst. 

Viele Versicherer bieten die klassische Lebens­­versicherung nicht mehr an, denn das Niedrigzinsumfeld und der garantierte Zinssatz sind zu gering. Die untenstehende Grafik zeigt die Entwicklung des fest vereinbarten Garantiezinses über die letzten Jahre. Im Jahr 2022 hat er das bisherige Minimum von 0,25 % erreicht.

Aus diesem Grund bietet dir eine kapitalmarktnahe Alters­vorsorge die Möglichkeit an der langjährigen Entwicklung des Aktienmarktes zu partizipieren.

Was ist die fondsgebundene Renten­­versicherung und wie funktioniert sie?

In dem Modell der fondsgebundenen Renten­­versicherung hast du die Möglichkeit, an den aussichtsreichen Chancen des Kapitalmarktes zu partizipieren. Während des langen Anlagezeitraums investiert der Versicherer dein Anlagevermögen in Fonds unterschiedlichster Art und Güte – je nach deiner Präferenz. Dadurch findet zudem auch der Zinseszinseffekt Anwendung, welcher bei der Klassik aufgrund des Niedrigzinsumfeldes sowie der Kosten kaum zu Buche schlägt. Zwar bietet diese Alternative keine vorab garantierte Rentenhöhe, allerdings sind die Renditechancen um ein Vielfaches höher.

Versicherer bieten unterschiedliche Möglichkeiten der Kapitalanlage, was auch mit unterschiedlich hohen Kosten einhergeht. Weiterhin kannst du je nach Risikoaffinität verschiedene Fondsklassen auswählen und bei Bedarf auch kostenlos umschichten. Um Gewinnverluste durch einen Börsencrash kurz vor Rentenbeginn zu vermeiden, schichtet deine Versicherung automatisch umso mehr Anteile deines Rentenguthabens in risikoärmere Anlageklassen um, je näher du dem Renteneintritt kommst.

Die Kapitalmarktentwicklung lässt sich eindrucksvoll am Deutschen Aktienindex (DAX) ablesen. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 hat der DAX jährlich rund 7,5 Prozent zugelegt.

Viele Menschen nutzen deshalb den sogenannten Fondssparplan beziehungsweise ETF-Sparplan, um über einen langen Zeitraum ein Vermögen aufzubauen. Durch monatliche Zahlungen, die in Fonds angelegt werden, wird eine Rendite erwirtschaftet.

Exchange-Traded-Fund (ETF)? Was genau ist eigentlich ein „ETF“?

Wenn du dich mit Themen wie Finanzen, Geldanlage oder Altersvorsorge auseinandersetzt, kommst du an den Begriffen wie dem ETF (Exchange-Traded-Fund) derzeit nicht vorbei. Es handelt sich dabei um börsengehandelte Investmentfonds, sprich jeder ETF ist ein Fonds, aber nicht jeder Fonds ist ein ETF.

Diese gibt es in unterschiedlicher Zusammensetzung, die jeweils einen Wertpapierindex nachbilden. Anstatt also einzelne Positionen aktiv zu handeln, werden die Aktien passiv verwaltet und ahmen die Entwicklung des ausgewählten Wertpapierindexes nach. Beliebt ist zum Beispiel der MSCI World oder die Anlage ausgerichtet am S+P 500 – den 500 größten Unternehmen der USA. Der ETF wird daher auch gerne als Indexfonds bezeichnet.

Welche Chancen bringt die fondsgebundene Renten­versicherung?

Jede Form der fondsgebundenen Renten­versicherung bietet dir gewisse Vorteile. Dazu gehören:

  • Höhere Renditechancen: Du kannst auf einen garantierten Rentenfaktor verzichten, wodurch die Renten­versicherung mehr Rendite erwirtschaften kann als eine klassische Renten­versicherung. Es handelt sich daher um eine gute Möglichkeit, um Kapital zu bilden. Aber auch die „sichere“ Variante mit Garantie kann gewählt werden.
  • Flexibilität: Dieses Kapital kannst du dir zum Rentenbeginn einmalig oder als monatliche Rente auszahlen lassen. Je nach Vertrag, kannst du flexible Änderungen vornehmen, zum Beispiel bei der Höhe der Beiträge. So ist oftmals eine freiwillige Zuzahlung oder eine Beitragsfreistellung möglich. Flexibilität genießt du außerdem, indem du das ETF-Portfolio selbst auswählen kannst. So bestimmst du in einem gewissen Ausmaß eigenständig, wie viel Risiko du eingehen möchtest. Selbst bestimmen kannst du außerdem den gewünschten Rentenbeginn.
  • Steuervorteile: Du genießt mit fondsgebundenen Renten­versicherungen steuerliche Vorteile. Zwar erhältst du keine direkte Förderung durch staatliche Zulagen wie bei einer Riester-Rente oder Rürup-Rente, doch zahlst du nur einen geringen Steuersatz auf den Ertragsanteil.

Die größten Chancen liegen bei der Renten­versicherung mit ETFs für die Anleger daher in der Rendite, dem Zinseszinseffekt, der Flexibilität und den Steuervorteilen.

Wo liegen die Herausforderungen für dich als Versicherungsnehmer?

Allerdings bringen Renten­versicherungen, die auf Fonds basieren, auch gewisse Herausforderungen und einen langen Atem mit sich:

  • Verlustrisiken: Verluste lassen sich niemals ausschließen und vor allem, wenn die Kurse zum Zeitpunkt der Auszahlung schlecht stehen, kannst du ein Minusgeschäft machen. Du hast jedoch zwei Optionen für mehr Sicherheit, und zwar eine Garantie, zum Beispiel eine 50- oder 100-prozentige Beitragsgarantie, oder die Option, fünf Jahre vor Rentenbeginn das Geld automatisch in eine sichere Anlage umzuleiten.
  • Lange Laufzeiten: Um die Verlustrisiken zu minimieren, empfehlen sich lange Vertragslaufzeiten. Denn über einen langen Zeitraum hinweg, sind Verluste unwahrscheinlich. Es handelt sich bei den ETFs daher vor allem um eine Anlagestrategie für Verbraucher mit langem Atem, die über Jahrzehnte hinweg in die private Renten­versicherung einzahlen wollen. In der Regel wird von einer optimalen Laufzeit von mindestens 20 Jahren ausgegangen. Bedenke: Da es sich um deine Alters­vorsorge handelt, sollte ein langer Anlagehorizont Teil deiner Strategie sein.
  • Gebundenheit: Durch diese lange Laufzeit bindest du dich an den Versicherer sowie den jeweiligen Tarif. Wird die Rente durch eine Kündigung vorher ausgezahlt, sind zwar Gewinne, aber auch Verluste möglich. Zudem ist ein Wechsel des Anbieters im Regelfall ausgeschlossen.

Um die Herausforderungen zu meistern und bestmöglich von den Vorteilen zu profitieren, ist daher die Auswahl der richtigen Renten­versicherung wichtig. Eine lange Ausdauer und ein stetiges einzahlen lohnt sich, denn grundsätzlich sollte jede Form der privaten Alters­vorsorge auf einem langen Anlagezeitraum basieren. Mit der Beratung unserer CLARK Expert:innen bist du jederzeit auf der richtigen Seite und sicherst deine Alters­vorsorge mit dem Produkt ab, welches am besten zu dir und deiner Risikoaffinität passt.

Wann sich der Abschluss für Versicherte besonders lohnt

Die ETF-Renten­versicherung ist aufgrund ihrer Herausforderungen nicht frei von Kritik. Dennoch gibt es Personen, die von dieser Vorsorge optimal profitieren können. Das gilt vor allem, wenn noch nicht zusätzlich zu den gesetzlichen Ansprüchen aus der Renten­versicherung vorgesorgt wurde.

Sinnvoll ist dann, eine sichere Geldanlage mit einem renditestarken Versicherungsvertrag zu kombinieren. Durch die lebenslange Rentenzahlung aus der fondsgebundenen Renten­versicherung kann der Versicherungsnehmer seinen Lebensunterhalt im Alter sichern. Dadurch lassen sich zudem niedrige Zinsen aus der gesetzlichen oder einer klassischen privaten Renten­versicherung ausgleichen –ETFs sind somit eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Renten­versicherung.

Zusammenfassung

  • Die ETFs sind somit eine flexible Alters­vorsorge mit vielen Vorzügen wie guten Renditechancen oder Steuervorteilen.
  • Bei einer fondsgebundenen Versicherung wird somit die Geldanlage in Fonds mit klassischen Versicherungsleistungen kombiniert.
  • Wägt man Chancen und Herausforderungen gegeneinander ab, dann überwiegen der langfristige Vermögensaufbau und somit die Chancen durch die Partizipation des Kapitalmarktes in jedem Fall.

Renteneintritt? Deine Auszahlung leicht gemacht

Die Art der Auszahlung kannst du frei wählen

Ein großes Maß an Flexibilität gilt für dich nicht nur bei der Einzahlung, sondern auch im Fall der Auszahlung deines Kapitals. Deine Höhe der Rente fällt je nach gewähltem Tarif unterschiedlich für dich aus. Allerdings kannst du vor Ablauf deines Vertrages zwischen zwei Auszahlungsarten wählen: Zum einen kannst du dich für die lebenslange Rente entscheiden. Zum anderen hast du die Möglichkeit, eine einmalige Kapitalabfindung zu erhalten.

Steuerliche Aspekte rund um private (fondsgebundene) Renten­versicherungen

Mit der Steuer ist ein wichtiges Stichwort gefallen. Nicht nur bei der Kündigung oder dem Verkauf einer privaten Renten­versicherung werden diese nämlich relevant, sondern auch, wenn du mit den Fonds Gewinne erwirtschaftest.

Du musst daher bei deiner Entscheidung auch steuerliche Aspekte beachten, sei es beim Rentenbeginn, beim Verkauf oder der Kündigung. Diese sehen für Rentenverträge, die ab dem Jahr 2005 oder später abgeschlossen wurden, wie folgt aus:

  • Einmalige Ausschüttung: Entscheidest du dich für die einmalige Auszahlung durch den Versicherer zum Rentenbeginn, wie vertraglich vereinbart, oder vorzeitig durch eine Kündigung, findet eine pauschale Versteuerung statt. Das bedeutet: Der erhaltene Betrag oder Rückkaufswert wird mit einem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent belastet. Eine steuerliche Vergünstigung erhältst du nur, wenn die Versicherung mindestens zwölf Jahre aktiv war und du mindestens 60 Jahre alt bist beziehungsweise 62 Jahre für Verträge ab dem Jahr 2012. In diesem Fall musst du lediglich die Hälfte des Ertrags mit deinem persönlichen Steuersatz versteuern.
  • Kündigung: Wenn du die Versicherung kündigen möchtest, greifen dieselben steuerlichen Regelungen wie bei einer einmaligen Auszahlung.
  • Rentenbezug: Lässt sich der Versicherungsnehmer hingegen eine monatliche Rente auszahlen, wird nur Ertragsanteil zum persönlichen Steuersatz versteuert.

Wenn du eine Lebens­versicherung oder Renten­versicherung vorzeitig kündigen willst, solltest du dich also über die steuerlichen Besonderheiten informieren, um die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Dabei kann es sich gegebenenfalls auch um eine der genannten Alternativen wie eine Beitragsfreistellung handeln.

Zusammenfassung

  • Ein hohes Maß an Flexibilität besitzt du nicht nur bei der Aus-, sondern auch bei der Einzahlung.
  • Du kannst dich zwischen einer lebenslangen Rente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung entscheiden.
  • Beachte die steuerlichen Aspekte: Hier bestehen je nach Auszahlungsart einige Unterschiede.

In allen Lebensphasen – volle Flexibilität

Private Renten­versicherung – Größte Flexibilität bei der Altersvorsorge
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Kann die Renten­versicherung gekündigt werden?

Eine Kündigung ist zwar mit einer Kündigungsfrist möglich, die du dem Vertrag entnehmen kannst. Doch die Kündigung kann die teuerste Möglichkeit sein und sollte bei der Versicherung mit Fonds sorgfältig abgewogen werden. Denn beim Kündigen erhältst du nicht das tatsächliche Kapital und die Rendite, die du für deine private Rente angespart hast, sondern nur den individuellen Rückkaufswert.

Dieser wird beim Abschluss im Vertrag vereinbart und verändert sich jährlich. Der aktuelle Rückkaufswert liegt vor allem in den ersten Jahren deutlich unter dem eigentlichen Wert, da die Abschluss- und Verwaltungskosten anteilig abgezogen werden. Anschließend kann die Kündigung ein Plus bedeuten, wenn die Kurse günstig stehen.

Andernfalls ist eine alternative Lösung sinnvoller, beispielswiese die Versicherung beitragsfrei zu stellen, den Beitrag zu verändern oder das benötigte Kapital zu entnehmen – all das ist monatlich möglich, was dir maximale Flexibilität bietet.

Flexibilität durch Beitragsfreistellung

Eine Option, welche die Versicherer anbieten, ist die Beitragsfreistellung. Dass das Leben unvorhersehbare Veränderungen mit sich bringen kann, das haben viele nicht zuletzt in der Coronapandemie erfahren müssen. Das kann die Arbeitslosigkeit oder ein finanzieller Engpass sein. Der Vorteil für dich bei der Beitragsfreistellung ist, dass dein Guthaben bestehen bleibt, sich weiter verzinst und du die Möglichkeit hast, die Beitragszahlung wieder aufzunehmen, wenn sich deine private Situation ändert.

Zusammenfassung

  • Wenn sich deine persönlichen Umstände verändern, hast du verschiedene Möglichkeiten, die private Renten­­versicherung daran anzupassen.
  • Eine Kündigung deiner langfristigen Altersvorsorgeverträge sollte immer die letzte Option sein.
  • Eine Beitragsfreistellung ist immer besser als eine Kündigung, denn deine bisher eingezahlten Beiträge bleiben erhalten und entwickeln (verzinsen) sich entsprechend des von dir gewählten Anlagekonzepts weiter.

Sicher deine Hinterbliebenen ab

Schutz der Hinterbliebenen ist möglich 

Prinzipiell sieht die private Renten­­versicherung keinen Schutz der Hinterbliebenen vor. Dementsprechend gehen deine eingezahlten Beiträge vor beziehungsweise nach Renteneintritt an die Versicherungsgemeinschaft über. Grundsätzlich vereinbarst du deinen Versicherungsschutz bis zum Tod. Eine Absicherung der Hinterbliebenen stellt eine sinnvolle vertragliche Ergänzung dar und kann wie folgt aussehen:

Während der Ansparphase

Vor Renteneintritt kannst du eine Beitragsrückgewähr im Todesfall vereinbaren. In diesem Fall erhalten deine Hinterbliebenen die eingezahlten Prämien sowie die bis dahin durch den Versicherer erwirtschafteten Überschüsse. Handelt es sich um eine fondsgebundene Renten­­versicherung, so wird das zu dem Zeitpunkt fällige Fondsguthaben ausbezahlt.

Während der Rentenphase

Befindet sich dein Vertrag bereits in der Auszahlungsphase, kannst du dich sowohl für die Beitragsrückgewähr als auch für die Rentengarantiezeit entscheiden. Bei der Beitragsrückgewähr wird das angesparte Kapital im Todesfall an deine Hinterbliebenen ausbezahlt. Hast du eine Sofortrente abgeschlossen, welche einen Todesfallschutz beinhaltet, dann stellt die Summe der Einmalzahlung das Kapital dar. Bei der Rentengarantiezeit wird deinen Hinterbliebenen eine Fortsetzung der Rentenzahlung zugesichert, auch wenn du ablebst. Bei Vertragsabschluss kannst du den Zeitraum der Rentengarantiezeit festlegen und individuell vereinbaren. 

Welche Alternativen gibt es für die private Altersvorsorge?

Es gibt durchaus Alternativen für die Altersvorsorge, um die gesetzliche Rente aufzustocken. Dazu gehört zum Beispiel die Rürup-Rente, die betriebliche Altersvorsorge oder das Riestern. Trotzdem erfreuen sich die fondsgebundenen Renten­versicherungen nicht ohne Grund so großer Beliebtheit.

Vor allem passive Fonds in Form von ETFs bringen nämlich zahlreiche Vorteile mit sich und können individuell angepasst werden: Dadurch hast du hohe Renditechancen, aber dennoch Sicherheit und eine garantierte Rente.

Zusammenfassung

  • Grundsätzlich sieht die private Renten­­versicherung keinen Hinterbliebenenschutz vor.
  • Während der Ansparphase kannst du beispielsweise eine Beitragsrückgewähr im Todesfall als Absicherungsbaustein vereinbaren oder vorab innerhalb der Rentenphase die Möglichkeit, dich zwischen der Rentengarantiezeit zu entscheiden.
  • In einigen Fällen kann es sich lohnen, dass du dich für eine betriebliche Altersvorsorge, Rürup-Rente oder das Riestern entscheidest.

Eine private Renten­versicherung abschließen

Wer eine private Renten­versicherung als Alters­vorsorge abschließen möchte, hat online die Wahl zwischen vielen verschiedenen Anbietern und Versicherungsmodellen. Du musst für dich entscheiden, welches Modell dir persönlich zusagt und wie viel Risiko du zugunsten von Renditechancen einzugehen bereit bist. Wichtig ist, dass die Private Renten­versicherung zu dir, deiner Risikoaffinität und deinen persönlichen Lebensumständen passt.

Eine persönliche Beratung ist darum unverzichtbar. Die CLARK-Expert:innen beraten dich kostenlos und unverbindlich und finden gemeinsam mit dir heraus, welcher Versicherungstyp du bist und welcher Anbieter und Tarif am besten zu dir passt. So gehst du vor:

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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