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Private Rentenversicherung: Die Kosten im Überblick

Wenn du eine private Rentenversicherung abschließt, fallen verschiedene Kosten an. Um deine Beiträge richtig zu berechnen, findest du hier alle Informationen.

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Das Wichtigste in Kürze

Eine umfassende Altersvorsorge ist für jeden Menschen wichtig. Eine private Rentenversicherung kann dafür ein sinnvoller Baustein sein. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, welche einmaligen und regelmäßigen Kosten auf dich zukommen.

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Die Auswahl an privaten Rentenversicherungen ist groß, und dementsprechend schwanken auch die Kosten.

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Neben den monatlichen Beiträgen musst du mit vergleichsweise hohen Abschluss- und Verwaltungskosten rechnen.

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Die Höhe des Beitrags bestimmt die Höhe der Rente. Deshalb musst du diese individuell festlegen.

Kosten einer privaten Altersvorsorge

Verschiedene Arten der privaten Rentenversicherung

Zahlreiche Deutsche sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Allerdings reicht die gesetzliche Rente in vielen Fällen nicht aus, um im Alter den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Schlimmstenfalls droht durch diese Rentenlücke sogar Altersarmut. Für jeden Menschen ist daher eine private Vorsorge wichtig, sei es anstelle der gesetzlichen Rente oder zusätzlich.

Eine private Rentenversicherung galt für die private Altersvorsorge lange Zeit als grundlegender Baustein. Allerdings gibt es nicht die eine private Rentenversicherung, sondern es muss unterschieden werden zwischen verschiedenen Modellen:

  • Die klassische Rentenversicherung setzt sich zusammen aus den monatlichen Beiträgen, die der Versicherte zahlt, und dem garantierten Zins. Weiterhin bestimmen sogenannte "nicht garantierte" Überschüsse über die Rentenhöhe. Bei der Auszahlung erhältst du somit monatlich die garantierte Rente als Mindestrente oder – mit etwas Glück – sogar eine höhere Privatrente. Daher wird der endgültige Rentenfaktor erst bestimmt, wenn die monatlichen Zahlungen der Rente beginnen.

  • Die fondsgebundene Rentenversicherung zahlt ebenfalls zum vereinbarten Rentenbeginn eine lebenslange Rente aus. Der Unterschied liegt darin, dass kein Kapital oder Zins garantiert wird. Stattdessen werden die Beitragszahlungen der Versicherungsnehmer in der Ansparphase in Fonds angelegt, wie bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Die Kursgewinne bestimmen über den schlussendlichen Rentenfaktor. Dadurch sind höhere Renditen möglich, aber auch höhere Verluste. Die fondsgebundene Rentenversicherung gilt daher als risikoreiche Anlageform.

  • Die Rentenversicherung "Neue Klassik" versucht, die Vorteile beider Modelle miteinander zu kombinieren, also die Sicherheit der klassischen und die höheren Renditechancen der fondsgebundenen Versicherung. Diese Form der privaten Rente hat dafür einen höheren Aktienanteil, bietet aber dennoch eine garantierte Mindestrente auf das angesparte Kapital.

  • Die Rürup- und Riester-Rente funktionieren grundlegend anders. Es handelt sich hierbei nicht um private Versicherungen, sondern um eine geförderte Vorsorge. Die Riester- und Rürup-Rente werden steuerlich begünstigt und bieten dir die Chance auf Zulagen vom Staat. Neben den steuerlichen Vorteilen und der Riester-Förderung sind auch die eher niedrigen Kosten ein Grund, weshalb sich diese Modelle bei den Verbrauchern steigender Beliebtheit erfreuen. Sie bieten zudem mehr Sicherheit als ein Fonds und eine fixe monatliche Rente zum Rentenbeginn.

Bei den nicht geförderten Rentenversicherungen wird zudem unterschieden zwischen der aufgeschobenen Rente und einer Sofortrente:

  • Bei der aufgeschobenen Rentenversicherung wird das Kapital aus eingezahlten Beiträgen aufgebaut, die du über Jahre hinweg in monatlichen Raten abstotterst. Auch die Rente wird dir letztendlich in monatlichen Raten ausbezahlt.

  • Demgegenüber erwirbst du bei der Sofort-Rente deinen Rentenanspruch aus einer Einmalzahlung. Je höher der Betrag in dieser Einmaleinlage ist, desto höher ist auch deine private Zusatzrente. Die Versicherung bezahlt sofort den ersten Rentenbeitrag, wenn gewünscht. Alternativ kannst du die Rentenzahlung auf einen beliebigen Zeitpunkt verschieben. Eine persönliche Beratung ist in diesem Fall zu empfehlen.

Bei fast allen Rentenverträgen hast du die Möglichkeit, dir die gesamte Rente als einmalige Kapitalauszahlung auszahlen zu lassen. Das wirkt sich unmittelbar auf die Steuern und weiteren Kosten aus.

Wie viel kostet eine private Rentenversicherung?

Aufgrund der großen Auswahl an Arten und Versicherern, kann nicht pauschal gesagt werden, wie viel eine private Rentenversicherung kostet. Die Höhe der monatlichen Beiträge kannst du in der Regel selbst festlegen, abhängig von deinen finanziellen Möglichkeiten und der gewünschten Rentenhöhe.

Wichtig ist jedoch, dass du die zusätzlichen Kosten in deine Kalkulation einbeziehst. Dazu zählen Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Steuern, die auf die Rente fällig werden. Um die Kosten zu berechnen, musst du daher all diese Werte berücksichtigen.

So hoch sollten deine Beiträge mindestens sein

Bei der Höhe deiner Beiträge genießt du größte Flexibilität. Ziel sollte sein, dass du im Rentenalter deinen gewohnten Lebensstandard halten kannst. Eine Faustregel besagt, dass du dafür etwa 80 Prozent deines letzten Einkommens benötigst, da du im Ruhestand in der Regel geringere Lebenshaltungskosten hast.

Sinnvoll ist daher, im ersten Schritt deine zu erwartenden Rentenansprüche zu berechnen. Dazu zählen zum Beispiel Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder einer betrieblichen Altersvorsorge. Reichen diese nicht aus, spricht man von einer Rentenlücke.

Deine private Rentenversicherung sollte hoch genug sein, um diese Finanzlücke zu schließen. Du kannst sie natürlich auch mit anderen Formen der Altersvorsorge kombinieren. So kann jeder eine individuelle Lösung finden, um sich optimal für die Rente abzusichern.

Dabei greift eine weitere Faustregel, und zwar: Je früher du mit dem Sparen beginnst, desto geringer die Beiträge für die gewünschte Rente.

Gibt es einen Mindest- oder Höchstbeitrag?

Wie hoch deine Beiträge für eine private Rentenversicherung sind, hängt auch davon ab, wie viel Geld du zur Verfügung hast. Deine Möglichkeiten kannst du bei einer Beratung beim Versicherer abklären. Dabei steht häufig die Frage im Raum, ob es einen Mindest- oder Höchstbeitrag gibt.

Die Antwort lautet: Einen Höchstbeitrag gibt es bei den meisten Versicherern nicht. Allerdings geht die Rentenhöhe bei fondsgebundenen Rentenversicherungen nicht mit höheren Beiträgen einher.

Um eine höhere Rentenzahlung zu erhalten, lohnen sich größere Investitionen daher nur bei klassischen Policen. Auch hier stellen die Riester- und Rürup-Versicherungen einen Sonderfall dar. Wenn du die Steuervorteile in vollem Umfang nutzen möchtest, geht das nur bis zu einem maximalen Beitrag von 2.100 Euro pro Jahr.

Gleichzeitig musst du einen Mindesteigenbeitrag leisten, der vier Prozent deines Vorjahresbruttos beträgt. Auch einige private Rentenversicherungen ohne Förderung verlangen einen Mindestbeitrag. Am besten lässt du dich diesbezüglich beraten und vergleichst unterschiedliche Anbieter.

Zusammenfassung

  • Eine zusätzliche Rentenversicherung kann ein sinnvoller Baustein für deine Altersversorgung sein.
  • Es gibt verschiedene Arten an geförderten und nicht-geförderten Rentenversicherungen.
  • Die Beitragshöhe kannst du innerhalb gewisser Grenzen selbst bestimmen.
  • Die private Rente sollte deine gesetzliche Rente ausreichend aufstocken, um die Rentenlücke zu schließen.
  • Für staatliche Förderungen wie die Riester- oder Rürup-Rente musst du bestimmte Mindesteinlagen erbringen.

Die Kostenpunkte im Detail

Wie hoch sind die Abschlusskosten?

Neben den Beiträgen fallen bei einer Rentenversicherung weitere Kosten an. Ein großer Kostenpunkt sind hierbei die Abschlusskosten. Der Versicherte zahlt diese indirekt über seine Beiträge ab, in der Regel verteilt über die ersten Versicherungsjahre.

Aus diesem Grund kann vor allem zu Beginn eine Kündigung der Rentenversicherung große Verluste mit sich bringen. Bei einer klassischen Rentenversicherung liegen die Abschlusskosten meistens im kleineren vierstelligen Bereich.

Bei einer Riester-Rente beträgt die Abschlussprovision rund vier Prozent der Bewertungssumme. Allerdings gibt es je nach Versicherer große Unterschiede bei der Höhe der Kosten. Die Verbraucher sollten sie daher vor ihrer Entscheidung vergleichen und berücksichtigen.

Welche weiteren (versteckten) Kosten fallen an?

Neben den Abschlusskosten berechnet die Versicherung für eine Altersvorsorge wie die private Rente auch Verwaltungskosten. Bei der privaten Rentenversicherung werden diese häufig pro Beitragszahlung berechnet, meistens zwischen fünf und zehn Euro.

Doch auch andere Abrechnungsmodelle sind möglich und üblich. Durch die Verwaltungskosten verdient die Versicherung an deiner Altersvorsorge mit. Wenn die Rendite zu gering ist, sind viele der Verträge nicht rentabel.

Andere Formen der privaten Altersvorsorge können dann geeigneter sein. Auch die Verwaltungskosten solltest du daher beim Abschluss deiner Altersvorsorge berücksichtigen.

Versteckte Kosten können außerdem bei einer Kündigung anfallen. Bei der privaten Rentenversicherung wird dir nur der Rückkaufswert der Rentenversicherung erstattet. Wie bereits erwähnt, bedeutet das vor allem in den ersten Jahren aufgrund hoher Abschlusskosten meistens einen Verlust.

Bei einem Fonds kann es zudem zu Kursverlusten kommen. Kündigst du deinen Rürup- oder Riester-Vertrag, musst du die gewährten Steuervorteile und Zulagen zurückzahlen, was ebenfalls zusätzliche Kosten bedeutet.

Diese Steuern musst du einberechnen

Deine private Rente ist steuerpflichtig. Das bedeutet, dass du diese abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Art der Rente und deinem persönlichen Steuersatz versteuern musst. Bei einer lebenslangen Rente wird der sogenannte Ertragsanteil besteuert.

Die Steuerhöhe ist gesetzlich festgeschrieben und sinkt mit steigendem Lebensalter. Entscheidest du dich für eine einmalige Auszahlung, wird bis auf wenige Ausnahmen ein pauschaler Abgeltungssteuersatz in Höhe von 25 Prozent fällig.

Lediglich für Verträge mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren, die nach dem 60. beziehungsweise 62. Lebensjahr ausgezahlt werden (je nach Datum des Vertragsabschlusses) genießt du Steuervergünstigungen. Auch die Steuern musst du daher bei den Kosten für deine Altersvorsorge berücksichtigen.

Zusammenfassung

  • Die Kosten für den Vertragsabschluss sind je nach Versicherer unterschiedlich, bewegen sich aber in der Regel im vierstelligen Bereich.
  • Hinzu kommen versteckte Kosten für die Verwaltung oder eine Kündigung, durch die die Versicherung an deiner Privatrente mitverdient.
  • Übersteigt die Rendite diese Kosten nicht deutlich, ist eine andere Form der Rentenversicherung oder Altersvorsorge meistens die bessere Wahl.
  • Zudem darfst du die steuerlichen Aspekte nicht vergessen, die zum Rentenbeginn als zusätzliche Kosten relevant werden.

Eine Private Rentenversicherung abschließen

Eine private Rentenversicherung abzuschließen kann ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung und Unabhängigkeit im Alter sein, den man gar nicht früh genug gehen kann. Neben der lebenslangen Rente in einer vereinbarten Höhe hast du auch einen freien Gestaltungsspielraum über deinen monatlichen Beitrag. Du bist flexibel mit deinen Einzahlungen und kannst deine Rente daher an deine aktuellen Lebensverhältnisse anpassen. Da du dich mit einem Abschluss jedoch sehr lange an einen Versicherungsanbieter bindest, sollte dieser Schritt am besten gut durchdacht sein.

Lass dich deshalb unbedingt beraten. Unsere CLARK-Experten helfen dir gerne dabei, den richtigen Anbieter zu finden. Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt. So gehst du vor:

Nächste Schritte

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

Wir beraten dich gerne und vollkommen unverbindlich!
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Alexander
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