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Private Renten­­versicherung – Einmalzahlung

Alles Wichtige zur Einmalzahlung in der Renten­versicherung

Um eine private Renten­versicherung abzuschließen, solltest du Vor- und Nachteile einer Einmalzahlung abwägen. Hier findest du alles Wichtige zur Sofortrente.
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Das Wichtigste in Kürze

Eine private Renten­versicherung kann eine sinnvolle Ergänzung für deine Alters­vorsorge sein. Es gibt sie in verschiedenen Formen, zum Beispiel als sogenannte Sofortrente. Hierbei leistest du eine Einmalzahlung, die vom Versicherer sofort oder zu einem gewünschten Zeitpunkt verrentet wird. Dieses Modell lohnt sich jedoch nur unter gewissen Voraussetzungen. Es gilt daher, Vor- und Nachteile abzuwägen.

  1. Bei der Sofortrente zahlst du einmalig einen hohen Betrag beim Versicherer ein. Dieses Geld wird sofort und lebenslang verrentet.
  2. Für dich bedeutet das ein sicheres Zusatzeinkommen zu deiner Rente, aber geringe Zinsen.
  3. Diese Form der Renten­versicherung lohnt sich nur für Versicherte im höheren Alter, die eine Zusatzrente benötigen und mit einer sehr langen Rentendauer rechnen.

Vorab: Wofür brauchst du eine private Renten­versicherung?

Nicht jeder Erwerbstätige ist verpflichtet, in die gesetzliche Renten­versicherung einzuzahlen. Und selbst wenn er dies tut: Die Rente reicht in vielen Fällen nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Manchmal droht sogar Altersarmut. Es wird daher nicht empfohlen, sich auf die gesetzlichen Rentenzahlungen zu verlassen. Stattdessen sollte die monatliche Rente durch eine private Altersvorsorge aufgestockt werden.

Private Renten­versicherung – Größte Flexibilität bei der Altersvorsorge
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Private Rentenversicherung – Größte Flexibilität bei der Altersvorsorge Preview Image

Es gibt verschiedene Möglichkeiten private Vorsorge zu betreiben

Um dich zusätzlich für das Alter abzusichern, hast du verschiedene Modelle zur Auswahl. Dazu gehören zum Beispiel eine Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebens­versicherung oder betriebliche Altersvorsorge. Aber auch private Renten­versicherungen in Form einer fondsgebundenen Rente, klassischen Renten­versicherung oder Sofortrente sind beliebte Möglichkeiten, um privat vorzusorgen. Zwischen diesen Versicherungen gibt es große Unterschiede, die sich in spezifischen Vor- und Nachteilen bemerkbar machen.

Sofortrente und Einmalzahlung: Was bedeutet das?

  • Die Sofortrente ist eine Variante der Privaten Renten­­versicherung.
  • Du leistest heute eine Einmalzahlung und erhältst dafür schon ab morgen eine lebenslange monatliche Rente.
  • Sie eignet sich als Ergänzung deines Altersvorsorge-Mixes, wenn du kurz vor Eintritt in den Ruhestand noch einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hast.

Wer an eine private Altersvorsorge denkt, dem kommt wahrscheinlich zunächst das klassische Modell in den Sinn: Über viele Jahre hinweg wird mit regelmäßigen Beiträgen Geld in einer Renten­­versicherung angespart, das dann, mit Eintritt in den Ruhestand, in Form einer lebenslangen Rente wieder ausbezahlt wird. Doch was ist, wenn man plötzlich einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hat? Wenn du zum Beispiel geerbt hast, deine Kapitallebens­­versicherung ausläuft oder wenn du dich kurz vor der Rente entscheidest, dein Haus zu verkaufen und stattdessen in eine günstigere Wohnung zu ziehen?

Für solche Fälle gibt es die Sofortrente. Sie ist eine spezielle Form der Privaten Renten­­versicherung, in die du einen größeren Geldbetrag mittels einer Einmalzahlung hineingibst, den du dann, ab einem von dir bestimmten Zeitpunkt, in Form einer lebenslangen Rentenzahlung wieder ausgezahlt bekommst. Auf diese Weise lagerst du nicht nur das sogenannte Langlebigkeitsrisiko an die Versicherung aus – also die Möglichkeit, dass du so alt wirst, dass du mehr Geld benötigst als du eingezahlt hast –, du sparst im Vergleich zu anderen Vorsorgemodellen auch noch Steuern. Denn die Auszahlung aus einer Sofortrente muss nur mit dem günstigen Ertragsanteil versteuert werden, was sie von jedem privaten Sparplan unterscheidet. Und die einmal vereinbarte Rentenhöhe ist dir auch noch garantiert.

Die Sofortrente ist beliebt: 26,3 Milliarden Euro legten die Deutschen 2017 in eine private Renten­­versicherung gegen Einmalzahlung an. Das ist fast jeder fünfte Beitragseuro. Kein Wunder: Die Sofortrente punktet mit Sicherheit, Steuerbegünstigung und einfacher Handhabung, wie du im Folgenden sehen wirst.

Zusammenfassung

  • Du zahlst auf einen Schlag einen größeren Betrag Geld ein. Diese Einmalzahlung wird verrentet und in Form einer lebenslangen Rente an dich ausgezahlt.
  • Dadurch überträgst du das sogenannte Langlebigkeitsrisiko auf den Versicherer.
  • Zudem sparst du im Vergleich zu anderen Vorsorgemodellen auch noch Steuern. Denn die Auszahlung aus der Sofortrente wird nur mit dem Ertragsanteil besteuert

Vor- und Nachteile der Einmalzahlung

Diese Vorteile hat der Einmalbeitrag

Die monatliche Sofortrente bringt viele Vorteile mit sich, die du bei deinen Überlegungen berücksichtigen solltest. Sie sehen wie folgt aus:

  • Altersunabhängigkeit: Sie lohnt sich vor allem für ältere Personen, die eine größere Geldsumme übrig haben und in eine zusätzliche Alters­vorsorge investieren möchten.
  • Lebenslange Rente: Durch die Sofortrente hast du die Möglichkeit, deine gesetzlichen Bezüge durch eine lebenslange Rentenzahlung aufzustocken. Das ist wichtig, wenn sich ansonsten eine Rentenlücke ergibt.
  • Überschussbeteiligung: Zwar ist der Ertragsanteil geringer als bei einer fondsgebundenen Renten­versicherung. Aber du erhältst durch die Überschussbeteiligung in der Regel höhere Zinsen, als wenn das Geld einfach auf deinem Bankkonto liegt und du monatliche Raten abbuchst.
  • Sicherheit: Du erhältst die konstante Sofortrente auch, wenn du sehr alt wirst und dein Kapital aufgebraucht wäre. Du genießt durch diese lebenslange Rente, die dir garantiert wird, ein hohes Maß an Sicherheit bis zu deinem Lebensende.
  • Steuervorteile: Wenn du einen Einmalbeitrag leistest, hast du bei der Auszahlung Steuervorteile. Denn die Besteuerung betrifft bei der Sofortrente nur den sogenannten Ertragsanteil. Wie hoch diese Steuer ist, ist rechtlich festgeschrieben. Der Steuersatz sinkt mit steigendem Lebensalter. Je später du also mit der Auszahlung beginnst, desto geringer ist der zu versteuernde Anteil.
  • Wartezeit entfällt: Bei den meisten Formen der privaten Renten­versicherung wartest du Jahre oder Jahrzehnte, bis das eingezahlte Geld als monatliche Rente ausbezahlt wird. Bei der Sofortrente kann die Auszahlung hingegen direkt oder zu deinem Wunschtermin beginnen.
  • Flexibilität: Damit ist ein wichtiges Stichwort gefallen, denn die Sofortrente bietet dir mehr Flexibilität als andere Renten­versicherungen. Anstatt dich langfristig zu binden, kannst du jederzeit entscheiden, ob du einen Betrag einzahlen willst, in welcher Höhe und zu welchen Konditionen. Du kannst das Geld zudem bis zum Rentenbeginn anderweitig nutzen. Dennoch kann sich eine frühere Einzahlung im Sinne einer besseren Rendite lohnen. Die Sofortrente gilt daher als flexible Rente, die du an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst. Auch eine vorzeitige Entnahme, beispielsweise im Pflegefall, ist bei vielen Versicherern möglich.
  • Monatliche Entlastung: Da du keine monatlichen Beiträge zahlen musst, belastet dich die Sofortrente nicht finanziell. Anstatt dich über viele Jahre oder Jahrzehnte an eine Renten­versicherung zu binden, kannst du das Kapital zuerst selbst ansparen, um es liquide zu halten, und anschließend abwägen, ob eine zusätzliche Rentenzahlung sinnvoll ist oder nicht.
  • Rentenbeginn: Obwohl du dich für die Sofort-Rente entscheidest, kannst du den vereinbarten Rentenbeginn frei wählen. Nimmst du die Rente nicht sofort in Anspruch, handelt es sich um eine sogenannte aufgeschobene Renten­versicherung. Die aufgeschobene Rente wird bis zur Auszahlung gewinnbringend angelegt, was deine Rendite steigert.

Vor allem für Menschen mit ausreichend Ersparnissen, die kurz vor Rentenbeginn einen zusätzlichen Rentenanspruch erwerben möchten, kann die Sofortrente eine gute Wahl sein. Sie genießen durch die höhere monatliche Rente Sicherheit, auch bei einem (noch) sehr langen Leben. Das Geld kann sozusagen nicht ausgehen. Zudem haben sie nicht zu unterschätzende Steuervorteile.

Mögliche Nachteile für Versicherte

Die private Renten­versicherung im Sinne einer sofortigen Rente kann auch Nachteile mit sich bringen. Wie bereits erwähnt, solltest du die Entscheidung im Hinblick auf deine individuelle Situation treffen. Mögliche Nachteile sind zum Beispiel:

  • Geringe Zinsen: Die Verzinsung deiner Rente ist vergleichsweise gering, wenn du einen Einmalbeitrag leistest. Eine höhere Rendite erhältst du zum Beispiel durch ein Aktienvermögen mit Auszahlplan oder eine fondsgebundene Renten­versicherung. Diese bedeuten jedoch weniger Sicherheit und Planbarkeit.
  • Einmalige Auszahlung: Bei vielen Versicherern kannst du wählen, ob du monatliche Zahlungen oder eine einmalige Auszahlung bevorzugst. Die einmalige Kapitalauszahlung lohnt sich bei diesem Modell aber weniger als bei klassischen Versicherungen, da die Rendite durch den kurzen Anlagezeitraum und die höheren Kosten geringer ausfällt. Zudem steigt dadurch der Anteil, den du versteuern musst.
  • Ungünstige Vertragsklauseln: Die Verzinsung deines Kapitals durch den Versicherer fällt bei der Sofortrente ohnehin gering aus, zumindest geringer als bei anderen Formen der Altersvorsorge. Viele Tarife enthalten zusätzliche „Rendite-Killer“ wie eine Rentengarantiezeit, auf die du verzichten kannst. Dadurch erhältst du jedoch schlechtere Konditionen.
  • Todesfall: Stirbst du früher als erwartet, hast du unverhältnismäßig viel Geld in die Renten­versicherung einbezahlt. Dieses Kapital wird bei einer Einmalzahlung in der Regel nicht oder nicht vollständig an die Hinterbliebenen ausgeschüttet. Viele Policen lohnen sich erst ab rund 20 Jahren Rentenbezug.

Es handelt sich also um ein Rentenmodell, das sich lohnen kann, aber nicht muss. Ob die Vor- oder die Nachteile überwiegen, hängt stark von deinem individuellen Fall und deinen Zielen bei der Alters­vorsorge ab. Wünschst du dir eine möglichst hohe Rendite, ist die Sofort-Rente nicht geeignet.

Willst du jedoch steuerlich profitieren und maximale Sicherheit im Alter genießen, ohne selbst viel Aufwand mit der Anlage oder Entnahme von Geld zu haben, kann das Modell die richtige Wahl sein.

Zusammenfassung

  • Bei der Einmalzahlung genießt du viele Vorteile, vor allem Sicherheit und Flexibilität.
  • Allerdings erhältst du oftmals eine eher geringe Rendite, die häufig durch ungünstige Vertragsklauseln weiter geschmälert wird.
  • Du musst daher im Einzelfall abwägen, ob sich das Modell rentiert, in welcher Höhe du eine Einmalzahlung leisten willst und welchen Versicherer du dafür wählst.

So verläuft es mit der Sofortrente im Detail

Einzahlung

Im Grunde funktioniert die Sofortrente genauso, wie es ihr Name vermuten lässt:

  • Du zahlst eine Einmalzahlung in eine Renten­­versicherung ein.
  • Der Einmalbeitrag wird sofort verrentet.
  • Zum nächstmöglichen Zeitpunkt erhältst du die erste Auszahlung deiner lebenslangen Rente.

Klingt einfach und das ist es auch. Ihr größter Unterschied zur herkömmlichen Rente besteht darin, dass das Rentenguthaben nicht über viele Jahre lang in einer Renten­­versicherung angespart wurde, sondern aus anderen Quellen wie etwa einem Erbe oder einem Hausverkauf stammt und nun mit einem Schlag in eine Renten­­versicherung überführt wird. Der Versicherer rechnet dabei die Einmalsumme mit einem Verrentungsfaktor in eine monatliche Rente um, die er dir lebenslang auszahlt.

Der Auszahlungszeitpunkt kann von dir frei bestimmt werden. Das ist beispielsweise dann besonders sinnvoll, wenn du zu einem größeren Geldbetrag gekommen bist, aber noch ein paar Jahre bis zur Rente hast. Während größere Geldbeträge auf dem privaten Konto Negativzinsen mit sich bringen können, kann ein Versicherer die Summe gewinnbringend am Kapitalmarkt anlegen.

Unterschiedliche Wertentwicklung je nach Anlagevariante

Die meisten Versicherer setzen bei der Sofortrente auf die sogenannte neue Klassik: Du erhältst eine Rente in garantierter Höhe, während der Versicherer dein Guthaben am Kapitalmarkt anlegt. Erwirtschaftet er mit dieser Anlage Gewinne, sogenannte Überschüsse, werden diese auf deine garantierte Rente aufgeschlagen. Dies ist eine eher konservative Form der Kapitalanlage, weil der Versicherer aufgrund der garantierten Rentenhöhe in eher sicherheitsorientierte Anlageklassen investieren muss.

Aufgrund des Niedrigzinsumfeldes gibt es deshalb mittlerweile auch fondsbasierte Varianten der Sofortrente, bei der das Kapital direkt am Aktienmarkt investiert wird. Auch hier gibt es eine garantierte Rente, hinter die die Versicherung auch bei fallenden Kursen nicht zurückfällt.

Welche Anlageform bei der Sofortrente für dich die beste ist, ist von vielen individuellen Faktoren abhängig, zum Beispiel davon,

  • wie risikoaffin du bist
  • welche Rolle die Sofortrente in deinem individuellen Rentenmix spielt. Ist sie ein Zubrot oder basiert ein erheblicher Teil deiner Altersabsicherung darauf?
  • wann die erste Auszahlung aus der Rente fließt: Soll sie tatsächlich sofort ausbezahlt werden oder schiebst du die Auszahlung noch ein paar Jahre auf?

Das Prinzip der Sofortrente ist einfach, weshalb manche Anbieter den Abschluss sogar voll automatisiert online anbieten. Wie bei allen Formen der privaten Alters­­vorsorge ist es jedoch auch hier essentiell, dass die Sofortrente individuell auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die wichtigsten Fragen solltest du deshalb am besten noch einmal mit einem Berater durchgehen, bevor du einen Vertrag über einen so hohen Geldbetrag abschließt. Die CLARK-Experten helfen dir hier gerne kostenlos und unverbindlich weiter.

Auszahlung

  • Die Auszahlung der Sofortrente beginnt in der Regel augenblicklich. Der Beginn ist aber frei wählbar.
  • Je später die Auszahlung beginnt, desto niedriger ist die Besteuerung.
  • Die Sofortrente unterliegt der Ertragsbesteuerung.
  • Die Auszahlung erfolgt in der Regel monatlich ein Leben lang.
  • Um Inflation auszugleichen, kann die Auszahlung der Sofortrente dynamisiert werden.
  • Auch eine zeitlich begrenzte Auszahlung ist möglich.

Wann beginnt die Auszahlung der Sofortrente?

Die Auszahlung beginnt in der Regel sofort – daher der Name. Der Beginn der Auszahlung ist jedoch frei wählbar. Wenn du also zum Beispiel noch ein paar Jahre bis zur Rente hast, kannst du die Auszahlung auch so lange hinauszögern. Man spricht dann von einer aufgeschobenen Renten­­versicherung.

Der Zeitpunkt der ersten Auszahlung muss aber nicht parallel zum Eintritt in den Ruhestand erfolgen. Du kannst die Auszahlung auch später beginnen lassen, was steuerliche Vorteile haben kann. Denn die Sofortrente wird mit dem Ertragsanteil besteuert und der ist umso niedriger, je später die Auszahlung beginnt. Genauso kannst du die Auszahlung aber auch früher beginnen lassen, zum Beispiel, wenn du in Altersteilzeit bist und noch ein zusätzliches Einkommen haben möchtest. Allerdings solltest du genau abwägen, wann du damit beginnen möchtest, denn je früher die Auszahlung beginnt, umso höher ist die Besteuerung und desto niedriger ist die monatliche Rente.

Wie wird ausgezahlt?

Die Auszahlung erfolgt in der Regel als lebenslange Rentenzahlung. Wie hoch die monatliche Rente ausfällt, hängt zum einen von der Höhe der eingezahlten Summe ab und zum anderen von deinem Alter bei Rentenbeginn. Bei Rentenbeginn rechnet der Versicherer nämlich das vorhandene Kapital mit einem Verrentungsfaktor in monatliche Renten um. Dabei schätzt er deine Lebenserwartung auf Basis bestimmter Faktoren wie beispielsweise deinem Beruf und deinem Geburtsjahr. Je mehr Zeit zwischen Rentenbeginn und geschätzter Lebenserwartung liegen, desto mehr muss er das vorhandene Kapital strecken. Entsprechend geringer fällt deine monatliche Rente aus. Zudem erhöht sich die Besteuerung: Je früher du beginnst, desto höher ist der Steuersatz, mit dem die Rente versteuert werden muss. Wer mit 67 Jahren beginnt, muss 17 Prozent versteuern, wer schon mit 61 loslegt, der muss seine Rente mit 22 Prozent versteuern.

Neben der lebenslangen Rentenzahlen gibt es auch Varianten der Sofortrente:

  • Kapitalauszahlung: Das sogenannte Kapitalwahlrecht in den Versicherungsvertrag aufzunehmen, macht vor allem dann Sinn, wenn die Rente als aufgeschobene Renten­­versicherung abgeschlossen wurde. Wenn du heute zu einer größeren Geldsumme kommst, aber erst in zehn Jahren auf eine Rente angewiesen sein wirst, kann es nützlich sein, sich diese Flexibilität zu bewahren. Bei Renteneintritt kannst du dann immer noch entscheiden, ob du das Kapital lieber verrenten lassen willst oder die Auszahlung beispielsweise dazu nutzen möchtest, die letzten Raten deines Hauses abzubezahlen.
  • Die zeitlich begrenzte Rente kann sinnvoll sein, um die Zeit bis zum Ruhestand zu überbrücken. Aber auch wer bei Renteneintritt gesundheitlich angeschlagen ist, sollte über die Auszahlung als zeitlich begrenzte Rente nachdenken. Wegen des begrenzten Zeitraums fällt die einzelne Rate höher aus als bei der lebenslangen Rentenauszahlung. Zudem lohnt sich die Option der lebenslangen Rente nur, wenn zu erwarten ist, dass man die durchschnittliche Lebenserwartung übertrifft.

Was bedeutet dynamische Auszahlung?

Für die Auszahlung der Sofortrente kannst du zwischen drei Varianten wählen:

  • Konstante Auszahlung: Hier bekommst du gleichbleibende monatliche Rentenzahlungen überwiesen. Der Versicherer nimmt die garantierte Rentenhöhe und teilt sie in gleichgroße monatliche Raten auf. Der Betrag variiert künftig nur noch geringfügig, abhängig von den Überschüssen, die der Versicherer durch die Kapitalanlage erwirtschaftet.
  • Volldynamische Auszahlung: Bei der dynamischen Sofortrente erhöht sich die Rente jährlich um einen festgelegten Dynamiksatz. Dadurch soll die Inflation ausgeglichen werden. Die ersten Raten fallen dadurch möglicherweise etwas geringer aus als bei der konstanten Auszahlung. Es ist auch möglich, die Dynamik umzukehren, sich also zunächst eine höhere Rate auszahlen zu lassen, die dann über Zeit absinkt.
  • Teildynamische Auszahlung: Bei dieser Mischform ist die anfängliche Rente etwas höher als bei der volldynamischen Sofortrente und steigt dafür geringer an. 

Besteuerung

Die Sofortrente gehört als Private Renten­­versicherung zur dritten Schicht der Alters­­vorsorge und wird darum bei der Einzahlung, anders als Rürup-Rente, Riester-Rente oder betriebliche Altersvorsorge, staatlich nicht gefördert. Dafür ist sie aber bei der Auszahlung begünstigt. Während dann bei den anderen Versicherungen der volle Steuersatz anfällt, muss die Sofortrente nur mit dem viel günstigeren Ertragsanteil besteuert werden. Wie hoch der für dich ausfällt, hängt davon ab, wie alt du bei der erstmaligen Auszahlung bist.

Rentenbeginn mitBesteuerung
61 Jahren22 Prozent
62 Jahren21 Prozent
63 Jahren20 Prozent
64 Jahren19 Prozent
65 Jahren18 Prozent
67 Jahren17 Prozent
68 Jahren16 Prozent
69 Jahren15 Prozent

Sonderform: Rürup-Sofortrente

Manche Anbieter bieten Sofortrenten nicht nur in Form einer Privaten Renten­­versicherung an, sondern auch als Rürup-Rente. Ob sich das für dich lohnt, solltest du unbedingt vorher mit einem Steuerberater oder Versicherungsexperten besprechen. Beiträge zu einer Rürup-Rente sind derzeit nur bis 25.639 Euro steuerlich abzugsfähig, inklusive deiner Beiträge zur gesetzlichen Renten­­versicherung. Für Ehepaare gilt das Doppelte. Überschreitet deine Einzahlung zur Sofortrente diesen Freibetrag, profitierst du bei der Einzahlung nicht hinreichend vom Steuervorteil und musst zugleich deine Auszahlung voll versteuern. Lass dich hierzu unbedingt berate – vielleicht von einem unserer CLARK-Experten.

Zusammenfassung

  • Im klassischen Fall erhältst du eine Garantierente und profitierst gegebenenfalls von Überschüssen, die die Versicherung erwirtschaftet. Inzwischen gibt es aber auch fondsgebundene Varianten.
  • Die Auszahlung der Rente erfolgt in der Regel sofort. Es ist aber auch möglich den Auszahlungsbeginn nach hinten zu verschieben.
  • Die Auszahlung aus einer Sofortrente muss nur mit dem Ertragsanteil versteuert werden. Dessen Höhe ist abhängig vom Lebensalter bei Bezug der ersten Auszahlung.

Eine Private Renten­versicherung abschließen

Eine private Renten­versicherung abzuschließen kann ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung und Unabhängigkeit im Alter sein, den man gar nicht früh genug gehen kann. Neben der lebenslangen Rente in einer vereinbarten Höhe hast du auch einen freien Gestaltungsspielraum über deinen monatlichen Beitrag. Du bist flexibel mit deinen Einzahlungen und kannst deine Rente daher an deine aktuellen Lebensverhältnisse anpassen. Da du dich mit einem Abschluss jedoch sehr lange an einen Versicherungsanbieter bindest, sollte dieser Schritt am besten gut durchdacht sein.

Lass dich deshalb unbedingt beraten. Unsere CLARK-Experten helfen dir gerne dabei, den richtigen Anbieter zu finden. Sie gehen mit dir deine finanzielle Situation durch, ermitteln deinen Bedarf und finden für dich das Angebot, das am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt. So gehst du vor:

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  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
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