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Altersvorsorge: ETFs als renditestarke Anlage

Mit ETFs als Altersvorsorge kannst du gute Renditen erzielen. Aber die Anlage in Wertpapiere birgt auch immer ein Risiko. Wie du in ETFs investieren kannst.

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Das Wichtigste in Kürze

In Deutschland steht die Altersvorsorge auf drei Säulen: Die Basisvorsorge ist die gesetzliche Rentenversicherung. Als zweite Säule dient die geförderte private Altersvorsorge wie beispielsweise die Riester-Rente. Schließlich gibt es die private Altersvorsorge mit Lebens- oder Rentenversicherungen und Fondssparplänen. Doch zur Altersvorsorge Aktien zu kaufen, ist in Deutschland bisher eher unüblich. Dabei bieten ETFs renditestarke Möglichkeiten. Mit ihnen investierst du direkt in einen oder mehrere kostengünstige Indexfonds.

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ETFs bilden einen Aktienindex ab und sind durch die breite Streuung vergleichsweise risikoarm.

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Du kannst direkt in einen ETF zur Altersvorsorge investieren, doch es geht auch mit Rentenversicherungen.

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Durch das kostenlose Umschichten auf risikofreie Anlageklassen sicherst du dein Geld für die Rente ab.

Was sind ETFs?

ETF oder Fonds – was ist der Unterschied? 

ETFs und Fonds sind beides Pakete aus Aktien verschiedener Firmen. Sie unterscheiden sich darin, wie sie verwaltet und aufgebaut sind.

Bei konventionellen Fonds spricht man auch von aktiv verwalteten Fonds. Ein Fondsmanager bestimmt die Zusammensetzung des Portfolios und kauft und verkauft Wertpapiere, damit es sich gut entwickelt.

Als Maßstab, ob ein Fonds gut oder schlecht läuft, wird normalerweise ein Aktienindex zum Vergleich hinzugezogen, etwa der DAX. Der Fondsmanager versucht dann, durch die Zusammensetzung seines aktiven Fonds die Performance des DAX zu schlagen.

ETFs (Exchange-traded funds), auch börsengehandelte Indexfonds genannt, funktionieren nach einem anderen Prinzip. Diese Aktienfonds bilden einen Index wie den DAX oder den MSCI World direkt nach.

Sie enthalten Aktien der aktuell im Index vertretenen Unternehmen in der gleichen prozentualen Gewichtung wie der jeweilige Index. Änderungen der Zusammensetzung gibt es nur bei Änderungen im Index.

Es gibt keinen Fondsmanager, der aktiv Entscheidungen für oder gegen ein bestimmtes Wertpapier trifft. Man spricht bei ETFs auch von passiv gemanagten Indexfonds. Dadurch ist dessen Verwaltung weniger aufwendig als ein aktiv gemanagter Fonds.

Die Verwaltungskosten sind bei ETFs deshalb niedriger und schmälern die Rendite weniger. ETFs sind somit eine gute Möglichkeit, Geld für die Rente anzulegen. Sie können jedoch nicht besser sein als der Index.

Bekomme ich für ETFs Zinsen?

Bei einem ETF bekommst du keine Zinsen wie bei einem Tagesgeldkonto oder Festgeld. Viele Unternehmen schütten aber Dividenden aus. So beteiligen sie die Anleger an ihren Gewinnen. ETFs geben diese Dividenden in Form von Ausschüttungen an dich weiter.

Dabei unterscheidet man zwei Varianten:

  • ausschüttende ETFs: Die Ausschüttungen werden auf das Verrechnungskonto überwiesen, das zu deinem Depot gehört. Je nach Anbieter kannst du anschließend damit machen, was du willst.

  • thesaurierende ETFs: Die Ausschüttungen werden nicht ausgezahlt, sondern direkt wieder in den jeweiligen ETF investiert. Sie eignen sich deshalb besonders gut als Altersvorsorge-Fonds, da du so automatisch dein ETF-Vermögen erhöhst und vom Zinseszinseffekt profitierst.

Neben den Ausschüttungen profitierst du auch bei ETFs von der Wertentwicklung an der Börse. Verkaufst du deine ETF-Anteile, wenn dieser gerade sehr gut läuft, die enthaltenen Aktien also mehr wert sind als beim Kauf, kannst du Gewinne erwirtschaften. Allerdings ist es auch möglich, dass du Verluste machst, wenn du zum falschen Zeitpunkt verkaufen musst.

Eine Anlage in ETFs sollte daher besser langfristig sein und mindestens zehn Jahre laufen. So kannst du den Zeitpunkt, zu dem du deine Anteile verkaufst, besser timen und musst dies nicht in der Not machen.

Kann ich bei einem ETF Verlust machen?

ETFs sind eine Anlage an der Börse, darum kannst du damit auch Verlust machen. Sicher vorhersagen lässt sich die genaue ETF-Rendite nicht. Aber in der Vergangenheit zeigt der generelle Trend der Börse über längere Zeit immer nach oben.

Wenn du deinen ETF verkaufst und pro Anteil weniger bekommst, als du bezahlt hast, machst du Verlust. Wenn du also während einer wirtschaftlichen Krise wie der Finanzkrise 2008 verkaufen musst, verlierst du Geld. Im Idealfall sitzt du eine Krise aus und wartest mit dem Verkauf, bis sich die Börse erholt hat.

Auch sind ETFs sehr breit aufgestellt, was das Risiko senkt. Der ETF MSCI World enthält zum Beispiel Anteile von über 1.600 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen (Stand September 2020).

Wenn eine der beteiligten Firmen insolvent wird, fangen die anderen die Verluste ab. Eine gleichzeitige Pleite aller beteiligten Unternehmen ist ausgesprochen unwahrscheinlich.

Zusammenfassung

  • Bei aktiv gemanagten Fonds versucht ein Fondsmanager, durch Kaufen und Verkaufen der Anteile Gewinne zu erzielen.
  • ETFs, auch börsengehandelte Indexfonds, bilden einen Aktienindex nach. Als ETF-Anleger profitierst du langfristig von der Wertsteigerung deiner Anteile.
  • Ausschüttende ETFs schütten dir eine Dividende aus. Bei thesaurierenden ETFs wird diese Dividende direkt wieder in den ETF gesteckt.
  • Die breite Streuung senkt das Risiko größerer Wertverluste für dich als Anleger.

Chancen und Risiken der Altersvorsorge mit ETFs

Was bringen Fonds wie ETFs bei der flexiblen Altersvorsorge?

Das Rentenniveau sinkt seit Jahren, darum ist es wichtig, sich auch um eine private Vorsorge für das Alter zu kümmern. Damit sich die private Altersvorsorge lohnt, solltest du möglichst früh damit anfangen zu sparen. So hast du genug Zeit, ein stattliches Polster anzulegen. Doch die Zinsen befinden sich auf einem historischen Tiefstand.

Eine gute Möglichkeit, höhere Renditen zu erzielen, sind Aktien. Aktien sind Anteile großer Unternehmen und unterliegen nicht der Inflation. Kaufst du Aktien, partizipierst du direkt am Gewinn des Unternehmens.

Zum einen schütten viele Firmen Dividenden an ihre Anleger aus. Zum anderen profitierst du von der Wertentwicklung, wenn du die Aktien zu einem höheren Preis verkaufst, als du sie gekauft hast.

Allerdings ist es nicht so einfach, gewinnbringende Unternehmen zu finden oder zu wissen, wann genau der richtige Verkaufszeitpunkt ist. Setzt du auf das falsche Pferd, machst du vielleicht sogar Verluste.

Eine gute Alternative sind Fonds und Indexfonds. Wie gesehen, investierst du dabei nicht in einzelne Firmen, sondern in Wertpapiere mehrerer Unternehmen, die in Fonds gebündelt sind.

Kaufst du einen Anteil an einem Fonds, kaufst du damit ein breit gefächertes Portfolio mit vielen Wertpapieren. Nicht jede Firma deines Fonds macht immer einen Gewinn.

Doch wenn es Verluste gibt, werden diese üblicherweise durch die Anteile erfolgreicher Unternehmen ausgeglichen. Du verlierst als Anleger also nicht gleich dein ganzes Geld, nur weil eine einzelne Firma wirtschaftlich schlecht dasteht.

Sind ETFs eine Alternative zur Rentenversicherung?

Der Vorteil einer klassischen privaten Rentenversicherung besteht darin, dass dir eine garantierte lebenslange Rente zufließt und dass diese im Alter steuerlich begünstigt ist. Du weißt von Anfang an, welchen Zinssatz du für das eingezahlte Geld erhältst und welche Höhe deine Rente am Ende haben wird. Allerdings sind die Zinssätze aktuell sehr niedrig.

Anlagen in Wertpapiere bieten eine größere Chance auf eine gute Rendite. Allerdings bergen sie auch ein größeres Risiko: Du hast keine Garantie, wie hoch deine Zusatzrente am Ende sein wird.

In der Vergangenheit war die Entwicklung von Aktien und Fonds über einen langen Zeitraum zwar immer positiv, das schützt dich aber nicht vor zwischenzeitlichen Kursverlusten wie in der Finanzkrise 2008 oder der Corona-Pandemie 2020. Du solltest immer im Hinterkopf behalten, dass Verluste möglich sind.

Wer kann, sitzt solche Krisen und Kursverluste aus und hofft auf bessere Zeiten. Wer aber genau dann an sein Geld muss, wenn die Kurse schlecht stehen, wird möglicherweise weniger rausbekommen, als er eingezahlt hat.

ETFs können als Ergänzung zur Rentenversicherung sinnvoll sein. Da sie passiv gemanagt werden, sind sie vergleichsweise günstig. Außerdem verringert die breite Streuung besonders auf lange Sicht das Risiko, dass es zu starken Verlusten kommt.

Zusammenfassung

  • Aktien bieten Chancen auf gute Renditen, bergen aber auch Risiken.
  • ETFs eignen sich zum Vermögensaufbau, auch für die Altersvorsorge. Sie bieten die Chance auf höhere Renditen, es gibt jedoch keine Garantie auf Gewinne.
  • Die breite Streuung von ETFs verringert auf lange Sicht das Risiko großer Verluste.

Altersvorsorge mit ETFs – so geht’s

ETF-Sparen als Altersvorsorge

Um selbst in ETFs zu investieren, benötigst du ein Wertpapierdepot. Das kannst du bei deiner Hausbank oder einem Online-Broker eröffnen. Bei Letzteren hast du meistens etwas niedrigere Kosten, doch auch Banken haben oft attraktive Angebote.

Du kannst die Anteile an den gewünschten ETFs als Einmalanlage kaufen, also eine größere Summe auf einen Schlag investieren. Dafür fallen allerdings Gebühren an.

Anders sieht es bei Sparplänen aus. Bei einem ETF-Sparplan zahlst du regelmäßig, etwa monatlich, einen festgelegten Betrag in den gewünschten ETF ein. Der Betrag muss noch nicht mal besonders hoch sein – oft sind ETF-Sparpläne schon ab 25 oder 50 Euro erhältlich.

Zwar fallen auch hier Gebühren an, allerdings gibt es oft einen Rabatt, was sie günstiger macht als eine Einmalanlage. Es gibt jedoch nicht bei jedem Broker jeden ETF als Sparplan. Am besten informierst du dich vor dem Kauf über die verschiedenen ETF-Anbieter.

Rentenversicherung mit ETF

Mittlerweile gibt es auch private Rentenversicherungen, die ausschließlich in ETFs investieren. Diese haben gegenüber dem eigenen Fonds-Investment einige Vorteile:

  • Sicherheit: Du bestimmst, wie risikoreich und damit renditeorientiert die Versicherung anlegen soll. Wenn du magst, kannst du eine Beitragsgarantie vereinbaren. Dabei verzichtest du zwar auf Rendite, weißt aber, womit du rechnen kannst.

  • Steuern: Du musst nur die Hälfte der Gewinne versteuern.

  • Umschichten: Beim Umschichten fallen für dich keine Gebühren an.

Eine ETF-Rentenversicherung ist jedoch etwas weniger flexibel als ein eigenes Depot. Bei einem kurzzeitigen finanziellen Engpass kannst du einfach deine Einzahlung in den Sparplan pausieren oder ein paar Anteile verkaufen.

Zwar hast du bei den meisten Rentenversicherungen auch die Möglichkeit einer kurzzeitigen Stundung der Beiträge. Geld daraus zurückbekommen kannst du jedoch nicht. Im Großen und Ganzen ist eine Rentenversicherung, die in ETFs anlegt, aber eine gute und für dich zudem bequeme Option.

Wie du dein Geld für die Rente aus dem ETF, durch Umschichten absicherst 

Wer seine Investitionen absichern will, der kommt nicht umhin, sein Geld umzuschichten. Beim Umschichten werden Anteile an chancenorientierteren Fonds verkauft und der Erlös in sicherere Anlageklassen investiert.

Neben Kauf- und Verkaufsgebühren fallen dabei allerdings jedes Mal Steuern an. Nur 801 Euro im Jahr sind steuerfrei (bei Eheleuten sind es 1.602 Euro), danach müssen Kapitalertragssteuern abgegeben werden.

Aber: Genau hier liegt der Vorteil im Versicherungsmantel, zum Beispiel in einer Privaten Rentenversicherung. Wer sich dort entscheidet, sein Geld künftig in andere Anlageklassen anzulegen, der zahlt für dieses Umschichten keine Kapitalertragssteuern und keine Verkaufs-/Kaufgebühren beim Broker.

Das macht die Private Rentenversicherung mit ETFs gegenüber dem privaten Sparen mit ETFs attraktiv.

Zusammenfasssung

  • Du kannst eine größere Einmalanlage tätigen oder regelmäßig eine kleine Summe in einen ETF-Sparplan investieren. ETF-Sparpläne müssen nicht teuer sein.
  • Du kannst auch eine private Rentenversicherung abschließen, die in ETFs investiert.
  • Durch kostenloses Umschichten in sichere Anlageklassen kannst du dein Geld für die Rente absichern

ETF als Altersvorsorge – ja oder nein?

ETFs sind eine gute Möglichkeit, auch in Zeiten niedriger Zinsen an höhere Renditen für die Altersvorsorge zu kommen. Besonders ETF-Sparpläne sind eine einfache Form der Geldanlage am Aktienmarkt, du musst dich nicht täglich mit Börsenkennzahlen und den globalen Märkten beschäftigen, um als Anleger eine gute Rendite zu bekommen.

Du solltest dich jedoch nicht allein auf dein ETF-Portfolio verlassen, denn du weißt nie, wie die Märkte stehen, wenn du in Rente gehst. Es ist aber eine renditestarke Ergänzung zu deinen anderen Vorsorgemöglichkeiten und Geldanlagen.

Welchen ETF du zur Altersvorsorge oder allgemein als Geldanlage nehmen sollst, lässt sich nicht pauschal sagen. Eine breite Streuung wie beim MSCI World senkt im Allgemeinen das Risiko. Doch um die besten ETFs für dich zu finden, wirst du nicht darum herumkommen, dich ausführlich zu informieren.

Die einfachste Möglichkeit ist der Abschluss einer Rentenversicherung, die in ETFs investiert. Die CLARK-Experten beraten dich dabei gerne zu deinen verschiedenen Möglichkeiten.

Nächste Schritte

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

03

Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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Alexander
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