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Weniger als die Hälfte der Bevölkerung lebt vom eigenen Erwerbseinkommen

Nur 46 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebten im Jahr 2021 von der eigenen Erwerbstätigkeit. Das teilte das Statistische Bundesamt vor kurzem als erstes Ergebnis seiner jährlichen Haushaltsbefragung (Mikrozensus) mit.

24 Prozent bestritten ihren Lebensunterhalt überwiegend von den Einkünften ihrer Angehörigen, was sowohl die Eltern einschließt als auch die Partnerin oder den Partner. Auch wenn der Anteil der Frauen, die von der eigenen Erwerbstätigkeit lebten, deutlich höher ausfiel als noch im Jahr 2000, stellte das Statistische Bundesamt fest, dass noch immer mehrheitlich Frauen auf die Einkünfte von Angehörigen angewiesen waren (27 Prozent Frauen, 20 Prozent Männer) und dass auch in der Gruppe der Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren deutlich mehr Männer vom eigenen Einkommen lebten (79 Prozent) als Frauen (66 Prozent).

Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) lebte 2021 hauptsächlich von Renten- und Pensionszahlungen. 7 Prozent waren auf öffentliche Leistungen wie Arbeitslosengeld I oder II, Grundsicherung, BAfög oder Elterngeld angewiesen.

Immer mehr Last auf immer weniger Erwerbstätigen

Demnach verteilen sich schon heute sämtliche finanziellen Lasten auf weniger als der Hälfte der Bevölkerung. Ein Trend, der sich durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren verstärken dürfte. Denn dadurch, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden und die Generation der Babyboomer in den nächsten Jahren in Rente gehen wird, dürfte die Zahl der Rentenempfänger (22 Prozent) steigen, während die Zahl derer, die vom eigenen Erwerbseinkommen leben (46 Prozent) weiter sinken wird. Die Sozialsysteme, allen voran die Renten­versicherung, die schon heute mit über 100 Milliarden pro Jahr aus Steuergeldern bezuschusst wird, wird das weiter unter Druck setzen.

Bedeutung der privaten Vorsorge steigt

Privat vorzusorgen wird dadurch immer wichtiger, nicht nur, was die private Altersvorsorge betrifft, sondern auch an Pflege- und Krankenzusatz­versicherungen sollte gedacht werden. Denn klar ist: Die Lücken in den Sozialsystemen werden sich nicht unendlich mit Steuergeldern stopfen lassen. Und kann der demografische Wandel durch Gegen­maßnahmen wie beispielsweise eine verstärkte Zuwanderung nicht abgefangen werden, sind Beitragserhöhungen, wie sie unlängst schon für die gesetzliche Kranken­versicherung im Gespräch waren, einerseits und Leistungskürzungen andererseits vorprogrammiert. Bereits heute beträgt das allgemeine Rentenniveau nur 48 Prozent des Durchschnittsverdiensts. Das bedeutet: Wer 45 Jahre lang das Durchschnittsentgelt von derzeit 38.901 Euro verdient, der erhält später eine Bruttorente, die gerade einmal 48 Prozent dessen entspricht. Umgerechnet sind das 1.620,90 Euro – vor Steuern und Sozialabgaben. Schon jetzt wird damit gerechnet, dass das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent absinken wird.

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Frauen besonders von Altersarmut betroffen

Die Gefahr, den eigenen Lebensstandard im Alter nicht mehr halten zu können, betrifft jeden. Doch sind Frauen stärker betroffen als Männer, wie auch die Ergebnisse des Mikrozensus andeuten: Nur 66 Prozent der Frauen gaben an, vom eigenen Erwerbseinkommen zu leben (Männer 79 Prozent), und 27 Prozent waren abhängig von den Einkünften anderer (Männer 20 Prozent).

Das hat verschiedene Ursachen: So sind es immer noch viel häufiger Frauen, die für die Kindererziehung zurückstecken und in eine Teilzeitbeschäftigung wechseln. 2020 waren zwei Drittel aller erwerbstätigen Mütter in Teilzeit beschäftigt (65,5 Prozent), unter den erwerbstätigen Vätern waren es dagegen nur 7,1 Prozent. Auch der noch immer vorhandene „Gender Pay Gap“ trägt zur schlechteren finanziellen Situation von Frauen bei, die sich jüngst in einer repräsentativen Umfrage widerspiegelte, welche CLARK im März zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt hatte. Jede dritte Frau hatte dort geäußert, nicht über die finanziellen Mittel zu verfügen, um privat fürs Alter vorzusorgen.

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