Berufsunfähigkeitsversicherung – wann zahlt sie?

Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung? Alles, was du zu deiner BU-Versicherung, ihren Leistungen und der BU-Rente wissen solltest.

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Das Wichtigste in Kürze

Du stehst mit beiden Beinen im Job und plötzlich passiert es: Burn-out, Krebs oder ein schwerer Verkehrsunfall werfen dich aus dem Arbeitsleben. Das kann mit einschneidenden finanziellen Einbußen einhergehen. Wenn du auf eine lange Zeit nicht arbeiten kannst, dann hilft dir eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie zahlt dir eine Rente, um dein fehlendes Einkommen auszugleichen.

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Deine Berufsunfähigkeits-versicherung zahlt dir eine Rente, wenn du berufsunfähig wirst.

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Zu deinem Antrag auf BU-Rente gehören verschiedene Unterlagen, unter anderem von deinen behandelnden Ärzten.

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Die Höhe deiner BU-Rente und der Zeitraum der Auszahlung sind in deinem individuellen Vertrag festgelegt.

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Wann wird Berufsunfähigkeitsrente gezahlt?

Deine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Absicherung für den Fall, dass du deinem aktuell ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen längerfristig nicht mehr nachgehen kannst. Sie zahlt dir monatlich eine vereinbarte Rente und ist dafür gedacht, dass du in einem solchen Fall deinen gewohnten Lebensstandard halten kannst. So hast du bei einer schweren Krankheit nicht auch noch finanzielle Sorgen. Dazu reichen die gesetzlichen Leistungen wie die Erwerbsminderungsrente meistens nicht aus.

Wann greift die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Um deine Rente ausgezahlt zu bekommen, musst du nach Definition der Versicherungsanbieter berufsunfähig sein. Ob diese Berufsunfähigkeit aufgrund einer körperlichen oder psychischen Erkrankung eintritt, spielt üblicherweise keine Rolle. Allerdings kann es sein, dass dein Vertrag Ausschlussklauseln enthält und einige Erkrankungen von dem Versicherungsschutz ausnimmt. Dies ist zum Beispiel bei Allergien oft der Fall.

Üblicherweise müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: 

  • Nur noch 50 Prozent der Arbeit schaffbar: Ein Arzt muss feststellen, dass du wegen Krankheit oder Unfall deiner aktuellen beruflichen Tätigkeit nur noch zu maximal 50 Prozent nachkommen kannst.

  • Sechs Monate Prognosezeitraum: In deinem Vertrag findest du den sogenannten Prognosezeitraum. Dieser beträgt bei so gut wie allen Anbietern sechs Monate. Das ist die Zeit, die deine Berufsunfähigkeit voraussichtlich mindestens andauern muss. Auch dies muss dein Arzt bestätigen.

Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht?

Es gibt Situationen, in denen die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt. Zunächst einmal musst du die oben genannten Bedingungen erfüllen, um die Leistung der Versicherung zu bekommen. Wenn du einen Leistungsantrag gestellt hast, überprüft der Versicherer, ob du beim Vertragsabschluss vollständige und richtige Angaben gemacht hast. Ist das nicht der Fall, kann die Versicherung die Leistung ablehnen.

Besonders gründlich achten die Versicherer hier auf die Gesundheitsprüfung. Wenn du dabei falsche Angaben gemacht oder etwas vergessen hast, kann dir dein Anbieter die Leistung verwehren oder dir sogar den Vertrag kündigen. Sei also besser immer ehrlich, wenn du in der Gesundheitsprüfung Fragen zu deiner Gesundheit beantwortest.

Doch selbst wenn du alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet hast, kann es passieren, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt. Eventuell hast du Vorerkrankungen, die von der Leistung ausgeschlossen waren. Wenn diese der Grund deiner Berufsunfähigkeit sind, bekommst du ebenfalls keine BU-Rente.

Einige BU-Tarife enthalten im Kleingedruckten für dich nachteilige Klauseln. Achte zum Beispiel bei deiner Berufsunfähigkeitsversicherung schon beim Abschluss auf die sogenannte abstrakte Verweisung. Diese erlaubt dem Versicherer, dich bei Berufsunfähigkeit auf eine vergleichbare andere Tätigkeit zu verweisen, die du theoretisch noch ausüben könntest. Dann bekommst du kein Geld. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung enthält diese Klausel nicht, und die meisten Versicherungen verzichten mittlerweile auch darauf.

Schließlich wird die Berufsunfähigkeitsrente ebenfalls nicht ausgezahlt, wenn noch nicht alle Unterlagen bei der Versicherung eingegangen sind. Darum solltest du deinen Leistungsantrag immer möglichst vollständig ausfüllen und entsprechend Unterlagen nachliefern, wenn diese gefordert werden. Wenn du dabei Hilfe benötigst, wende dich gern an die CLARK-Experten.

Zusammenfassung

  • Die BU-Versicherung hilft dir mit Auszahlung einer monatlichen Rente, den Einkommensverlust bei Berufsunfähigkeit abzufangen.
  • Berufsunfähig bist du, wenn du deinen aktuell ausgeübten Beruf aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen für mindestens sechs Monate nur noch zu maximal 50 Prozent ausüben kannst.
  • Es spielt keine Rolle, ob die Berufsunfähigkeit aufgrund körperlicher oder psychischer Erkrankung eintritt.
  • Du solltest bei Abschluss deiner BU-Versicherung auf die Details im Vertrag achten.

Berufsunfähigkeitsrente beantragen

Wie du den Leistungsantrag stellst

Du erhältst die Leistung deiner Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn du berufsunfähig bist. Um die Rente zu bekommen, musst du einen Antrag bei deinem Versicherungsanbieter stellen und eine Reihe Unterlagen und Nachweise mitschicken.

Dein Anbieter prüft die Unterlagen und stellt eventuell Nachfragen. Meistens reichen die Gutachten deiner Ärzte. Manchmal werden die Versicherten auch noch für eine weitere Meinung zu einem Gutachter geschickt. Wenn dein Leistungsantrag bewilligt wird, wirst du informiert und bekommst deine monatliche Rente auf das Konto.

Bei einer guten BU-Versicherung bekommst du die Auszahlung auch rückwirkend. Manchmal bist du eine Weile krank und alle hoffen, dass du aufgrund der Reha-Maßnahmen bald wieder einsatzfähig bist. Wenn die Prognose, wie lange du noch ausfallen wirst, erst später aufgestellt werden kann, erhältst du rückwirkende Leistungen.

Darum solltest du bereits bei Vertragsabschluss darauf achten, dass in deinem Vertrag keine Meldefrist steht. In dem Fall greift deine Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei etwas späterer Meldung und du erhältst die Auszahlungen rückwirkend.

In der Regel meldest du dich bei deinem Versicherer und besprichst, welche Unterlagen du für den Antrag einreichen musst. Einige Anbieter haben auch Betreuer, die direkt zu dir nach Hause kommen und dich bei der Erstellung deines Antrags unterstützen, damit du deine Leistungen schnell erhalten kannst. Auch die CLARK-Experten können dir helfen.

Was bei der Antragstellung zu beachten ist

Damit deine Berufsunfähigkeitsrente schnell bewilligt wird, solltest du bei deinem Leistungsantrag einiges beachten: 

  • Erstelle einen lückenlosen Nachweis deiner Berufsunfähigkeit.

  • Lege deinem Antrag Untersuchungsergebnisse und Gutachten von Ärzten oder Therapeuten oder Nachweise über Klinik- und Krankenhausaufenthalte bei.

  • Dein behandelnder Arzt erstellt ein Attest, aus dem hervorgeht, wie lange du voraussichtlich berufsunfähig sein wirst. Mindestens sechs Monate sollten hier als Prognosezeitraum angegeben sein. Andernfalls zahlt deine Versicherung nicht.

Warte nicht zu lange mit dem Antrag. Die Bearbeitung kann auch etwas dauern.

Zusammenfassung

  • Zum Antrag auf Leistung deiner Berufsunfähigkeitsversicherung gehören Unterlagen wie Atteste der behandelnden Ärzte.
  • Du hast verschiedene Möglichkeiten, dir beim Ausfüllen des Antrags helfen zu lassen.

Auszahlung der BU-Rente

Wie lange dauert es bis zur Leistung?

Von der Antragstellung bis zur Zahlung der BU-Rente kann es eine Weile dauern. Einige Versicherer bieten dir die Regulierung deines Antrags innerhalb weniger Wochen an, andere benötigen einige Monate dafür.

In jedem Fall beschleunigst du den Prozess, wenn du deinen Leistungsantrag vollständig einreichst und Nachfragen der Versicherung schnell beantwortest. Je schneller du die entsprechenden Unterlagen einreichst, desto schneller kann dein Antrag bearbeitet werden.

Wie lange wird Berufsunfähigkeitsrente gezahlt?

Zwei Faktoren begrenzten die Dauer, wie lange dir eine Berufsunfähigkeitsrente gezahlt wird: Vertragsdauer und Dauer der Berufsunfähigkeit.

Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung legst du fest, wie lange dein Vertrag laufen soll. Es empfiehlt sich, den Vertrag bis unmittelbar zum Renteneintritt laufen zu lassen, also in der Regel bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres. Im Fall einer Berufsunfähigkeit würde sich dann an die BU-Rente direkt eine Altersrente anschließen. Das schlägt sich jedoch auch in der Höhe deines monatlichen Beitrags nieder, denn: Je älter du wirst, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit. Aus diesem Grund legen einige Versicherte eine kürze Vertragslaufzeit fest, bspw. bis zum 65. Lebensjahr. Dann solltest du allerdings bedenken, dass du entweder noch zwei Jahre aus deinem Ersparten überbrücken oder zusätzliche Abschläge auf deine gesetzliche Rente in Kauf nehmen müsstest.

Der zweite begrenzende Faktor ist die Dauer der Berufsunfähigkeit. Denn nicht jeder, der berufsunfähig wird, scheidet auch wirklich dauerhaft aus dem Berufsleben aus. Viele kehren irgendwann wieder in ihren alten Beruf zurück. Dann endet auch der Bezug der Berufsunfähigkeitsrente.

Wie viel zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wie viel die Versicherung zahlt, hängt von deinem Tarif ab. Bei Vertragsabschluss wird festgelegt, wie viel Berufsunfähigkeitsrente du im Monat bekommen würdest. Im Idealfall deckt sie deine Lebenshaltungskosten, also Miete, Lebensmittel, Strom, Versicherungen und so weiter ab. Empfohlen wird, dass du 70 bis 80 Prozent deines Nettoeinkommens absicherst, mindestens aber 1.000 Euro. Da die Berufsunfähigkeitsrente dann wahrscheinlich deine einzige Einkommensquelle sein wird, solltest du sie nicht zu gering ansetzen. Bedenke beim Festlegen der Rentenhöhe im Vorfeld, dass auf deine Berufsunfähigkeitsrente wie auf andere Einkünfte Steuern anfallen.

Zusammenfassung

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird solange gezahlt, wie die Berufsunfähigkeit besteht, oder die Vertragslaufzeit zuende ist.
  • Die Höhe der BU-Rente wird bei Vertragsabschluss festgelegt. Empfohlen wird, 70 bis 80 Prozent seines Nettoeinkommens abzusichern, mindestens jedoch 1.000 Euro.
  • Du musst die Berufsunfähigkeitsrente versteuern.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die wichtigste Absicherung überhaupt. Im Idealfall wird sie nur einmal abgeschlossen und sichert dich für den Rest deines Erwerbslebens ab. Du solltest deswegen nicht leichtfertig einen Vertrag abschließen, sondern dir den Versicherer genau aussuchen.

Online kannst du vergleichen, was Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten und wie viel sie kosten. Doch der Vergleich ersetzt keine Beratung. Der Tarif-Dschungel ist außerdem weitläufig und unübersichtlich. Schneller und sicherer kommst du voran, wenn du einen Experten heranziehst. Die Versicherungsexperten von CLARK helfen dir dabei, den Versicherer herauszusuchen, der am besten zu dir passt.

Denn am Ende zählt bei deiner Absicherung die Leistung mehr als der Preis. Schließlich geht es um deine Existenz. So gehst du vor:

Nächste Schritte

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Telefon, per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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