Rechtsschutzversicherung für Studenten

Eine Rechtsschutzversicherung kann auch für Studenten sinnvoll sein. Welche Module im Studium zählen und was Studenten-Tarife kosten: Jetzt informieren.

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Eine Rechtsschutzversicherung kann im Fall eines Rechtsstreits vor immensen Ausgaben schützen. Vor Abschluss einer Police sollten Studenten prüfen, ob sie noch über die Eltern abgesichert sind. Andernfalls lohnt sich ein Tarif-Vergleich: Studenten zahlen für die Absicherung pro Jahr weniger Beitrag als ein einziger Gang zum Anwalt kosten würde.

Ist in Deutschland Rechtsschutz für Studenten kostenlos?

Als Student hast du gegebenenfalls Anspruch auf eine kostenlose rechtliche Erstberatung. Auch falls es zu einem Verfahren kommt, kannst du Beihilfe beantragen (Prozesskostenzuschuss). Darauf möchtest du dich aber wahrscheinlich nicht in jeder Situation verlassen. Denn bei einer Niederlage vor Gericht musst du mindestens die Kosten des gegnerischen Anwalts übernehmen. Außerdem musst du die Beihilfe zurückzahlen, wenn du innerhalb von vier Jahren nach dem Urteil genug Geld verdienst. Auf Nummer sicher gehst du mit einer Rechtsschutzversicherung

 

Brauchen Studenten eine Rechtsschutzversicherung?

Die Rechtsschutzversicherung ist keine Pflichtversicherung. Auch unter den freiwilligen Versicherungen gibt es mindestens eine, die wichtiger für dich ist: die Haftpflichtversicherung. Dennoch kann eine spezielle Studenten-Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein, weil sie dir bei Streitigkeiten den Rücken stärkt. 

Ein Beispiel: Du fällst durch eine Prüfung und dein berechtigter Einspruch wird abgelehnt. Wagst du ohne Rechtsschutzversicherung eine Klage? Finanziell ist das riskant. Falls du gewinnst, bekommst du das eingesetzte Geld zurück. Verlierst du aber, wirst du dich vielleicht verschulden müssen – unter Umständen mit bis zu mehreren Tausend Euro. Eine Rechtsschutzversicherung hingegen bezahlt den Anwalt und eventuelle Gerichtskosten auch, wenn es nicht läuft wie geplant. Voraussetzung dafür ist, dass der Versicherer zu Beginn des Streits eine Deckungszusage erteilt hat. 

 

In welchen Situationen unterstützt mich die „Rechtsschutz Student“?

Auch als Student kannst du in eine Fülle von Situationen geraten, in denen du den Beistand eines Anwalts brauchst. Denke beispielsweise an folgende Szenarien: 

  • Dir wird dein Studienplatz verweigert. Eine Klage dagegen ist finanziell riskant. Dieses Risiko übernimmt eine Studenten-Rechtsschutzversicherung, sofern Verwaltungsrechtsschutz mitversichert ist. 

  • Du gehst einem Studentenjob nach. Beim Lohn vertröstet dich dein Arbeitgeber Monat für Monat. Am Ende siehst du dich gezwungen, zu einem Anwalt zu gehen. Eine Rechtsschutzversicherung mit Berufsrechtsschutz übernimmt die Kosten. 

  • Dein BAföG-Antrag wird abgelehnt. Die Gründe kannst du nicht nachvollziehen. Du klagst, unterstützt von der Versicherung

  • Dein Vermieter kündigt dir die mit viel Mühe gefundene Wohnung wegen Eigenbedarf für die Tochter. Dabei lebt die Familie des Vermieters in einem großen Haus in der gleichen Stadt. Eine Mieterrechtsschutzversicherung hilft. 

  • Ein Autofahrer biegt rechts ab und du landest mit dem Rad auf der Motorhaube. Der Mann behauptet, du seist bei Rot gefahren. Eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung deckt die Anwalts- und Verfahrenskosten.

 

Übernimmt eine Rechtsschutzversicherung die Kosten jedes Rechtsstreits?

Wäre das so, könnte sich kaum jemand die Beiträge dieser Versicherung leisten. Die Anbieter kontrollieren ihre eigenen Kosten unter anderem, indem sie die Erfolgsaussichten eines Rechtsstreits prüfen. Nur nach einer sogenannten Deckungszusage fließt Geld. Vor allem aber legen Versicherer und Versicherter zu Beginn vertraglich fest, welche Leistungen die Rechtsschutzversicherung umfassen soll. Beispiel: Wünschst du künftig Unterstützung gegen Vermieter, muss der Baustein „Mieterrechtsschutz“ enthalten sein.

 

Wie im Studium: Module wählen

Das Fundament einer Rechtsschutzversicherung ist der Privatrechtsschutz. Leistungen, die über das private Umfeld hinausgehen, musst du explizit hinzuwählen.

 

Worauf sollte ich online beim Rechtsschutzversicherung-Vergleich für Studenten achten?

Überlege dir zunächst, in welchen Lebenssituationen du Versicherungsschutz brauchen könntest. Davon hängt der Leistungsumfang ab. 

Beispiel 1: Fährst du oft Auto? Oder bist du mit dem Rad mobil? Dann lohnt sich Verkehrsrechtsschutz. Nutzt du die Öffentlichen, kannst du diesen Baustein der Versicherung eher weglassen. 

Beispiel 2: Als Student hast du wahrscheinlich häufig mit Verwaltungen zu tun. Dabei kann es zu Streit kommen, beispielsweise um Studiengebühren, BAföG oder Prüfungsergebnisse. Achte bei deinem Tarif-Vergleich online darauf, dass der Anbieter Verwaltungsrechtsschutz gewährt. 

Bedenke außerdem, dass für Rechtsschutzversicherungen häufig eine Wartezeit gilt. Das bedeutet: Du kannst in vielen Fällen nicht mit sofortiger Absicherung rechnen. Der Versicherer würde dir beispielsweise frühestens drei Monate nach Abschluss der Police unter die Arme greifen. Zu lange? Dann lies unseren Ratgeber Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit

 

Können sich Studenten über die Eltern rechtsschutzversichern?

Verfügen die Eltern über eine Rechtsschutzversicherung, ist unter bestimmten Voraussetzungen der Rechtsschutz für Studenten kostenlos. Denn bei vielen Anbietern sind volljährige Kinder über die Eltern mitversichert und können sich die Beiträge sparen. Schaut aber im Vertrag nach, welche Leistungen der Versicherer für Studenten erbringt und an welche Bedingungen die Mitversicherung geknüpft ist. Dazu könnte gehören, dass du 

  • dich im Erststudium befindest

  • das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet hast

  • noch nicht verheiratet bist

 

Gilt meine Rechtsschutzversicherung auch im Ausland?

Wo und wie lange du im Ausland Versicherungsschutz genießt, hängt von deinem Tarif ab. So kann beispielsweise die Deckungssumme je nach Land unterschiedlich ausfallen. Die Deckungssumme ist die Höchstgrenze, bis zu der eine Versicherung dich in einem Rechtsstreit unterstützt. Außerdem kann der Versicherungsschutz im Ausland zeitlich befristet sein.

Tipp

Du weißt schon vor Abschluss deines Vertrags, dass du ein, zwei Semester außerhalb Deutschlands verbringen möchtest? Dann achte online beim Rechtsschutzversicherung-Vergleich für Studenten darauf, dass der Rechtsschutz im Ausland bis zu einem Jahr gilt. 

Welche Faktoren bestimmen über die Höhe der Beiträge im Studium?

Mit einem Studenten-Tarif kannst du gegenüber Standard-Tarifen Geld sparen. Deine Beiträge als Student richten sich vor allem nach dem Leistungsumfang, der Selbstbeteiligung und der Zahlweise. Selbstbeteiligung bedeutet, dass du bei einem Rechtsstreit eine festgesetzte Summe zu den Kosten beisteuerst. Häufige Selbstbeteiligungen sind 150 Euro, 300 Euro beziehungsweise 500 Euro pro Fall. Manche Versicherer bieten im Studenten-Tarif auch die Option „50 Euro Selbstbehalt“ an. Bei der Zahlweise entscheidest du dich zwischen monatlich und jährlich. Mit der jährlichen Zahlung kannst du bei manchen Anbietern rund 5 Prozent Beitrag sparen, weil sie damit weniger Aufwand haben. 

 

Wie viel kostet Rechtsschutz im Studententarif?

Eine Basisversicherung für den Privatrechtsschutz bekommst du als Student schon für gut 60 Euro im Jahr. Allerdings musst du dann von einem relativ hohen Selbstbehalt ausgehen und auf Zusatzbausteine verzichten. Wir empfehlen dir einen solchen Tarif nur bedingt. Jenseits billiger Basis-Tarife steigt der Beitrag mit deinen Bedürfnissen. Wenn du Wert auf Verwaltungsrechtsschutz legst und die Selbstbeteiligung auf 150 Euro festlegst, kommst du beispielsweise auf gut 150 Euro Jahresbeitrag. Fügst du deiner Absicherung nun noch die Module Berufsrechtsschutz, Mieterrechtsschutz und Verkehrsrechtsschutz hinzu, bewegen sich deine jährlichen Kosten zwischen 200 und 350 Euro.

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