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Arbeitsrechtsschutz: Rückendeckung für Streit mit dem Arbeitgeber

Die Arbeitsrechtsschutz­versicherung übernimmt die Kosten, wenn Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber in Rechtsstreit geraten. Wann der Schutz sich lohnt.
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Ob im Kollegen- oder Freundeskreis: So gut wie jeder kennt jemanden, der sich schon einmal per Anwalt oder sogar vor Gericht mit dem Arbeitgeber gestritten hat. Arbeitnehmer können sich vor den finanziellen Risiken eines solchen Rechtsstreits schützen, wenn sie rechtzeitig eine Arbeitsrechtsschutz-Versicherung abschließen. Dazu ist in der Regel eine Privatrechtsschutz­versicherung als Basis notwendig.

Lohnt sich der Abschluss einer Rechtsschutz­versicherung für den Beruf?

Statistisch gesehen ist das Risiko von Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber relativ hoch: Im Jahr 2018 urteilten deutsche Arbeitsgerichte in knapp 320.000 Fällen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Diese Zahl lässt zwar keine direkten Rückschlüsse darauf zu, wie wahrscheinlich ein Rechtsstreit für dich persönlich ist. Arbeitsrechtsschutz dürfte aber beispielsweise sinnvoll sein, wenn du in einem Unternehmen arbeitest, in dem das Prinzip „Hire and Fire“ gilt. Auch wenn in deiner Branche Arbeitnehmerrechte und Arbeitnehmervertretung eher wie Fremdwörter klingen, solltest du über den Abschluss einer Rechtsschutz­versicherung mit Berufsrechtsschutz nachdenken.  

Gut zu wissen

Manche Menschen beschreiten den Rechtsweg nur, wenn sie ihrer Sache vollkommen sicher sind: Sie gehen davon aus, bei einem Sieg die Kosten von der Gegenseite erstattet zu bekommen. Im Arbeitsrecht nützt diese Haltung allerdings wenig. Wer den Arbeitgeber verklagt, muss den Anwalt in jedem Fall selbst bezahlen.

Für wen ist eine Arbeitsrechtsschutz­versicherung weniger sinnvoll?

Wie sinnvoll Rechtsschutz im Job ist, hängt von deiner eigenen Risikoeinschätzung ab. Hältst du dein berufliches Umfeld für vergleichsweise sicher, kannst du eventuell auf beruflichen Rechtsschutz verzichten. Gehörst du beispielsweise einer Gewerkschaft an, bekommst du die nötige Unterstützung wahrscheinlich auch ohne eine Rechtsschutz­versicherung. 

Warum stoße ich bei der Online-Suche nach nur auf private Rechtsschutz­versicherungen?

Für Angestellte ist der Arbeitsrechtsschutz in der Regel Teil einer Privatrechtsschutz­versicherung. Du kannst eine Arbeitsrechtsschutz­versicherung also nicht separat abschließen. Ausnahmen gelten beispielsweise für Beamte. Und Freiberufler beziehungsweise Selbstständige müssen sogar einen separaten Rechtsschutz abschließen, wenn sie im Job Versicherungsschutz genießen wollen.

Tipp

Falls du bereits über eine private Rechtsschutz­versicherung verfügst, dann prüfe, ob du den enthaltenen Arbeitsrechtsschutz noch brauchst. Als Rentner nützt er dir naturgemäß nichts mehr. Auch Selbstständige sollten ihren Versicherer bitten, den Baustein aus dem Vertrag zu entfernen. Vielleicht lässt sich so etwas Beitrag sparen.

Berufsrechtsschutz: Was ist versichert?

Die Arbeitsrechtsschutz­versicherung greift je nach Vertrag und Tarif bei Streitigkeiten um folgende Themen:  

  • Kündigung
  • Arbeitszeugnis
  • Abmahnung
  • Abfindung
  • Gehalt und Gehaltsbestandteile (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld)
  • Vergütung von Überstunden
  • Mutterschutz beziehungsweise Vaterschutz
  • Diskriminierung zum Beispiel wegen Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Veranlagung. 

Die meisten Versicherer zahlen erst, wenn der Anlass zu einem Rechtsstreit gegeben ist. Die pure Ankündigung des Arbeitgebers, dir zu kündigen, rechtfertigt also noch keine Versicherungsleistung. Lässt du dich wegen einer Ankündigung anwaltlich beraten, musst du das Gespräch selbst bezahlen. 

Welche Kosten trägt der Versicherer außer den Anwaltskosten? 

Sobald dein Arbeitgeber offiziell eine Entscheidung getroffen hat, die dir rechtswidrig erscheint, weihe deine Versicherung ein. Sie muss entscheiden, ob sie dir eine Deckungszusage für den Rechtsstreit erteilt. Deckungszusage bedeutet, dass der Versicherer die finanziellen Risiken im konkreten Fall übernimmt.

Liegt dir das entsprechende Schreiben vor, bezahlt das Versicherungsunternehmen neben den Anwaltskosten die

  • Gerichtskosten
  • Gutachten
  • Zeugengelder
  • Schlichtung beziehungsweise Mediation
  • Rechnung der Gegenseite, falls der Rechtsstreit verlorengeht

Beachte bitte, dass Anbieter je nach Tarif von dieser Aufzählung abweichen. Bei manchen Versicherern hängen die Leistungen davon ab, ob du bestimmte Bedingungen erfüllst. So kannst du dir beispielsweise den Anwalt nicht immer selbst aussuchen. Auch Mediation gilt nicht in allen Verträgen als Standardleistung.

In welchen Fällen verweigert der Versicherer die Kostenübernahme?

Eine Deckungszusage ist ausgeschlossen, wenn die angefragte Leistung nicht Teil des Vertrages ist oder wenn der Arbeitgeber eine Entscheidung offensichtlich zu Recht getroffen hat. Beispiel: Ein Arbeitnehmer meldet sich krank und arbeitet von zu Hause für ein Konkurrenzunternehmen. Die fristlose Kündigung ist zwangsläufig. Der Versicherer müsste in diesem unstrittigen Fall nicht einmal begründen, wieso er die Kostenübernahme ablehnt. Eine Begründung wird hingegen fällig, wenn der Versicherer lediglich mutmaßt, der Rechtsstreit werde verlorengehen. 

Kann ich eine Versicherung noch abschließen, wenn der Rechtsstreit bereits begonnen hat?

Versicherungen übernehmen so gut wie nie die Kosten für Fälle, deren Ursprung in der Vergangenheit liegt. Auf den Arbeitsrechtsschutz bezogen heißt das beispielsweise: Liegt dir die Kündigung vor, ist es für den Abschluss einer Rechtsschutz­versicherung zu spät. Das gilt auch dann, wenn du noch gar nicht beim Anwalt warst. Darüber hinaus gelten bei den meisten Anbietern Wartezeiten. In der Regel gilt der Versicherungsschutz erst für Fälle, die frühestens drei Monate nach Vertragsschluss entstehen. 

Welche ist die beste Rechtsschutz­versicherung im Arbeitsrecht?

Diese Frage führt bei einer Online-Recherche vor allem zu einem Ergebnis: Frust! Diverse Versicherer, Vergleichsportale und Medien versprechen, im Handumdrehen die beste Arbeitsrechtsschutz-Versicherung für dich zu finden. Sei es in einem Arbeitsrechtsschutz-Test, einem Rechtsschutz­versicherung-Vergleich Arbeitsrecht oder per Online-Rechner. Doch wonach richtet sich das Werturteil „gute Rechtsschutz­versicherung“, wenn nicht nach deiner persönlichen Situation? Woher soll das Vergleichsportal wissen, was du brauchst? Und was bedeutet „günstig“ im Vergleich von Preisen und Leistungen? Arbeitsrechtsschutz ist in aller Regel an eine private Rechtsschutz­versicherung gekoppelt. Schon das macht die Suche nach der richtigen Police zu einem komplexen Unterfangen. Lass sich besser persönlich beraten. CLARK steht dir gerne zur Verfügung. 

Welche Anbieter sind die Testsieger im Arbeitsrechtsschutz?

Verbraucherzentralen und Wirtschaftsmedien stellen regelmäßig einen Test an und empfehlen bestimmte Tarife. Es kann sich lohnen, die jeweiligen Testsieger genauer unter die Lupe zu nehmen. Keinesfalls solltest du aber der erstbesten Empfehlung folgen. Rechtsschutz­versicherungen sind komplexe Produkte, die zur individuellen Situation passen müssen. Am besten suchst du mehrere seriöse Tests und beziehst sie in deine Entscheidung ein. Lies dazu unseren Ratgeber Rechtsschutz­versicherung: Testsieger vergleichen

Worauf sollte ich vor Abschluss eines Berufsrechtsschutz achten?

Eine reine Arbeitsrechtsschutz­versicherung wirst du als Angestellter kaum finden. Vergleiche also bei deiner Online-Recherche private Rechtsschutz­versicherungen, die den Berufsrechtsschutz integrieren. Hier eine Übersicht wesentlicher Qualitätskriterien:

Deckungssumme Versicherer übernehmen im Versicherungsfall die Kosten bis zu einer bestimmten Höhe. Diese sogenannte Deckungssumme sollte 500.000 Euro nicht unterschreiten.

Selbstbeteiligung Wenn du dich an einem Rechtsstreit finanziell beteiligst, sinken deine Beiträge. Der Selbstbehalt gilt pro Fall. Es gibt Policen ohne Selbstbeteiligung. Du solltest deine Entscheidung aber nicht allein davon abhängig machen: Eine gewisse Selbstbeteiligung kann sinnvoll sein. 

Wahl des Anwalts Manche Anbieter geben vor, an welche Anwälte du dich wenden darfst. Möchtest du selbst entscheiden, wähle einen Tarif mit freier Anwaltswahl.

Beratung per Telefon Manche Versicherer bieten Telefonberatung an. Du kannst bestimmte Fragen also bereits klären, bevor du einen Anwalt hinzuziehst. Dazu gehört etwa, ob dein Arbeitgeber dich zu einem Wechsel an einen anderen Standort zwingen darf oder ob dein nicht genommener Urlaub einfach verfällt.

Kündigung durch den Versicherer Versicherer dürfen den Vertrag kündigen, wenn du innerhalb eines Jahres die Kosten zweier Streitfälle decken lässt. Achte darauf, inwieweit die einzelnen Anbieter vertraglich von diesem Recht Gebrauch machen.

Bonus für Schadenfreiheit Manche Versicherer senken die Selbstbeteiligung, wenn du über einen bestimmten Zeitraum keine Leistungen abrufst. Kommt es dann doch einmal zum Rechtsstreit, zahlst du entsprechend weniger hinzu. 

Gibt es für den Arbeitsrechtsschutz eine Wartezeit?

In der Regel müssen mindestens drei Monate vergehen, bis du deinen ersten Rechtsstreit melden kannst. Beginnt die Auseinandersetzung während dieser Wartezeit, besteht kein Versicherungsschutz. Viele Anbieter sehen aber von dieser Klausel ab, wenn du vorher schon bei der Konkurrenz versichert warst: Geht dein Vertrag nahtlos in den anderen über, kann die Wartezeit entfallen. Nahtlos heißt, dass du durchgängig rechtsschutzversichert bist. Wenn dein alter Vertrag am 31. Dezember endet, muss der neue also am 1. Januar beginnen.   

Was kostet eine Rechtsschutz­versicherung für Arbeitsrecht?

Eine Berufsrechtsschutz­versicherung für Angestellte ist so gut wie immer Bestandteil einer privaten Rechtsschutz­versicherung. Die Kosten hängen unter anderem davon ab

  • welche Selbstbeteiligung du wählst
  • ob du nur dich selbst oder zusätzlich einen Partner/deine Familie versicherst (Single-Tarif versus Familien-Tarif)
  • ob du außer Berufsrechtsschutz weitere Bausteine zur Basis­versicherung hinzufügst (zum Beispiel Verkehrsrecht). 

Rechne für einen Single-Tarif mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro und ohne weitere Rechtsschutz-Module mit einem Jahresbeitrag von 150 bis 200 Euro. 

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Hey! Ich bin Nicolai. Du bist neugierig auf deinen Tarif? Wir beraten dich gerne und vollkommen unverbindlich!

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