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Rechtsschutz­­versicherung – Familienrecht

Das Familienrecht in der Rechtsschutz­versicherung

Private Rechtsschutz­versicherungen bieten keinen umfassenden Schutz im Familienrecht. Nur Erstberatungsleistungen sind enthalten.
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Das Wichtigste in Kürze

Eine private Rechtsschutz­versicherung soll umfassenden Rechtsschutz bieten. Die eigene Familie kann im Rahmen des Vertrags mitversichert werden. Innerhalb des Familienrechts werden durch die Versicherer jedoch enge Grenzen gesetzt – normalerweise sind einzig Beratungsleistungen Bestandteil des privaten Rechtsschutzes. Ehescheidungen und andere Familienkonflikte können lange und vor allem kostspielige Verfahren nach sich ziehen, weshalb die Rechtsschutz­versicherung in diesen Fällen eine Kostenübernahme ablehnt. Dennoch sind viele Versicherungsnehmer auf einen kompetenten Rechtsbeistand im Familienrecht angewiesen, wenn sie gegenüber der anderen Partei ihre Rechte durchsetzen wollen. Wie im Erbrecht bietet sich im Fall einer Ehescheidung oder eines Unterhaltsstreits eine Mediation an, um nicht auf hohen Kosten sitzen zu bleiben. Die Rechtsschutz­versicherung übernimmt in diesem Fall die Aufwendungen für die Beratung und den Mediator.

  1. Familienkonflikte wie Ehescheidungen und Unterhalts- sowie Erbstreits können lang und kostspielig sein.
  2. Im Familienrecht bieten private Rechtsschutz­versicherungen jedoch nur einen geringen Leistungsumfang.
  3. Da auch zusätzliche Versicherungsbausteine keinen umfassenden Schutz bieten, ist eine Mediation eine gute Lösung.

Das Familienrecht in der privaten Rechtsschutz­versicherung

Man darf die beiden Begrifflichkeiten nicht verwechseln: Eine private Rechtsschutz­versicherung kann auf Wunsch Rechtsschutz für alle Familienmitglieder im eigenen Haushalt beinhalten und fungiert als Familien­versicherung. Das Familienrecht, das bestimmte Rechtsbereiche abdeckt, die die Familie betreffen (u. a. Ehescheidungen, Sorgerecht- oder Unterhaltsstreitigkeiten), ist in einer solchen Familien­versicherung jedoch nicht enthalten und muss gesondert versichert werden.

Die private Rechtsschutz­versicherung besteht aus mehreren Bausteinen. Gewöhnlich sind in einem grundlegenden Vertrag folgende Bereiche abgedeckt: Vertragsstreitigkeiten bei Käufen, Schadensersatzfälle und Konflikte mit Ämtern oder im Sozialbereich (z. B. Krankenkasse).

Nach Bedarf können Module zugebucht werden, die weitere Bereiche abdecken: Verkehrsrechtsschutz, Wohnrechtsschutz (Mieter oder Vermieter), Arbeitsrechtsschutz (nur Angestellte auch Firmenrechtsschutz (für Selbstständige)) oder Bausteine im Familienrecht wie das Eherecht und das Unterhaltsrecht. Mit diesem Modell kannst du deinen individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen und nur das versichern, was für dich wichtig ist.

Aufgrund der hohen Zahl an Scheidungen und den daraus resultierenden Rechtsstreitigkeiten scheuen Versicherungen sich davor, diese häufigen und oft kostspieligen Fälle in ihre Rechtsschutz­versicherungsverträge aufzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Versicherungsnehmer in einen langwierigen Rechtsstreit im Zuge einer Ehescheidung verwickelt zu werden, ist vergleichsweise hoch. Die Summen, um die gestritten wird, können je nach Einkommen und Vermögen ebenfalls hoch ausfallen. Zudem werden emotional aufgeladene Ehestreitigkeiten oft besonders erbittert geführt.

Zusammenfassung

  • In einer Familien­versicherung sind alle Familienmitglieder eines Haushalts mitversichert.
  • Das Familienrecht deckt bestimmte Rechtsbereiche ab, die die Familie betreffen (z. B. Scheidung, Sorgerecht und Unterhalt).
  • Eine Rechtsschutz­versicherung für die Familie beinhaltet keinen umfassenden Rechtsschutz im Familienrecht.

Bestandteile des Familienrechts

Als Teil des Zivilrechts entfallen auf das deutsche Familienrecht folgende Bereiche:

  • Eheschließung und -scheidung
  • Unterhalt
  • Sorge- und Umgangsrecht
  • Vormundschaft
  • Vaterschaft

Die private Rechtsschutz­versicherung übernimmt nur wenige Streitigkeiten innerhalb des Familienrechts. Meist beinhaltet sie lediglich die anwaltliche Erstberatung und setzt niedrige Grenzen für die Kostenerstattung an, die auf eine schnelle Einigung abzielen.

Zur grundlegenden Absicherung durch die private Rechtsschutz­versicherung lassen sich allerdings Bausteine hinzufügen, die den Versicherungsschutz im Familienrecht erhöhen. Die Zahl der Angebote durch die Versicherer ist jedoch überschaubar. Die hinzubuchbaren Module mit Bezug auf das Eherecht und Unterhaltsrecht sind zudem mit weiteren Kosten und einer Wartezeit von drei Jahren bzw. zwölf Monaten verbunden.

Du solltest bei Interesse gut abwägen, ob ein derartiges Zusatzmodul überhaupt für dich infrage kommt oder ob sich ein Rechtsstreit nicht durch eine Mediation besser und kostengünstiger lösen lässt.

Unsere Berater von CLARK helfen dir dabei, herauszufinden, was am besten für dich ist.

Zusammenfassung

  • In der privaten Rechtsschutz­versicherung ist lediglich die Erstberatung im Familienrecht enthalten.
  • Für umfassenderen Rechtsschutz können Zusatzmodule gebucht werden – diese greifen jedoch erst nach langer Wartezeit.
  • Genaue Abwägung und Beratung sind wichtig, um zu entscheiden, ob du solch ein Zusatzmodul benötigst.

Zusatzmodule des Familienrechts

Die Rechtsschutz­versicherung leistet keine Kostenübernahme bei Rechtsstreitigkeiten innerhalb des Familienrechts. Mit der Versicherung ARAG bietet derzeit nur ein Versicherer weitergehende Zusatzmodule an, die dir bei einem Rechtsstreit innerhalb des Ehe- oder Unterhaltsrechts weiterhelfen können.

Zusatzmodul Eherecht

Als Zusatzmodul zur privaten Rechtsschutz­versicherung kann der Eherechtsschutz aktiviert werden. Dieser beinhaltet alle rechtlichen Fragen rund um die Scheidung, die daraus resultierenden Folgesachen sowie das anschließende Getrenntleben. Bei der Auflösung einer Ehe können sich viele Rechtsfragen und Konflikte ergeben, die unter Umständen über einen längeren Zeitraum ausgetragen werden.

Das Angebot der ARAG für eine umfassendere Eherechtsschutz­versicherung kann als Ehepaar abgeschlossen werden und gilt im Streitfall für beide Parteien. Die Wartezeit, um diesen zusätzlichen Rechtsschutz in Anspruch nehmen zu können, beträgt allerdings drei Jahre. Zudem gilt eine Obergrenze von 30.000 Euro für den Streitfall. Dabei solltest du bedenken, dass dieser Betrag für beide Parteien gilt und einen längeren Rechtsstreit über mehrere Instanzen infolge einer Scheidung unter Umständen finanziell nicht mehr abdeckt.

Zusatzmodul Unterhalt

Um bei einem Unterhaltsstreit auf Rechtsschutz zurückgreifen zu können, muss die private Rechtsschutz­versicherung um den Zusatzbaustein Unterhaltsrecht erweitert werden. Andernfalls wird die Versicherung keinen Cent zahlen. Aktuell bietet nur die Versicherung ARAG diesen Baustein an, der zusätzlich rund sieben Euro zur normalen Versicherung kostet.

Hat man diesen Unterhaltsrechtsschutz im Zusammenhang mit der privaten Rechtsschutz­versicherung abgeschlossen, werden die Kosten für Gericht und Anwalt übernommen, allerdings nur bis zu einer Höchstgrenze von 30.000 Euro. Zudem gilt hier eine Wartezeit von einem Jahr, bis der Versicherungsschutz greift – ein bereits begonnener oder unmittelbar bevorstehender Unterhaltsstreit wird also nicht vom Versicherer übernommen.

Zusatzmodul Erbrecht

Neben der privaten Rechtsschutz­versicherung existiert keine separate Erbrechtsschutz­versicherung. Rechtsschutz bei Prozesskosten im Erbrecht kannst du mit einem Zusatzmodul zur bereits abgeschlossenen Versicherung erlangen. Vor allem, wenn sich ein Erbstreit in der Familie anbahnt, kannst du über eine derartige Zusatz­versicherung nachdenken. Allerdings gelten dafür besondere Voraussetzungen, um Rechtsschutz zu erlangen. Wir bieten dir umfassende Informationen zum Erbrecht und zu den Möglichkeiten, dort Rechtsschutz zu erlangen.

Zusammenfassung

  • Kaum eine Rechtsschutz­versicherung bietet Zusatzmodule innerhalb des Familienrechts an.
  • Das Modul Eherecht kann Rechtsschutz für beide Ehepartner bieten, hat aber drei Jahre Wartezeit.
  • Im Unterhaltsrecht können Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 30.000 Euro übernommen werden.
  • Steht eine Erbstreitigkeit bevor, bietet sich das Zusatzmodul Erbrecht an.

Mediation als Lösung

Familienstreitigkeiten können lange andauern, und viele Bereiche werden innerhalb der normalen privaten Rechtsschutz­versicherung nicht abgedeckt. Da kaum eine Versicherung Zusatzmodule zur Prozesskostenvertretung im Familienrecht anbietet, empfiehlt sich in diesem Fall eine Mediation.

Diese Form der außergerichtlichen Verhandlung vermeidet einen teuren Rechtsstreit vor Gericht über mehrere Instanzen und sorgt im Idealfall schnell und ohne hohe finanzielle Aufwendungen für eine Lösung. Durch den Einsatz eines überparteilichen Mediators wird zudem wesentlich häufiger ein Ausgleich zwischen zerstrittenen Parteien hergestellt. Gerade im Familienrecht kann es Familien davor bewahren, an einem Ehe- oder Unterhaltsstreit zu zerbrechen. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du dich an die CLARK Experten wenden. Wir helfen dir mit professioneller und unverbindlicher Beratung dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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