Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehrer

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehrer: Wann sie sinnvoll ist und wie du sie abschließt, auch als Beamter.

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Das Wichtigste in Kürze

Lehrer haben, vor allem wenn sie Beamte sind, ein perfekt abgesichertes Leben? Tatsächlich ist das oft ein Mythos. Denn so erfüllend das Lehren auch sein kann: Es ist ein anspruchsvoller, stressiger Job. Hinzu kommt, dass Lehrer nach Ende des Schultags auch zu Hause arbeiten. Der angeblich geruhsame Beruf mit kurzen Arbeitszeiten ist also in der Realität ein stressiger, kraftraubender Job, der jährlich steigende Zahlen vorzeitiger Ausfälle verzeichnet.

„Berufsunfähigkeit kann jeden treffen“ gilt auch für Lehrer uneingeschränkt. Und sowohl bei verbeamteten als auch angestellten Lehrern können Dienst- und Berufsunfähigkeit die gleichen gravierenden wirtschaftlichen Folgen haben. Du als Lehrer solltest du dich deshalb, passend zu deinem Arbeitsverhältnis, mit einer Berufsunfähigkeits- oder einer Dienstunfähigkeitsversicherung absichern.

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Der Lehrerberuf kann ganz schön stressig sein. Eine häufige Folge ist die Berufsunfähigkeit, die als Burn-out auftritt.

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Wichtig ist eine BU-Versicherung vor allem für bereits angestellte als auch für angehende Lehrer.

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Lehrer sollten in den ersten fünf Dienstjahren eine Versicherung besitzen, die vor Dienstunfähigkeit schützt.

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Unfähigkeit der Berufsausübung: Begrifflichkeiten und Risiken

Der Unterschied liegt im Detail

Wenn ein Lehrer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann: Liegt dann eine Dienst- oder eine Berufsunfähigkeit vor? Berufs- und Dienstunfähigkeit bedeuten zwar letztendlich das Gleiche: Ein Lehrer kann seine Arbeit wegen einer Krankheit nicht mehr ausüben. Aber die Dienst- und die Berufsunfähigkeitsversicherung, ihre Abschlüsse und Konditionen unterscheiden sich fundamental:

  • Berufsunfähigkeit ist zwar ein Oberbegriff. Aber in diesem Artikel bezieht sie sich ausschließlich auf Lehrer, die Angestellte im Öffentlichen Dienst (ÖD) sind.

  • Dienstunfähigkeit hingegen betrifft ausschließlich Lehrer, die Beamte sind. Bei ihnen besteht ein anders gelagertes Dienstverhältnis mit dem jeweiligen Bundesland.

Die Unterscheidung ist übrigens auch dann wichtig, wenn du noch im Studium oder Referendariat bist und das „richtige“ Lehren noch vor dir liegt.

Risiken für Lehrer – oft verkannt

Die typischen Klischees über den Beruf des Lehrers sind allgemein bekannt. Sie drehen sich in der Regel darum, dass Lehrer täglich nur ein paar Stunden Gruppen von Kindern und Jugendlichen unterrichten müssen und ansonsten neun Wochen Ferien machen dürfen.

Die Realität sieht für Lehrer jedoch anders aus:

  1. Der reine Unterricht ist nur ein Teil des Arbeitstags. Zusätzlich müssen Lehrer den Unterricht zu Hause vor- und nachbereiten. Außerdem müssen sie Arbeiten und Test korrigieren und Hausaufgaben überprüfen. Die Schulklingel nach der letzten Stunde läutet also keinesfalls den Feierabend ein. 

  2. Auch in den Ferien arbeiten sie. So wollen beispielsweise zwei Wochen vor Ende der Sommerferien Pläne erstellt und das neue Schuljahr vorbereitet werden. 

Es kann außerdem emotional auslaugen, Kinder und pubertierende Jugendliche mit unterschiedlichen Charakteren, Leistungslevels und persönlichen Problemen zu unterrichten. Dazu kommt: Mehrmals am Tag muss der Lehrer zwischen unterschiedlichen Fächern und deren Inhalten umschalten. Die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit bei Lehrern sind also Stress, Burn-out u. Ä.

Zusammenfassung

  • Je nach Arbeitsverhältnis sind Lehrer entweder Angestellte oder Beamte. Es besteht deshalb entweder ein Angestellten- oder ein Dienstverhältnis.
  • Darauf muss auch die Versicherung zugeschnitten werden, wahlweise also als Berufsunfähigkeits- oder Dienstunfähigkeitsversicherung.
  • Das Risiko, dass eine der Versicherungen greifen muss, ist bei Lehrern hoch. Auslöser sind in der Regel psychisch-emotional bedingt.

Berufsunfähigkeitsversicherung und Dienstunfähigkeitsversicherung im Detail

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehrer

Das Angestelltenverhältnis ist für die meisten Lehrer nur ein Übergang zur Verbeamtung. Viele sind (je nach Regelung des Bundeslandes) nur während des Referendariats angestellt, manche auch über die zweite Staatsprüfung hinaus. In der Regel bleiben nur wenige Lehrer längerfristig in der Anstellung. Genau darin besteht aber auch ein Risiko: Junge Menschen sind in der Regel gesund und physisch wie psychisch belastbar. Oft glauben sie, sie könnten so früh nicht berufsunfähig werden. Deshalb denken sie nicht über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nach, geschweige denn, dass sie eine abschließen.

Als junger, angestellter Lehrer gehst du tatsächlich ein geringeres Risiko ein, an Burn-out zu erkranken. Aber es braucht nur einen Unfall und schon bist du berufsunfähig. Zwar werden Angestellte nach ÖD-Tarif im Falle einer Berufsunfähigkeit durch die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder aufgefangen. Aber die Rentenhöhe ist an die klassische Erwerbsminderungsrente gekoppelt und entsprechend niedrig. Deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll.

Was die Berufsunfähigkeitsversicherung kosten und was sie leisten sollte

Wie bei jeder Berufsunfähigkeitsversicherung gilt auch hier: je früher, desto günstiger. Mit geringfügigen Vorerkrankungen und einer Rentenhöhe um die 1.000 Euro kannst du leicht eine Versicherung mit geringen zweistelligen monatlichen Beiträgen abschließen. Dabei solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Jeder Versicherer wird eine detaillierte Gesundheitsprüfung vornehmen. Das muss er, um sein Risiko und die Kosten abschätzen zu können.

  • Orientiere dich bei der Rente daran, was du bei einer Dienstunfähigkeit als Ruhegehalt bekämest – das sind je nach Dienstalter zwischen 35 und 71,75 Prozent deiner Besoldung. 

  • Die Rentenhöhe sollte justierbar bleiben – bedenke die Inflation und steigende Lebenshaltungskosten. Das nennt sich Nachversicherungsgarantie.

  • Vergleiche mehrere Anbieter. Vor allem dann, wenn dich einer ablehnen sollte.

Die Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer

Du bist Beamter auf Lebenszeit. Zwar bedeutet das, dass du dich privat krankenversichern musst. Aber in puncto Ruhestand, auch im vorzeitigen Fall, kannst du dich beruhigt zurücklehnen. Denn dein Dienstherr schützt dich – fast, zumindest. Wenn du aus gesundheitlichen Gründen deiner Dienstpflicht nicht mehr nachkommen kannst, wirst du als Beamter in den (vorzeitigen) Ruhestand versetzt. Das heißt, du bekommst deiner Besoldungsgruppe entsprechend ein Ruhegehalt zwischen 35 und 71,75 Prozent der bisherigen Besoldung.

Doch je jünger du bist, desto weniger Geld bekommst du. Selbst, wenn die normale Besoldung gut ist, erhältst du bei einer Dienstunfähigkeit nur einen Bruchteil davon. Schwerwiegender ist jedoch Folgendes: Dieser Schutz gilt nur, wenn dein Beamtenstatus mindestens fünf Jahre angedauert hat. Davor hast du gegenüber deinem Dienstherrn keinerlei Ansprüche, sofern du nicht durch die Ausübung deines Dienstes dienstunfähig wirst. Gerade bei psychischen Krankheiten das jedoch in der Regel schwer nachzuweisen. Es bedeutet viele Untersuchungen, Gutachten und vielleicht sogar Gerichtsverhandlungen. So können Monate und Jahre vergehen, in denen du finanzielle Schwierigkeiten hast.

Fazit: In den ersten fünf Dienstjahren und auch, bis du ein ausreichendes Ruhegehalt erreicht hast, solltest du dich mit einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherung absichern. So lange also, bis die Absicherung durch deinen Dienstherrn finanziell ausreicht.

Was die Dienstunfähigkeitsversicherung kosten und was sie leisten sollte

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist umso günstiger, je früher du dich als Beamter absicherst. Schon etwa zehn Euro monatlich sichern dir eine niedrige vierstellige Rente.

Wichtig: Die Absicherung sollte eine sogenannte DU-Klausel enthalten, also eine Klausel für Dienstunfähigkeit. Sie verpflichtet den Versicherer dazu, seiner Leistung nachzukommen, sobald du einen amtlichen Ruhestandsnachweis deiner Dienstunfähigkeit vorlegst. Ohne DU-Klausel könnte der Versicherer dich zwingen, wie bei einer normalen Berufsunfähigkeitsversicherung zusätzliche ärztliche Nachweise zu erbringen.

Achte darauf, dass der Versicherungsvertrag keine Zusätze wie „Vorbehalt medizinischer Nachprüfungen“, „medizinische Gründe“ und dergleichen enthält. Mit derartigen Formulierungen versuchen manche Versicherungen, sich vor der Leistung zu drücken. Im Zweifelsfall kannst du Vertragsunterlagen vor der Unterzeichnung auch unseren CLARK-Experten zeigen. Sie prüfen dann, ob es Fallstricke gibt.

Zusammenfassung

  • Viele Lehrer sind nur kurz angestellt, bevor sie Beamte werden. Daher denken viele nicht über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nach. Sie ist jedoch sinnvoll, egal ob Lehrer noch zu Beamten werden oder immer angestellt bleiben (möchten).
  • Die Höhe der Versicherung sollte sich am Ruhegehalt von Beamten orientieren.
  • Für die Beamten unter den Lehrern ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Vor allem deshalb, weil in den ersten fünf Jahren nach der Verbeamtung keine staatliche Versicherung greift.
  • Auch danach kann es sinnvoll sein, die Dienstunfähigkeitsversicherung für einige Jahre beizubehalten, bis das staatliche Ruhegehalt den gewünschten Lebensstandard abdecken kann.

Fazit

Lehrer zu sein bedeutet in der Regel, sich einer Menge stressiger Situationen auszusetzen - was oftmals zu Burn-out führen kann. Eine BU-Versicherung ist daher für Lehrer besonders sinnvoll.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die wichtigste Absicherung überhaupt. Im Idealfall wird sie nur einmal abgeschlossen und sichert dich für den Rest deines Erwerbslebens ab. Du solltest deswegen nicht leichtfertig einen Vertrag abschließen, sondern dir den Versicherer genau aussuchen.

Online kannst du vergleichen, was Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten und wie viel sie kosten. Doch der Vergleich ersetzt keine Beratung. Der Tarif-Dschungel ist außerdem weitläufig und unübersichtlich. Schneller und sicherer kommst du voran, wenn du einen Experten heranziehst. Die Versicherungsexperten von CLARK helfen dir dabei, den Versicherer herauszusuchen, der am besten zu dir passt.

Denn am Ende zählt bei deiner Absicherung die Leistung mehr als der Preis. Schließlich geht es um deine Existenz. So gehst du vor:

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CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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