Zwei Männer unterhalten sich

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ingenieure

Du bist Ingenieur und startest ins Berufsleben? Dann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für dich sinnvoll. Erfahre hier, wie du dich absicherst.

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Das Wichtigste in Kürze

Jeder vierte berufstätige Deutsche wird im Lauf seines Lebens berufsunfähig. Und auch als Ingenieur bist du nicht davor gefeit. Das gilt auch, wenn du geringere körperliche Risiken eingehst als beispielsweise Handwerker. Denn die Berufsunfähigkeit kann auch durch psychische Überbelastung und Burn-out eintreten. Und Stress haben Ingenieure in der Regel zu Genüge.

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Wenn das hohe Gehalt von Ingenieuren wegen Berufsunfähigkeit entfällt, geraten sie meist in finanzielle Probleme.

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Die gesetzlichen Versicherer und die Versorgungswerke können die Berufsunfähigkeit meist nicht ausreichend absichern.

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Eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung für Ingenieure sollte auf den Beruf und die üblichen Gehälter abgestimmt werden.

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Ingenieure gehen hohe Risiken ein

Berufsunfähigkeit bei angestellten und selbstständigen Ingenieuren

Ingenieure arbeiten in der Regel als Angestellte in der Industrie oder sind selbstständig. Nur wenige sind in anderen Branchen oder im öffentlichen Dienst beschäftigt. Die Berufsunfähigkeit kann daher viele Ursachen haben. Zum einen körperliche, darunter auch solche, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. So könntest du beispielsweise durch einen Unfall in der Freizeit querschnittsgelähmt werden oder an Krebs erkranken.

Zum anderen psychische: Mit ihrem gefragten Fachwissen stehen Ingenieure unter hohem Leistungsdruck. Zudem arbeiten sie oft in Schichtarbeit oder als Selbstständige "selbst und ständig". Deshalb ist die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit unter Ingenieuren Überarbeitung und Stress, also der klassische Burn-out.

Worst-Case-Szenarien für Ingenieure

Egal, ob selbstständig oder angestellt: Ingenieure gehören auch als Berufseinsteiger zu den Besserverdienenden in Deutschland. Zwei Voraussetzungen machen die Berufsunfähigkeit jedoch noch problematischer:

  1. Du bist Alleinverdiener der Familie.

  2. Du hast ein Eigenheim gebaut oder gekauft und dazu einen hohen Kredit aufgenommen, vielleicht sogar mit hohen Tilgungssätzen.

Hast du in diesen Fällen keine Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, stecken du und deine Familie in finanziellen Schwierigkeiten. Im schlimmsten Fall hat es dein Partner sogar schwer, in den Beruf zurückzufinden.

Die berufsständischen Versorgungswerke und die Rentenkassen

Einige Ingenieure sind nur über die gesetzlichen Rentenkassen abgesichert. Für die meisten Ingenieurberufe gibt es jedoch Versorgungswerke über die Ingenieurkammern. Sie übernehmen die Alters- und Berufsunfähigkeitsabsicherung – teilweise ergänzend zur gesetzlichen Rentenkasse, teilweise in voller Höhe. Letzteres ist der Fall, wenn sich der Ingenieur wegen einer Pflichtmitgliedschaft in Kammer oder Versorgungswerk von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien lässt. Beide Absicherungen haben Nachteile:

  • Die gesetzlichen Rentenversicherer zahlen nur eine Erwerbsminderungsrente. Sie wird aber nur dann ausgezahlt, wenn mindestens fünf Jahre und innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens drei Jahre einbezahlt wurde.

  • Die Erwerbsminderungsrente ist gering: 2018 wurden im Schnitt monatlich 804 Euro ausgezahlt, von denen noch Sozialabgaben geleistet werden müssen. Außerdem ist die Voraussetzung für die Auszahlung, dass die Betroffenen keinen Beruf mehr ausüben können. Wenn du also noch in einem anderen Job tätig sein kannst, erhältst du kein Geld.

  • Das Antrags- und Untersuchungsprozedere der Erwerbsminderungsrente ist langwierig und umfangreich. Volle Erwerbsminderungsrente gibt es erst, wenn du weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Schaffst du mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden, gibt es eine Teil-Erwerbsminderungsrente.

  • Sieht es bei den berufsständischen Versorgungswerken besser aus? Leider nicht. In der Regel wird die BU-Rente erst gezahlt, wenn der Ingenieur gar nicht mehr arbeiten kann. Seine Berufsunfähigkeit muss also 100 Prozent betragen. Oft werden Nachweise für die Aufgabe des Betriebs eingefordert.

  • Die Rente ist zwar höher als die gesetzliche. Sie beträgt im Schnitt jedoch „nur“ 2000 Euro. Das ist im Vergleich zu vielen Ingenieursgehältern wenig.

  • Oft muss man sich laut Vertrag untersuchen oder behandeln lassen. Erst, wenn sie nicht wirken, wird die BU-Rente gezahlt.

Zwar solltest du keinesfalls auf beide Versicherungen verzichten: Als Basisschutz sind sie sinnvoll und können bei Berufsunfähigkeit eine wichtige Stütze sein. Aber du solltest dich nicht ausschließlich darauf verlassen. Eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher sinnvoll.

Zusammenfassung

  • In der Regel leisten Ingenieure, ob angestellt in der Industrie oder selbstständig, außergewöhnlich viel.
  • Zusätzlich zu den Arbeitsrisiken ist deshalb ein Burn-out wegen übermäßigen Stresses der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit unter Ingenieuren.
  • Sowohl die berufsständischen Versorgungswerke als auch die staatliche Rentenversicherung sichern nicht ausreichend ab, um den Lebensstandard bei einer Berufsunfähigkeit zu halten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Ingenieure

Was die BU-Versicherung leisten sollte

Beim Abschluss einer zusätzlichen BU-Versicherung solltest du auf Folgendes achten:

  • Der Prognosezeitraum beschränkt sich auf die kommenden sechs Monate. Das heißt, dein Arzt muss dir nur eine Berufsunfähigkeit für das nächste Halbjahr attestieren, damit die Versicherung zahlt. Früher wurden längere Prognosen gefordert.

  • Alle Leistungen müssen auch rückwirkend erfolgen. Und zwar nach Unterzeichnung der Versicherung für das vergangene halbe Jahr sowie insgesamt für mehr als drei Jahre. Schließlich kann eine Berufsunfähigkeit erst nach Monaten oder Jahren als Spätfolge einer normalen Arbeitsunfähigkeit (also Krankschreibung) eintreten.

  • Je früher du dich versicherst, desto genauer solltest du auf Garantien zur Nachversicherung achten. Im Laufe deiner Ingenieurskarriere wirst du immer mehr verdienen, und daran solltest du die BU-Versicherung anpassen können. Achte darauf, dass dann keine weiteren Gesundheitsprüfungen erfolgen müssen.

  • Der Vertrag sollte dynamisch sein. Das heißt, er wird jährlich an die Inflation angepasst. Dadurch bleibt die Kaufkraft der Rentenhöhe gleich.

  • Der Vertrag sollte keine eine abstrakte Verweisung enthalten. Sonst wirst du bei Berufsunfähigkeit gezwungen, andere Berufe auszuüben, damit der Versicherer nicht zahlen muss.

  • Die BU-Absicherung sollte bei rund 80 Prozent deines Nettogehalts liegen. Zusammen mit den gesetzlichen bzw. berufsständischen Leistungen kannst du so deinen Lebensstandard halten.

Ein wichtiger Hinweis: Die Nachversicherung kannst du in der Regel nur auf bis zu 2.500 Euro steigern. Wenn du mehr Geld erhalten möchtest, schließe zwei oder drei kleine Verträge im unteren vierstelligen Bereich ab. Du kannst dann alle bei Bedarf aufstocken und auch später ohne (teure) Neuversicherung auf Gehaltssteigerungen reagieren.

Wichtig: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung deckt nur das ab, was vertraglich festgehalten wurde. Zwischen Mindest-BU-Grad und diversen Ausschlussklauseln gibt es Stolperstricke. Lass deshalb die Angebote der Versicherungen gerne von unseren CLARK-Experten überprüfen. Sie können einschätzen, ob ein Angebot nur gut wirkt oder es tatsächlich ist.

Der richtige Zeitpunkt

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen gilt: je später, desto schwieriger und teurer. Das liegt daran, dass das Risiko für den Versicherer mit jedem Jahr steigt. Denn je älter ein Mensch ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er krank wird. Im Idealfall versicherst du dich vor Studienbeginn. Denn die Versicherungen werden für ihr Angebot neben der Gesundheitsprüfung sowohl deinen Studiengang als auch den bereits ausgeübten Ingenieurberuf einbeziehen. Schließlich unterliegen sie unterschiedlichen Risiken: Studierst du Bauingenieurswesen oder bist bereits Bauingenieur, musst du häufig auf gefahrvolle Baustellen. Bist du hingegen Vertriebsingenieur, arbeitest du in der Regel im Büro.

Die Beiträge deiner Berufsunfähigkeitsversicherung richten sich also nach deinem Alter bei Abschluss, deinen Hobbys, der Art des Ingenieurberufs und dem Umfang der BU-Rente. Ein grober Richtwert: Wenn du als Ingenieur im Büro arbeitest und keine Vorerkrankungen hast, wirst du monatlich ungefähr 200 bis 300 Euro zahlen müssen. Bei riskanteren Tätigkeiten wird es natürlich teurer.

Zusammenfassung

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte langfristig rückwirkend leisten und bereits bei einer halbjährigen BU-Prognose zahlen.
  • Die maximale Nachversicherung zur Anpassung an steigende Gehälter muss gewährleistet sein. Das kann gegebenenfalls durch den Abschluss mehrerer niedrigdotierter Verträge statt eines größeren geschehen. Es sollten mindestens 80 Prozent des Nettogehalts ausgezahlt werden.
  • Je früher der Abschluss erfolgt, desto besser: idealerweise vor Studienbeginn, spätestens jedoch am Anfang der beruflichen Tätigkeit.

Fazit

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann eine enorme Hilfe sein, sollte der Ernstfall eintreten. Das gilt auch für Ingenieure, da sie im Arbeitsalltag oftmals stressigen Situationen ausgesetzt sind. Wenn du dir unsicher bist, ob du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen sollst, kannst du dich an die CLARK Experten wenden. Wir helfen dir mit persönlicher und unverbindlicher Beratung dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die wichtigste Absicherung überhaupt. Im Idealfall wird sie nur einmal abgeschlossen und sichert dich für den Rest deines Erwerbslebens ab. Du solltest deswegen nicht leichtfertig einen Vertrag abschließen, sondern dir den Versicherer genau aussuchen.

Online kannst du vergleichen, was Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten und wie viel sie kosten. Doch der Vergleich ersetzt keine Beratung. Der Tarif-Dschungel ist außerdem weitläufig und unübersichtlich. Schneller und sicherer kommst du voran, wenn du einen Experten heranziehst. Die Versicherungsexperten von CLARK helfen dir dabei, den Versicherer herauszusuchen, der am besten zu dir passt.

Denn am Ende zählt bei deiner Absicherung die Leistung mehr als der Preis. Schließlich geht es um deine Existenz. So gehst du vor:

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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Alexander
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