Mann trägt eine Frau auf dem Rücken

Krankenkassenwechsel: Weniger Beitrag, bessere Leistungen

Bei einem Krankenkassenwechsel kannst du Beiträge sparen und von zusätzlichen Leistungen profitieren. So geht der Wechsel der Krankenkasse schnell und einfach.

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Die Deutschen gelten als Sparfüchse. Seltsam nur, dass viele von uns bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) alle Augen zudrücken. Dabei können schon Normalverdiener durch einen Krankenkassenwechsel um die zehn Euro Beitrag im Monat sparen und von zusätzlichen Leistungen profitieren. Außerdem kannst du bei der neuen Krankenkasse eventuell an einem Bonusprogramm teilnehmen und dir Prämien sichern.

Kann ich beim Krankenkassenwechsel Beiträge sparen?

Bei Kassenpatienten setzt sich der Gesamtbeitrag aus einem Basis- und einem Zusatzbeitrag zusammen. Den Basisbeitrag bestimmt der Staat. Er liegt derzeit bei 14,6 Prozent des Bruttogehalts beziehungsweise der Bruttorente. Die Hälfte davon trägt der Versicherte, den Rest der Arbeitgeber oder die Rentenversicherung. Den Zusatzbeitrag hingegen legt jede Krankenkasse selber fest und passt ihn gegebenenfalls regelmäßig an. Hier gibt es teils deutliche Unterschiede. Bei einem Krankenkassenwechsel sparst du dann Geld. 

Gut zu wissen

Jeder Deutsche ist verpflichtet, sich bei einer Krankenkasse zu versichern. Das bedeutet aber nicht, dass du einem bestimmten Anbieter treu bleiben musst. Eine Kündigung deiner Mitgliedschaft kann sich lohnen. 

Momentan liegt der niedrigste Zusatzbeitrag einer bundesweiten Kasse in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei 0,39 Prozent, der höchste bei 1,6 Prozent. Auch hiervon übernimmt der Arbeitgeber beziehungsweise die Rentenversicherung die Hälfte.

Angenommen du verdienst 3.400 Euro brutto und der Zusatzbeitrag deiner Kasse liegt bei 1,2 Prozent. Dann zahlst du monatlich 268,60 Euro Gesamtbeitrag. Wechselst du zu einer Kasse mit 0,7 Prozent Zusatzbeitrag, sinkt die Summe auf 260,10 Euro. Deine Ersparnis läge also bei 8,50 Euro im Monat und mehr als 100 Euro im Jahr. 

Was ist beim Krankenkassenwechsel zu beachten?

Außer auf den Zusatzbeitrag solltest du auch auf die Leistungen achten. Spendiert dir deine jetzige Versicherung zum Beispiel die professionelle Zahnreinigung? Oder kriegst du wenigstens Bonuspunkte, wenn du die Kosten aus eigener Tasche bezahlst? Eine Sitzung kostet bis zu 80 Euro – und Zahnärzte empfehlen eher zwei pro Jahr. 

Gut zu wissen

Mehr als 95 Prozent aller Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung stehen dir zu, egal bei welchem Anbieter du dich versicherst. Der Gesetzgeber sorgt so für einen Mindeststandard. Über die restlichen fünf Prozent entscheidet jede Krankenkasse selbst. Es handelt sich um Zusatzleistungen, die sich lohnen können - oder für die du unnötig Beiträge zahlst. 

Behalte auch die Vorsorge im Blick: Gebärmutter, Prostata, Leberflecke untersuchen. Das kostet manche Kassenpatienten richtig Geld, andere keinen Cent. Und dann sind da noch die Termine bei der Heilpraktikerin oder im Pilatesstudio, die deine Nachbarin bezahlt bekommt, du aber nicht ... 

Zusatzleistungen wie diese können ein Grund sein, mehr auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schauen als auf den billigsten Tarif. Wechsle zu einer Krankenkasse, die zu dir passt. Die CLARK-Experten beraten dich gerne dazu. 

Tipp

Apropos Zähne. Wenn deine Kauleiste auf Dauer lückenlos bleiben soll, brauchst du möglicherweise eine Zahnzusatzversicherung. Denn ein Ersatz kostet schnell Tausende. 

Welche Prämie erhalte ich für meinen Krankenkassenwechsel?

Manche Krankenkassen umwerben potenzielle Neukunden mit Geschenken – nicht anders als Internetanbieter oder Energieversorger. Üblich sind zum Beispiel Geldprämien um die 50 Euro oder Sachprämien wie Tablets. Das kann ein nettes Extra sein, oder dich teuer zu stehen kommen. 

Wenn du einen Krankenkassenwechsel planst, weil du die Prämie mitnehmen willst, schau auf das Gesamtpaket: Wie hoch ist der Zusatzbeitrag? Welche Leistungen bekommst du zusätzlich zum Mindestschutz? Wenn du unter dem Strich drauf zahlst, schau dich lieber weiter um. 

Profitiere ich nach dem Krankenkassenwechsel von einem Bonusprogramm?

Gesunde Menschen verursachen weniger Kosten als kranke. Logisch. Deshalb möchte deine Versicherung, dass du Erkrankungen vorbeugst. Etliche Krankenkassen unterstützen ihre Versicherten dabei durch Bonusprogramme. Das bedeutet, du sammelst Punkte für eine gesunde Lebensführung und tauschst sie später gegen eine Prämie ein. (Die hat nichts mit der Prämie zu tun, die du eventuell als Neukunde bekommst - siehe oben). 

Wofür es Bonuspunkte gibt, ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Hier ein paar Klassiker: 

  • Du gehst regelmäßig zum Rückentraining

  • Du gewöhnst dir das Rauchen ab

  • Du weist einen normalen Body-Maß-Index nach

  • Du lässt dich vor deiner Südamerikareise impfen

  • Du gehst zur Krebsvorsorge

Manchmal kann sich ein Krankenkassenwechsel schon wegen des Bonusprogramms lohnen. Um die 150 Euro im Jahr sind bei vielen Anbietern möglich, bei manchen noch mehr. Aber auch hier gilt: Das Bonusprogramm muss zu dir passen. Was nützen dir Punkte für Nikotinentzug, wenn du noch nie geraucht hast? Vielleicht meditierst du regelmäßig. Manche Kassen werden dich regelrecht dafür lieben. 

Wie funktioniert der Krankenkassenwechsel?

Der Staat macht es Kassenpatienten leicht, den Anbieter zu wechseln. Er will damit den Wettbewerb befeuern. 

So gehst du vor

- Preise und Leistungen vergleichen Es gibt derzeit mehr als 100 Krankenkassen. Statt nur Vergleichsportale zu konsultieren, lass dir lieber von einem Experten helfen. Der bezieht deinen individuellen Bedarf und deine Wünsche ein.

- Antrag bei der neuen Kasse stellen Seit Anfang 2021 genügt es, einen Neuaufnahmeantrag bei der neuen Kasse zu stellen. Die Kündigung der alten sowie alle anderen relevanten Schritte werden nun von der neuen Kasse übernommen.  

- Arbeitgeber informieren Lege deinem Arbeitgeber die Bescheinigung deiner neuen Kasse vor.

Geschafft!

Keine Sorge: Zwischen Kündigung und Neuaufnahme entsteht keine Lücke. Du bleibst die ganze Zeit versichert. Außerdem dürfen die gesetzlichen Kassen niemanden ablehnen – egal wie krank er oder sie ist. 

Privat versichern - nur für Privilegierte?

Für viele Deutsche scheint festzustehen: gesetzliche Krankenversicherung auf immer und ewig. Dabei wäre so mancher in der privaten Krankenversicherung besser aufgehoben. Wer es geschickt anstellt, zahlt nicht etwa drauf, sondern spart. Und bekommt obendrein mehr für sein Geld. Könnte das auch für dich gelten? Lies unseren Artikel zur privaten Krankenversicherung

Gilt beim Krankenkassenwechsel eine Kündigungsfrist?

Du hast mit deiner Krankenkasse einen Vertrag geschlossen, also musst du beim Krankenkassenwechsel gesetzliche Fristen beachten. Die Kündigungsfrist beläuft sich für Kassenpatienten auf zwei Monate zum Monatsende. Beispiel: Kündigst du deinem bisherigen Versicherer zwischen dem 1. und 31. August, bist du beim neuen ab 1. November Mitglied. 

Wann ist ein Krankenkassenwechsel möglich?

Ein Wechsel ist erst möglich, sofern du deiner bisherigen Krankenkasse seit mindestens 12 Monaten angehörst. Diese Mindestdauer hat der Gesetzgeber den Kassen zugestanden, um den Verwaltungsaufwand im Rahmen zu halten.  Ignorieren kannst du die 12-Monats-Frist, wenn die Kasse den Zusatzbeitrag erhöht. Dann hast du ein Sonderkündigungsrecht. Auch hier beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende. Verpasst du den Stichtag, ist dein geplanter Krankenkassenwechsel vorerst gestorben. 

Tipp

Die bisherige Versicherung muss den Krankenkassenwechsel akzeptieren, wenn du alle Fristen beachtest. Wenn sie die Kündigung trotzdem ablehnt, riecht das nach Masche: Sie will dich demotivieren. Wende dich vor dem Wechsel gerne an CLARK, falls du Ärger befürchtest.

Muss ich den Krankenkassenwechsel dem Arbeitgeber melden?

Dein Arbeitgeber zahlt die Hälfte deines Basisbeitrags zur Krankenversicherung. Er muss also wissen, bei welcher Kasse du bist. Nach einem Krankenkassenwechsel erhältst du eine Mitgliedsbescheinigung. Damit gehst du einfach zur Buchhaltung oder zur Personalabteilung. Den Rest erledigt dein Arbeitgeber.

Warum es sich empfiehlt, den Arbeitgeber bei einem Krankenkassenwechsel selbst zu informieren? Zwar melden die meisten Kassen neue Mitglieder von sich aus, aber sie sind dazu nicht verpflichtet und versäumen es manchmal. Falls du deinen Arbeitgeber nicht informierst, kann das also ärgerlich enden: Du bleibst Mitglied deiner alten Kasse. 

Einen Krankenkassenwechsel beantragen

Obwohl die Kosten und Leistungen der verschiedenen Krankenkassen nahezu identisch sind, kann ein Vergleich sich dennoch lohnen. Durch die Unterschiede im Zusatzbeitrag kann auf lange Sicht einiges an Geld gespart werden. Auch bei den Leistungen bleiben den Kassen 5% Spielraum und so ist es möglich, dass eine andere Kasse besser zu dir und deinen Bedürfnissen passt.

Um die optimale Abdeckung deiner aktuellen Situation und Bedürfnisse mit den verschiedenen Angeboten abzugleichen, ist die Unterstützung von Experten sehr hilfreich. So gehst du vor:

Nächste Schritte

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02

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03

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CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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