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Krankenkassenbeitrag: So viel zahlt der Arbeitgeber

Beiträge in die Krankenversicherung werden zu gleichen Teilen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber geleistet.

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In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Beiträge. Der Arbeitgeberanteil zur GKV ist genauso hoch wie der Arbeitnehmeranteil. 

Wie hoch ist der Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung?

Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Beiträge. Der Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung setzt sich aus dem Basisbeitrag und dem Zusatzbeitrag zusammen. Der Basisbeitrag ist bei allen Kassen gleich: 14,6 Prozent des Bruttogehalts bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Den Zusatzbeitrag bestimmen die Krankenkassen selbst. Er liegt derzeit im Schnitt bei 1,3 Prozent. Der Arbeitgeberanteil liegt also durchschnittlich bei 7,3 Prozent + 0,65 Prozent = 7,95 Prozent. 

Was versteht man unter „Beitragsbemessungsgrenze“?

Der Gesetzgeber hat die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung gedeckelt. Wer mehr als 4.837,50 Euro im Monat beziehungsweise 58.050 Euro im Jahr verdient, führt bis zu dieser Grenze KV-Beitrag ab. Das ist die Beitragsbemessungsgrenze der GKV. Auch der Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung wird nur bis zu dieser Grenze fällig. 

 

Was bedeutet „Paritätsprinzip“ beziehungsweise „Beitragsparität“?

Parität kommt vom lateinischen paritas und bedeutet Gleichheit. Das Paritätsprinzip beruht also darauf, dass alle Beteiligten gleiche Rechte beziehungsweise Pflichten haben. In der gesetzlichen Krankenversicherung herrscht – genau wie in der Pflegeversicherung – Beitragsparität. Das bedeutet nichts anderes, als dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils die Hälfte der Beiträge zahlen. 

 

Wer übernimmt den Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung, wenn sich ein Angestellter selbständig macht?

Selbständige können als freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Sie tragen dann in der Regel den gesamten Beitrag selbst. Eine Ausnahme bilden Künstler und andere Kreative. Für sie übernimmt die Künstlersozialkasse den Arbeitgeberanteil, wenn sie sich erfolgreich um die Mitgliedschaft bewerben. Für andere Freiberufler lohnt es sich oft nicht, sich freiwillig gesetzlich zu versichern. Für sie kann sich ein Wechsel zu einer privaten Krankenkasse rentieren.  

Gut zu wissen

Beitrag führen Angestellte nicht nur von ihrem Gehalt ab. Beitragspflichtig sind vielmehr auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Einkünfte aus einer nebenberuflichen Tätigkeit und Sachbezüge. Ruheständler führen Beiträge von ihrer Rente, Betriebsrente beziehungsweise Pension ab.

Beteiligt sich der Arbeitgeber auch an der Pflegeversicherung?

In der Pflegeversicherung gilt das gleiche Prinzip wie in der gesetzlichen Krankenversicherung: Jeder zahlt die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes. Dieser liegt derzeit bei 3,05 Prozent. Wer über 22 Jahre alt ist und noch keine Kinder hat, zahlt einen Zusatzbeitrag von 0,25 Prozent. Daran beteiligt sich der Arbeitgeber nicht. Eine Ausnahme macht bei der Pflegeversicherung der Freistaat Sachsen. Dort übernimmt der Arbeitgeber nur etwas mehr als ein Prozent des Beitrags zur Pflegeversicherung. Den Rest trägt der Arbeitnehmer. 

 

Zahlen Arbeitgeber Beiträge zur privaten Krankenversicherung?

Auch Privatversicherten steht ein Zuschuss vom Arbeitgeber zu. Bedingung ist, dass der Arbeitnehmer eine Vollversicherung abgeschlossen hat. Das heißt, die Leistungen der privaten Krankenkasse müssen denen der gesetzlichen Krankenversicherung mindestens entsprechen. Der Arbeitgeberanteil zur privaten Krankenversicherung orientiert sich an der gesetzlichen Krankenversicherung: Der Arbeitgeber zahlt maximal die Hälfte des GKV-Basisbeitrags, also 7,3 Prozent des Bruttogehalts. Hinzu kommt maximal die Hälfte des Zusatzbeitrags, den die gesetzlichen Krankenkassen im Schnitt verlangen, derzeit also 0,65 Prozent.

Einen Krankenkassenwechsel beantragen

Die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden sich lediglich in ihren Zusatzbeiträgen. Ein Vergleich kann sich dennoch lohnen. Eine vollständige Liste findest du beispielsweise online beim Spitzenverband der GKV. Generell gilt aber: Achte nicht ausschließlich auf die Beiträge, auch die Zusatzleistungen der gesetzlichen Kassen können ein Grund sein, zu einer anderen Kasse zu wechseln.  

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CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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