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Focus Money Siegel * Auszeichnung „Von Nutzern empfohlen“ CLARK wurde im Rahmen einer unabhĂ€ngigen Online-Befragung von ServiceValue in Kooperation mit FOCUS-MONEY mehrfach ausgezeichnet – u. a. in den Kategorien „Apps – Von Nutzern empfohlen“(2024) und „Digitale Versicherungsexperten“ (2024). Weitere Informationen und die vollstĂ€ndigen Studien findest du hier: Apps – Von Nutzern empfohlen (PDF), Digitale Versicherungsexperten (PDF)

Private Renten­­versicherung

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  • Die private Renten­versicherung hĂ€lt dir im Alter finanziell den RĂŒcken frei und sichert deinen gewohnten Lebensstandard ab. Sie ergĂ€nzt die gesetzliche Rente und eine staatlich geförderte Altersvorsorge.
  • Damit ist sie dein Renditehebel und eine logische ErgĂ€nzung zur gesetzlichen Renten­versicherung, die als alleinige Alters­vorsorge schon lange nicht mehr ausreicht.
  • Besonders mit einer fondsgebundene Renten­versicherung und den zugehörigen ETF-SparplĂ€nen kannst du ertragreich vorsorgen.

Warum private Alters­vorsorge heutzutage unerlässlich ist

Der demografische Wandel und die Silver Society

Deutschland zeigt, dass das System der gesetzlichen Renten­versicherung und die damit verbundene Alters­vorsorge auf Dauer nicht mehr funktionieren. Unser Rentensystem ist umlagefinanziert. Das heißt: Die heutigen Beitragszahler:innen zahlen die Renten der heutigen Rentner:innen. Und gehst du einmal in Rente, zahlen die JĂŒngeren fĂŒr dich. Dieses Versprechen geht nur leider schon seit langem nicht mehr auf. Das Rentenniveau sinkt zunehmend, weshalb auch deine zu erwartende gesetzliche Rente sinkt. Wir leben in einer Silver Society, das heißt Menschen werden tendenziell immer Ă€lter, ohne dass genĂŒgend jĂŒngere nachgeboren werden. Das kann das derzeitige Rentensystem nicht mehr auffangen. Die Folge: Das Rentenniveau, also das VerhĂ€ltnis zwischen Löhnen und Rentenhöhe, sinkt. Schon heute betrĂ€gt das Rentenniveau nur 48 % des Durchschnittsverdiensts. Und voraussichtlicht soll es weiter sinken: bis auf 43 % des Durchschnittsverdiensts. So prognostizieren es die Gesetzgeber bis zum Jahr 2030.

Das bedeutet schon heute: Wenn du 45 Jahre lang das derzeitige Durchschnittseinkommen von 45.358 € (Stand 2024) verdient hast, erhĂ€ltst du im Alter gerade einmal 20.304 € als Rentenzahlung. Das entspricht einer monatlichen Rente von etwas mehr als 1.600 € – und davon gehen noch Steuern und Sozialabgaben ab.

Grafik, die zeigt, wie Geld durch Inflation ĂŒber die Jahre an Kaufkraft verliert

Deine Rentenlücke vergrößert sich Jahr für Jahr

Die RentenlĂŒcke stellt die Differenz zwischen deinem aktuellen Nettoeinkommen und deiner tatsĂ€chlich zu erwartenden gesetzlichen Rentenleistung dar. Um deinen Lebensstandard im Alter aufrecht halten zu können, ist es unerlĂ€sslich, privat vorzusorgen. Denn die gesetzliche Rente erreicht nie die Höhe deines vorherigen Gehalts. Sie ist eher nur halb so hoch wie dein derzeitiges Gehalt. Sich deshalb ausschließlich auf die gesetzliche Absicherung zu verlassen, wird dir im Alter zum Nachteil. Und je lĂ€nger du abwartest, desto grĂ¶ĂŸer wird die LĂŒcke, die du durch eine private Alters­vorsorge schließen musst.

Selbstständige erhalten gar keine gesetzliche Rente

Als Arbeitnehmer:in zahlst du jĂ€hrlich in die gesetzliche Renten­versicherung ein. Doch wie verhĂ€lt es sich mit SelbststĂ€ndigen? Von ihnen wird keine pflichtmĂ€ĂŸige Einzahlung in die gesetzliche Renten­versicherung getĂ€tigt, weshalb eine private Alters­vorsorge besonders sinnvoll ist. 

Denn die Folge der fehlenden gesetzlichen Leistung ist, dass du im Alter gar keine Rentenleistung erhĂ€ltst. Hier gilt es im besonderen Maße, privat vorzusorgen, denn du bist im Alter nicht abgesichert, wirst im negativsten Fall auf soziale UnterstĂŒtzung angewiesen sein. 

CLARK Erfolgsstatistik: Eine Illustration verschiedener Personen vor einem Smartphone-Display unterstreicht die Beliebtheit der privaten Altersvorsorge ĂŒber die App.
Gesetzliche Rente reicht nicht aus

Schließ deine RentenlĂŒcke

Ein oft unterschĂ€tztes Risiko – die RentenlĂŒcke in Deutschland. Mit der gesetzlichen Altersrente wirst du deinen Lebensstandard im Rentenalter nicht halten können. Sicher dich ab und schließ deine RentenlĂŒcke.

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Die private Renten­versicherung schließt die Rentenlücke

Private Vorsorge und somit eine passgenaue Privatrente sind unerlĂ€sslich, um auch im Ruhestand sein gewohntes Leben beibehalten zu können. Unter allen Formen der privaten Alters­vorsorge sticht die private Renten­versicherung dabei besonders durch ihre FlexibilitĂ€t hervor. Denn hier entscheidest du, wie viel Geld du anlegen möchtest, wie hĂ€ufig du einzahlst und wie du das Geld anlegen möchtest. Auch der Auszahlungszeitpunkt ist frei von dir bestimmbar, ebenso wie die Art der Auszahlung. Du entscheidest zwischen Kapitalauszahlung, Ratenzahlung oder lebenslanger Rente. Und das beste: Auf die Auszahlung fallen weit weniger Steuern an als bei anderen Altersvorsorgemodellen. Denn die Privatrente wird nur mit dem viel geringeren Ertragsanteil besteuert.

Zusammenfassung

  • Die gesetzliche Rente reicht nicht aus: Mit der Privatrente schließt du deine RentenlĂŒcke und sorgst dafĂŒr, dass du deinen Lebensstandard im Alter halten kannst.
  • Durch die Silver Society sinkt jĂ€hrlich das Rentenniveau, denn die Anzahl der Rentner:innen pro Arbeitnehmer:in verdoppelt sich langfristig.
  • Du bist selbststĂ€ndig? Dann erhĂ€ltst du keine gesetzliche Rente. Der Weg der privaten Alters­vorsorge ist unerlĂ€sslich.

Was genau ist die private Renten­versicherung?

Die private Renten­versicherung gibt dir die Chance, eigenstĂ€ndig fĂŒr die Rente vorzusorgen und dich fĂŒrs Alter abzusichern. Denn leider steigt die Altersarmut in Deutschland kontinuierlich an – und es sieht nicht so aus, als wĂŒrde sich das in absehbarer Zeit Ă€ndern. Rechtzeitig privat vorzusorgen, ist daher unerlĂ€sslich.

Die private Renten­versicherung ist dabei ein Vorteil fĂŒr all jene, die sich möglichst viel Renditechancen bei der Geldanlage und höchstmögliche FlexibilitĂ€t in Anspar- und Auszahlungsphase bewahren möchten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, sodass sie treffsicher auf deine individuelle Lebenssituation zugeschnitten werden kann.

Neben der gesetzlichen Rente und staatlich geförderter Vorsorgearten wie der betrieblichen Altersvorsorge oder der Riester-Rente gilt die private Renten­versicherung als dritte SĂ€ule der Altersvorsorge.

GrundsĂ€tzlich gilt: Bevor du eine private Renten­versicherung abschließt, solltest du wissen, was du brauchst. Unsere CLARK Expert:innen stehen dir unterstĂŒtzend zur Seite und helfen dir die richtige Absicherung fĂŒr deine individuelle Lebenssituation zu finden.

Varianten der privaten Renten­versicherung

Private Renten­versicherung ist nur der Sammelbegriff fĂŒr eine ganze Reihe verschiedener Versicherungsmodelle, die alle dem Zweck der Altersabsicherung dienen. Neben der Art der Kapitalanlage und der Form der Auszahlung gibt es schon bei der Art der Einzahlung Unterschiede. Expert:innen unterscheiden zwischen aufgeschobener Renten­versicherung und Sofortrente.

Aufgeschobene Renten­versicherung

Bei der aufgeschobenen Renten­versicherung handelt es sich um die klassische Form des Ansparens. Versicherte sparen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg regelmĂ€ĂŸig BeitrĂ€ge an, die dann entsprechend des gewĂ€hlten Anlagemodells am Kapitalmarkt angelegt und verzinst werden.

Haben sie das vertraglich festgelegte Ruhestandsalter erreicht, wird das angesparte Kapital ausgezahlt, entweder in Form einer lebenslangen Rente, einer einmaligen Kapitalzahlung oder in einer Mischform, beispielsweise einer jÀhrlichen Ratenzahlung.

Anders als in der gesetzlichen Renten­versicherung oder bei staatlich geförderten Altersvorsorgemodellen der zweiten Schicht kannst du bei der privaten Renten­versicherung den Auszahlungsbeginn frei bestimmen. Das kann schon mit 55 sein oder auch erst mit 80 Jahren. 

Je nach Versicherer und individueller Lebenssituation können auch zusĂ€tzliche Leistungen bei der aufgeschobenen Renten­versicherung sinnvoll sein – zum Beispiel eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr oder eine Pflegerente.

Im Gegensatz zu staatlich geförderten Altersvorsorgemodellen hast du auch wĂ€hrend der Ansparphase jederzeit Zugriff auf dein Kapital. Erscheint dir diese Form der Alters­vorsorge also irgendwann nicht mehr als dienlich, kannst du den Vertrag kĂŒndigen und dir dein Kapital, abzĂŒglich der Abschlusskosten, ausbezahlen lassen. Lediglich im Modell der RĂŒrup-Rente ist eine Auszahlung vor Vollendung des 62. Lebensjahres ausgeschlossen.

Sofortrente

Die Alternative zur aufgeschobenen Renten­versicherung ist die Sofortrente. Bei dieser Form sparst du nicht ĂŒber Jahre hinweg Kapital an, sondern entscheidest dich fĂŒr die sogenannte Einmaleinlage. Du zahlst einen hohen Einmalbeitrag, den die Versicherung sofort verrentet.

FĂŒr gewöhnlich zahlt sie die Anlage unverzĂŒglich als monatlichen Betrag wieder aus. Die Auszahlung der Rente lĂ€sst sich aber auch hinauszögern.

Der Vorteil der Sofortrente:

  • Ohne lange Vorlaufzeit kann die Rente auf einen Schlag erhöht werden – kurzfristig und unkompliziert. So bleibst du flexibel.

Der Nachteil:

  • Den hohen Einmalbeitrag muss man sich leisten können.

Deswegen ist die Sofortrente besonders dann eine gute Option, wenn nach einer Erbschaft, dem Verkauf einer Immobilie oder einem Lottogewinn viel Geld zur VerfĂŒgung steht und du dich privat mit einer lebenslangen Rente bis ins hohe Alter gut absichern willst. 

Zusammenfassung

  • Die private Renten­versicherung bildet die sogenannte dritte SĂ€ule der Altersvorsorge.
  • Sie wird im Gegensatz zur betrieblichen Alters­vorsorge oder Riester-Rente nicht in der Ansparphase gefördert. Bei der Auszahlung gelten dafĂŒr steuerliche Vorteile.
  • DafĂŒr bietet sie grĂ¶ĂŸtmögliche FlexibilitĂ€t bei Anlage und Auszahlung der BeitrĂ€ge. So kannst du zwischen der aufgeschobenen Renten­versicherung und der Sofortrente wĂ€hlen.

Unterschiedliche Renditechancen durch verschiedene Versicherungsmodelle

Die private Renten­versicherung bietet dir volle FlexibilitĂ€t bei der Kapitalanlage. Daraus ergibt sich fĂŒr dich die Qual der Wahl: Bevorzugst du eher ein sicherheitsorientiertes Anlagemodell mit garantierter Verzinsung oder ein chancenorientiertes Modell ohne Garantien und hohem Aktienanteil? Die richtige Wahl ist die, die am besten zu deinem Typ und deiner individuellen Lebenssituation passt.

Klassische Renten­versicherung mit einem Garantiezins

Hierbei handelt es sich um die gute, alte Form der Vorsorge mit einem garantierten Zins und einer möglichen Überschussbeteiligung. Du erhĂ€ltst zu Vertragsbeginn eine festgelegte garantierte Rente, die sich aus der Summe deiner BeitrĂ€ge und einem bei Abschluss fest vereinbarten Garantiezins ergibt.

Nicht garantiert ist eine Beteiligung an den ÜberschĂŒssen, die der Versicherer mit der Anlage deiner BeitrĂ€ge am Kapitalmarkt erwirtschaftet. Von diesen deckt er seine Kosten und sorgt dafĂŒr, dir deinen Garantiezins zu gewĂ€hrleisten. Bleibt noch etwas ĂŒbrig, werden dir diese ÜberschĂŒsse einmal im Jahr fest gutgeschrieben. 

Die BeitrÀge werden insbesondere in Anleihen oder Immobilien (sicherheitsorientierte Anlagen) investiert. RenditestÀrkere Anlagen wie Aktien spielen in diesem Modell eine untergeordnete Rolle. Die klassische Rente bietet einen garantierten Erhalt des Kapitals und somit Planungssicherheit.

Dennoch: Aufgrund der schon lĂ€nger andauernden Niedrigzinsphase ist es fast unmöglich geworden, ĂŒber die klassische Renten­versicherung ausreichende ErtrĂ€ge zu erwirtschaften. WĂ€hrend die durchschnittliche Inflation pro Jahr etwa 2 % betrĂ€gt, betrĂ€gt der Garantiezins derzeit (Stand: 2024) nur 0,25 %.

Die „Neue“ Klassik arbeitet mit höheren Überschussanteilen

Mit den sogenannten Neue Klassik Tarifen haben Versicherer auf die Niedrigzinssituation reagiert. Im Gegensatz zur klassischen Renten­versicherung gibt es in Tarifen der Neuen Klassik keinen Garantiezins mehr. Garantiert ist nur noch die Summe der eingezahlten BeitrĂ€ge.

Da der Versicherer dadurch keine Reserven mehr aufbauen muss, um die zugesagte Verzinsung garantieren zu können, ist er freier in der Geldanlage, wodurch höhere ÜberschĂŒsse erzielt werden sollen. Diese ÜberschĂŒsse werden dann genauso wie in den Klassiktarifen deinem Vorsorgevermögen gutgeschrieben.

Die Indexpolice als weitere Version der „Neuen“ Klassik

Bei der Indexpolice handelt es sich im Grunde um eine Spielart der Neuen Klassik. Es ist ein klassisches Renten­versicherungsprodukt, bei dem jedoch nur die Summe der eingezahlten BeitrĂ€ge garantiert ist.

Die erwirtschafteten ÜberschĂŒsse werden nicht direkt deinem Guthaben zugeschrieben, sondern jĂ€hrlich in einem von dir gewĂ€hlten Aktienindex wie beispielsweise dem DAX oder dem MSCI World. Du erwirbst damit Anteile an allen in diesem Index zusammengefassten Unternehmen und zwar im selben VerhĂ€ltnis, in dem diese Unternehmen in diesem Index vertreten sind.

Nach jedem Jahr werden die Gewinne auf dem Rentenkonto gesichert. So beschrĂ€nkt sich das Risiko durch eventuelle Verluste stets auf die BeitrĂ€ge eines Jahres. Erwirtschaftet der Versicherer in der neuen Klassik beispielsweise 100 €, die er deinem Rentenkonto gutschreibt, wĂŒrde er diese 100 € in der Indexpolice noch einmal ein Jahr lang in einem Index anlegen.

Dadurch besteht die Chance, aus den 100 € 105 oder 110 € zu machen. In einem schlechten Jahr können aber auch weniger als 100 € ĂŒbrig bleiben, die dann deinem Rentenkonto gutgeschrieben werden.

Manche Versicherungsunternehmen bieten zudem Mischformen an, die verschiedene Optionen kombinieren.

Der Highflyer: Die fondsgebundene Renten­versicherung

In dem Modell der fondsgebundenen Renten­­versicherung hast du die Möglichkeit, an den aussichtsreichen Chancen des Kapitalmarktes zu partizipieren. WĂ€hrend des langen Anlagezeitraums investiert der Versicherer dein Anlagevermögen in Fonds unterschiedlichster Art und GĂŒte – je nach deiner PrĂ€ferenz. Dadurch findet zudem auch der Zinseszinseffekt Anwendung, welcher bei der Klassik aufgrund des Niedrigzinsumfeldes sowie der Kosten kaum zu Buche schlĂ€gt. Zwar bietet diese Alternative keine vorab garantierte Rentenhöhe, allerdings sind die Renditechancen um ein Vielfaches höher.

Versicherer bieten unterschiedliche Möglichkeiten der Kapitalanlage, was auch mit unterschiedlich hohen Kosten einhergeht. Weiterhin kannst du je nach RisikoaffinitÀt verschiedene Fondsklassen auswÀhlen und bei Bedarf auch kostenlos umschichten. Um Gewinnverluste durch einen Börsencrash kurz vor Rentenbeginn zu vermeiden, schichtet deine Versicherung automatisch umso mehr Anteile deines Rentenguthabens in risikoÀrmere Anlageklassen um, je nÀher du dem Renteneintritt kommst.

Die Kapitalmarktentwicklung lĂ€sst sich eindrucksvoll am Deutschen Aktienindex (DAX) ablesen. Seit seiner GrĂŒndung im Jahr 1988 hat der DAX jĂ€hrlich rund 7,5 % zugelegt.

Viele Menschen nutzen deshalb den sogenannten Fondssparplan beziehungsweise ETF-Sparplan, um ĂŒber einen langen Zeitraum ein Vermögen aufzubauen. Durch monatliche Zahlungen, die in Fonds angelegt werden, wird eine Rendite erwirtschaftet.

Exchange-Traded-Fund (ETF)? Was genau ist eigentlich ein „ETF“?

Wenn du dich mit Themen wie Finanzen, Geldanlage oder Alters­vorsorge auseinandersetzt, kommst du an den Begriffen wie dem ETF (Exchange-Traded-Fund) derzeit nicht vorbei. Es handelt sich dabei um börsengehandelte Investmentfonds, sprich jeder ETF ist ein Fonds, aber nicht jeder Fonds ist ein ETF.

Diese gibt es in unterschiedlicher Zusammensetzung, die jeweils einen Wertpapierindex nachbilden. Anstatt also einzelne Positionen aktiv zu handeln, werden die Aktien passiv verwaltet und ahmen die Entwicklung des ausgewĂ€hlten Wertpapierindexes nach. Beliebt ist zum Beispiel der MSCI World oder die Anlage ausgerichtet am S+P 500 – den 500 grĂ¶ĂŸten Unternehmen der USA. Der ETF wird daher auch gerne als Indexfonds bezeichnet.

Zusammenfassung

  • Die klassische Renten­versicherung wird aufgrund des niedrigen Garantiezinses, der Höhe der Inflation und der Kosten der Anlage nicht mehr angeboten.
  • Die neue „Neue“ Klassik arbeitet mit höheren Überschussanteilen, hat aber im direkten Vergleich zur fondsgebundenen Renten­versicherung das Nachsehen.
  • Die fondsgebundene Renten­versicherung mit ist mit ihren ETF-SparplĂ€nen aktuell sehr gefragt. ETFs bieten die kostengĂŒnstige Möglichkeit ertragreich vorzusorgen.

Deine Anlageprämissen sind entscheidend

Wie viel du jedes Jahr ansparst und wie hoch der monatliche Beitrag fĂŒr die private Renten­versicherung ausfĂ€llt, hĂ€ngt vollkommen vom Tarif, von deiner individuellen Lebenssituation und dem Geldbetrag ab, den du monatlich erĂŒbrigen kannst. Die private Renten­versicherung bietet dir grĂ¶ĂŸtmögliche FlexibilitĂ€t.

Ein Rechenbeispiel: Klassisch vs. fondsgebundene Renten­versicherung

Ein:e Arbeitnehmer:in mit Steuerklasse 1 erhĂ€lt ein monatliches Bruttoeinkommen von 3.000 €. Nach Abzug aller Abgaben bleiben davon pro Monat rund 1.900 € zur VerfĂŒgung. FĂŒr die Grundausgaben wie Miete, Auto, Verpflegung, Kleidung, Freizeit und Urlaub muss sie oder er durchschnittlich 1.600 € einplanen. So bleiben 300 € fĂŒr die private Altersvorsorge.

Diese lassen sich entweder in eine klassische Renten­versicherung investieren mit 0,25 % Garantiezins und Überschussbeteiligung oder in eine fondsgebundene Renten­versicherung ohne Garantien. Bei 30 Jahren Anlagehorizont zahlt sie oder er in dieser Zeit 108.000 € ein.

Die garantierte Rente, die sich nach 30 Jahren in der klassischen Renten­versicherung ergibt, umfasst die Summe der BeitrĂ€ge zzgl. 0,25 % Verzinsung pro Jahr, was knapp 112.000 € entspricht. Hinzu kommen eventuelle jĂ€hrliche ÜberschĂŒsse. Angenommen, durch die ÜberschĂŒsse ergibt sich inklusive des Garantiezinses eine jĂ€hrliche Verzinsung von 2,5 %, so kann die oder der Versicherte bei Rentenbeginn auf ein Vorsorgekapital von knapp 158.000 € hoffen. Der Versicherer wĂŒrde hier jĂ€hrlich eine Rentenstandsinformation zukommen lassen und 2 Werte ausgeben: die garantierte Rente (123.955 €) und die erwartete Rente (160.190 €). Den ersten Wert muss der Versicherer bezahlen, auf die Differenz von knapp 40.000 € hat die bzw. der Versicherte keinen Anspruch.

In der fondsgebundenen Renten­versicherung ohne Garantien könnte es theoretisch geschehen, dass die oder der Versicherte am Ende sogar ĂŒber weniger als die 108.000 € Vorsorgekapital verfĂŒgt, denn BeitrĂ€ge sind nicht garantiert. Das ist aber nur ein theoretisches Risiko. Denn dadurch, dass der Versicherer nichts garantieren muss, ergeben sich fĂŒr ihn viel bessere Anlagemöglichkeiten. Eine jĂ€hrliche Rendite von 5 % kann hier durchaus angenommen werden. Aus den 108.000 €, die die oder der Versicherte ĂŒber 30 Jahre anspart, werden zzgl. 5 % Rendite pro Jahr 245.658 €, also fast das Doppelte, das der Sparerin oder dem Sparer in der klassische Renten­versicherung als Rente garantiert ist.

Tipp: Je frĂŒher du dich um die private Alters­vorsorge kĂŒmmerst, desto besser. Denn je lĂ€nger der Anlagehorizont ist, desto mehr wirkt sich der Zinseszinseffekt aus. WĂŒrde die Person aus obigem Beispiel die 300 € nicht ĂŒber 30 Jahre, sondern ĂŒber 40 Jahre anlegen, wĂŒrde sie 144.000 € im Laufe ihres Lebens einzahlen. In der klassischen Renten­versicherung ergĂ€ben sich daraus 173.250 € garantierte Rente bzw. 245.935 € bei durchschnittlicher Verzinsung. In der fondsgebundenen Renten­versicherung könnten sich daraus sogar 446.657 € ergeben!

Renten­versicherung versus privat sparen

Wenn die private Renten­versicherung nun nicht staatlich gefördert wird und du die BeitrĂ€ge aus deinem versteuerten Einkommen einbringen musst, warum solltest du dann das Geld nicht einfach privat anlegen, könntest du dich fragen, wo du stets volle Kontrolle ĂŒber deine Ersparnisse hast? Ganz so einfach ist es nicht. Es gibt gewichtige GrĂŒnde, weshalb die private Renten­versicherung dem eigenen Konto vorzuziehen ist:

  1. Du ĂŒberweist monatlich einen festgelegten Beitrag an deinen Versicherer. Auf diese Weise kommst du nicht so schnell in Versuchung, das Geld fĂŒr andere Dinge auszugeben.
  2. Der Versicherer garantiert dir eine lebenslange Rente. WĂ€hrend also dein Erspartes zwangslĂ€ufig irgendwann aufgebraucht ist, wenn du das GlĂŒck hast, ein hohes Alter zu erreichen, fließt deine Rentenauszahlung ungebremst weiter. Das sogenannte „Langlebigkeitsrisiko“ ĂŒbernimmt der Versicherer.
  3. Auch steuerlich zahlt sich die private Renten­versicherung aus. Bei BeitrĂ€gen, die wĂ€hrend der Ansparphase nicht gefördert werden, gilt eine vorteilhafte Ertragsanteilbesteuerung. Ausschlaggebend fĂŒr den Ertragsanteil ist sowohl der persönliche Steuersatz als auch das Alter bei Renteneintritt: Je spĂ€ter du in Rente gehst, desto geringer die Besteuerung. Im Gegensatz dazu mĂŒsstest du auf Gewinne, beispielsweise aus einem Fondssparplan, Kapitalertragssteuer zahlen. Diese ist immer gleich hoch und betrĂ€gt derzeit 25 % (zzgl. Kirchensteuer)
  4. Diese wĂŒrde auch fĂ€llig, wenn du dein privates Vermögen im Laufe deines Leben umschichten wolltest, wenn du also bspw. aus risikoreicheren Anlageklassen in risikoĂ€rmere wechseln wolltest, um dein Geld fĂŒr den Ruhestand zu sichern. Im Rahmen einer Privaten Renten­versicherung ist dieses Umschichten steuerfrei.

Private Renten­versicherung im Test 2024

In der Finanztest-Ausgabe 09/2023 hat die Stiftung Warentest 30 fondsgebundene private Renten­versicherungen ohne Garantien untersucht. Die Analyse konzentrierte sich auf 4 Hauptkriterien:

  • Rentenfaktor (5 %)
  • Fondsangebot (35 %)
  • Kosten (40 %)
  • FlexibilitĂ€t sowie Transparenz (20 %)

Die Kosten variieren erheblich, wobei die Effektivkosten von 0,38 % beim gĂŒnstigsten Anbieter bis zu 1,43 % beim teuersten Anbieter reichen. Hohe GebĂŒhren auf Dauer zu erheblichen Verlusten von mehreren zehntausend Euro fĂŒhren, warnt daher die Verbraucherorganisation.

Die Stiftung Warentest kritisiert zudem den niedrigen Rentenfaktor, der angibt, wie viel Geld du pro 10.000 € Vermögen erhĂ€ltst.

Die Testergebnisse zeigen, dass keine private Renten­versicherung ein sehr gutes Urteil erhĂ€lt, jedoch erreichen 4 Tarife eine gute Bewertung:

  • Europa – „E-RI“
  • NĂŒrnberger – „NFX3200“
  • Continentale – „Rente Invest RI“ und „EasyRente Invest ERI“

Die beste Bewertung in den einzelnen Kategorien geht an Condor (Rentenfaktor), Stuttgarter und Volkswohl Bund (Fondsangebot), Europa (Kosten) sowie Volkswohl Bund (FlexibilitÀt und Transparenz).

In Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke und Bornberg hat zudem das Wirtschaftsmagazin Focus-Money in der Ausgabe 34/2024 verschiedene private Renten­versicherungsangebote untersucht. Der Vergleich basiert auf eine 32-jĂ€hrige Person, die monatlich 150 € bis zum 67. Lebensjahr einzahlt. Die Renten­versicherung musste eine volldynamische Rentensteigerung, eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr an Hinterbliebene im Todesfall vor Rentenbeginn und eine zehnjĂ€hrige Rentengarantiezeit nach Rentenbeginn bieten.

Bei den Klassiktarifen erreichen die Alte Leipziger („RenteKlassikPur“), Hannoversche („Bausteinrente“), Ideal („Zukunftsrente“) und die WĂŒrttembergische („PrivatRente KlassikClever“) eine sehr gute Bewertung.

Im Bereich der Neuen Klassik schneiden 5 Anbieter sogar mit hervorragend ab: Allianz („PrivatRente Perspektive“), Die Bayerische („KlassikRente“), Neue Leben („Aktivplan (Klassik)“) Europa („Renten­versicherung“) und Continentale („Rente Classic Pro RCP“).

Im Bereich der Index-Tarife werden 6 herausragende Renten­versicherungen identifiziert:

  • Allianz („Privatrente IndexSelect“)
  • Ergo Vorsorge („Rente Index“)
  • Neue Leben („PlanX“)
  • Stuttgarter („FlexRente index-safe“)
  • Targo („Privat-Rente Index Flex“)
  • WĂŒrttembergische („PrivatRente IndexClever“)

Die Analyse zeigt, dass fondsgebundene Renten­versicherungen mit und ohne Garantien eine breitere Auswahl an Top-Angeboten bieten.

Ohne Garantie

  • Allianz – PrivatRente InvestFlex
  • Alte Leipziger – Alfonds
  • AXA/DBV – JustGreenInvest Fonds-PrivatRente
  • Baloise – Best Invest (Fonds)
  • Canada Life – Generation private plus
  • Condor – Congenial privat
  • Continentale – EasyRente Invest
  • Ergo Vorsorge – Rente Chance
  • HanseMerkur – Vario Care Invest
  • HDI – CleverInvest Privatrente
  • LV 1871 – MeinPlan FRV, Deckungskapital
  • Neue Leben – Aktivplan (Fonds)
  • NĂŒrnberger – FRV
  • Signal Iduna – Pur Invest
  • Standard Life – Maxxellence Invest Private Vorsorge
  • Targo – Investment-Rente
  • Volkswohl Bund – Fonds Pur
  • WWK – Premium FondsRente 2.0 pro
  • Zurich – Vorsorgeinvest Spezial individuelle Fondsanlage

Mit 80 % Beitragsgarantie

  • Allianz – PrivatRente InvestFlex mit Garantie
  • Alte Leipziger – Alfonds (klassische Verrentung)
  • Condor – Congenial privat garant
  • Continentale – Rente Invest Garant
  • LV 1871 – MeinPlan mit individuellem Beitragserhalt
  • NĂŒrnberger – FRV mit Garantie
  • Signal Iduna – Global Garant Invest Flex. Rente m. Abs.
  • Stuttgarter – performance+ FlexRente (Hybrid)
  • Swiss Life – Maximo
  • Volkswohl Bund – Fonds modern
  • WĂŒrttembergische – Genius (Hybrid mit SF)
  • WWK – Premium FondsRente protect
  • Europa – Fondsgebundene Rentenvers. mit Garantie
  • AXA/DBV – Relax Rente Chance
  • Gothaer – GarantieRente Index

Mit 60 % Beitragsgarantie

  • Allianz – PrivatRente InvestFlex mit Garantie
  • Alte Leipziger – Alfonds (klassische Verrentung)
  • Continentale – Rente Invest Garant
  • LV 1871 – MeinPlan mit individuellem Beitragserhalt
  • Signal Iduna – Global Garant Invest Flex. Rente m. Abs.
  • Volkswohl Bund – Fonds modern
  • Europa – Fondsgebundene Rentenvers. mit Garantie
  • Gothaer – GarantieRente Index

Zusammenfassung

  • Die Höhe deines monatlichen Beitrags kann individuell festgelegt werden. Du genießt dabei grĂ¶ĂŸtmögliche FlexibilitĂ€t.
  • Wie hoch die spĂ€tere Rente ausfĂ€llt, hĂ€ngt vom vereinbarten Beitrag, aber auch vom Anlagemodell ab.
  • Eine private Renten­versicherung garantiert immer eine lebenslange Rente, anders als beim Selbstsparen, wo das angesparte Guthaben irgendwann aufgebraucht ist.

Rentenzeit gekommen? Alles Wichtige zur Auszahlung

Das Alter beziehungsweise der Zeitpunkt der Auszahlung lĂ€sst sich in der privaten Renten­versicherung beliebig definieren, nur im Rahmen einer RĂŒrup-Rente ist es an die Vollendung des  62. Lebensjahrs gebunden. Auf den vereinbarten Rentenbeginn kann eine beitragsfreie VerfĂŒgungsphase von maximal 5 Jahren folgen.

Unterschiede bei der Auszahlung? Schau mal hier

Als Monatsrente

Bei der lebenslangen Rentenzahlung ist nur der Ertragsanteil steuerpflichtig. Dessen Höhe richtet sich nach dem Jahr deines Renteneintritts. Gehst du mit 67 Jahren in Rente, dann sind 17 % deines Renteneinkommens steuerpflichtig. Verschiebst du den Renteneintritt auf 69 Jahre, dann sind es 15 %. Je spÀter du in die Rente eintrittst, desto weniger Steuerlast erwartet dich.

Als Einmalzahlung

Hier kommt das HalbeinkĂŒnfteverfahren ins Spiel. Dabei werden 50 % der KapitalertrĂ€ge mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert. Heißt? Angenommen, du hast 30.000 € angespart und deine Kapitalauszahlung betrĂ€gt 60.000 €. Demnach hast du KapitalertrĂ€ge von 30.000 € erwirtschaftet. Davon bilden dann die HĂ€lfte (also 15.000 €) die Grundlage fĂŒr die Besteuerung.

Bei fondsgebundenen Renten­versicherungen kommt hinzu, dass bei einer Kapitalauszahlung pauschal 15 % der ErtrĂ€ge steuerfrei sind. Du ziehst von den 30.000 € Gewinn 4.500 € ab (= 15 %). Es bleiben 25.500 €, von denen 50 %, also 12.750 € steuerpflichtig sind.

Ganz wichtig: LĂ€uft deine Renten­versicherung nicht mindestens 12 Jahre und bis zum 62. Lebensjahr, greift das HalbeinkĂŒnfteverfahren nicht. Dann musst du auf das gesamte Kapital die Abgeltungssteuer von 25 % sowie gegebenenfalls Kirchensteuer zahlen.

Was bekommst du raus?

Die Höhe deiner Versicherungssumme ist von verschiedenen Faktoren abhĂ€ngig. Einerseits spielt sowohl die Höhe deiner bisherigen Einzahlungen als auch die Dauer der Laufzeit eine Rolle, ebenso wie die Wirtschaftsleistung und erzielten ÜberschĂŒsse deines Anbieters und die Entwicklung der Fonds, in die du investiert hast. Andererseits ist der sogenannte Rentenfaktor entscheidend, welcher angibt, wie viel du pro 10.000 € Vermögen erhĂ€ltst. Da sich dieser Faktor zwischen den Versicherern erheblich unterscheiden kann, solltest du ihn bei einem Tarifvergleich unbedingt beachten.

Beginn der Rentenzahlungen bei der privaten Renten­versicherung

Ab wann du dir die Rente auszahlen lassen kannst, hĂ€ngt vom jeweiligen Vertrag ab. Bei der Sofortrente ist eine sofortige Auszahlung möglich. Du kannst diese aber auch auf einen Wunschtermin verschieben. 

DemgegenĂŒber gibt es bei aufgeschobenen Renten­­versicherungen eine Wartezeit. Erst, wenn du die sogenannte „Aufschubzeit“ abgewartet hast, können die gezahlten BeitrĂ€ge ausgeschĂŒttet werden. Als Faustregel gilt: Eine lĂ€ngere Wartezeit ermöglicht eine höhere Rendite.

Wie kannst du dir die Renten­­versicherung auszahlen lassen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten fĂŒr Versicherte, die private Alters­­vorsorge auszahlen zu lassen. Das kann entweder wie vertraglich vereinbart zum Rentenbeginn geschehen oder außerplanmĂ€ĂŸig. Im ersten Fall wird die Rentenzahlung automatisch gestartet, entweder als Einmalzahlung oder als lebenslange Rente. 

Bei einer außerplanmĂ€ĂŸigen Auszahlung musst du den Vertrag kĂŒndigen. Du erhĂ€ltst dann allerdings nur den RĂŒckkaufswert, was sich vor allem in den ersten Jahren nicht lohnt.

Diese Steuern werden beim Auszahlen fällig

Eine private Alters­­vorsorge wird vom Staat steuerlich begĂŒnstigt. Steuerfrei ist die private Rente jedoch nicht, denn du musst den sogenannten Ertragsanteil versteuern. Die Höhe dieser Steuern ist gesetzlich prozentual festgelegt und altersabhĂ€ngig. 

LĂ€sst sich eine Person hingegen die gesamte Summe auf einmal auszahlen, kommt es auf den Auszahlungszeitpunkt an, ob Abgeltungssteuer oder HalbeinkĂŒnfteverfahren zum Tragen kommt. Bist du Ă€lter als 62 Jahre und hat der Versicherungsvertrag mindestens 12 Jahre bestanden, kommt das HalbeinkĂŒnfteverfahren zur Anwendung. 

Dabei werden ausschließlich die Gewinne betrachtet, nicht die Summe der eingezahlten BeitrĂ€ge. Zur Berechnung der Steuer wird der Gewinn halbiert und mit deinem dann gĂŒltigen Steuersatz versteuert.

Das ist fĂŒr dich in der Regel gĂŒnstiger als wenn du deinen Renten­­versicherungsvertrag vor dem 62. Lebensjahr bzw. vor Ablauf der 12 Jahre kĂŒndigst. Dann nĂ€mlich fĂ€llt Abgeltungs- bzw. Kapitalertragssteuer auf deine Gewinne an. Diese betrĂ€gt 25 % zuzĂŒglich SolidaritĂ€tszuschlag und Kirchensteuer.

Flexibilität in flexiblen Zeiten

Ist die Rente übertragbar? Die Konditionen sind entscheidend

Ob die private Renten­versicherung ĂŒbertragbar ist, hĂ€ngt von den jeweiligen Vertragskonditionen ab. Trifft der oder die Sparer:in spezielle Vereinbarungen mit dem Versicherungsanbieter, können die Hinterbliebenen im Todesfall gegebenenfalls auf das angesparte Kapital beziehungsweise auf einen Teil der Rente zugreifen. 

Beim Tod wĂ€hrend der Ansparphase ist dies ĂŒber eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr möglich. Beim Tod nach Rentenbeginn funktioniert die Übertragung ĂŒber eine Rentengarantiezeit oder eine Hinterbliebenenrenten-Zusatz­versicherung.

Optionen für den finanziellen Engpass

Wer keine BeitrĂ€ge zur privaten Renten­versicherung mehr zahlen kann, hat die Möglichkeit, seinen Vertrag zu kĂŒndigen. Diese Entscheidung solltest du allerdings gut ĂŒberdenken. Denn die KĂŒndigung ist mit finanziellen Verlusten verbunden und sollte die letzt mögliche Option fĂŒr dich darstellen.

Wie kannst du deine Versicherung im Zweifel kĂŒndigen?

DĂŒrfen wir ganz ehrlich sein? Die KĂŒndigung deiner privaten Renten­versicherung ist keine gute Idee – insbesondere wenn dein Vertrag schon Ă€lter ist und du gegebenenfalls von einer guten Verzinsung deiner BeitrĂ€ge profitierst.

Willst du die Sache dennoch durchziehen, ist die KĂŒndigung in der Regel bis 3 Monate vor Ende eines Versicherungsjahres möglich. Dein Versicherer zahlt dir dann einen RĂŒckkaufswert aus. Dieser belĂ€uft sich bei der klassischen Renten­versicherung auf deine bis dato eingezahlten BeitrĂ€ge und erhaltenen ÜberschĂŒsse abzĂŒglich der Kosten, die das Versicherungsunternehmen einbehĂ€lt: Stichpunkt Abschluss- und Verwaltungskosten.

Bei den Fondstarifen richtet sich der RĂŒckkaufswert nach dem Erlös, den der Anbieter nach dem Verkauf deiner Fondsanteile erhĂ€lt. Befinden sich deine Fonds gerade in einem Tal, ist dies ein denkbar ungĂŒnstiger Zeitpunkt, deine Renten­versicherung zu kĂŒndigen. Auch hier gehen vom berechneten Kapital noch Versicherungskosten ab.

Die meisten Versicherungen bieten dir in finanziellen EngpĂ€ssen allerdings weitaus lukrativere Alternativen als die KĂŒndigung an:

  1. Eine niedrigere Versicherungssumme: Wer die Versicherungssumme reduziert, muss geringere BeitrÀge einzahlen.
  2. Beitragsfreistellung: Der oder die Sparer:in kann die Versicherung beitragsfrei stellen. Daraufhin bildet der Versicherer aus den gegebenen RĂŒckkaufswerten eine niedrigere Versicherungssumme. Bis zu einem festgelegten Vertragsablaufdatum sind keine weiteren BeitrĂ€ge nötig und die bereits eingezahlten BeitrĂ€ge werden weiterhin verzinst. Doch Vorsicht: Die Beitragsfreistellung gilt nur dann, wenn der oder die Sparer:in das geforderte Mindestguthaben vorweisen kann. 
  3. Beitragsaussetzung: Ist der finanzielle Engpass vorĂŒbergehend, bietet sich eine Zahlpause an. Mit einer Beitragsaussetzung oder einer Beitragsstundung kann sich der Rentenversicherte kurzzeitig entlasten. Diese BeitrĂ€ge mĂŒssen dann jedoch spĂ€ter nachgezahlt werden, damit die spĂ€tere Rentenleistung nicht sinkt.

Eine weitere Möglichkeit ist es, dass du deine Renten­versicherung verkaufen kannst. Durch den Verkauf deiner Renten­versicherung erhĂ€ltst du im Schnitt 2 bis 4 % mehr Geld als im Vergleich zur KĂŒndigung. Der KĂ€ufer deiner Police bespart den Vertrag weiter und erhĂ€lt spĂ€ter die Auszahlung. Wenn du einen Hinterbliebenenschutz vereinbart hast, bleibt dieser sogar bestehen. Allerdings fĂ€llt er natĂŒrlich niedriger aus, falls du versterben solltest, da du bereits Geld vom AnkĂ€ufer erhalten hast. Das verrechnet er mit weiteren Kosten mit der Leistung.

Auch die Hinterbliebenen Absicherung ist möglich

Prinzipiell sieht die private Renten­­versicherung keinen Schutz der Hinterbliebenen vor. Dementsprechend gehen deine eingezahlten BeitrĂ€ge vor beziehungsweise nach Renteneintritt an die Versicherungsgemeinschaft ĂŒber. GrundsĂ€tzlich vereinbarst du deinen Versicherungsschutz bis zum Tod. Eine Absicherung der Hinterbliebenen stellt eine sinnvolle vertragliche ErgĂ€nzung dar und kann wie folgt aussehen:

Während der Ansparphase

Vor Renteneintritt kannst du eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr im Todesfall vereinbaren. In diesem Fall erhalten deine Hinterbliebenen die eingezahlten PrĂ€mien sowie die bis dahin durch den Versicherer erwirtschafteten ÜberschĂŒsse. Handelt es sich um eine fondsgebundene Renten­­versicherung, so wird das zu dem Zeitpunkt fĂ€llige Fondsguthaben ausbezahlt.

Während der Rentenphase

Befindet sich dein Vertrag bereits in der Auszahlungsphase, kannst du dich sowohl fĂŒr die BeitragsrĂŒckgewĂ€hr als auch fĂŒr die Rentengarantiezeit entscheiden. Bei der BeitragsrĂŒckgewĂ€hr wird das angesparte Kapital im Todesfall an deine Hinterbliebenen ausbezahlt. Hast du eine Sofortrente abgeschlossen, welche einen Todesfallschutz beinhaltet, dann stellt die Summe der Einmalzahlung das Kapital dar. Bei der Rentengarantiezeit wird deinen Hinterbliebenen eine Fortsetzung der Rentenzahlung zugesichert, auch wenn du ablebst. Bei Vertragsabschluss kannst du den Zeitraum der Rentengarantiezeit festlegen und individuell vereinbaren. 

Zusammenfassung

  • Die individuellen Vertragskonditionen legen fest, ob und inwieweit eine private Renten­versicherung ĂŒbertragbar ist.
  • Es gibt diverse Möglichkeiten, seine Renten­versicherung auch bei finanziellen EngpĂ€ssen weiterzufĂŒhren. Eine KĂŒndigung ist meist die schlechteste Option. WĂ€hl lieber die Beitragsfreistellung.
  • Zudem kannst du deine Hinterbliebenen schĂŒtzen – sowohl wĂ€hrend der Anspar- als auch der Rentenphase.

Eine private Renten­versicherung abschließen

Wer eine private Renten­versicherung als Alters­vorsorge abschließen möchte, hat online die Wahl zwischen vielen verschiedenen Anbietern und Versicherungsmodellen. Du musst fĂŒr dich entscheiden, welches Modell dir persönlich zusagt und wie viel Risiko du zugunsten von Renditechancen einzugehen bereit bist. Wichtig ist, dass die Private Renten­versicherung zu dir, deiner RisikoaffinitĂ€t und deinen persönlichen LebensumstĂ€nden passt.

Eine persönliche Beratung ist darum unverzichtbar. Die CLARK Expert:innen beraten dich kostenlos und unverbindlich und finden gemeinsam mit dir heraus, welcher Versicherungstyp du bist und welcher Anbieter und Tarif am besten zu dir passt. So gehst du vor:

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