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Private Rentenversicherung
RentenlĂŒcke schlieĂen und gewohnten Lebensstandard erhalten
Vorsorge-Check ĂŒber 300.000x genutzt
GroĂe FlexibilitĂ€t bei Beitragszahlung
Nachhaltiges Investment auf Wunsch
Wir finden fĂŒr dich die besten Tarife von ĂŒber 180 Versicherern
Das Wichtigste in Kürze
Diese Seite im Ăberblick
- beliebt Warum private AltersÂvorsorge heutzutage unerlĂ€sslich ist
- Was genau ist die private RentenÂversicherung?
- Renditechancen & Versicherungsmodelle
- Deine AnlageprÀmissen sind entscheidend
- Private Rentenversicherung im Test 2024
- Rentenzeit gekommen? Alles Wichtige zur Auszahlung
- FlexibilitÀt in flexiblen Zeiten
- Auch die Hinterbliebenen Absicherung ist möglich
Warum private Altersvorsorge heutzutage unerlässlich ist
Der demografische Wandel und die Silver Society
Deutschland zeigt, dass das System der gesetzlichen Rentenversicherung und die damit verbundene Altersvorsorge auf Dauer nicht mehr funktionieren. Unser Rentensystem ist umlagefinanziert. Das heiĂt: Die heutigen Beitragszahler:innen zahlen die Renten der heutigen Rentner:innen. Und gehst du einmal in Rente, zahlen die JĂŒngeren fĂŒr dich. Dieses Versprechen geht nur leider schon seit langem nicht mehr auf. Das Rentenniveau sinkt zunehmend, weshalb auch deine zu erwartende gesetzliche Rente sinkt. Wir leben in einer Silver Society, das heiĂt Menschen werden tendenziell immer Ă€lter, ohne dass genĂŒgend jĂŒngere nachgeboren werden. Das kann das derzeitige Rentensystem nicht mehr auffangen. Die Folge: Das Rentenniveau, also das VerhĂ€ltnis zwischen Löhnen und Rentenhöhe, sinkt. Schon heute betrĂ€gt das Rentenniveau nur 48 % des Durchschnittsverdiensts. Und voraussichtlicht soll es weiter sinken: bis auf 43 % des Durchschnittsverdiensts. So prognostizieren es die Gesetzgeber bis zum Jahr 2030.
Das bedeutet schon heute: Wenn du 45 Jahre lang das derzeitige Durchschnittseinkommen von 45.358 ⏠(Stand 2024) verdient hast, erhĂ€ltst du im Alter gerade einmal 20.304 ⏠als Rentenzahlung. Das entspricht einer monatlichen Rente von etwas mehr als 1.600 ⏠â und davon gehen noch Steuern und Sozialabgaben ab.
Deine Rentenlücke vergrößert sich Jahr für Jahr
Die RentenlĂŒcke stellt die Differenz zwischen deinem aktuellen Nettoeinkommen und deiner tatsĂ€chlich zu erwartenden gesetzlichen Rentenleistung dar. Um deinen Lebensstandard im Alter aufrecht halten zu können, ist es unerlĂ€sslich, privat vorzusorgen. Denn die gesetzliche Rente erreicht nie die Höhe deines vorherigen Gehalts. Sie ist eher nur halb so hoch wie dein derzeitiges Gehalt. Sich deshalb ausschlieĂlich auf die gesetzliche Absicherung zu verlassen, wird dir im Alter zum Nachteil. Und je lĂ€nger du abwartest, desto gröĂer wird die LĂŒcke, die du durch eine private Altersvorsorge schlieĂen musst.
Selbstständige erhalten gar keine gesetzliche Rente
Als Arbeitnehmer:in zahlst du jĂ€hrlich in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Doch wie verhĂ€lt es sich mit SelbststĂ€ndigen? Von ihnen wird keine pflichtmĂ€Ăige Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung getĂ€tigt, weshalb eine private Altersvorsorge besonders sinnvoll ist.
Denn die Folge der fehlenden gesetzlichen Leistung ist, dass du im Alter gar keine Rentenleistung erhĂ€ltst. Hier gilt es im besonderen MaĂe, privat vorzusorgen, denn du bist im Alter nicht abgesichert, wirst im negativsten Fall auf soziale UnterstĂŒtzung angewiesen sein.
SchlieĂ deine RentenlĂŒcke
Ein oft unterschĂ€tztes Risiko â die RentenlĂŒcke in Deutschland. Mit der gesetzlichen Altersrente wirst du deinen Lebensstandard im Rentenalter nicht halten können. Sicher dich ab und schlieĂ deine RentenlĂŒcke.
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Die private Rentenversicherung schließt die Rentenlücke
Private Vorsorge und somit eine passgenaue Privatrente sind unerlÀsslich, um auch im Ruhestand sein gewohntes Leben beibehalten zu können. Unter allen Formen der privaten Altersvorsorge sticht die private Rentenversicherung dabei besonders durch ihre FlexibilitÀt hervor. Denn hier entscheidest du, wie viel Geld du anlegen möchtest, wie hÀufig du einzahlst und wie du das Geld anlegen möchtest. Auch der Auszahlungszeitpunkt ist frei von dir bestimmbar, ebenso wie die Art der Auszahlung. Du entscheidest zwischen Kapitalauszahlung, Ratenzahlung oder lebenslanger Rente. Und das beste: Auf die Auszahlung fallen weit weniger Steuern an als bei anderen Altersvorsorgemodellen. Denn die Privatrente wird nur mit dem viel geringeren Ertragsanteil besteuert.
Zusammenfassung
- Die gesetzliche Rente reicht nicht aus: Mit der Privatrente schlieĂt du deine RentenlĂŒcke und sorgst dafĂŒr, dass du deinen Lebensstandard im Alter halten kannst.
- Durch die Silver Society sinkt jÀhrlich das Rentenniveau, denn die Anzahl der Rentner:innen pro Arbeitnehmer:in verdoppelt sich langfristig.
- Du bist selbststÀndig? Dann erhÀltst du keine gesetzliche Rente. Der Weg der privaten Altersvorsorge ist unerlÀsslich.
Was genau ist die private Rentenversicherung?
Die private Rentenversicherung gibt dir die Chance, eigenstĂ€ndig fĂŒr die Rente vorzusorgen und dich fĂŒrs Alter abzusichern. Denn leider steigt die Altersarmut in Deutschland kontinuierlich an â und es sieht nicht so aus, als wĂŒrde sich das in absehbarer Zeit Ă€ndern. Rechtzeitig privat vorzusorgen, ist daher unerlĂ€sslich.
Die private Rentenversicherung ist dabei ein Vorteil fĂŒr all jene, die sich möglichst viel Renditechancen bei der Geldanlage und höchstmögliche FlexibilitĂ€t in Anspar- und Auszahlungsphase bewahren möchten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, sodass sie treffsicher auf deine individuelle Lebenssituation zugeschnitten werden kann.
Neben der gesetzlichen Rente und staatlich geförderter Vorsorgearten wie der betrieblichen Altersvorsorge oder der Riester-Rente gilt die private Rentenversicherung als dritte SÀule der Altersvorsorge.
GrundsĂ€tzlich gilt: Bevor du eine private Rentenversicherung abschlieĂt, solltest du wissen, was du brauchst. Unsere CLARK Expert:innen stehen dir unterstĂŒtzend zur Seite und helfen dir die richtige Absicherung fĂŒr deine individuelle Lebenssituation zu finden.
Varianten der privaten Rentenversicherung
Private Rentenversicherung ist nur der Sammelbegriff fĂŒr eine ganze Reihe verschiedener Versicherungsmodelle, die alle dem Zweck der Altersabsicherung dienen. Neben der Art der Kapitalanlage und der Form der Auszahlung gibt es schon bei der Art der Einzahlung Unterschiede. Expert:innen unterscheiden zwischen aufgeschobener Rentenversicherung und Sofortrente.
Aufgeschobene Rentenversicherung
Bei der aufgeschobenen Rentenversicherung handelt es sich um die klassische Form des Ansparens. Versicherte sparen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg regelmĂ€Ăig BeitrĂ€ge an, die dann entsprechend des gewĂ€hlten Anlagemodells am Kapitalmarkt angelegt und verzinst werden.
Haben sie das vertraglich festgelegte Ruhestandsalter erreicht, wird das angesparte Kapital ausgezahlt, entweder in Form einer lebenslangen Rente, einer einmaligen Kapitalzahlung oder in einer Mischform, beispielsweise einer jÀhrlichen Ratenzahlung.
Anders als in der gesetzlichen Rentenversicherung oder bei staatlich geförderten Altersvorsorgemodellen der zweiten Schicht kannst du bei der privaten Rentenversicherung den Auszahlungsbeginn frei bestimmen. Das kann schon mit 55 sein oder auch erst mit 80 Jahren.
Je nach Versicherer und individueller Lebenssituation können auch zusĂ€tzliche Leistungen bei der aufgeschobenen Rentenversicherung sinnvoll sein â zum Beispiel eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr oder eine Pflegerente.
Im Gegensatz zu staatlich geförderten Altersvorsorgemodellen hast du auch wĂ€hrend der Ansparphase jederzeit Zugriff auf dein Kapital. Erscheint dir diese Form der Altersvorsorge also irgendwann nicht mehr als dienlich, kannst du den Vertrag kĂŒndigen und dir dein Kapital, abzĂŒglich der Abschlusskosten, ausbezahlen lassen. Lediglich im Modell der RĂŒrup-Rente ist eine Auszahlung vor Vollendung des 62. Lebensjahres ausgeschlossen.
Sofortrente
Die Alternative zur aufgeschobenen Rentenversicherung ist die Sofortrente. Bei dieser Form sparst du nicht ĂŒber Jahre hinweg Kapital an, sondern entscheidest dich fĂŒr die sogenannte Einmaleinlage. Du zahlst einen hohen Einmalbeitrag, den die Versicherung sofort verrentet.
FĂŒr gewöhnlich zahlt sie die Anlage unverzĂŒglich als monatlichen Betrag wieder aus. Die Auszahlung der Rente lĂ€sst sich aber auch hinauszögern.
Der Vorteil der Sofortrente:
- Ohne lange Vorlaufzeit kann die Rente auf einen Schlag erhöht werden â kurzfristig und unkompliziert. So bleibst du flexibel.
Der Nachteil:
- Den hohen Einmalbeitrag muss man sich leisten können.
Deswegen ist die Sofortrente besonders dann eine gute Option, wenn nach einer Erbschaft, dem Verkauf einer Immobilie oder einem Lottogewinn viel Geld zur VerfĂŒgung steht und du dich privat mit einer lebenslangen Rente bis ins hohe Alter gut absichern willst.
Zusammenfassung
- Die private Rentenversicherung bildet die sogenannte dritte SĂ€ule der Altersvorsorge.
- Sie wird im Gegensatz zur betrieblichen Altersvorsorge oder Riester-Rente nicht in der Ansparphase gefördert. Bei der Auszahlung gelten dafĂŒr steuerliche Vorteile.
- DafĂŒr bietet sie gröĂtmögliche FlexibilitĂ€t bei Anlage und Auszahlung der BeitrĂ€ge. So kannst du zwischen der aufgeschobenen Rentenversicherung und der Sofortrente wĂ€hlen.
Unterschiedliche Renditechancen durch verschiedene Versicherungsmodelle
Die private Rentenversicherung bietet dir volle FlexibilitĂ€t bei der Kapitalanlage. Daraus ergibt sich fĂŒr dich die Qual der Wahl: Bevorzugst du eher ein sicherheitsorientiertes Anlagemodell mit garantierter Verzinsung oder ein chancenorientiertes Modell ohne Garantien und hohem Aktienanteil? Die richtige Wahl ist die, die am besten zu deinem Typ und deiner individuellen Lebenssituation passt.
Klassische Rentenversicherung mit einem Garantiezins
Hierbei handelt es sich um die gute, alte Form der Vorsorge mit einem garantierten Zins und einer möglichen Ăberschussbeteiligung. Du erhĂ€ltst zu Vertragsbeginn eine festgelegte garantierte Rente, die sich aus der Summe deiner BeitrĂ€ge und einem bei Abschluss fest vereinbarten Garantiezins ergibt.
Nicht garantiert ist eine Beteiligung an den ĂberschĂŒssen, die der Versicherer mit der Anlage deiner BeitrĂ€ge am Kapitalmarkt erwirtschaftet. Von diesen deckt er seine Kosten und sorgt dafĂŒr, dir deinen Garantiezins zu gewĂ€hrleisten. Bleibt noch etwas ĂŒbrig, werden dir diese ĂberschĂŒsse einmal im Jahr fest gutgeschrieben.
Die BeitrÀge werden insbesondere in Anleihen oder Immobilien (sicherheitsorientierte Anlagen) investiert. RenditestÀrkere Anlagen wie Aktien spielen in diesem Modell eine untergeordnete Rolle. Die klassische Rente bietet einen garantierten Erhalt des Kapitals und somit Planungssicherheit.
Dennoch: Aufgrund der schon lĂ€nger andauernden Niedrigzinsphase ist es fast unmöglich geworden, ĂŒber die klassische Rentenversicherung ausreichende ErtrĂ€ge zu erwirtschaften. WĂ€hrend die durchschnittliche Inflation pro Jahr etwa 2 % betrĂ€gt, betrĂ€gt der Garantiezins derzeit (Stand: 2024) nur 0,25 %.
Die „Neue“ Klassik arbeitet mit höheren Überschussanteilen
Mit den sogenannten Neue Klassik Tarifen haben Versicherer auf die Niedrigzinssituation reagiert. Im Gegensatz zur klassischen Rentenversicherung gibt es in Tarifen der Neuen Klassik keinen Garantiezins mehr. Garantiert ist nur noch die Summe der eingezahlten BeitrÀge.
Da der Versicherer dadurch keine Reserven mehr aufbauen muss, um die zugesagte Verzinsung garantieren zu können, ist er freier in der Geldanlage, wodurch höhere ĂberschĂŒsse erzielt werden sollen. Diese ĂberschĂŒsse werden dann genauso wie in den Klassiktarifen deinem Vorsorgevermögen gutgeschrieben.
Die Indexpolice als weitere Version der „Neuen“ Klassik
Bei der Indexpolice handelt es sich im Grunde um eine Spielart der Neuen Klassik. Es ist ein klassisches Rentenversicherungsprodukt, bei dem jedoch nur die Summe der eingezahlten BeitrÀge garantiert ist.
Die erwirtschafteten ĂberschĂŒsse werden nicht direkt deinem Guthaben zugeschrieben, sondern jĂ€hrlich in einem von dir gewĂ€hlten Aktienindex wie beispielsweise dem DAX oder dem MSCI World. Du erwirbst damit Anteile an allen in diesem Index zusammengefassten Unternehmen und zwar im selben VerhĂ€ltnis, in dem diese Unternehmen in diesem Index vertreten sind.
Nach jedem Jahr werden die Gewinne auf dem Rentenkonto gesichert. So beschrĂ€nkt sich das Risiko durch eventuelle Verluste stets auf die BeitrĂ€ge eines Jahres. Erwirtschaftet der Versicherer in der neuen Klassik beispielsweise 100 âŹ, die er deinem Rentenkonto gutschreibt, wĂŒrde er diese 100 ⏠in der Indexpolice noch einmal ein Jahr lang in einem Index anlegen.
Dadurch besteht die Chance, aus den 100 ⏠105 oder 110 ⏠zu machen. In einem schlechten Jahr können aber auch weniger als 100 âŹ ĂŒbrig bleiben, die dann deinem Rentenkonto gutgeschrieben werden.
Manche Versicherungsunternehmen bieten zudem Mischformen an, die verschiedene Optionen kombinieren.
Der Highflyer: Die fondsgebundene Rentenversicherung
In dem Modell der fondsgebundenen RentenÂversicherung hast du die Möglichkeit, an den aussichtsreichen Chancen des Kapitalmarktes zu partizipieren. WĂ€hrend des langen Anlagezeitraums investiert der Versicherer dein Anlagevermögen in Fonds unterschiedlichster Art und GĂŒte â je nach deiner PrĂ€ferenz. Dadurch findet zudem auch der Zinseszinseffekt Anwendung, welcher bei der Klassik aufgrund des Niedrigzinsumfeldes sowie der Kosten kaum zu Buche schlĂ€gt. Zwar bietet diese Alternative keine vorab garantierte Rentenhöhe, allerdings sind die Renditechancen um ein Vielfaches höher.
Versicherer bieten unterschiedliche Möglichkeiten der Kapitalanlage, was auch mit unterschiedlich hohen Kosten einhergeht. Weiterhin kannst du je nach RisikoaffinitÀt verschiedene Fondsklassen auswÀhlen und bei Bedarf auch kostenlos umschichten. Um Gewinnverluste durch einen Börsencrash kurz vor Rentenbeginn zu vermeiden, schichtet deine Versicherung automatisch umso mehr Anteile deines Rentenguthabens in risikoÀrmere Anlageklassen um, je nÀher du dem Renteneintritt kommst.
Die Kapitalmarktentwicklung lĂ€sst sich eindrucksvoll am Deutschen Aktienindex (DAX) ablesen. Seit seiner GrĂŒndung im Jahr 1988 hat der DAX jĂ€hrlich rund 7,5 % zugelegt.
Viele Menschen nutzen deshalb den sogenannten Fondssparplan beziehungsweise ETF-Sparplan, um ĂŒber einen langen Zeitraum ein Vermögen aufzubauen. Durch monatliche Zahlungen, die in Fonds angelegt werden, wird eine Rendite erwirtschaftet.
Exchange-Traded-Fund (ETF)? Was genau ist eigentlich ein „ETF“?
Wenn du dich mit Themen wie Finanzen, Geldanlage oder Altersvorsorge auseinandersetzt, kommst du an den Begriffen wie dem ETF (Exchange-Traded-Fund) derzeit nicht vorbei. Es handelt sich dabei um börsengehandelte Investmentfonds, sprich jeder ETF ist ein Fonds, aber nicht jeder Fonds ist ein ETF.
Diese gibt es in unterschiedlicher Zusammensetzung, die jeweils einen Wertpapierindex nachbilden. Anstatt also einzelne Positionen aktiv zu handeln, werden die Aktien passiv verwaltet und ahmen die Entwicklung des ausgewĂ€hlten Wertpapierindexes nach. Beliebt ist zum Beispiel der MSCI World oder die Anlage ausgerichtet am S+P 500 â den 500 gröĂten Unternehmen der USA. Der ETF wird daher auch gerne als Indexfonds bezeichnet.
Zusammenfassung
- Die klassische Rentenversicherung wird aufgrund des niedrigen Garantiezinses, der Höhe der Inflation und der Kosten der Anlage nicht mehr angeboten.
- Die neue „Neue“ Klassik arbeitet mit höheren Ăberschussanteilen, hat aber im direkten Vergleich zur fondsgebundenen Rentenversicherung das Nachsehen.
- Die fondsgebundene Rentenversicherung mit ist mit ihren ETF-SparplĂ€nen aktuell sehr gefragt. ETFs bieten die kostengĂŒnstige Möglichkeit ertragreich vorzusorgen.
Deine Anlageprämissen sind entscheidend
Wie viel du jedes Jahr ansparst und wie hoch der monatliche Beitrag fĂŒr die private Rentenversicherung ausfĂ€llt, hĂ€ngt vollkommen vom Tarif, von deiner individuellen Lebenssituation und dem Geldbetrag ab, den du monatlich erĂŒbrigen kannst. Die private Rentenversicherung bietet dir gröĂtmögliche FlexibilitĂ€t.
Ein Rechenbeispiel: Klassisch vs. fondsgebundene Rentenversicherung
Ein:e Arbeitnehmer:in mit Steuerklasse 1 erhĂ€lt ein monatliches Bruttoeinkommen von 3.000 âŹ. Nach Abzug aller Abgaben bleiben davon pro Monat rund 1.900 ⏠zur VerfĂŒgung. FĂŒr die Grundausgaben wie Miete, Auto, Verpflegung, Kleidung, Freizeit und Urlaub muss sie oder er durchschnittlich 1.600 ⏠einplanen. So bleiben 300 ⏠fĂŒr die private Altersvorsorge.
Diese lassen sich entweder in eine klassische Rentenversicherung investieren mit 0,25 % Garantiezins und Ăberschussbeteiligung oder in eine fondsgebundene Rentenversicherung ohne Garantien. Bei 30 Jahren Anlagehorizont zahlt sie oder er in dieser Zeit 108.000 ⏠ein.
Die garantierte Rente, die sich nach 30 Jahren in der klassischen Rentenversicherung ergibt, umfasst die Summe der BeitrĂ€ge zzgl. 0,25 % Verzinsung pro Jahr, was knapp 112.000 ⏠entspricht. Hinzu kommen eventuelle jĂ€hrliche ĂberschĂŒsse. Angenommen, durch die ĂberschĂŒsse ergibt sich inklusive des Garantiezinses eine jĂ€hrliche Verzinsung von 2,5 %, so kann die oder der Versicherte bei Rentenbeginn auf ein Vorsorgekapital von knapp 158.000 ⏠hoffen. Der Versicherer wĂŒrde hier jĂ€hrlich eine Rentenstandsinformation zukommen lassen und 2 Werte ausgeben: die garantierte Rente (123.955 âŹ) und die erwartete Rente (160.190 âŹ). Den ersten Wert muss der Versicherer bezahlen, auf die Differenz von knapp 40.000 ⏠hat die bzw. der Versicherte keinen Anspruch.
In der fondsgebundenen Rentenversicherung ohne Garantien könnte es theoretisch geschehen, dass die oder der Versicherte am Ende sogar ĂŒber weniger als die 108.000 ⏠Vorsorgekapital verfĂŒgt, denn BeitrĂ€ge sind nicht garantiert. Das ist aber nur ein theoretisches Risiko. Denn dadurch, dass der Versicherer nichts garantieren muss, ergeben sich fĂŒr ihn viel bessere Anlagemöglichkeiten. Eine jĂ€hrliche Rendite von 5 % kann hier durchaus angenommen werden. Aus den 108.000 âŹ, die die oder der Versicherte ĂŒber 30 Jahre anspart, werden zzgl. 5 % Rendite pro Jahr 245.658 âŹ, also fast das Doppelte, das der Sparerin oder dem Sparer in der klassische Rentenversicherung als Rente garantiert ist.
Tipp: Je frĂŒher du dich um die private Altersvorsorge kĂŒmmerst, desto besser. Denn je lĂ€nger der Anlagehorizont ist, desto mehr wirkt sich der Zinseszinseffekt aus. WĂŒrde die Person aus obigem Beispiel die 300 ⏠nicht ĂŒber 30 Jahre, sondern ĂŒber 40 Jahre anlegen, wĂŒrde sie 144.000 ⏠im Laufe ihres Lebens einzahlen. In der klassischen Rentenversicherung ergĂ€ben sich daraus 173.250 ⏠garantierte Rente bzw. 245.935 ⏠bei durchschnittlicher Verzinsung. In der fondsgebundenen Rentenversicherung könnten sich daraus sogar 446.657 ⏠ergeben!
Rentenversicherung versus privat sparen
Wenn die private Rentenversicherung nun nicht staatlich gefördert wird und du die BeitrĂ€ge aus deinem versteuerten Einkommen einbringen musst, warum solltest du dann das Geld nicht einfach privat anlegen, könntest du dich fragen, wo du stets volle Kontrolle ĂŒber deine Ersparnisse hast? Ganz so einfach ist es nicht. Es gibt gewichtige GrĂŒnde, weshalb die private Rentenversicherung dem eigenen Konto vorzuziehen ist:
- Du ĂŒberweist monatlich einen festgelegten Beitrag an deinen Versicherer. Auf diese Weise kommst du nicht so schnell in Versuchung, das Geld fĂŒr andere Dinge auszugeben.
- Der Versicherer garantiert dir eine lebenslange Rente. WĂ€hrend also dein Erspartes zwangslĂ€ufig irgendwann aufgebraucht ist, wenn du das GlĂŒck hast, ein hohes Alter zu erreichen, flieĂt deine Rentenauszahlung ungebremst weiter. Das sogenannte „Langlebigkeitsrisiko“ ĂŒbernimmt der Versicherer.
- Auch steuerlich zahlt sich die private Rentenversicherung aus. Bei BeitrĂ€gen, die wĂ€hrend der Ansparphase nicht gefördert werden, gilt eine vorteilhafte Ertragsanteilbesteuerung. Ausschlaggebend fĂŒr den Ertragsanteil ist sowohl der persönliche Steuersatz als auch das Alter bei Renteneintritt: Je spĂ€ter du in Rente gehst, desto geringer die Besteuerung. Im Gegensatz dazu mĂŒsstest du auf Gewinne, beispielsweise aus einem Fondssparplan, Kapitalertragssteuer zahlen. Diese ist immer gleich hoch und betrĂ€gt derzeit 25 % (zzgl. Kirchensteuer)
- Diese wĂŒrde auch fĂ€llig, wenn du dein privates Vermögen im Laufe deines Leben umschichten wolltest, wenn du also bspw. aus risikoreicheren Anlageklassen in risikoĂ€rmere wechseln wolltest, um dein Geld fĂŒr den Ruhestand zu sichern. Im Rahmen einer Privaten Rentenversicherung ist dieses Umschichten steuerfrei.
Private Rentenversicherung im Test 2024
In der Finanztest-Ausgabe 09/2023 hat die Stiftung Warentest 30 fondsgebundene private Rentenversicherungen ohne Garantien untersucht. Die Analyse konzentrierte sich auf 4 Hauptkriterien:
- Rentenfaktor (5 %)
- Fondsangebot (35 %)
- Kosten (40 %)
- FlexibilitÀt sowie Transparenz (20 %)
Die Kosten variieren erheblich, wobei die Effektivkosten von 0,38 % beim gĂŒnstigsten Anbieter bis zu 1,43 % beim teuersten Anbieter reichen. Hohe GebĂŒhren auf Dauer zu erheblichen Verlusten von mehreren zehntausend Euro fĂŒhren, warnt daher die Verbraucherorganisation.
Die Stiftung Warentest kritisiert zudem den niedrigen Rentenfaktor, der angibt, wie viel Geld du pro 10.000 ⏠Vermögen erhÀltst.
Die Testergebnisse zeigen, dass keine private Rentenversicherung ein sehr gutes Urteil erhÀlt, jedoch erreichen 4 Tarife eine gute Bewertung:
- Europa â âE-RIâ
- NĂŒrnberger â âNFX3200â
- Continentale â âRente Invest RIâ und âEasyRente Invest ERIâ
Die beste Bewertung in den einzelnen Kategorien geht an Condor (Rentenfaktor), Stuttgarter und Volkswohl Bund (Fondsangebot), Europa (Kosten) sowie Volkswohl Bund (FlexibilitÀt und Transparenz).
In Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Franke und Bornberg hat zudem das Wirtschaftsmagazin Focus-Money in der Ausgabe 34/2024 verschiedene private Rentenversicherungsangebote untersucht. Der Vergleich basiert auf eine 32-jĂ€hrige Person, die monatlich 150 ⏠bis zum 67. Lebensjahr einzahlt. Die Rentenversicherung musste eine volldynamische Rentensteigerung, eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr an Hinterbliebene im Todesfall vor Rentenbeginn und eine zehnjĂ€hrige Rentengarantiezeit nach Rentenbeginn bieten.
Bei den Klassiktarifen erreichen die Alte Leipziger (âRenteKlassikPurâ), Hannoversche (âBausteinrenteâ), Ideal (âZukunftsrenteâ) und die WĂŒrttembergische (âPrivatRente KlassikCleverâ) eine sehr gute Bewertung.
Im Bereich der Neuen Klassik schneiden 5 Anbieter sogar mit hervorragend ab: Allianz (âPrivatRente Perspektiveâ), Die Bayerische (âKlassikRenteâ), Neue Leben (âAktivplan (Klassik)â) Europa (âRentenversicherungâ) und Continentale (âRente Classic Pro RCPâ).
Im Bereich der Index-Tarife werden 6 herausragende Rentenversicherungen identifiziert:
- Allianz (âPrivatrente IndexSelectâ)
- Ergo Vorsorge (âRente Indexâ)
- Neue Leben (âPlanXâ)
- Stuttgarter (âFlexRente index-safeâ)
- Targo (âPrivat-Rente Index Flexâ)
- WĂŒrttembergische (âPrivatRente IndexCleverâ)
Die Analyse zeigt, dass fondsgebundene Rentenversicherungen mit und ohne Garantien eine breitere Auswahl an Top-Angeboten bieten.
Ohne Garantie
- Allianz – PrivatRente InvestFlex
- Alte Leipziger – Alfonds
- AXA/DBV – JustGreenInvest Fonds-PrivatRente
- Baloise – Best Invest (Fonds)
- Canada Life – Generation private plus
- Condor – Congenial privat
- Continentale – EasyRente Invest
- Ergo Vorsorge – Rente Chance
- HanseMerkur – Vario Care Invest
- HDI – CleverInvest Privatrente
- LV 1871 – MeinPlan FRV, Deckungskapital
- Neue Leben – Aktivplan (Fonds)
- NĂŒrnberger – FRV
- Signal Iduna – Pur Invest
- Standard Life – Maxxellence Invest Private Vorsorge
- Targo – Investment-Rente
- Volkswohl Bund – Fonds Pur
- WWK – Premium FondsRente 2.0 pro
- Zurich – Vorsorgeinvest Spezial individuelle Fondsanlage
Mit 80 % Beitragsgarantie
- Allianz – PrivatRente InvestFlex mit Garantie
- Alte Leipziger – Alfonds (klassische Verrentung)
- Condor – Congenial privat garant
- Continentale – Rente Invest Garant
- LV 1871 – MeinPlan mit individuellem Beitragserhalt
- NĂŒrnberger – FRV mit Garantie
- Signal Iduna – Global Garant Invest Flex. Rente m. Abs.
- Stuttgarter – performance+ FlexRente (Hybrid)
- Swiss Life – Maximo
- Volkswohl Bund – Fonds modern
- WĂŒrttembergische – Genius (Hybrid mit SF)
- WWK – Premium FondsRente protect
- Europa – Fondsgebundene Rentenvers. mit Garantie
- AXA/DBV – Relax Rente Chance
- Gothaer – GarantieRente Index
Mit 60 % Beitragsgarantie
- Allianz – PrivatRente InvestFlex mit Garantie
- Alte Leipziger – Alfonds (klassische Verrentung)
- Continentale – Rente Invest Garant
- LV 1871 – MeinPlan mit individuellem Beitragserhalt
- Signal Iduna – Global Garant Invest Flex. Rente m. Abs.
- Volkswohl Bund – Fonds modern
- Europa – Fondsgebundene Rentenvers. mit Garantie
- Gothaer – GarantieRente Index
Zusammenfassung
- Die Höhe deines monatlichen Beitrags kann individuell festgelegt werden. Du genieĂt dabei gröĂtmögliche FlexibilitĂ€t.
- Wie hoch die spÀtere Rente ausfÀllt, hÀngt vom vereinbarten Beitrag, aber auch vom Anlagemodell ab.
- Eine private Rentenversicherung garantiert immer eine lebenslange Rente, anders als beim Selbstsparen, wo das angesparte Guthaben irgendwann aufgebraucht ist.
Rentenzeit gekommen? Alles Wichtige zur Auszahlung
Das Alter beziehungsweise der Zeitpunkt der Auszahlung lĂ€sst sich in der privaten Rentenversicherung beliebig definieren, nur im Rahmen einer RĂŒrup-Rente ist es an die Vollendung des 62. Lebensjahrs gebunden. Auf den vereinbarten Rentenbeginn kann eine beitragsfreie VerfĂŒgungsphase von maximal 5 Jahren folgen.
Unterschiede bei der Auszahlung? Schau mal hier
Als Monatsrente
Bei der lebenslangen Rentenzahlung ist nur der Ertragsanteil steuerpflichtig. Dessen Höhe richtet sich nach dem Jahr deines Renteneintritts. Gehst du mit 67 Jahren in Rente, dann sind 17 % deines Renteneinkommens steuerpflichtig. Verschiebst du den Renteneintritt auf 69 Jahre, dann sind es 15 %. Je spÀter du in die Rente eintrittst, desto weniger Steuerlast erwartet dich.
Als Einmalzahlung
Hier kommt das HalbeinkĂŒnfteverfahren ins Spiel. Dabei werden 50 % der KapitalertrĂ€ge mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert. HeiĂt? Angenommen, du hast 30.000 ⏠angespart und deine Kapitalauszahlung betrĂ€gt 60.000 âŹ. Demnach hast du KapitalertrĂ€ge von 30.000 ⏠erwirtschaftet. Davon bilden dann die HĂ€lfte (also 15.000 âŹ) die Grundlage fĂŒr die Besteuerung.
Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen kommt hinzu, dass bei einer Kapitalauszahlung pauschal 15 % der ErtrĂ€ge steuerfrei sind. Du ziehst von den 30.000 ⏠Gewinn 4.500 ⏠ab (= 15 %). Es bleiben 25.500 âŹ, von denen 50 %, also 12.750 ⏠steuerpflichtig sind.
Ganz wichtig: LĂ€uft deine Rentenversicherung nicht mindestens 12 Jahre und bis zum 62. Lebensjahr, greift das HalbeinkĂŒnfteverfahren nicht. Dann musst du auf das gesamte Kapital die Abgeltungssteuer von 25 % sowie gegebenenfalls Kirchensteuer zahlen.
Was bekommst du raus?
Die Höhe deiner Versicherungssumme ist von verschiedenen Faktoren abhĂ€ngig. Einerseits spielt sowohl die Höhe deiner bisherigen Einzahlungen als auch die Dauer der Laufzeit eine Rolle, ebenso wie die Wirtschaftsleistung und erzielten ĂberschĂŒsse deines Anbieters und die Entwicklung der Fonds, in die du investiert hast. Andererseits ist der sogenannte Rentenfaktor entscheidend, welcher angibt, wie viel du pro 10.000 ⏠Vermögen erhĂ€ltst. Da sich dieser Faktor zwischen den Versicherern erheblich unterscheiden kann, solltest du ihn bei einem Tarifvergleich unbedingt beachten.
Beginn der Rentenzahlungen bei der privaten Rentenversicherung
Ab wann du dir die Rente auszahlen lassen kannst, hÀngt vom jeweiligen Vertrag ab. Bei der Sofortrente ist eine sofortige Auszahlung möglich. Du kannst diese aber auch auf einen Wunschtermin verschieben.
DemgegenĂŒber gibt es bei aufgeschobenen RentenÂversicherungen eine Wartezeit. Erst, wenn du die sogenannte âAufschubzeitâ abgewartet hast, können die gezahlten BeitrĂ€ge ausgeschĂŒttet werden. Als Faustregel gilt: Eine lĂ€ngere Wartezeit ermöglicht eine höhere Rendite.
Wie kannst du dir die Rentenversicherung auszahlen lassen?
Es gibt mehrere Möglichkeiten fĂŒr Versicherte, die private AltersÂvorsorge auszahlen zu lassen. Das kann entweder wie vertraglich vereinbart zum Rentenbeginn geschehen oder auĂerplanmĂ€Ăig. Im ersten Fall wird die Rentenzahlung automatisch gestartet, entweder als Einmalzahlung oder als lebenslange Rente.
Bei einer auĂerplanmĂ€Ăigen Auszahlung musst du den Vertrag kĂŒndigen. Du erhĂ€ltst dann allerdings nur den RĂŒckkaufswert, was sich vor allem in den ersten Jahren nicht lohnt.
Diese Steuern werden beim Auszahlen fällig
Eine private AltersÂvorsorge wird vom Staat steuerlich begĂŒnstigt. Steuerfrei ist die private Rente jedoch nicht, denn du musst den sogenannten Ertragsanteil versteuern. Die Höhe dieser Steuern ist gesetzlich prozentual festgelegt und altersabhĂ€ngig.
LĂ€sst sich eine Person hingegen die gesamte Summe auf einmal auszahlen, kommt es auf den Auszahlungszeitpunkt an, ob Abgeltungssteuer oder HalbeinkĂŒnfteverfahren zum Tragen kommt. Bist du Ă€lter als 62 Jahre und hat der Versicherungsvertrag mindestens 12 Jahre bestanden, kommt das HalbeinkĂŒnfteverfahren zur Anwendung.
Dabei werden ausschlieĂlich die Gewinne betrachtet, nicht die Summe der eingezahlten BeitrĂ€ge. Zur Berechnung der Steuer wird der Gewinn halbiert und mit deinem dann gĂŒltigen Steuersatz versteuert.
Das ist fĂŒr dich in der Regel gĂŒnstiger als wenn du deinen RentenÂversicherungsvertrag vor dem 62. Lebensjahr bzw. vor Ablauf der 12 Jahre kĂŒndigst. Dann nĂ€mlich fĂ€llt Abgeltungs- bzw. Kapitalertragssteuer auf deine Gewinne an. Diese betrĂ€gt 25 % zuzĂŒglich SolidaritĂ€tszuschlag und Kirchensteuer.
Flexibilität in flexiblen Zeiten
Ist die Rente übertragbar? Die Konditionen sind entscheidend
Ob die private Rentenversicherung ĂŒbertragbar ist, hĂ€ngt von den jeweiligen Vertragskonditionen ab. Trifft der oder die Sparer:in spezielle Vereinbarungen mit dem Versicherungsanbieter, können die Hinterbliebenen im Todesfall gegebenenfalls auf das angesparte Kapital beziehungsweise auf einen Teil der Rente zugreifen.
Beim Tod wĂ€hrend der Ansparphase ist dies ĂŒber eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr möglich. Beim Tod nach Rentenbeginn funktioniert die Ăbertragung ĂŒber eine Rentengarantiezeit oder eine Hinterbliebenenrenten-Zusatzversicherung.
Optionen für den finanziellen Engpass
Wer keine BeitrĂ€ge zur privaten Rentenversicherung mehr zahlen kann, hat die Möglichkeit, seinen Vertrag zu kĂŒndigen. Diese Entscheidung solltest du allerdings gut ĂŒberdenken. Denn die KĂŒndigung ist mit finanziellen Verlusten verbunden und sollte die letzt mögliche Option fĂŒr dich darstellen.
Wie kannst du deine Versicherung im Zweifel kĂŒndigen?
DĂŒrfen wir ganz ehrlich sein? Die KĂŒndigung deiner privaten Rentenversicherung ist keine gute Idee â insbesondere wenn dein Vertrag schon Ă€lter ist und du gegebenenfalls von einer guten Verzinsung deiner BeitrĂ€ge profitierst.
Willst du die Sache dennoch durchziehen, ist die KĂŒndigung in der Regel bis 3 Monate vor Ende eines Versicherungsjahres möglich. Dein Versicherer zahlt dir dann einen RĂŒckkaufswert aus. Dieser belĂ€uft sich bei der klassischen Rentenversicherung auf deine bis dato eingezahlten BeitrĂ€ge und erhaltenen ĂberschĂŒsse abzĂŒglich der Kosten, die das Versicherungsunternehmen einbehĂ€lt: Stichpunkt Abschluss- und Verwaltungskosten.
Bei den Fondstarifen richtet sich der RĂŒckkaufswert nach dem Erlös, den der Anbieter nach dem Verkauf deiner Fondsanteile erhĂ€lt. Befinden sich deine Fonds gerade in einem Tal, ist dies ein denkbar ungĂŒnstiger Zeitpunkt, deine Rentenversicherung zu kĂŒndigen. Auch hier gehen vom berechneten Kapital noch Versicherungskosten ab.
Die meisten Versicherungen bieten dir in finanziellen EngpĂ€ssen allerdings weitaus lukrativere Alternativen als die KĂŒndigung an:
- Eine niedrigere Versicherungssumme: Wer die Versicherungssumme reduziert, muss geringere BeitrÀge einzahlen.
- Beitragsfreistellung: Der oder die Sparer:in kann die Versicherung beitragsfrei stellen. Daraufhin bildet der Versicherer aus den gegebenen RĂŒckkaufswerten eine niedrigere Versicherungssumme. Bis zu einem festgelegten Vertragsablaufdatum sind keine weiteren BeitrĂ€ge nötig und die bereits eingezahlten BeitrĂ€ge werden weiterhin verzinst. Doch Vorsicht: Die Beitragsfreistellung gilt nur dann, wenn der oder die Sparer:in das geforderte Mindestguthaben vorweisen kann.
- Beitragsaussetzung: Ist der finanzielle Engpass vorĂŒbergehend, bietet sich eine Zahlpause an. Mit einer Beitragsaussetzung oder einer Beitragsstundung kann sich der Rentenversicherte kurzzeitig entlasten. Diese BeitrĂ€ge mĂŒssen dann jedoch spĂ€ter nachgezahlt werden, damit die spĂ€tere Rentenleistung nicht sinkt.
Eine weitere Möglichkeit ist es, dass du deine Rentenversicherung verkaufen kannst. Durch den Verkauf deiner Rentenversicherung erhĂ€ltst du im Schnitt 2 bis 4 % mehr Geld als im Vergleich zur KĂŒndigung. Der KĂ€ufer deiner Police bespart den Vertrag weiter und erhĂ€lt spĂ€ter die Auszahlung. Wenn du einen Hinterbliebenenschutz vereinbart hast, bleibt dieser sogar bestehen. Allerdings fĂ€llt er natĂŒrlich niedriger aus, falls du versterben solltest, da du bereits Geld vom AnkĂ€ufer erhalten hast. Das verrechnet er mit weiteren Kosten mit der Leistung.
Auch die Hinterbliebenen Absicherung ist möglich
Prinzipiell sieht die private RentenÂversicherung keinen Schutz der Hinterbliebenen vor. Dementsprechend gehen deine eingezahlten BeitrĂ€ge vor beziehungsweise nach Renteneintritt an die Versicherungsgemeinschaft ĂŒber. GrundsĂ€tzlich vereinbarst du deinen Versicherungsschutz bis zum Tod. Eine Absicherung der Hinterbliebenen stellt eine sinnvolle vertragliche ErgĂ€nzung dar und kann wie folgt aussehen:
Während der Ansparphase
Vor Renteneintritt kannst du eine BeitragsrĂŒckgewĂ€hr im Todesfall vereinbaren. In diesem Fall erhalten deine Hinterbliebenen die eingezahlten PrĂ€mien sowie die bis dahin durch den Versicherer erwirtschafteten ĂberschĂŒsse. Handelt es sich um eine fondsgebundene RentenÂversicherung, so wird das zu dem Zeitpunkt fĂ€llige Fondsguthaben ausbezahlt.
Während der Rentenphase
Befindet sich dein Vertrag bereits in der Auszahlungsphase, kannst du dich sowohl fĂŒr die BeitragsrĂŒckgewĂ€hr als auch fĂŒr die Rentengarantiezeit entscheiden. Bei der BeitragsrĂŒckgewĂ€hr wird das angesparte Kapital im Todesfall an deine Hinterbliebenen ausbezahlt. Hast du eine Sofortrente abgeschlossen, welche einen Todesfallschutz beinhaltet, dann stellt die Summe der Einmalzahlung das Kapital dar. Bei der Rentengarantiezeit wird deinen Hinterbliebenen eine Fortsetzung der Rentenzahlung zugesichert, auch wenn du ablebst. Bei Vertragsabschluss kannst du den Zeitraum der Rentengarantiezeit festlegen und individuell vereinbaren.
Zusammenfassung
- Die individuellen Vertragskonditionen legen fest, ob und inwieweit eine private Rentenversicherung ĂŒbertragbar ist.
- Es gibt diverse Möglichkeiten, seine Rentenversicherung auch bei finanziellen EngpĂ€ssen weiterzufĂŒhren. Eine KĂŒndigung ist meist die schlechteste Option. WĂ€hl lieber die Beitragsfreistellung.
- Zudem kannst du deine Hinterbliebenen schĂŒtzen â sowohl wĂ€hrend der Anspar- als auch der Rentenphase.
Eine private Rentenversicherung abschließen
Wer eine private Rentenversicherung als Altersvorsorge abschlieĂen möchte, hat online die Wahl zwischen vielen verschiedenen Anbietern und Versicherungsmodellen. Du musst fĂŒr dich entscheiden, welches Modell dir persönlich zusagt und wie viel Risiko du zugunsten von Renditechancen einzugehen bereit bist. Wichtig ist, dass die Private Rentenversicherung zu dir, deiner RisikoaffinitĂ€t und deinen persönlichen LebensumstĂ€nden passt.
Eine persönliche Beratung ist darum unverzichtbar. Die CLARK Expert:innen beraten dich kostenlos und unverbindlich und finden gemeinsam mit dir heraus, welcher Versicherungstyp du bist und welcher Anbieter und Tarif am besten zu dir passt. So gehst du vor:
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