Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie: für Kinder sinnvoll

Jedes zweite Kind bekommt eine Zahnspange. Eine Zahnzusatzversicherung optimiert die Regelversorgung der Krankenversicherung und schützt vor hohen Kosten.

Beratung anfordern

Probleme mit dem Gebiss werden bei Kindern oft erst sichtbar, wenn die „zweiten Zähne“ wachsen. Bis dahin sollten Eltern eine Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie bereits abgeschlossen haben. So stellen sie sicher, dass sie auf den Kosten für Spange und Co. nicht sitzenbleiben. 

Zahlt die gesetzliche Krankenversicherung die Spange?

Im Grundsatz muss die Krankenkasse die Kosten kieferorthopädischer Eingriffe bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre übernehmen. Das gilt auch für eine Zahnspange. Und schon kommt das Aber. Die Pflicht gilt nur, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist und erfolgreich abgeschlossen wird. Ob das Kind die Zahnspange aus medizinischer Sicht braucht, stellt der Kieferorthopäde anhand der KIG fest. KIG steht für kieferorthopädische Indikationsgruppen. Insgesamt gibt es fünf. 

KIG 1 2 3 4 5
Beispiele Frontzähne überlagern einander leicht oder weisen schmale Lücken auf Einige Backenzähne beißen oben und unten aneinander vorbei, Frontzähne überlagern einander deutlich Zahlreiche Zähne überlagern einander deutlich Einige Backenzähne oben und unten berühren einander gar nicht, stehen schräg ab Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
Eigenanteil für die Spange Bis zu 7.000 Euro Bis zu 7.000 Euro Je nach Sonderleistungen bis zu 2.500 Euro Je nach Sonderleistungen bis zu 2.500 Euro Je nach Sonderleistungen bis zu 2.500 Euro

Was bedeuten die KIG für die Kostenübernahme durch die GKV?

Diagnostiziert der Kieferorthopäde KIG 1 oder 2, verweigert die Krankenkasse die Kostenübernahme. Diagnostiziert er 3 bis 5, zahlt die Kasse zunächst 80 Prozent der Kosten. Die übrigen 20 Prozent strecken die Eltern vor. Ist die Behandlung erfolgreich abgeschlossen, überweist die Kasse dieses Geld zurück. Erfolgreich heißt, dass das Kind seine Spange bis zum Schluss nach Vorschrift trägt. Außerdem müssen sämtliche Kontrolltermine eingehalten werden. 

Tipp

Kieferorthopäden müssen Eltern darüber aufklären, welche Eingriffe die Krankenkasse übernimmt. Oft kommen Leistungen hinzu, die du selbst bezahlen musst. Lass dir alles gut erklären und vor allem schriftlich geben. Es kann sinnvoll sein, eine zweite Meinung einzuholen und erst dann zu entscheiden.

Lohnt sich für Kieferorthopädie bei Kindern eine Zahnzusatzversicherung?

Nur sehr wenige Menschen haben das Glück, dass ihre Zähne ebenmäßig wachsen. Zu große Abstände zwischen den Zähnen, vor allem aber schiefe Beißer gelten als Makel. Zur Korrektur bekommt jedes zweite Kind in Deutschland heute eine Zahnspange. Die Kosten der Spange und weiterer kieferorthopädischer Eingriffe summieren sich schnell auf Tausende Euro. Für die Kostenübernahme gelten in der gesetzlichen Krankenversicherung strenge Regeln (siehe oben). Außerdem lässt die Krankenkasse keinerlei Sonderwünsche zu. Dazu zählen unter anderem Modelle, die dem Kind weniger Schmerzen bereiten. Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder kann also sinnvoll sein, um die Regelversorgung der GKV zu optimieren. 

Lesen sie auch unseren Beitrag über Zahnzusatzversicherungen für Kinder.

Gut zu wissen

Lohnt sich für Kieferorthopädie bei Kindern eine Zahnzusatzversicherung? Nur sehr wenige Menschen haben das Glück, dass ihre Zähne ebenmäßig wachsen. Zu große Abstände zwischen den Zähnen, vor allem aber schiefe Beißer gelten als Makel. Zur Korrektur bekommt jedes zweite Kind in Deutschland heute eine Zahnspange. Die Kosten der Spange und weiterer kieferorthopädischer Eingriffe summieren sich schnell auf Tausende Euro. Für die Kostenübernahme gelten in der gesetzlichen Krankenversicherung strenge Regeln (siehe oben). Außerdem lässt die Krankenkasse keinerlei Sonderwünsche zu. Dazu zählen unter anderem Modelle, die dem Kind weniger Schmerzen bereiten. Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder kann also sinnvoll sein, um die Regelversorgung der GKV zu optimieren.

Welche kieferorthopädischen Leistungen gibt es nur mit Zahnzusatzversicherung?

Ab KIG 3 trägt die Krankenkasse die Kosten von Metallspangen, im Volksmund auch als „Schneeketten“ verrufen. Wer rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung für sein Kind abgeschlossen hat, könnte unter anderem von folgenden Sonderleistungen profitieren: 

  • innenliegende Brackets,

  • Zahnspangen aus durchsichtigen Materialien (Kunststoff),

  • spezieller Kariesschutz für jene Zähne, die sich wegen der Metallklammern schlecht pflegen lassen, 

  • Miniklammern, die die Tragezeit verkürzen. 

Lesen sie auch: Zahnzusatzversicherung: Kieferorthopädie für Erwachsene.

Was heißt „innenliegende Zahnspange“?

Normalerweise bringt der Kieferorthopäde die Brackets auf der Vorderseite der Zähne an. Er kann aber auch die Innenseite nutzen, sodass die Spange nahezu unsichtbar wird. Die innenliegende Zahnspange heißt deshalb auch „Incognito-Spange”. Der Kieferorthopäde passt die Brackets an die Zahnoberfläche an, sodass dein Kind sie nach einer Weile kaum noch spürt. Die Kosten einer unsichtbaren Zahnspange betragen bis zu 9.000 Euro, je nach Fehlstellung der Zähne und je nach Tragedauer. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt in der Regel nicht hinzu. Eine rechtzeitige Zahnversicherung kann die unsichtbare Zahnspange ermöglichen. 

Warum bringt der Kieferorthopäde die hässlichen Brackets nicht immer hinten am Zahn an?

Die Prozedur, Brackets hinten anzubringen, ist aufwendig und knifflig. Der Vorteil für das Kind, dass die Zahnspange unsichtbar wird, ist außerdem in den Augen mancher Kieferorthopäden ein Nachteil: Innenliegende Zahnspangen sind schlechter zugänglich als Standardspangen. 

Was heißt „Kunststoffspange“? Worin bestehen die Vor- und Nachteile?

Kunststoffspangen sind keine Spangen im klassischen Sinne. Vielmehr gleichen sie den Mundschienen, die manche Menschen nachts gegen das Zähneknirschen tragen. Kunststoffspangen sind durchsichtig. Sie fallen deshalb weniger auf als Metallbrackets. Darüber hinaus schmerzen sie kaum und lassen sich besser reinigen. Die Vorteile gehen mit Nachteilen einher: Kunststoffspangen gehen schneller kaputt, weil sie sich herausnehmen lassen und deshalb herunterfallen können. Außerdem eignet sich eine herausnehmbare Zahnspange nur bedingt für Kinder. Die Verlockung wäre zu groß, die Zahnspange aus Scham im Schulranzen zu verstecken statt sie zu tragen. 

Wann sollte man die Zusatzversicherung abschließen?

Das beste Alter liegt zwischen dem zweiten und vierten Geburtstag. Eltern sollten also abschließen, bevor sich die „zweiten Zähne“ ausbilden. Der Grund: Bei etwa jedem fünften Kind, das wegen schiefer Zähne zum Kieferorthopäden muss, wird lediglich KIG 1 oder 2 diagnostiziert. Viele Eltern machen den grundlegenden Fehler, sich erst jetzt online oder beim Arzt über eine Zahnzusatzversicherung für ihr Kind zu informieren. Zu spät! Die Fehlstellung der Zähne ist aktenkundig. Kein Versicherer übernimmt jetzt noch die Kosten der Spange. Dabei spielt es keine Rolle, ob bis zur Behandlung noch Jahre vergehen. Eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit greift hier auch nicht mehr. 

 

Bekommt man Kindertarife ohne Wartezeit?

In der Regel kommen Versicherer frühestens nach acht Monaten für Behandlungen auf. Manche Anbieter verzichten auf diese Wartezeit. Leistungen aus der Zahnzusatzversicherung stehen einem Kind trotzdem nur zu, wenn der Zahnarzt oder Kieferorthopäde noch keine Schäden festgestellt hat. Lass dir online nichts vorgaukeln: Die Wartezeit ist kein besonders wesentliches Qualitätsmerkmal von Zahnzusatzversicherungen für Kinder. Wichtiger als die Wartezeit ist die Leistungsbeschränkung beziehungsweise Summenbegrenzung

Was hat es mit der Leistungsbeschränkung auf sich?

Versicherer zahlen anfangs maximal eine bestimmte Summe pro Jahr. Diese Summe steigt mit der Zeit, bis den Kindern alle Leistungen der Zahnzusatzversicherung unbegrenzt zustehen. Wer diese sogenannte Zahnstaffel aushebeln möchte, wird höhere Beiträge in Kauf nehmen müssen. Auch deshalb ist es ratsam, die Zahnzusatzversicherung des Kindes früh abzuschließen. Nach vier bis fünf Jahren hat sich die Zahnstaffel zum größten Teil erledigt. 

CLARK Nutzer berichten

Bereits über 300.000 zufriedene Kunden managen ihre Versicherungen mit CLARK. Erfahre, was die Community über CLARK denkt.