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Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Um eine Risikolebensversicherung abzuschließen, musst du einige Gesundheitsfragen beantworten. Aber geht das auch ohne Prüfung? Hier erfährst du mehr.

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Das Wichtigste in Kürze

Eine Risikolebensversicherung (RLV) sichert deine Familie im Falle deines Todes finanziell ab. Vor allem für Familien, die finanzielle Verbindlichkeiten, zum Beispiel Immobilienfinanzierungen, bedienen müssen, können die Leistungen einer solchen Versicherung im Ernstfall äußerst hilfreich sein.

Die Versicherungssumme richtet sich nach den Bedürfnissen des Versicherungsnehmers. Wie hoch der monatliche Beitrag für eine Police ist, hängt unter anderem von deinem gesundheitlichen Zustand ab. Daher muss die zu versichernde Person vor Vertragsabschluss einige Gesundheitsfragen beantworten. Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht, aber solche mit vereinfachter Prüfung werden angeboten.

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Für den Abschluss einer Risikolebensversicherung ist eine Gesundheits-prüfung, meist in Form eines Fragebogens, zwingend erforderlich.

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Abgefragt werden Faktoren wie körperlicher Gesamtzustand, aber auch Risikofaktoren wie riskante Hobbys oder Rauchen.

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Eine bestehende Versicherung lässt sich häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung verlängern.

Eine Gesundheitsprüfung ist immer notwendig

Wie läuft eine Gesundheitsprüfung ab?

Eine Risikolebensversicherung ohne Prüfung der Gesundheit gibt es seit dem 17. März 2010 nicht mehr. An diesem Tag stellte der zu diesem Zeitpunkt einzige Anbieter von Policen ohne Prüfung sein Neugeschäft ein. Wer eine Risikolebensversicherung abschließen will, muss sich seitdem also zwangsläufig einer Gesundheitsprüfung unterziehen.

So aufwendig, wie das im ersten Moment klingt, ist es in der Praxis nicht. In den meisten Fällen musst du lediglich einige Gesundheitsfragen zu deiner Person beantworten. Bei vielen Versicherern hast du mittlerweile die Möglichkeit, dies bequem online zu erledigen. Eine ärztliche Untersuchung, umfangreiche Attests und das Ausfüllen von seitenlangen Fragebögen werden nur dann notwendig, wenn deine Versicherungssumme eine gewisse Grenze erreicht. Diese liegt in der Regel bei über 400.000 Euro.

Das Ergebnis hängt von persönlichen Risikofaktoren ab

Die Versicherung interessiert sich dabei vor allem für Krankheiten, die in der Vergangenheit auftraten, bestehende chronische Erkrankungen sowie deine letzten Krankenhausaufenthalte. Bist du zum Beispiel gerade mit einer akuten Erkrankung in Behandlung, wirkt sich das auf die Berechnung deines statistischen Sterberisikos aus.

Darüber hinaus spielen gewisse Aspekte deines persönlichen Lebens eine Rolle. Gehst du beruflich einer körperlich anstrengenden Tätigkeit nach, bist du Raucher oder betreibst du gefährliche Hobbys, so sind dies Faktoren, die dein individuelles Sterberisiko beeinflussen. Diese Faktoren haben Einfluss auf das Ergebnis deiner Gesundheitsprüfung.

Deine gesundheitliche Verfassung beeinflusst deinen Tarif

Damit gesichert ist, dass die monatlichen Kosten für eine Risikolebensversicherung auf dein gesundheitliches Risiko abgestimmt sind, dürfen Versicherer keine Lebensversicherung anbieten, ohne deinen Gesundheitszustand abzufragen. Denn anders als die gesetzliche Krankenversicherung basiert die RLV nicht auf dem Solidaritätsprinzip, sondern auf den persönlichen Bedürfnissen des Versicherten.

Das heißt: Versicherungsnehmer fortgeschrittenen Alters oder mit chronischen Erkrankungen oder risikoreichen Hobbys haben ein höheres Risiko, während der Vertragslaufzeit zu versterben, als junge, gesunde versicherte Personen ohne Vorerkrankungen. Sie zahlen dementsprechend einen höheren monatlichen Beitrag.

Das ist auch nur fair: Gäbe es Lebensversicherungen ohne Prüfung, müssten alle Versicherten den gleichen Beitrag zahlen. Um das Risiko nicht komplett tragen zu müssen, würde die Versicherung das Risiko dann gleichmäßig auf alle Versicherten verteilen.

Demnach wären die Tarife für junge, gesunde Menschen teurer als jetzt, obwohl sie ein deutlich geringeres gesundheitliches Risiko mitbringen. Die eingezahlten Beiträge wären ebenso hoch, wie sie bei Personen hohen Alters mit Vorerkrankungen oder risikoreichen Hobbys wären.

Zusammenfassung

  • Für den Abschluss einer Risikolebensversicherung ist eine Gesundheitsprüfung notwendig.
  • Das Ausfüllen eines Fragebogens ist in den meisten Fällen ausreichend.
  • Von dem Ergebnis hängt ab, wie viel du für deine Versicherung zahlen musst.
  • Ein guter allgemeiner Gesundheitszustand reduziert dein persönliches Sterberisiko.
  • Je geringer dein Sterberisiko eingeschätzt wird, desto niedriger fallen die von dir zu leistenden Beiträge aus.

Diese Fragen erwarten dich

Nicht nur deine Gesundheit, auch dein Lebensstil spielt eine Rolle

Um das Risiko besser einschätzen zu können, interessiert sich der Versicherer für dein komplettes gesundheitliches Befinden. Auch psychische Erkrankungen spielen bei der Berechnung deines Sterberisikos eine Rolle.

Du bist jedoch nur dazu verpflichtet, alle Vorerkrankungen, Untersuchungen und Behandlungen der letzten fünf Jahre anzugeben. Bei Krankenhausaufenthalten gilt eine Frist von zehn Jahren. Die Gesundheitsfragen für die Lebensversicherungen drehen sich meist um folgende Erkrankungen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Schlaganfälle, Herzinfarkte, Bluthochdruck

  • Stoffwechsel: Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, erhöhte Cholesterinwerte 

  • Verdauungsapparat: Leber, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse

  • Atmungsorgane: Lunge, Asthma, chronische Bronchitis

  • Bluterkrankungen: Bluter, Anämie

  • Tumorerkrankungen

  • Harn- und Geschlechtsorgane: Unterleib, Nieren, Blase, Brust

  • Infektions-, Geschlechts- und Tropenkrankheiten: HIV-Infektion, Malaria, Tuberkulose

  • Gelenke und Bindegewebe: Rheuma, Arthritis

  • Gehirn und Nervensystem: Multiple Sklerose, Migräne

  • Erkrankung der Psyche: Depressionen, Bulimie, Schizophrenie, Suizidalität

  • Rauchen

  • Risikosportarten

  • gefährlicher Beruf

  • Unfälle oder Krankenhausaufenthalte

Ein ärztliches Gutachten kann bei Unklarheiten nötig sein 

Wenn es Unklarheiten bei deinen Angaben gibt, kann es vorkommen, dass die Versicherung bei dir nachhakt. Manche Anbieter holen sich unter Umständen sogar ein Gutachten von deinem behandelnden Arzt ein. Um die ärztliche Schweigepflicht nicht zu brechen, ist dafür deine schriftliche Einwilligung notwendig. Verweigerst du deinem Arzt die Entbindung von der Schweigepflicht, kann die Versicherung einen Vertragsabschluss ablehnen.

Gesundheitsfragen sollten immer wahrheitsgemäß beantwortet werden

Natürlich ist niemand dazu gezwungen, Auskunft über seine Gesundheit zu geben. Da kein Versicherer eine Lebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbietet, musst du wohl oder übel auf einen Versicherungsschutz verzichten, wenn du nicht bereit bist, Auskunft über deine letzten Erkrankungen zu erteilen. Wenn du dich für einen Vertrag entscheidest, bist du jedoch dazu angehalten, die Fragen ehrlich zu beantworten.

Wenn du bewusst falsche Angaben machst, liegt es im Ermessen der Versicherung, den Vertrag aufzukündigen, wenn sie davon Kenntnis erhält. Schlimmstenfalls kann der Versicherer im Leistungsfall sogar die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme verweigern. Die Absicherung deiner Familie ist in diesem Fall nicht mehr gewährleistet.

Schwere Vorerkrankungen oder Extremsportarten

Manche Vorerkrankungen und gesundheitlichen Probleme beeinflussen den Versicherungstarif und somit die Kosten für den Versicherten. Während Krankheiten wie Gicht, Migräne oder Heuschnupfen keinerlei Auswirkungen auf den Beitrag haben, kommt es bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erheblich höheren Blutdruck- oder Cholesterinwerten, Diabetes, psychischen Erkrankungen sowie bei Ausübung von Extremsportarten zu einem Risikoaufschlag und demnach zu höheren monatlichen Kosten. 

Bist du bereits wegen bestimmter Erkrankungen in Behandlung, so kann es passieren, dass dein Antrag für eine Lebensversicherung abgelehnt wird. Dies gilt in der Regel für Krebserkrankungen, Leberzirrhose, Nierenversagen, Schlaganfall, einen kürzlich erlittenen Herzinfarkt oder Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Einige Erkrankungen und Behandlungen müssen seitens des Versicherten bei den Gesundheitsfragen nicht angegeben werden. Dazu zählen:

  • Erkältungskrankheiten

  • Lebensmittelunverträglichkeiten 

  • Verletzungen, die ohne Folgen verheilt sind

  • Zahnbehandlungen

  • Blinddarmentzündungen sowie -entfernung 

  • Vorsorgeuntersuchungen

  • Allergien

  • Schwangerschaft und Geburt

  • Einschränkungen des Gehörs und der Sehfähigkeit

  • akute Magen-Darm-Infekte und Blasenentzündungen

Zusammenfassung

  • Die Versicherung stellt dir Fragen zu Vorerkrankungen und allgemeiner körperlicher Verfassung.
  • Bist du Raucher oder übst du riskante Hobbys aus, fallen deine Versicherungskosten höher aus.
  • Eine ärztliche Untersuchung ist für gewöhnlich nicht nötig. Treten Unklarheiten auf, kann deine Versicherung deinen Arzt konsultieren und ein Gutachten einfordern.
  • Beantworte Gesundheitsfragen immer wahrheitsgemäß. Schlimmstenfalls kann deine Risikolebensversicherung bei Falschaussagen die Leistung verweigern.
  • Bist du bereits aus gesundheitlichen Gründen in Behandlung, kann dein Versicherer deinen Antrag auf eine Risikolebensversicherung ablehnen.
  • Leichte Erkrankungen, wie Erkältungen oder folgenfreie Verletzungen, haben keinen Einfluss auf deinen Tarif.

Was du sonst noch wissen solltest

Die vereinfachte Gesundheitsprüfung

Immer häufiger gibt es seitens des Versicherers das Angebot, Verträge mit vereinfachten Gesundheitsfragen beziehungsweise einfacher Gesundheitsprüfung in Anspruch zu nehmen. Die zu beantwortenden Fragen sind in diesem Fall weniger umfangreich und detailliert. Ein solcher Versicherungsschutz dient in der Regel der Absicherung eines Darlehens und läuft, bis die Darlehenssumme beglichen ist, nicht bis zum eintretenden Todesfall.

Für Ärzte, die eine Praxis gründen möchten, oder junge Eltern kann unter Umständen ein Tarif mit vereinfachten Gesundheitsfragen sinnvoll sein. Die Gesundheitsprüfung kann zum Beispiel in Kombination mit einer Immobilienfinanzierung vereinfacht werden.

In der Regel sind diese vereinfachten Gesundheitsfragen weniger ausführlich und damit deutlich schneller beantwortet. Für die Inanspruchnahme von vereinfachten Gesundheitsfragen gelten meist folgende Voraussetzungen:

  • Die Vertragslaufzeit muss vergleichsweise kurz sein.

  • Der Versicherungsnehmer darf ein bestimmtes Höchstalter nicht überschritten haben, wenn er sich für den Versicherungsschutz entscheidet, zum Beispiel 40 Jahre.

  • Die Versicherungssumme muss vergleichsweise gering sein. Wie hoch genau, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

Warum bieten Versicherungen vereinfachte Gesundheitsfragen an? Statistisch gesehen sind Menschen, die ein hohes Darlehen aufnehmen und sich damit über viele Jahre verschulden, in einer guten gesundheitlichen Verfassung. Sie bringen ein geringeres Risiko mit, im Laufe der Vertragslaufzeit zu versterben.

Eine Risikolebensversicherung ganz ohne Gesundheitsfragen können sie dennoch nicht abschließen. Menschen hingegen, die gesundheitlich angeschlagen sind, sind in der Regel vorsichtiger und seltener gewillt, sich finanziell langjährig zu binden.

Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen

Generell ist es kein Problem, die Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung oder eine erneute ärztliche Untersuchung zu erhöhen, sofern der Versicherer eine solche Erhöhungsoption anbietet. In solchen Fällen ist es egal, ob sich deine gesundheitliche Verfassung in der Zwischenzeit verändert hat oder nicht.

Voraussetzung ist, dass du ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten hast und dass in deinem Leben ein besonderes Ereignis eingetreten ist, das die Erhöhung rechtfertigt. Zu diesen Gründen gehören:

  • das Beenden der Ausbildung oder des Studiums

  • eine Heirat

  • die Geburt eines leiblichen Kindes oder Adoption eines Kindes

  • der Eintritt in die berufliche Selbstständigkeit

  • das Abschließen einer Immobilienfinanzierung

Verlängerungsoption ohne erneute Gesundheitsprüfung

Eine Verlängerung deines Vertrags ist möglich, wenn dein Versicherer eine Verlängerungsgarantie oder eine Verlängerungsoption als Zusatzleistung anbietet. Häufig ist die Verlängerung an bestimmte Voraussetzungen wie Höchstalter oder maximale Versicherungssumme geknüpft.

Hier unterscheiden sich die Möglichkeiten von Anbieter zu Anbieter. Möchtest du weitere Informationen zu deinen Möglichkeiten erhalten, freuen sich unsere CLARK-Experten auf deinen Anruf. 

Zusammenfassung

  • Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du einen Vertrag mit vereinfachten Gesundheitsfragen wählen.
  • Für die Erhöhung der Versicherungssumme ist meist keine erneute Gesundheitsprüfung notwendig.
  • Eine Verlängerungsgarantie ermöglicht dir, deinen Vertrag zu verlängern, ohne weitere Gesundheitsfragen zu beantworten.

Eine Risikolebensversicherung abschließen

Wenn du dich für eine Risikolebensversicherung als finanzielle Absicherung deiner Familie entscheidest, solltest du sowohl eine Erhöhungsoption als auch eine Verlängerungsgarantie als Teil deines Vertrags wählen. Auf diese Weise ist dein Tarif so flexibel wie dein individueller Lebensweg. Dies hat außerdem den Vorteil, dass dich keine weitere Gesundheitsprüfung erwartet, auch wenn du in bereits fortgeschrittenem Alter deine Laufzeit verlängerst und du unter Umständen körperlich weniger fit bist als zu Beginn der Vertragslaufzeit.

Außerdem solltest du darauf achten, zu welchem Zeitpunkt du spätestens deine Versicherungssumme erhöhen beziehungsweise deinen Vertrag verlängern kannst. Häufig enden die Fristen schon einige Monate oder Jahre vor Vertragsende. Das gilt übrigens auch, wenn du deine Risikolebensversicherung kündigen möchtest. Benötigst du Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Angebot, wende dich gern an unsere CLARK-Experten.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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