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Pflegezusatzversicherung: Typische Schadensfälle im Überblick

Es gibt vielfältige Ursachen für den Bezug von Leistungen aus einer Pflegezusatzversicherung. Hier findest du typische Schadensfälle im Überblick.

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Das Wichtigste in Kürze

Jeder Mensch kann pflegebedürftig werden. Das gilt unabhängig von seinem Alter, seinen Vorerkrankungen etc. Häufige Ursachen sind Unfälle oder Schlaganfälle. Für die Pflegebedürftigen bedeutet das hohe Kosten, zum Beispiel für einen ambulanten Pflegedienst, die durch die Pflegekasse nicht (immer) ausreichend gedeckt werden.

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Eine Pflegebedürftigkeit entsteht häufig in hohem Lebensalter, kann aber durch Unfälle oder Erkrankungen auch jüngere Menschen treffen.

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Zu den häufigsten Ursachen gehören Schlaganfälle, ein Herzinfarkt oder Krebserkrankungen.

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Die Pflegezusatzversicherung deckt mehr Schadensfälle ab und leistet früher sowie besser als die Pflegepflichtversicherung.

Wann eine Pflegezusatzversicherung leistet

Zusammenhang zwischen Pflege- und Pflegezusatzversicherung

Wenn es um eine Pflegebedürftigkeit geht, hängen mehrere Versicherungen untrennbar zusammen. Dabei geht es um die Krankenversicherung und die Pflegepflichtversicherung. Diese Absicherung muss jeder in Deutschland haben, entweder über die gesetzlichen oder die privaten Kranken- beziehungsweise Pflegekassen.

Entsteht der Bedarf einer Pflege, deckt die Pflegeversicherung jene Kosten ab, welche durch die Krankenkasse nicht übernommen werden. Allerdings entsteht häufig eine Lücke, die sogenannte "Pflegelücke". Es handelt sich um Kosten, die durch keinen der beiden Versicherer gedeckt sind und somit aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Nicht selten liegen diese im dreistelligen Bereich pro Monat bei einer ambulanten Pflege - ein Pflegeheim kann noch teurer werden. Eine Pflegezusatzversicherung soll diese Lücke schließen.

Sie hängt also ebenfalls mit der Pflegeversicherung zusammen. Manchmal ist die Pflegezusatzversicherung sogar direkt mit der Pflegeversicherung verknüpft. Beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung solltest du daher prüfen, unter welchen Voraussetzungen du die vereinbarten Leistungen erhältst.

Wann eine Pflegezusatzversicherung leistet

Die genauen Bedingungen, wann und inwiefern du Leistungen aus der Pflegezusatzversicherung beziehen kannst, sind im Versicherungsvertrag geregelt. Da es unterschiedliche Anbieter und verschiedene Arten der Pflegezusatzversicherung gibt, können dabei große Unterschiede bestehen. Grundlegend gibt es einige Voraussetzungen, die du in jedem Fall erfüllen musst, um Leistungen aus einer Form der Pflegeversicherung zu beziehen.

Dazu gehört die Feststellung einer Pflegebedürftigkeit: bei dir muss ein Pflegegrad festgelegt werden. Lange Zeit wurde unterschieden zwischen verschiedenen Pflegestufen (Pflegestufe I bis Pflegestufe III). Mittlerweile wurden diese in fünf Pflegegrade eingeteilt, welche die Beeinträchtigung der Selbständigkeit beschreiben:

  • Pflegegrad 1: gering

  • Pflegegrad 2: erheblich

  • Pflegegrad 3: schwer

  • Pflegegrad 4: schwerst

  • Pflegegrad 5: mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Sowohl die Pflegeversicherung als auch die Pflegezusatzversicherung zahlen also abhängig vom jeweiligen Pflegegrad. Einige Versicherungen nehmen zusätzlich eine eigene Bewertung der Pflegebedürftigkeit vor, meistens wird aber die Einschätzung der Pflegekasse akzeptiert.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass du einen Antrag auf Leistungen stellst, sobald eine Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde. Nicht jede private Pflegezusatzversicherung leistet rückwirkend, sodass unterschiedliche Fristen für die Antragstellung gelten. 'So schnell wie möglich' ist hier die richtige Devise. 

Typische Schadensfälle bei der Pflegezusatzversicherung

Ebenso wie die soziale Pflegeversicherung leistet die Pflegezusatzversicherung beim Eintreten einer Pflegebedürftigkeit. Welche Leistungen dir zustehen und in welcher Höhe, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Pflegegrad, der Art der Versicherung etc. ab. Sobald du aber den Pflegegrad 1 oder mehr erreichst, stehen dir in der Regel gewisse monatliche Leistungen zu. Dabei kann es sich um Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder eine Kombination handeln. Typische Schadensfälle sehen zum Beispiel wie folgt aus:

  • Eine Seniorin erkrankt an Demenz und landet mit fortschreitender Erkrankung in im Pflegegrad 5. Als die Belastung für die pflegenden Angehörigen zu groß wird, können sie dank Pflegekostenversicherung zwischen einer häuslichen Pflege und einer stationären Pflege wählen.

  • Ein junger Mann hat einen Autounfall und erleidet eine Querschnittslähmung. Fortan braucht er eine 24-Stunden-Pflege und wird in den Pflegegrad 4 eingruppiert. Dank Pflegetagegeldversicherung genießt er dabei finanzielle Unterstützung.

  • Ein Mann mittleren Alters ist nach einem Schlaganfall pflegebedürftig im Pflegegrad 3. Mit Hilfe seiner Pflegerentenversicherung kann er im eigenen Zuhause wohnen bleiben und sich einen ambulanten Pflegedienst leisten.

Diese sind nur drei von vielen typischen Beispielen, inwiefern eine private Pflegezusatzversicherung in unterschiedlichen Schadensfällen helfen kann. Weitere Szenarien, die häufig zu Ansprüchen für Versicherte führen, sind Krebserkrankungen, Unfälle, chronische Krankheiten oder Alterserscheinungen.

Die zusätzliche Pflegeversicherung deckt für die Pflegebedürftigen also viele verschiedene Szenarien ab, je nach Pflegegrad, Ursache der Pflegebedürftigkeit oder Art der Pflege (Pflegedienst, Pflegeheim, ambulante Pflege, häusliche Pflege, stationäre Pflege oder die Betreuung durch pflegende Angehörige).

Zusammenfassung

  • Normalerweise leistet eine private Pflegezusatzversicherung, wenn auch die private oder gesetzliche Pflegeversicherung leistet. Diese wiederum ist meistens an die gesetzliche oder private Krankenversicherung gekoppelt.
  • Als Voraussetzung gilt die Festlegung eines Pflegegrads und die Antragstellung auf Leistungen aus der Versicherung.
  • Welche Leistungen den Pflegebedürftigen im Detail zustehen, hängt vom Versicherungsschutz ab. Meistens sind die Leistungen gestaffelt je nach Pflegegrad, so dass du beispielsweise im Pflegegrad 4 mehr Pflegegeld oder Pflegesachleistungen erhältst als im Pflegegrad 2.
  • Die Ursachen für den Bedarf einer Pflege können vielfältig sein, zum Beispiel ein Herzinfarkt oder eine Unfallverletzung, und sind für die Leistungen der Pflegeversicherung irrelevant.
  • Mit der privaten Pflegezusatzversicherung kannst du neben der Grundpflege in der Regel alle Arten der Pflege finanzieren, zum Beispiel die Betreuung durch pflegende Angehörige, eine häusliche Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine stationäre Pflege im Pflegeheim.

Optimaler Schutz durch die Pflegezusatzversicherung

Warum der private Versicherungsschutz wichtig ist

Die genannten Beispiele machen deutlich, wie unterschiedlich die Art der Pflegebedürftigkeit und Pflege sein kann. Ohne Pflegedienst ist eine hauswirtschaftliche Versorgung auf eigene Faust dann nicht mehr möglich. Grundsätzlich bieten solche Pflegedienste Unterstützung durch eine Pflegekraft, wo immer sie sinnvoll oder notwendig ist.

Diese Betreuung durch einen Pflegedienst ist jedoch teuer und – wie bereits geschildet – durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreichend abgedeckt. Durch eine private Pflegezusatzversicherung kannst du die Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung erweitern, um die Pflegekosten nicht aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen. Folgende Beispiele für typische Fälle können den finanziellen Nutzen verdeutlichen:

Wenn für einen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5 eine stationäre Pflege im Pflegeheim notwendig ist, kann diese bis zu 3.500 Euro pro Monat kosten. Die Leistungen der Pflegeversicherung können jedoch, abhängig von Faktoren wie dem Einkommen des Versicherten, der Pflegekasse etc. deutlich darunter liegen. Etwa 2.000 bis 3.000 Euro sind hier im Durchschnitt zu erwarten, wodurch eine Finanzlücke von mehreren hundert bis zu 1.500 Euro im Monat entsteht. Diese stellt den Eigenanteil für die Pflegebedürftigen dar.

Vor solchen finanziellen Risiken kann eine Zusatzversicherung schützen, und zwar unabhängig vom Alter, dem Einkommen oder anderen individuellen Faktoren. Allerdings ist es wichtig, die Versicherung passend zum eigenen Bedarf zu wählen, um den Pflegebedürftigen zusätzlich zur gesetzlichen Pflegeversicherung die Betreuung zu bieten, welche sie benötigen.

Selbst bei einem geringfügigen Bedarf an Pflege im Pflegegrad 1 und Pflegegrad 2 durch einen ambulanten Pflegedienst kann der finanzielle Nutzen durch die Zusatzversicherung hoch sein. Zudem sind die Pflegeleistungen im Gesamten grundsätzlich besser als bei der reinen Absicherung durch die soziale Pflegeversicherung.

Die Versicherungsarten und ihre Leistungen

Wie in den Fallbeispielen deutlich wurde, gibt es verschiedene Arten der privaten Pflegezusatzversicherung. Diese unterscheiden sich nicht nur bei ihren monatlichen Beiträgen, sondern auch bei den inbegriffenen Pflegeleistungen:

  1. Die Pflegetagegeldversicherung zahlt ein fixes Pflegegeld in Form eines Tagessatzes. Sobald du eine Pflege benötigst, sprich pflegebedürftig bist, erhältst du jeden Tag denselben Betrag. Häufig ist dessen Höhe unabhängig vom Pflegegrad. Du darfst das Geld frei verwenden, zum Beispiel für einen dauerhaften Pflegedienst, die Pflegekosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim, eine ambulante Pflege durch einen Pflegedienst oder die häusliche Pflege durch pflegende Angehörige. Die Pflegetagegeldversicherung ist beliebt, da sie die Möglichkeit einer staatlichen Förderung bietet, dem bereits erwähnten Pflege-Bahr.

  2. Die Pflegekostenversicherung zahlt ein Pflegegeld, gemessen an der Finanzlücke, die bei der Pflege entsteht. Sie richtet sich direkt an der privaten beziehungsweise gesetzlichen Pflegeversicherung aus und wird in ihrer Höhe an den Bedarf angepasst. Die Leistungen sind zweckgebunden, sprich: sie dürfen nur für spezifische Pflegekosten genutzt werden, für die eine Rechnung vorgelegt werden kann. Dabei kann es sich um Rechnungen eines Pflegedienstes oder Pflegeheims handeln. Auch Pflegesachleistungen können abgerechnet werden.

  3. Die Pflegerentenversicherung ist eine Sonderform der Lebensversicherung, bei der ein monatliches Pflegegeld ausgezahlt wird. Dieses wird auch als Pflegerente bezeichnet. Der Betrag ist abhängig vom Pflegegrad. Das Pflegegeld darf von den Pflegebedürftigen frei verwendet werden, ebenfalls für einen Pflegedienst, ein Pflegeheim, für Pflegesachleistungen, o. ä.

Wenn du einen zusätzlichen Schutz durch eine entsprechende Versicherung abschließen willst, ist es daher wichtig, die Optionen miteinander zu vergleichen und jenes Modell zu finden, mit dem du deinen Eigenanteil im Fall der Fälle am besten decken kannst. Außerdem empfiehlt sich die Nutzung staatlicher Förderungen wie dem Pflege-Bahr, um Geld zu sparen. So findet jeder einen passenden Tarif für eine optimale Absicherung, falls es eines Tages zu hohen Pflegekosten mit Eigenanteil kommen sollte.

Zusammenfassung

  • Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in Kombination mit der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung reichen oft nicht aus, um die Pflegekosten vollständig zu decken.
  • Die Pflegebedürftigen müssen einen Eigenanteil tragen, der im drei- bis vierstelligen Bereich pro Monat liegen kann. Das gilt bei der Unterbringung in einem Pflegeheim, aber auch eine häusliche Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst kann hohe Kosten verursachen.
  • Eine Zusatzversicherung hilft dabei, die Finanzlücke zu schließen und die Pflegekosten zu tragen. Dadurch ist eine bessere stationäre oder ambulante Pflege ohne (hohen) Eigenanteil möglich.
  • Unterschieden wird zwischen drei Arten der privaten Pflegezusatzversicherung, die spezifische Besonderheiten mit sich bringen.
  • Für dich ist es wichtig zu überlegen, welche Art der Pflege du dir wünschen würdest, wie deine finanzielle Situation ist und welche Versicherung am besten geeignet ist, um eventuelle Pflegekosten zu decken. Mit diesem Vorgehen kannst du dich und deine Angehörigen vor hohen Pflegekosten schützen.

Eine Pflegezusatzversicherung abschließen

Wer sich im Fall einer späteren Pflegebedürftigkeit keine Sorgen um deren Finanzierung machen und auch nicht den eigenen Kindern zur Last fallen will, der sollte sich frühzeitig über eine private Pflegezusatzversicherung Gedanken machen. Wie bei allen Vorsorgeversicherungen entscheiden der Moment des Abschlusses und der Gesundheitszustand des zu Versichernden über die Höhe des Tarifs. Je früher man beginnt, umso günstiger ist sie.

Online kannst du vergleichen, was Pflegezusatzversicherungen leisten und wie viel sie kosten. Doch der Vergleich ersetzt keine Beratung. Der Tarif-Dschungel ist außerdem weitläufig und unübersichtlich. Schneller und sicherer kommst du voran, wenn du einen Experten heranziehst. Die Versicherungsexperten von CLARK helfen dir dabei, den Versicherer herauszusuchen, der am besten zu dir passt. Denn am Ende zählt bei deiner Absicherung die Leistung mehr als der Preis. So gehst du vor:

Nächste Schritte

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Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.

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Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.

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Du wählst deinen Wunschversicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

Wir beraten dich gerne und vollkommen unverbindlich!
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Alexander
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