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Typische Schadensfälle in der Rechtsschutzversicherung

Ein Rechtsstreit kann sehr teuer werden. Die Rechtsschutzversicherung bietet finanzielle Absicherung – in welchen typischen Fällen übernimmt sie die Kosten?

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Das Wichtigste in Kürze

Im Prinzip kann es jederzeit passieren: Plötzlich wirst du in einen Rechtsstreit verwickelt und siehst dich enormen Kosten ausgesetzt. Ganz gleich, ob es um ungerechtfertigte Maßnahmen des Arbeitgebers, Schadensersatzansprüche oder einen Konflikt mit dem Vermieter geht – die Kosten, die durch eine rechtliche Auseinandersetzung anfallen, können sehr hoch sein. Ohne Rechtsschutzversicherung musst du sie komplett selbst begleichen, während als Versicherungsnehmer meistens nur die Selbstbeteiligung fällig ist.

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Ein Rechtsstreit kann jederzeit sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld entstehen.

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Typische Fälle umfassen Konflikte mit dem Arbeitgeber, dem Vermieter oder Schadensersatz-forderungen.

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Ohne Rechtsschutz-versicherung kann ein rechtlicher Konflikt sehr teuer werden, Versicherungsnehmer zahlen meist nur die Selbstbeteiligung.

Was tun im Schadensfall?

Es geht oft schneller, als du ahnst: Der Arbeitgeber will den Vertrag von heute auf morgen kündigen, der Vermieter stellt unberechtigte Forderungen oder du musst Schadensersatzforderungen geltend machen. Kommt ein Rechtsstreit auf dich zu, solltest du einige Schritte beachten. Nur so kann der Rechtsschutz für dich als Versicherungsnehmer garantiert und finanzieller Schaden für dich abgewendet werden.

Zunächst solltest du mit der Versicherung abklären, wie ihr gemeinsam vorgeht. Gewöhnlich bietet eine Rechtsschutzversicherung eine telefonische Beratung an. Die Versicherung wird dir Tipps und Hinweise geben – achte aber darauf, dass die freie Anwaltswahl dein Recht und immer möglich ist. Sie beeinträchtigt deinen Versicherungsschutz nicht, egal, welche Anreize deine Versicherung dir bei einem ihrer Kooperationsanwälte bietet!

Danach besprichst du dich mit dem Rechtsanwalt deiner Wahl zur Sache. Wichtig ist, dass nach der Absprache über das weitere Vorgehen eine Deckungszusage deines Versicherers eingeholt wird. Erst dadurch kannst du sicher sein, dass der Rechtsschutz tatsächlich greift und die Versicherung die Kosten übernimmt. Im Idealfall kann der sich abzeichnende Rechtsstreit mittels einer Mediation, also einer außergerichtlichen Einigung, gelöst werden. Dies erspart den Beteiligten Zeit, Kosten und Nerven und wird ebenfalls von der Versicherung abgedeckt.

Du bist dir unsicher, was du bei einem sich anbahnenden Rechtsstreit tun sollst? Frag unsere Experten von CLARK!

Zusammenfassung

  • Besprich das gemeinsame Vorgehen mit deiner Rechtsschutzversicherung.
  • Zieh einen Rechtsanwalt deiner Wahl ins Vertrauen.
  • Hol die Deckungszusage deiner Versicherung ein, um Sicherheit in Bezug auf die Kosten zu besitzen.
  • Prüfe, ob eine Mediation als außergerichtliche Einigung in Frage kommt, um den Rechtsstreit zu lösen.

Typische Schadensfälle

Im folgenden findest du drei Beispiele für typische Schadensfälle, bei denen deine Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt.

Schadensfall 1: Kündigung des Arbeitgebers

Ohne Vorwarnung kündigt dir der Arbeitgeber. Es liegen weder eine Begründung noch sonstige Gründe vor, so dass du die Kündigung für unberechtigt hältst und rechtlich dagegen vorgehen möchtest. Der Streitwert richtet sich dabei nach der Dauer deines Arbeitsverhältnisses: Bei einer Anstellungsdauer von bis zu sechs Monaten beträgt er ein Monatsgehalt, darüber hinaus gelten drei Bruttogehälter als Streitwert.

Mittels eines Prozesskostenrechners lässt sich leicht überschlagen, welche Kosten mit oder ohne Arbeitsrechtsschutzversicherung auf dich zukommen würden. Betrug dein Bruttogehalt zum Beispiel 4000 Euro und du warst du vier Jahre bei deinem Arbeitgeber tätig, beläuft sich der Streitwert auf 12.000 Euro. Ohne Arbeitsrechtsschutz würden die kompletten Kosten für deinen Rechtsanwalt auf dich entfallen – zudem müsstest du einen Teil oder bei einer Niederlage gar die gesamten Gerichtskosten tragen. Der finanzielle Schaden wäre ohne Rechtsschutz durch eine Versicherung enorm hoch.

max. Kosten mit Rechtsschutzversicherung Außergerichtliche Einigung per Telefonberatung oder Mediation: 0 Euro Bei außergerichtlichem oder gerichtlichem Verfahren: 150 Euro Selbstbeteiligung (üblicher Satz, kann je nach Versicherer und eventuellen Boni abweichen)
max. Kosten ohne Rechtsschutzversicherung Außergerichtliche Verhandlung: 958,19 Euro Gerichtsverhandlung 1. Instanz: 4.442,40 Euro Gerichtsverhandlung 2. Instanz: 9.583,06 Euro Gerichtsverhandlung 3. Instanz: 16.428,24 Euro

Schadensfall 2: Rechtsstreit mit dem Vermieter

Hohe Mieten sind ein Ärgernis, und auch du hast dich sicher schon einmal über eine Mieterhöhung geärgert. Wird die Miete jedoch zu häufig erhöht oder die Erhöhung ist unverhältnismäßig, solltest du rechtlich dagegen vorgehen – erst recht, wenn der Vermieter dich offenkundig aus der Wohnung drängen will, um sie bei einer Neuvermietung deutlich teurer zu vermieten. In diesem Fall kannst du dich an einen Fachanwalt für Mietrecht wenden. Der zu verhandelnde Streitwert beträgt bei einem Rechtsstreit das Zwölffache der angesetzten Mieterhöhung.

Nehmen wir für das Beispiel an, die Mieterhöhung beträgt 100 Euro. Auch in diesem Fall kannst du einen Prozesskostenrechner bemühen, der einen Vergleich zwischen eventuellen Kosten mit und ohne Rechtsschutzversicherung bietet.

max. Kosten mit Rechtsschutzversicherung Außergerichtliche Einigung per Telefonberatung oder Mediation: 0 Euro Bei außergerichtlichem oder gerichtlichem Verfahren: 150 Euro Selbstbeteiligung (üblicher Satz, kann je nach Versicherer und eventuellen Boni abweichen)
max. Kosten ohne Rechtsschutzversicherung Außergerichtliche Verhandlung: 201,71 Euro Gerichtsverhandlung 1. Instanz: 944,86 Euro Gerichtsverhandlung 2. Instanz: 2042,82 Euro Gerichtsverhandlung 3. Instanz: 3485,48 Euro

Schadensfall 3: Schadensersatzforderung

Nach einem medizinischen Eingriff entstehen dir durch einen Fehler des behandelnden Arztes zusätzliche Aufwendungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen. Gemeinsam mit einem Anwalt für Medizinrecht gehst du rechtlich gegen den Arzt vor, um den Schaden auszugleichen. Schadensersatz kann in diesem Fall für die zusätzliche Behandlung, Medikamente und Verdienstausfall gefordert werden. Aus dieser Summe ergibt sich die Höhe deiner Schadensersatzforderung, die wir in unserem Beispiel bei 25.000 Euro ansetzen. Der Prozesskostenrechner gibt Auskunft für die zu erwartenden Aufwendungen im Rahmen dieses Rechtsstreits. Im konkreten Fall würde deine private Rechtsschutzversicherung die Kosten übernehmen. Der Vergleich macht deutlich, wie groß die Unterschiede ausfallen, wenn du nicht versichert bist.

max. Kosten mit Rechtsschutzversicherung Außergerichtliche Einigung per Telefonberatung oder Mediation: 0 Euro Bei außergerichtlichem oder gerichtlichem Verfahren: 150 Euro Selbstbeteiligung (üblicher Satz, kann je nach Versicherer und eventuellen Boni abweichen)
max. Kosten ohne Rechtsschutzversicherung Außergerichtliche Verhandlung: 1242,84 Euro Gerichtsverhandlung 1. Instanz: 5849,20 Euro Gerichtsverhandlung 2. Instanz: 12.632,04 Euro Gerichtsverhandlung 3. Instanz: 21.661,32 Euro

Zusammenfassung

  • Verlierst du einen Rechtsstreit, musst du die Prozesskosten tragen.
  • Prozesskosten richten sich nach dem Streitwert und schnellen rapide in die Höhe.
  • Ein Prozesskostenrechner hilft dir, die Kosten eines Verfahrens vorab zu kalkulieren.
  • Als Rechtsschutzversicherter entstehen dir maximal Kosten in Höhe der Selbstbeteiligung, sofern du eine Deckungszusage deiner Rechtsschutzversicherung bekommst.

Fazit

Irgendwann könnten wir uns alle in einem ungewollten Rechtsstreit befinden. Die Kosten, die hierbei entstehen, können unter Umständen enorm hoch ausfallen. Eine Rechtsschutzversicherung sichert dich im Ernstfall ab. Wenn du dir noch unsicher bist, kannst du dich an die CLARK Experten wenden. Wir helfen dir mit professioneller und unverbindlicher Beratung dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

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