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Katzen­­versicherung

Nur wenige Katzen­versicherungen bezahlen die Kastration. Dennoch lohnt sich eine solche Police für Katzenhalter.
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Viele Katzenhalter scheuen keine Kosten für die Samtpfote, so sparsam sie gegenüber sich selbst sein mögen. Doch was, wenn die Rechnungen vom Tierarzt die finanziellen Möglichkeiten überschreiten? Mit der Kastration und ein paar Impfungen ist es in einem Katzenleben selten getan. Eine guten Katzen­versicherung schützt vor unkalkulierbaren Risiken. Zur Wahl stehen Policen, die bei Operationen greifen, sowie Tarife für den Rundumschutz.

Welche Ausgaben muss ich einkalkulieren, wenn ich eine Katze anschaffe?

Gute Frage, denn eine Katze kostet mehr als den Preis der Anschaffung und das Futter. Hier eine Übersicht der wesentlichen Kostenfaktoren, die du bedenken solltest:

  • Anschaffung: Die Spanne reicht von 100 bis 250 Euro für eine Hauskatze aus dem Tierheim bis zu mehreren Tausend Euro für ein Rassetier vom Züchter.
  • Futter: Je nach deinen Qualitätsansprüchen kannst du mit weniger als 20 Euro im Monat auskommen – oder das Zehnfache ausgeben.
  • Erstausstattung: Im Fachgeschäft zu stöbern macht Freude und die Geldbörse schnell um ein paar 20-Euro-Scheine dünner. Du brauchst auf jeden Fall eine Transportbox, einen Kratzbaum, ein Katzenklo plus Katzenstreu und einen Fressnapf. 
  • Tierarztkosten: Dieser Posten ist am schwierigsten zu kalkulieren. Denn zu den regelmäßigen Kontrollen beim Tierarzt können jederzeit und völlig unverhofft Sonderausgaben zwischen wenigen hundert bis mehr als tausend Euro hinzukommen. Schließe deshalb am besten eine Kranken­versicherung für deine Katze ab.
  • Kranken­versicherung: Die Beiträge hängen vor allem von der Rasse, dem Alter des Tieres und den Leistungen ab. 
  • Impfungen: Insbesondere im ersten Lebensjahr wirst du deinen Liebling gegen allerhand Infektionskrankheiten immunisieren lassen. Eine Impfung beim Tierarzt kostet mindestens 50 Euro.
  • Kastration: Rechne mit ungefähr 160 Euro bei einer Katze und mit etwas weniger bei einem Kater. 

Welche Katzen­versicherungen kann ich abschließen?

„Katzen­versicherung“ ist der Oberbegriff für zwei unterschiedliche Produkttypen. Wenn du Katzen­versicherung online recherchierst, findest die Katzenkranken­versicherung sowie die Katzen OP Versicherung. Die Katzenkranken­versicherung ist die Katzen­versicherung, die dir Rundumschutz für deine Katze bietet. Sie kommt je nach Tarif für die meisten Behandlungen beim Tierarzt sowie für Medikamente auf. Die OP Versicherung einer Katze beschränkt sich auf die Kosten, die rund um eine Operation entstehen. 

Brauche ich eine extra Haftpflicht­versicherung?

Es gibt Gelegenheiten, in denen Katzenhalter froh über eine Haftpflicht­versicherung sind. Freigänger unter den Samtpfoten können Schäden in der Nachbarschaft anrichten, für die ihre Besitzer dann die Verantwortung tragen. Aber auch wenn du deinen Stubentiger zur Betreuung bei Freunden abgibst, können Schadenersatzansprüche entstehen. Für deine Katze benötigst du aber keine separate Haftpflicht. Deine private Haftpflicht­versicherung genügt. Das unterscheidet Katzenhalter von Hundehaltern, die eine Hundehaftpflicht abschließen sollten. 

Zahlt die Katzen­versicherung die Kastration?

Nur wenige Anbieter übernehmen die Kosten der Kastration und dies auch nur teilweise. Die anderen Versicherer verweigern die Kostenübernahme grundsätzlich, weil die Kastration in der Regel nicht medizinisch notwendig ist. Gibt es hingegen eine medizinische Rechtfertigung, die Katze kastrieren zu lassen, übernehmen die Versicherer die Kosten. 

Warum werden Katzen kastriert?

Katzenhalter auf dem Land, deren Tiere sich draußen aufhalten, unterbinden mit der Kastration die unkontrollierte Vermehrung. Besitzer von Katzen, die in der Wohnung leben, haben oft ganz andere Motive: Ohne Kastration markieren Kater fortwährend ihr Revier. Der Geruch ist nasenbetäubend. Und rollige Katzen miauen, bis die Nerven blank liegen. Selten hat die Kastration also medizinische Gründe wie etwa einen Tumor an der Gebärmutter. 

Ist die Kastration Pflicht?

Bislang gibt es noch keine flächendeckende Kastrationspflicht in Deutschland. Lediglich Katzenhalter in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein müssen ihre Katzen kastrieren lassen. In den anderen Bundesländern gibt es jeweils einige Städte und Gemeinden, die Katzenhaltern die Kastration vorschreiben. 

Tierschützer verlangen seit Jahren, eine Pflicht zur Kastration aller Hauskatzen in Deutschland einzuführen. Der wesentliche Grund dafür ist die leider sehr hohe Zahl von Singvögeln, die unseren geliebten Schmusetigern zum Opfer fallen: Es gibt schlicht und einfach zu viele Freigänger, die Nester räubern oder erwachsenen Vögeln nachstellen. Tausende Katzen leben außerdem mehr oder weniger wild an Siedlungsrändern oder in großen Parkanlagen. 

Kann ich die Katze erst nach der Wartezeit kastrieren lassen?

Kranken­versicherungen gehen meistens mit einer Wartezeit einher. Das heißt, bestimmte Leistungen stehen dir und deiner Katze erst nach ein paar Monaten zu. Die Kastration ist aber auch schon während der Wartezeit möglich. Sprich vorher mit deinem Versicherer. Er wird wahrscheinlich einen Antrag verlangen. Also nicht einfach zum Tierarzt und anschließend die Rechnung weiterleiten! 

Wovon hängen die Beiträge zu einer Katzen­versicherung ab?

Die Kosten der Katzen­versicherung hängen grundsätzlich vom Produkttyp ab. Eine reine OP Versicherung ist günstiger als eine Vollkranken­versicherung. Darüber hinaus gibt es jeweils eine Reihe weiterer Faktoren, die für die Berechnung der Beiträge eine Rolle spielen. Im Überblick sind dies vor allem

  • die Leistungen im gewünschten Tarif
  • das Alter der Katze
  • die Höhe der Selbstbeteiligung im Versicherungsfall sowie 
  • die Rasse deiner Samtpfote. 

Was kostet eine Katzen­versicherung?

Bei der Berechnung der Beiträge spielen etliche Faktoren eine Rolle (siehe oben). Pauschale Antworten verbieten sich daher. Um dir aber ein Gefühl für die Kosten zu geben, hier ein paar Beispiele: 

  • Eine Vollkranken­versicherung für eine wenige Monate alte Hauskatze bekommst du ab etwa 150 Euro im Jahr.
  • Eine Katzen OP Versicherung für eine drei Jahre alte Perserkatze ist ab etwa 120 Euro im Jahr zu haben.
  • Rundumschutz für eine sieben Jahre alte Hauskatze mit ein paar gesundheitlichen Problemen kostet mindestens 220 Euro im Jahr. 

Lohnt sich eine Katzen­versicherung?

Stell dir einfach vor, du selbst würdest krank und müsstest alle Behandlungen aus eigener Tasche bezahlen. Lohnt sich deine Kranken­versicherung? Eben! Dann ist sie auch für deine Katze sinnvoll, wenn die Leistungen in einem guten Verhältnis zu den Beiträgen stehen. Ruf CLARK an, wenn du unsicher bist. Gemeinsam finden wir eine Katzen­versicherung, die zu dir und deiner Katze passt. 

Übernimmt die Katzen­versicherung die Arztkosten?

Bei einer Kranken­versicherung für den Tierarzt kommt es darauf an, welchen Produkttyp du gewählt hast. Eine Voll­versicherung bietet Rundum-Schutz. Sie zahlt je nach Tarif beispielsweise für Operationen, Medikamente, Routineuntersuchungen und Impfungen. Die Katzen OP Versicherung kommt ausschließlich für die Kosten rund um eine Operation auf. 

 Daneben musst du in puncto Kostenübernahme Folgendes beachten: 

  1. Viele Anbieter von Katzen­versicherungen verlangen im Versicherungsfall, dass du dich an den Kosten bis zu einer bestimmten Höhe beteiligst. Verbreitet ist beispielsweise ein Eigenanteil von 20 Prozent. Die Kostenübernahme des Versicherers liegt also bei 80 Prozent.
  2. Manche Versicherer deckeln ihre jährliche Höchstleistung, also für die Gesamtsumme, die du in Anspruch nehmen kannst. Das Jahreslimit für die Kostenübernahme kann je nach Tarif beispielsweise bei 4.000 Euro liegen.
  3. Veterinäre berechnen ihre Leistungen nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Je nach Schwierigkeitsgrad legen sie den einfachen, zweifachen oder dreifachen GOT-Satz zugrunde. Manche Versicherer beschränken die Abrechnungshöhe auf den zweifachen oder sogar einfachen Satz. Die Differenz zum dritten GOT-Satz würdest du also selbst begleichen. 

Welches ist die beste Katzen­versicherung?

Viele Verbraucher nutzen gerne Produkt-Tests und Vergleich in den Medien. Für die neue Stereoanlage oder eine Waschmaschine mag das funktionieren. Versicherungen aber sind schlicht zu komplex, um in ein Raster zu passen. Die Kranken­versicherung für den Vierbeiner muss dir und deiner Katze entsprechen. Die eine, für alle Katzenbesitzer beste Katzen­versicherung kann es nicht geben.

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