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Betriebshaftpflicht­­versicherung – Produkthaftpflicht­­versicherung

Alles Wissenswerte zur Produkthaftpflicht­versicherung

Hersteller und u. U. auch Händler haften für Schäden, die ihre Produkte verursachen. Was die konventionelle und die erweiterte Produkthaftpflicht abdecken.
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Das Wichtigste in Kürze

Als Hersteller trägst du die Verantwortung für deine Produkte. Du haftest also für Schäden, die entstehen, wenn dein Produkt fehlerhaft ist. Das nennt sich Produkthaftung. Ein Beispiel: Ein Kunde kauft ein von dir hergestelltes Mobiltelefon und dessen Akku entzündet sich spontan. Es kommt zu einem Brand, der verheerende Schäden anrichtet – an Gegenständen, Häusern oder gar Menschen. Aber nicht nur Hersteller, sondern auch Händler haften unter Umständen für ihre Ware. Onlinehändler etwa geraten als EU-Importeure in die Haftungspflicht, ebenso wie Quasihersteller und Lieferanten.

Die Betriebshaftpflicht mit integrierter konventioneller Produkthaftpflicht­versicherung deckt Schäden ab, die durch fertiggestellte Produkte verursacht werden. In anderen Fällen kommt sie nicht auf. Eine erweiterte Produkthaftpflicht­versicherung kann eine wichtige Ergänzung sein.

  1. Hersteller und Händler haften in der Regel für durch ihre Produkte verursachten Schäden.
  2. Die konventionelle Produkthaftpflicht schützt Hersteller nur bei Schäden, die durch fertiggestellte Produkte verursacht werden.
  3. Einen darüber hinaus gehenden Versicherungsschutz bietet die erweiterte Produkthaftpflicht.

Die Betriebshaftpflicht­versicherung

Die Betriebshaftpflicht­versicherung

Die Betriebshaftpflicht­versicherung ist die Mindestabsicherung, die jeder Unternehmer braucht. Für alle Schäden, die im Rahmen betrieblicher Tätigkeiten durch den Firmenbesitzer oder dessen Angestellte verursacht werden, haftet der Inhaber in vollem Umfang. Die Haftungspflicht erstreckt sich auf das gesamte Firmenvermögen. Die Betriebshaftpflicht­versicherung schützt nicht nur dich als arbeitende Person, sondern deckt alles ab, was durch dein Unternehmen in seiner Gesamtheit an Schäden verursacht werden kann.

Leistungen der Betriebshaftpflicht­versicherung

Die Betriebshaftpflicht bietet Schutz bei:

  • Sachschäden jeglicher Art, Kosten für Reparaturen und Wiederbeschaffungen;
  • Personenschäden, Kosten für medizinische Behandlungen und Schmerzensgelder;
  • unechte Vermögensschäden, die als Folge von Sach- oder Personenschäden entstehen, beispielsweise Verdienstausfälle, Gewinnausfälle und Nutzungsausfälle.

Es sind die Schäden versichert, die von dir oder einem deiner Mitarbeiter in Ausübung einer betrieblichen Tätigkeit, unabhängig vom Einsatzort, verursacht werden.

Zusammenfassung

  • Jedes Unternehmen sollte zu seiner Absicherung mindestens die Betriebshaftpflicht abschließen.
  • Die Betriebshaftpflicht­versicherung deckt solche Schäden ab, die durch das Unternehmen bzw. sein Personal bei der Ausübung ihrer Arbeit verursacht werden.
  • Hierzu zählen Sach-, Personen- und unechte Vermögensschäden.

Die Produkthaftpflicht­versicherung

Wer braucht eine Produkthaftpflicht­versicherung?

Laut Produkthaftungs­gesetz haftest du als Hersteller für Schäden, die deine Produkte verursachen. Die Schäden können den Körper oder die Gesundheit einer Person oder Sachen betreffen. Schnell können sie in Millionenhöhe gehen.

Das Gesetz betrifft aber nicht nur Hersteller, sondern auch Händler. Führt zum Beispiel ein Onlinehändler Produkte aus Nicht-EU-Ländern ein, haftet er wie ein Hersteller. Ansprüche aus Produkthaftung können auch gegenüber Quasiherstellern geltend gemacht werden. Also gegenüber Firmen, deren Waren vollständig extern produziert werden und die nur ihren Namen auf den Waren anbringen lassen. 

Egal, ob du Zwischenhändler oder Hersteller bist, und auch unabhängig davon, was du vertreibst – Endprodukte, Halbzeuge oder Zuliefererprodukte anderer Hersteller –, oder ob du unter eigenem Namen verkaufst oder es sich um Produkte Dritter handelt: Eine erweiterte Produkthaftpflicht­versicherung kann eine wichtige Ergänzung zur Betriebshaftpflicht sein.

Die konventionelle Produkthaftpflicht­versicherung

In Betriebshaftpflicht­versicherungen ist eine Produkthaftpflicht integriert. Diese sichert aber nur den Teil der Risiken ab, der durch fehlerhafte Produkte entsteht, also das konventionelle Produkthaftpflichtrisiko. Die integrierte Produkthaftpflicht übernimmt Personen-, Sach- und unechte Vermögensschäden, die durch fertiggestellte Produkte verursacht werden, etwa bei fehlerhafter Fertigung.

Nicht abgedeckt sind Schäden durch Produkte, die noch weiterverarbeitet werden. Echte Vermögensschäden sind auch nicht abgedeckt. In diesen Fällen hilft eine separate Produkthaftpflicht­versicherung.  

Die erweiterte Produkthaftpflicht­versicherung

Die konventionelle Produkthaftpflicht der Betriebshaftpflicht greift nur bei Schäden, die durch das Produkt verursacht wurden. Die erweiterte Produkthaftpflicht ist ein Zusatz zur Betriebshaftpflicht­versicherung. Sie deckt auch Schäden durch Produkte ab, die weiterverarbeitet oder zur Weiterverarbeitung von Gesamtprodukten Dritter verwendet werden. Auch bei echten Vermögensschäden greift sie.

Kommt es zum Beispiel zu einer Nacherfüllung, weil ein Produkt Mängel aufweist, kann der Käufer eines Produktes die Reparatur oder den Austausch gegen ein mangelfreies Produkt verlangen. § 439 Satz 2 des BGB sieht nun vor, dass im Rahmen der Nacherfüllung alle anfallenden Kosten abgedeckt werden müssen, also Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten. Stellt sich etwa heraus, dass die Schindeln eines frisch eingedeckten Daches mangelhaft sind, müssen nicht nur die Schindeln ersetzt, sondern auch die Abdeckung und die neue Eindeckung verursachen Kosten erstattet werden. Die Regresskette führt dann vom Dachdecker zum Hersteller – oder zum Beispiel zum Händler, der im Nicht-EU-Ausland eingekauft hat und somit haftbar wird.

Sofern sich dein Betrieb nicht ausschließlich auf Dienstleistungen beschränkt, besteht das Risiko, dass du im Schadensfall als Hersteller definiert wirst und somit in Haftung stehst. Hier hilft der ergänzende Versicherungsschutz der erweiterten Produkthaftpflicht.

Was die erweiterte Produkthaftpflicht­versicherung umfasst

Die erweiterte Produkthaftpflicht greift

  • wenn Produkte fehlerhaft sind und die zugesicherten Eigenschaften nicht erfüllen,
  • wenn dadurch Sach-, Personen- oder reine (echte) Vermögensschäden entstehen,
  • wenn Schäden durch Drittprodukte entstehen, die dein Produkt enthalten,
  • wenn Produkte, die du geliefert hast, für beschädigte Produkte von Weiternutzern verantwortlich sind,
  • wenn du als Hersteller deine mangelhaften Produkte entfernen und gegen mängelfreie austauschen musst.

Für genauere Informationen darüber, ob sich die erweiterte Produkthaftpflicht auch für dein Unternehmen lohnt, und wenn ja, in welcher Form und mit welcher Deckungssumme, kannst du gerne unsere CLARK-Experten ansprechen.

Kosten der Produkthaftpflicht­versicherung

Die Produkthaftpflicht­versicherung ist immer Teil der Betriebshaftpflicht­versicherung. Die Kosten für diese Zusatzoption hängen u. a. von der Branche, den Betriebsrisiken, der Umsatzhöhe und Größe des Betriebs und natürlich dem Leistungsumfang und der Deckungssumme ab. Der Versicherer wird ein individuelles Angebot erstellen.

Bei Betrieben mit geringen Risiken kann der Jahresbeitrag bei wenigen hundert Euro liegen, in der Regel aber bei 500 Euro aufwärts. Die Angebote der Versicherer unterscheiden sich mitunter erheblich, daher ist ein gründlicher Vergleich ratsam.

Zusammenfassung

  • Hersteller haften für Schäden, die ihre Produkt verursachen. Das kann unter Umständen auch Händler betreffen, zum Beispiel, wenn sie Quasihersteller oder EU-Importeure sind.
  • Die konventionelle Produkthaftpflicht­versicherung übernimmt als Teil der Betriebshaftpflicht­versicherung Personen-, Sach- und unechte Vermögensschäden, die durch fertiggestellte Produkte verursacht werden.
  • Die erweiterte Produkthaftpflicht­versicherung ergänzt den Versicherungsschutz der Betriebshaftpflicht­versicherung. Sie sichert auch Schäden ab, die durch die Weiterverarbeitung deiner Produkte entstehen. Außerdem greift sie bei echten Vermögensschäden.

Eine Betriebshaftpflicht­versicherung abschließen

Die Betriebshaftpflicht­versicherung ist eine wichtige Absicherung deines Unternehmens. Es hängt viel von ihr ab. Daher brauchst du auch eine, die perfekt zu dir und deinem Unternehmen passt. Online gibt es eine Menge Vergleichsrechner, die dir bei der Suche nach dem günstigsten Tarif behilflich sein können. Doch am Ende sollte nicht der Preis entscheidend sein, sondern wie gut die Betriebshaftpflicht­versicherung auf deine Bedürfnisse und dein Unternehmen zugeschnitten ist. Hierzu ist eine unabhängige Beratung, die dich und deine berufliche Situation in den Blick nimmt, unumgänglich. Die Experten von CLARK helfen dir dabei, den Tarif zu finden, der am besten zu dir und den Risiken passt, denen dein Betrieb täglich ausgesetzt ist. So gehst du vor:

Nächste Schritte

  • Kontaktiere unsere CLARK-Experten. Das geht ganz einfach per Chat in der CLARK App oder indem du uns unten deine Kontaktdaten hinterlässt.
  • Die CLARK-Experten beraten dich völlig unverbindlich. Auf Wunsch erhältst du ein individuell auf deine Lebenssituation angepasstes Angebot.
  • Du wählst deinen Wunsch­versicherer. Gemeinsam mit den CLARK-Experten stellst du den Antrag und unterschreibst komplett digital. So einfach geht Versicherung heute.

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