Pflegeversicherung: Wichtig für Freiberufler

Die Pflegeversicherung ist für Freiberufler und Selbstständige ein wichtiger Teil der Altersvorsorge. Welchen Schutz sie bietet und wie hoch die Kosten sind.

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Gerade in jungen Jahren nehmen viele eine mögliche Pflegebedürftigkeit im Alter auf die leichte Schulter. Das ist fahrlässig, denn wenn Pflegebedürftigkeit eintritt, ist das meist ein kostenintensiver Dauerzustand. Private Vorsorge ist nicht nur – aber gerade auch – für Selbstständige und Freiberufler sehr wichtig. Sie genießen sonst im Ernstfall nicht einmal die grundlegende staatliche Absicherung.

Warum sollte ich mich als Freiberufler überhaupt versichern?

Die Pflegevorsorge ist ein entscheidender Teil der Altersvorsorge. Denn statistisch gesehen wird jede zweite Frau und jeder dritte Mann im Alter pflegebedürftig. Oder sogar früher. Niemand will zum Pflegefall werden und anderen zur Last fallen. Den Gedanken daran verdrängen wir nur allzu gern. Doch Unfall, Krankheit oder Alter bergen naturgemäß Risiken. Deshalb solltest du auch als Freiberufler finanzielle Pflegerisiken so früh wie möglich absichern – mit der passenden Freiberufler-Pflegeversicherung.

Gut zu wissen

In Deutschland gibt es aktuell ca. 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Immer mehr Menschen leben in Alten- und Pflegeheimen.

Welche Leistungen deckt der Staat ab?

Fakt ist: Der Staat zieht sich zunehmend aus der solidarischen Absicherung zurück. Der demografische Wandel und steigende Vorsorgekosten für eine alternde Bevölkerung sind dafür mitverantwortlich. Die staatliche Pflegeversicherung ist zudem keine Vollversicherung und deckt oft nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Pflegekosten ab. Die übrigen Kosten trägt der Pflegebedürftige selbst. Daran ändert auch das Pflegestärkungsgesetz (PSG II) vom 1. Januar 2017 nichts.

Eine Pflegeversicherung ist deshalb nicht nur für Freiberufler, sondern für jeden wichtig – denn die passende Zusatzversicherung schließt im Ernstfall die Finanzierungslücke oder mildert sie zumindest deutlich ab. Wichtig ist, dass der gewählte Tarif zum persönlichen Bedarf passt und den hohen Selbstbehalt bei der Pflegeversicherung entsprechend reduziert.

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Müssen Kinder für pflegebedürftige Eltern zahlen?

Wenn eine Pflegebedürftigkeit eintritt, die finanziell nicht entsprechend abgesichert ist, zahlt der Versicherte die Kosten zunächst aus eigener Tasche. Ist das eigene Vermögen aufgebraucht und reichen Einkommen beziehungsweise Rente nicht für die laufenden Kosten aus, sind die erwachsenen Kinder in der Pflicht (Einstandspflicht). Die Anspruchsgrundlage ergibt aus den §§ 1601 ff. BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Statt mit einem finanziellen Erbe sind die Kinder also schlimmstenfalls mit hohen Pflegekosten konfrontiert. Das solltest du für die Planung einer nachhaltigen Absicherung unbedingt beachten – auch wenn du selbst noch keinen Nachwuchs hast. Kinder sollten in keinem Fall für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen müssen. Mit einer privaten Zusatz-Pflegeversicherung können Freiberufler, Selbstständige und gesetzlich Versicherte solche Folgen leicht vermeiden und das eigene Vermögen sowie das ihrer Kinder vor derartigen Risiken schützen.

Gut zu wissen

Auch in puncto Einstandspflicht gelten gewisse Freibeträge bei der Pflegeversicherung. Die Sozialgesetzgebung räumt ein sogenanntes Schonvermögen ein. Dieses soll verhindern, dass die erwachsenen Kinder selbst in finanzielle Not geraten oder einen Kredit aufnehmen müssen, um den Unterhalt für ihre Eltern bezahlen zu können. Die Freibeträge sind allerdings recht niedrig angesetzt.

Ist eine Pflegeversicherung Pflicht für Selbstständige?

Generell gilt: Selbstständige und Freiberufler müssen sich selbst um einen adäquaten Versicherungsschutz kümmern. Sie sind zwar ebenso wie alle anderen gesetzlich verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen, können dafür aber zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und einer privaten Krankenversicherung (PKV) wählen. Letztere erweist sich vor allem für junge und gesunde Menschen oft als deutlich günstiger und bietet meist ein wesentlich größeres Leistungsspektrum bei Behandlungen und Vorsorge.

Wie hängen Krankenversicherung und Pflegeversicherung zusammen?

Ganz einfach: Sowohl in der GKV als auch in der PKV gilt der Grundsatz: „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“. Das bedeutet: Wer sich freiwillig gesetzlich krankenversichert oder gesetzlich pflichtversichert ist, wird automatisch in die soziale Pflegeversicherung einbezogen. Das entspricht faktisch einer gesetzlichen Pflegeversicherung für Selbstständige – bzw. einer kombinierten gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung für freiwillig versicherte Selbstständige und Freiberufler.

Welche Optionen haben gesetzlich und privat Krankenversicherte?

Wer freiwillig gesetzlich krankenversichert ist, kann sich auf Antrag bei der Krankenkasse privat pflegeversichern – also gesetzlich und privat kombinieren. Wer sich hingegen privat krankenversichert, muss sich auch privat pflegeversichern. Dies kann wahlweise direkt beim privaten Krankenversicherer oder innerhalb von sechs Monaten auch bei einem anderen privaten Pflegeversicherungsanbieter geschehen. Insofern ist also nicht nur die Krankenversicherung, sondern auch eine Pflegeversicherung Pflicht für alle Selbstständigen und Freiberufler – und das aus gutem Grund: Niemand soll im Ernstfall ohne Anspruch auf ein Mindestmaß an Pflege bleiben. Die Betonung liegt dennoch auf „Basisschutz“ und „Mindestmaß“. Den vollen Kostenschutz und Leistungsumfang kriegst du nur mit einer privaten Zusatzversicherung.

Unterscheiden sich die Pflegeleistungen in GKV und PKV?

Die Pflegeleistungen in der PKV entsprechen grundsätzlich denen der gesetzlichen Pflegekassen. Und ganz egal, ob du dich als Freiberufler gesetzlich oder privat versicherst: Die Pflegeversicherung zahlt grundsätzlich nur Zuschüsse zu den tatsächlich anfallenden Pflegekosten. Wenn du hohe Restkosten im Ernstfall nicht aus eigener Tasche zahlen und zudem eine bestmögliche Pflege mit den entsprechenden Leistungen genießen willst, solltest du also frühzeitig eine private Zusatzversicherung abschließen und Finanzierungslücken schließen. Die CLARK-Experten beraten dich gern.

Gut zu wissen

Selbstständige und Freiberufler haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Krankengeld. Um diesbezüglich einen ähnlichen Schutz wie Arbeitnehmer zu genießen, führt nichts an einer privaten Absicherung in Form einer Krankentagegeld-Versicherung vorbei. Solltest du dich hingegen freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern oder versichert haben, kannst du gegen einen Zusatzbeitrag ebenfalls einen Anspruch auf Krankengeld erlangen.

Wie unterscheiden sich die Beiträge?

In der GKV richtet sich der monatliche Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung nach dem Einkommen. Versicherte mit Kindern zahlen seit Anfang 2019 einen festen Beitragssatz von 3,05 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Kinderlose entrichten 0,25 Prozent mehr – also 3,3 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Beitrag jeweils zur Hälfte. Dagegen zahlen Selbstständige ihre Pflegeversicherung allein – ebenso wie Rentner. Gegebenenfalls gelten zudem Freibeträge bei der Pflegeversicherung.

In der PKV richtet sich der Pflegeversicherungsbeitrag hingegen nicht nach dem Einkommen, sondern vor allem nach Alter und Gesundheit zum Zeitpunkt des Eintritts in die Versicherung. Deshalb gilt grundsätzlich: Je jünger du bei Vertragsabschluss bist, desto günstiger sind deine Beiträge. Außerdem gibt es einen Preisdeckel: Die maximale monatliche Beitragshöhe orientiert sich nämlich am Höchstbeitrag der gesetzlichen Pflegekassen und darf diesen nicht übersteigen. Für Versicherte ohne Beihilfeanspruch liegt der Maximalbetrag bei 147,54 Euro (Stand 2021) pro Monat.

Wie wähle ich die richtige Pflegezusatzversicherung für die optimale Absicherung im Ernstfall?

Obwohl die soziale Pflegeversicherung für fast alle Menschen in Deutschland verpflichtend ist und als finanzielle Absicherung im Falle der Pflegebedürftigkeit dienen soll, deckt sie nur die grundlegendsten Kosten im Pflegefall ab. Durch die Einstufung der fünf verschiedenen Pflegegrade können sich die eigenen Kosten, trotz der Bezuschussung der Pflegekasse, in immensen Höhen bewegen. Da sich die verschiedenen Anbieter jedoch kaum in den Kosten und den Leistungen unterscheiden, lohnt sich der Vergleich kaum.

Wenn du dir deshalb zusätzliche Leistungen wünschst und die privaten Kosten von dir und deinen Angehörigen in Pflegefall möglichst gering halten willst, solltest du dich frühzeitig um eine Pflegezusatzversicherung kümmern. Wie bei allen Vorsorgeversicherungen entscheiden der Moment des Abschlusses und der Gesundheitszustand des zu Versichernden über die Höhe des Tarifs. Je früher man beginnt, umso günstiger ist sie.

Online kannst du vergleichen, was Pflegezusatzversicherungen leisten und wie viel sie kosten. Doch der Vergleich ersetzt keine Beratung. Die Versicherungsexperten von CLARK helfen dir dabei, den Versicherer herauszusuchen, der am besten zu dir passt. Denn am Ende zählt bei deiner Absicherung die Leistung mehr als der Preis. So gehst du vor:

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CLARK-Experte Nicolai Schieffer steht mit verschränkten Armen vor dunklem Hintergrund.

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