Ein Handwerker saniert ein Dach.

Kredit für Dachsanierung - attraktive Bank- und Förderkredite nutzen

Eine Dachsanierung kannst du heute über einen Kredit finanzieren. Dabei stehen neben Bankkrediten auch Förderdarlehen zur Verfügung

Das Wichtigste in Kürze

Als Hausbesitzer hast du das sprichwörtliche Dach überm Kopf. Schade, dass der Zahn der Zeit Spuren hinterlassen hat. Nach jedem Regenschauer bilden sich Pfützen auf dem Dachboden. Oder nach dem letzten Herbststurm fehlen ein paar Dachziegel. Reparaturen und Sanierungen des Dachs werden allein schon durch den erheblichen Aufwand teuer.

Soll das Dach komplett saniert werden, geht es schnell um fünfstellige Summen. Gibt es für diese Maßnahmen spezielle Kredite? Viele Eigenheimbesitzer greifen an dieser Stelle zu einem Modernisierungskredit von Banken oder nutzen Förderungen, mit denen das Dach energetisch gleich noch auf den neuesten Stand gebracht wird. Doch wie funktioniert das Ganze und was ist bei einem Kredit für die Dachsanierung zu beachten?

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Eine Dachsanierung kann schnell viel Geld kosten, deshalb ist oft eine Finanzierung nötig

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Für dein Dach musst du keine Baufinanzierung mehr nutzen, vielmehr stehen Bankkredite oder die KfW-Förderung zur Verfügung

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Die KfW-Förderung lässt sich nur nutzen, wenn energetische Maßnahmen geplant sind

Kredit für Dachsanierung vs. Baufinanzierung

Im ersten Moment denkst du daran, für eine Dachsanierung einen Baukredit aufzunehmen. Die Idee ist gar nicht so schlecht. Schließlich handelt es sich bei einer Dacheindeckung, einer Dachdämmung oder Maßnahmen am Dachstuhl auch um Maßnahmen am Eigenheim. Und in bestimmten Situationen liegst du mit der Verbindung zwischen Dachsanierung und Baufinanzierung gar nicht so falsch. Beispiel: Du erwirbst eine Immobilie aus dem Bestand, die dringend vom Keller bis zum Dach energetisch saniert werden muss.

Hier ist eine Baufinanzierung durchaus eine passende Finanzierung. Was aber, wenn du eine Dacheindeckung vornehmen lassen willst? In dieser Situation braucht es keinen vollwertigen Baukredit. Selbst die energetische Modernisierung lässt sich nicht ohne Baufinanzierung stemmen. Viele Banken (auch Förderbanken wie die KfW) vergeben heute Modernisierungsdarlehen.

Prinzipiell werden solche Modernisierungskredite heute in zwei Formen vergeben:

  • als zweckgebundenes Darlehen

  • als zweckungebundener Ratenkredit

Wann kommen die einzelnen Varianten in Frage? Planst du Instandhaltungsmaßnahmen, die wenige Tausend Euro kosten, reicht die Finanzierung über die Bank. Da hier kein Verwendungszweck und auch kein Immobilienbesitz nachzuweisen ist, bietet das Ganze Flexibilität.

Beim zweckgebundenen Modernisierungskredit musst du zwar oft kein Grundpfandrecht abtreten, aber den Immobilienbesitz und Verwendungszweck nachweisen. Im Gegenzug winken günstige Konditionen. Dachsanierungen kosten schnell fünfstellige Summen, so dass sich dieser Aspekt schnell rechnet.

Mögliche Gründe und Kosten für eine Dachsanierung

Eine Dachsanierung wird aus unterschiedlichen Gründen nötig. Generell gilt eine Faustregel: Alle 20 Jahre bis 30 Jahre solltest du zumindest darüber nachdenken. Zusätzlich ist es wichtig, dass du das Dach regelmäßig überprüfen lässt. Ist alles in Ordnung, kannst du noch ein paar Jahre ruhig schlafen. Es kann aber auch deutlich schneller gehen. Spätestens, wenn Fachleute deutliche Alterungserscheinungen und Schäden am Dach erkennen, wird die Sanierung notwendig.

Typische Schäden am Dach können:

  • Sturmschäden

  • Hagelschäden

  • Frostschäden

sein. Aber auch Schimmel- und Pilzbefall sind Momente, die jedem Hausbesitzer den Atem stocken lassen. Eine Sanierung kannst du jedoch auch aufgrund veränderter Ansprüche an die Energieeffizienz in Erwägung ziehen.

So unterschiedlich die möglichen Gründe für die Dachsanierung sind, so stark können die Kosten variieren. Kleinere Maßnahmen sind mit einigen Tausend Euro erledigt. Eine neue Dämmung und Dacheindeckung oder der Dachstuhl erweisen sich oft als sehr viel teurer. Ein grober Richtwert sind 60 Euro bis 70 Euro pro Quadratmeter. Hierbei kann es sich aber nur um eine wirklich grobe Faustgröße handeln. Solide Aussagen können am Ende nur Gutachter bzw. Fachleute machen.

Einfluss auf die Kosten haben unter anderem:

  • Dämmung,

  • Dachhaut aus neuem Material,

  • und neue Dachfenster

Gerade ein Wechsel der Dachhaut zu Schiefer oder Kupfer kann die Kosten massiv in die Höhe treiben. Ohne realistische Einschätzung durch einen Experten ist am Ende nicht klar, wie viel Geld du am Ende für deine Dachsanierung benötigst.

Zusammenfassung

  • Wenn es bei der Sanierung um das Dach der eigenen Immobilie geht, kannst du sowohl einen Modernisierungskredit als auch einen klassischen Ratenkredit nutzen.
  • Der Modernisierungskredit ist oft die günstigere Wahl.
  • Die Gründe für eine Dachsanierung können sehr unterschiedlich ausfallen. Neben Schäden spielen auch energetische Sanierungen eine wichtige Rolle.

Kredit für Dachsanierung: diese Möglichkeiten stehen dir offen

Welche Kreditgeber bieten Kredite für Dachsanierungen? In der Praxis sind es zwei Gruppen:

  • Privatkunden-Banken

  • Förderung über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

1. Kredit für Dachsanierung von Banken

Bei Banken kannst du den bereits angesprochenen Ratenkredit beantragen, wenn es eher um kleinere Maßnahmen wie Reparaturen geht. Achte bei Bankkrediten immer auf den effektiven Jahreszins, der die Kosten des Dachsanierungskredits ausdrückt. Behalte zusätzlich Sondertilgungsmöglichkeiten und Ratenpausen im Überblick. Beide Aspekte sorgen dafür, dass du in der Rückzahlungsphase flexibel agieren kannst.

Tipp: Als Eigentümer solltest du dringend an so etwas wie eine Gebäudeversicherung denken (wenn möglich mit Elementarschadensschutz). Für den Fall eines Sturmschadens am Dach brauchst du am Ende keinen Kredit – sondern lässt die Versicherung für die Finanzierung einspringen. Du hast Fragen zur Gebäudeversicherung? Die CLARK Experten helfen dir gern.

2. Die KfW-Modernisierungsmaßnahmen

Ein gut gedämmtes Dach ist ein Pfeiler energieeffizienter Häuser. Der Gesetzgeber zielt seit Jahren darauf ab, Hausbesitzer dazu zu animieren - und er bietet hierfür Fördermittel, die von der KfW bereitgestellt werden.

Hierbei hat sich das Förderprogramm Energieeffizienz Sanieren (KfW Förderprogramm Nr. 151 und 152) als sehr wirksam erwiesen. Doch was macht die Förderung eigentlich aus?

a) Förderprogramm Energieeffizient Sanieren (KfW 152): Das solltest du wissen

Das Förderprogramm unterstützt dich immer dann, wenn du eine energetische Sanierung an deinem Haus vornehmen lässt. Dazu zählen zahlreiche Maßnahmen:

  • Dämmung der Fassade

  • Dämmung des Dachs

  • Dämmung von Keller- und Geschossdecken

  • Austausch der Fenster und Außentür

  • Optimierung der Heizungsanlage

  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage

Zusätzlich unterscheidet diese KfW-Förderung zwischen Einzelmaßnahmen und einem Maßnahmen-Paket, mit dem du einen der Energiestandards KfW Effizienzhaus einhalten kannst.

Die KfW-Förderung beläuft sich dabei auf attraktive Darlehen mit Zinsen unter Marktniveau. Diese Darlehenssumme kannst du erreichen:

Art der Sanierung Einzelmaßnahmen Sanieren zum KfW-Effizienzhaus
Höhe des Darlehens Bis zu 50.000 Euro Bis zu 120.000 Euro

Zusätzlich bietet das Förderprogramm Energieeffizient Sanieren auch attraktive Tilgungszuschüsse an:

Energiehausstandard KfW-Effizienzhaus 55 KfW-Effizienzhaus 70 KfW-Effizienzhaus 85 KfW-Effizienzhaus 100 KfW-Effizienzhaus 115 KfW-Effizienzhaus Denkmal Einzelmaßnahmen
Tilgungszuschuss Bis zu 48.000 Euro (40% der Kreditsumme) Bis zu 42.000 Euro (35% der Kreditsumme) Bis zu 36.000 Euro (30% der Kreditsumme) Bis zu 33.000 Euro (27,5% der Kreditsumme) Bis zu 30.000 Euro (25% der Kreditsumme) Bis zu 30.000 Euro (25% der Kreditsumme) Bis zu 10.000 Euro (20% der Kreditsumme)

Du musst durch die Förderung also einen deutlich geringeren Geldbetrag zurückzahlen als du dir geliehen hast. So kannst du am Ende sehr viel Geld sparen. Im Idealfall ergibt sich durch die Fördermittel sogar ein negativer effektiver Jahreszins. Tipp: Damit du am Ende den hohen Zuschuss zur Tilgung bekommst, musst du den Energiestandard erreichen. Aus diesem Grund solltest du immer einen Energieexperten zu Rate ziehen. Dieser plant deine Maßnahmen zur Wärmedämmung am Dach und schnürt ein Paket, mit dem du die Heizkosten senkst und am Ende den Zuschuss erhältst.

b) Förderung als Zuschuss: Dach sanieren und dabei sparen (KfW 430)

Parallel zum Kredit kannst du dich auch um einen Zuschuss bemühen. Das entsprechende Programm der KfW-Förderung hat die Nummer 430 und bringt die gleichen Voraussetzungen mit sich wie das das Förderprogramm Nr. 152 der KfW.

Einziger Unterschied: Du nimmst keinen vergünstigten Kredit auf, sondern beantragst einen Zuschuss für dein Dach. Diesen brauchst du nicht zurückzuzahlen. Der Zuschuss beläuft sich dabei auf bis zu 48.000 Euro (bei Erreichen eines Energiestandards).

Wenn du ein neues Dach oder Arbeiten am Dachstuhl durchführen lässt und gleichzeitig die Wärmedämmung in Angriff nimmst, kannst du als Zuschuss für Einzelmaßnahmen bis zu 10.000 Euro erhalten. Die Förderung beschränkt sich jedoch auf 20% der förderfähigen Kosten von maximal 50.000 Euro.

Achtung: Ein neues Dach oder ein Dachstuhl sind allein nicht förderfähig. Das Ganze funktioniert nur, wenn du auch eine Dachdämmung in Angriff nimmst. Die staatliche Förderung durch die KfW zielt auf Energieeinsparung. Positiver Nebeneffekt: Du sparst Heizkosten.  

Zusammenfassung

  • Neben Bankkrediten stehen dir für die Dachsanierung KfW-Darlehen zur Verfügung.
  • Die Förderung ist nur verfügbar, wenn du dich auch um eine energetische Dachsanierung kümmerst.
  • Neben einem KfW-Darlehen kannst du alternativ auch einen KfW-Zuschuss beantragen.

Eine Dachsanierung mit dem richtigen Kredit stemmen

In die eigene Immobilie einziehen ist für dich die Erfüllung eines Lebenstraums? Als Bauherr ist alles neu. Beim Kauf aus dem Bestand kann das Dach zum Sorgenkind werden. Dessen Sanierung verschlingt schnell einen fünfstelligen Betrag. Reichen die Eigenmittel nicht mehr, geht´s nur noch über einen Kredit. Modernisierungskredite der Privatkunden-Banken helfen. Alternativ kannst du dich auch nach einer Förderung für dein Dach umschauen. Die KfW hilft dir mit Förderkrediten, wenn die Sanierung eine energetische Komponente einschließt. Attraktiv wird diese Möglichkeit durch hohe Tilgungszuschüsse und einen niedrigen Zinssatz.

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