Häu­fige Fra­gen

  • Was sind die Unterschiede zwischen den gesetzlichen Versicherern?
    Gesetzliche Krankenkassen unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer angebotenen Zusatzleistungen. So fallen beispielsweise Leistungen im Bereich Alternativmedizin unterschiedlich aus. Bei manchen Versicherern werden die Kosten für homöopathische oder alternative Heilverfahren und Arzneimittel erstattet. Des Weiteren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen immer öfter einmal pro Jahr die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung. Manche bieten auch einen Kostenzuschuss zum Hautkrebs-Screening für unter 30-Jährige an. Es empfiehlt sich daher die Zusatzleistungen und Bonusprogramme der eigenen gesetzlichen Krankenversicherung in Hinsicht auf den eigenen Bedarf zu prüfen. Ein Wechsel zu einem Anbieter mit für dich persönlich attraktiveren Angeboten kann sinnvoll sein.
  • Was bedeuten die Wahltarife bei der gesetzlichen Krankenversicherung?
    Da die Basisleistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen stark gekürzt worden sind, bieten die Krankenkassen gegen einen Mehrbeitrag Wahltarife an, um diese Versorgungslücken zu schließen. Grundsätzlich leistet ein Wahltarif eine bessere Versorgung oder sieht eine Beitragsreduzierung vor. So kannst du bei einer Partnergesellschaft zusätzliche Leistungen absichern. So gibt es beispielsweise Wahltarife in Form eines Krankentagegelds für Selbständige oder Modelle zur Beitragsrückerstattung. Die Entscheidung für einen Wahltarif sollte allerdings gut überleget sein: in der Regel bist du somit bis zu einem Jahr an die bestehende gesetzliche Krankenversicherung gebunden. Innerhalb dieser Frist besteht kein Kündigungsrecht, auch nicht bei einer Beitragsanpassung. Eine gute Alternative ist der Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung. Anbieter und Bausteine sind nach individuellem Bedarf frei wählbar und du bist an keine Fristen gebunden. Erfahre mehr dazu auf der Informationsseite zur Privaten Krankenversicherung.
  • Was ist der Vorteil einer gesetzlichen Krankenversicherung?
    Ein grundsätzlicher Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Möglichkeit der Familienversicherung, wodurch eine Menge Geld gespart werden kann. Kinder, Ehe- oder Lebenspartner können in der Familienversicherung mitversichert werden, vorausgesetzt sie sind nicht bereits selbst Mitglied in der privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung. Außerdem müssen alle Versicherten ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Das Gesamteinkommen der Person, die in der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert werden soll, muss unter 1/7 der monatlichen Bezugsgröße liegen. 2014 entspricht das einem Betrag von 395 Euro im Monat. Kinder können in der Familienversicherung mitversichert werden, wenn sie jünger als 18 Jahre sind oder nicht erwerbstätig sind und das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Außerdem besteht die Möglichkeit Kinder mitzuversichern, wenn sie unter 25 Jahre alt sind und sich noch in der Ausbildung befinden. Es gibt jedoch Einschränkungen: Beispielsweise wenn ein Ehe- oder Lebenspartner, der mit dem Kind verwandt ist, privat versichert ist und mit seinem Gesamteinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt. Liegt bei diesem Ehepartner außerdem noch ein höheres Gesamteinkommen vor als beim Ehe- oder Lebenspartner, der Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung ist, dann kann die beitragsfreie Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse für das Kind nicht in Anspruch genommen werden. Das Kind wird automatisch in der privaten Krankenversicherung aufgenommen.
  • Muss ich einen Zusatzbeitrag zahlen?
    Seit dem 1. Januar 2015 liegt der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen bei 14,6 Prozent (Vorjahreswert: 15,5 Prozent). Die Arbeitgeber tragen davon die Hälfte, also 7,3 Prozent. Dieser Beitragssatz reicht allerdings nicht aus, um die Kosten der gesetzlichen Krankenkassen zu decken. Die daraus entstehende Finanzierungslücke müssen die Versicherten der Krankenkassen durch einen sogenannten Zusatzbeitrag ausgleichen. Dieser Zusatzbeitrag wird ebenfalls in Prozent angegeben und wird von der jeweiligen Gesellschaft individuell bestimmt. Es kann sich unter Umständen lohnen die Zusatzbeiträge der verschiedenen Versicherer zu vergleichen. Allerdings sind hier die Unterschiede nicht allzu groß. Wichtiger sind die individuellen Zusatzleistungen, die man von den Krankenkassen in Anspruch nehmen kann.
  • Wie einfach ist ein Wechsel einer gesetzlichen Krankenversicherung?
    Du kannst deine gesetzliche Krankenversicherung kündigen, wenn du bereits 18 Monate Mitglied bei deiner Krankenkasse warst. Auch wenn du länger als 18 Monate versichert bist, gilt ebenfalls eine Kündigungsfrist von 18 Monaten. Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn gesetzliche Krankenkassen zum ersten Mal einen Zusatzbeitrag erheben. In diesem Fall hast du die Möglichkeit, auch außerhalb der Frist zu kündigen und die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Auch wenn der bestehende Zusatzbeitrag erhöht wird, die Krankenkasse Rückerstattungen reduziert oder einstellt, kann man von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ein Wechsel innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherungen lohnt sich für alle, deren Kasse einen Zusatzbeitrag zum gesetzlich vorgegebenen Beitragssatz in Höhe von 15,5% verlangt. Zudem ist ein Wechsel sinnvoll, weil viele Krankenkassen freiwillige Zusatzleistungen oder gesundheitsfördernde Maßnahmen anbieten. Wenn du nicht in die private Krankenversicherung wechseln kannst, erhältst du dennoch die bestmögliche Versorgung mit einer Krankenzusatzversicherung. So kannst du für einen relativ geringen Beitrag in den Genuss der Leistungen eines Privatpatienten kommen.