Betriebshaftpflicht für Makler

Der Maklerberuf bringt zahlreiche Risiken mit sich. Eine Betriebshaftpflicht schafft einen Basisschutz, doch auch die Berufshaftpflicht als Zusatz ist ratsam.

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Das Wichtigste in Kürze

Egal ob du ein Versicherungsmakler oder in Immobilien tätig bist: Auch hier gilt die alte Regel aller Selbstständigen und Freiberufler „Passieren kann immer etwas“. Das gilt sowohl für Sach- und Personenschäden wie echte und unechte Vermögensschäden. Doch wo es bei vielen anderen Berufen ausreicht, sich über eine Betriebshaftpflicht abzusichern, solltest und teilweise musst du als Makler wegen der Natur deines Geschäfts auch auf eine Berufshaftpflichtversicherung in Form einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung setzen. Nur die Kombination beider Haftpflichtversicherungen sichert dich wirklich rundherum gegen alle potenziellen Gefahren ab.

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Maklerberufe unterliegen in der Regel einer Vielzahl von Risiken für Schäden an Dritten.

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Eine Betriebshaftpflicht ist deshalb immer eine wichtige Basis, reicht allein jedoch nicht aus

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Für Versicherungsmakler ist die Berufshaftpflicht vorgeschrieben, für Immobilienmakler sinnvoll.

Vom Maklerberuf und seinen Gefahrpotenzialen

Ein Makler bringt Versicherer und Immobilienbesitzer mit ihren Kunden zusammen. Was soll da schon passieren, fragst du dich? Eine ganze Menge. Und weil du je nach genauer Rechtsform deines Unternehmens auch mit deinem Privatvermögen einstehst, bergen die Risiken das Potenzial, dich zu ruinieren.

Sachschäden

Stell dir vor, du stehst einer kleinen Maklerfirma für Immobilien vor. Du oder einer deiner Angestellten sind bei einem verkaufswilligen Hausbesitzer, um Fotos für das Exposé zu erstellen. Dabei passiert ein Malheur, das Kameraobjektiv reißt eine teure Vase um. Nur ein Beispiel für die vielen Sachschäden, die Dritten auch durch Makler entstehen können.

Personenschäden

Ein Kunde kommt in dein Maklerbüro, um Versicherungen mit dir zu vergleichen. Als er die Eingangstreppe betritt, rutscht unter ihm die Fußmatte weg, er schlägt auf die Steintreppe, bricht sich mehrere Knochen und zieht sich eine Platzwunde an der Stirn zu.

Auch Personenschäden können durch Makler entstehen – selbst wenn diese keinen Kundenbesuch im Büro bekommen.

Unechte Vermögensschäden

Der Kunde aus dem vorherigen Beispiel muss nun nicht nur in die Notfallambulanz, sondern wird mehrere Wochen im Krankenhaus liegen, wird vielleicht danach noch zur Reha müssen. Dadurch entsteht ihm ein Verdienstausfall. Und weil es ein übler Unfall war, fordert der Kunde von dir auch noch Schmerzensgeld.

Merke: Alle Vermögensschäden, die als Folge von Sach- und/oder Personenschäden entstehen, gelten als sogenannte unechte Vermögensschäden, für die der Makler vollkommen haftbar ist.

Echte Vermögensschäden

Stell dir vor, du missverstehst als Immobilienmakler die Angaben eines Hausbesitzers. Er erklärt dir, dass nur die Lichtschalter und Steckdosen jüngst erneuert wurden, du verstehst jedoch, dass die Elektrik komplett erneuert wurde. Du findest einen Käufer, das Haus wechselt den Besitzer. Dann stellt der Neubesitzer beim Renovieren fest, dass die Elektrik tatsächlich ziemlich in die Jahre gekommen ist. Er fordert eine teilweise Rückerstattung des Kaufpreises, die dir als Verursacher zur Last gelegt wird (du hast das Exposé mit den Angaben erstellt).

Merke: Echte Vermögensschäden sind immer solche, die für sich selbst entstehen, nicht als Nachwirkung bzw. Folge von anderen Schäden. Vor allem sie sind für dich als Makler nicht nur von besonderer Eintrittswahrscheinlichkeit, sondern können teilweise auch die höchsten Schadenersatzforderungen nach sich ziehen.

Zusammenfassung

  • Immobilienmakler und Versicherungsmakler bzw. deren Unternehmen und Angestellte unterliegen in Ausübung ihrer Tätigkeit diversen Risiken für Schäden an Dritten.
  • Konkret sind das Sachschäden, Personenschäden sowie echte und unechte Vermögensschäden.
  • Nur ein Versicherungsschutz in Form einer Betriebshaftpflichtversicherung und einer Vermögensschadenhaftpflicht kann davor schützen, die dahinterstehenden und teils sehr hohen Summen abzufedern.

Versicherungen für Makler in der Praxis

Welche Pflichten es gibt

Um Immobilienmakler zu werden, musst du eine Maklererlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung vorweisen – und um diese zu bekommen, musst du nicht nur ein sauberes Führungszeugnis vorweisen, sondern auch Schuldnerverzeichnisauskünfte und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung deines Finanzamts vorlegen.

Wo es so hohe Hürden gibt, könnte man doch annehmen, dass es auch Versicherungspflichten gibt – oder? Nein. Tatsächlich gibt es für dich als Immobilienmakler gar keine Pflicht zur Versicherung deiner Tätigkeit. Zwar gab es hierzu bereits mehrere Gesetzesvorstöße, nach der jüngsten Neuerung obliegt diese Pflicht jedoch nur Wohnimmobilienverwaltern.

Etwas anders sieht es jedoch bei den Versicherungsmaklern aus: Hier musst du gemäß § 34d der Gewerbeordnung zwingend eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen, um deinen Beruf ausüben zu dürfen.

Allerdings: Auch ohne Pflichtversicherung solltest du dich dringend mit beiden Versicherungen auseinandersetzen, gern auch mit Unterstützung durch unsere CLARK Experten. Nur mit beidem bis du gänzlich vor allen Gefahren geschützt.

Die Betriebshaftpflichtversicherung für Immobilienmakler und Versicherungsmakler

Die Betriebshaftpflichtversicherung stellt dabei für dich den Basisschutz dar. Sie versichert gegenüber Dritten (also nur externen Personen und deren Besitz) die folgenden Dinge:

  1. Sachschäden

  2. Personenschäden

  3. Unechte Vermögensschäden

Wichtig ist, dass du bei den Versicherungsvergleichen vor allem die Versicherungssummen im Auge behältst. 3 Millionen Euro sollten es gegenüber Personenschäden mindestens sein – tendenziell eher mehr, da medizinische Behandlungen sehr, sehr teuer werden können. Dabei solltest du für den Versicherungsschutz deines Unternehmens immer vom Schlimmsten ausgehen – dass jemand zu Tode kommt.

Was die Sachschäden und indirekten Vermögensschäden anbelangt, solltest du Versicherungssummen von mindestens 0,5 Millionen Euro besitzen. Allerdings musst du speziell als Immobilienmakler hier den Einzelfall betrachten: Wenn du es vornehmlich mit hochpreisigen Immobilien und entsprechendem Interieur zu tun hast, kann eine halbe Million rasch deutlich zu wenig sein. Dieser Wert ist also als nach oben flexible Richtlinie zu betrachten.

Das Schöne an dieser Betriebshaftpflichtversicherung ist, dass du als Makler gegenüber den Versicherern ein geringes Risiko darstellst. Du kannst also davon ausgehen, dass dich dieser Schutz im Jahr wahrscheinlich nicht mehr als untere dreistellige Summen kosten wird.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Immobilienmakler und Versicherungsmakler

Wie du im vorherigen Kapitel vielleicht festgestellt hast, hat die Betriebshaftpflicht eine entscheidende Lücke: Echte Vermögensschäden. Diese solltest du in jedem Fall durch eine Vermögensschadenhaftpflicht schließen. Sie wird gern auch als Berufshaftpflichtversicherung bezeichnet, beides ist aber letztendlich deckungsgleich.

Nur die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist dazu in der Lage, dich umfassend gegen jene extrem teuren Forderungen zu schützen – denke an das weiter oben genannte Beispiel mit der Hauselektrik. Und das kann vieles beinhalten:

  • Falschauskünfte

  • Falschgutachten

  • Mehrfachvermittlungen

  • Vertragsfehler

  • Beratungsfehler

  • Berechnungsfehler

  • Terminfehler

Alles mit Potenzial für Forderungen im Bereich hunderttausender oder sogar Millionen Euros. Achte deshalb darauf, dass die Deckungssumme eher höher als tiefer liegt, eine halbe Million Euro ist definitiv nicht zu wenig. Achte ferner auf Folgendes:

  1. All deine Tätigkeiten müssen inkludiert sein.

  2. Lass dich nicht mit einer niedrigen jährlichen Deckungssumme täuschen, sie sollte 1:1 der Versicherungssumme entsprechen.

  3. Ebenfalls sollten die Versicherungssummen pro Schadensfall nicht gedeckelt sein.

Bei vielen Versicherern wirst du bei der Vermögensschadenhaftpflicht zusätzlich zur Betriebshaftpflicht versichert – es handelt sich dann um ein Gesamtpaket. Was du dafür bezahlst, unterscheitet sich im Einzelfall. Buchst du die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einzeln, kannst du davon ausgehen, in etwa die gleiche Summe wie für die Betriebshaftpflicht zahlen zu müssen. 

Zusammenfassung

  • Immobilienmakler und Versicherungsmakler bzw. deren Unternehmen und Angestellte unterliegen in Ausübung ihrer Tätigkeit diversen Risiken für Schäden an Dritten.
  • Konkret sind das Sachschäden, Personenschäden sowie echte und unechte Vermögensschäden.
  • Nur ein Versicherungsschutz in Form einer Betriebshaftpflichtversicherung und einer Vermögensschadenhaftpflicht kann davor schützen, die dahinterstehenden und teils sehr hohen Summen abzufedern.

Versicherungen für Makler in der Praxis

Welche Pflichten es gibt

Um Immobilienmakler zu werden, musst du eine Maklererlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung vorweisen – und um diese zu bekommen, musst du nicht nur ein sauberes Führungszeugnis vorweisen, sondern auch Schuldnerverzeichnisauskünfte und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung deines Finanzamts vorlegen.

Wo es so hohe Hürden gibt, könnte man doch annehmen, dass es auch Versicherungspflichten gibt – oder? Nein. Tatsächlich gibt es für dich als Immobilienmakler gar keine Pflicht zur Versicherung deiner Tätigkeit. Zwar gab es hierzu bereits mehrere Gesetzesvorstöße, nach der jüngsten Neuerung obliegt diese Pflicht jedoch nur Wohnimmobilienverwaltern.

Etwas anders sieht es jedoch bei den Versicherungsmaklern aus: Hier musst du gemäß § 34d der Gewerbeordnung zwingend eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen, um deinen Beruf ausüben zu dürfen. 

Allerdings: Auch ohne Pflichtversicherung solltest du dich dringend mit beiden Versicherungen auseinandersetzen, gern auch mit Unterstützung durch unsere CLARK Experten. Nur mit beidem bis du gänzlich vor allen Gefahren geschützt. 

Die Betriebshaftpflichtversicherung für Immobilienmakler und Versicherungsmakler

Die Betriebshaftpflichtversicherung stellt dabei für dich den Basisschutz dar. Sie versichert gegenüber Dritten (also nur externen Personen und deren Besitz) die folgenden Dinge:

1.    Sachschäden 2.    Personenschäden 3.    Unechte Vermögensschäden

Wichtig ist, dass du bei den Versicherungsvergleichen vor allem die Versicherungssummen im Auge behältst. 3 Millionen Euro sollten es gegenüber Personenschäden mindestens sein – tendenziell eher mehr, da medizinische Behandlungen sehr, sehr teuer werden können. Dabei solltest du für den Versicherungsschutz deines Unternehmens immer vom Schlimmsten ausgehen – dass jemand zu Tode kommt. 

Was die Sachschäden und indirekten Vermögensschäden anbelangt, solltest du Versicherungssummen von mindestens 0,5 Millionen Euro besitzen. Allerdings musst du speziell als Immobilienmakler hier den Einzelfall betrachten: Wenn du es vornehmlich mit hochpreisigen Immobilien und entsprechendem Interieur zu tun hast, kann eine halbe Million rasch deutlich zu wenig sein. Dieser Wert ist also als nach oben flexible Richtlinie zu betrachten.

Das Schöne an dieser Betriebshaftpflichtversicherung ist, dass du als Makler gegenüber den Versicherern ein geringes Risiko darstellst. Du kannst also davon ausgehen, dass dich dieser Schutz im Jahr wahrscheinlich nicht mehr als untere dreistellige Summen kosten wird.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Immobilienmakler und Versicherungsmakler

Wie du im vorherigen Kapitel vielleicht festgestellt hast, hat die Betriebshaftpflicht eine entscheidende Lücke: Echte Vermögensschäden. Diese solltest du in jedem Fall durch eine Vermögensschadenhaftpflicht schließen. Sie wird gern auch als Berufshaftpflichtversicherung bezeichnet, beides ist aber letztendlich deckungsgleich.

Nur die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist dazu in der Lage, dich umfassend gegen jene extrem teuren Forderungen zu schützen – denke an das weiter oben genannte Beispiel mit der Hauselektrik. Und das kann vieles beinhalten:

  • Falschauskünfte

  • Falschgutachten

  • Mehrfachvermittlungen

  • Vertragsfehler

  • Beratungsfehler

  • Berechnungsfehler

  • Terminfehler

Alles mit Potenzial für Forderungen im Bereich hunderttausender oder sogar Millionen Euros. Achte deshalb darauf, dass die Deckungssumme eher höher als tiefer liegt, eine halbe Million Euro ist definitiv nicht zu wenig. Achte ferner auf Folgendes:

  1. All deine Tätigkeiten müssen inkludiert sein.

  2. Lass dich nicht mit einer niedrigen jährlichen Deckungssumme täuschen, sie sollte 1:1 der Versicherungssumme entsprechen.

  3. Ebenfalls sollten die Versicherungssummen pro Schadensfall nicht gedeckelt sein. 

Bei vielen Versicherern wirst du bei der Vermögensschadenhaftpflicht zusätzlich zur Betriebshaftpflicht versichert – es handelt sich dann um ein Gesamtpaket. Was du dafür bezahlst, unterscheitet sich im Einzelfall. Buchst du die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einzeln, kannst du davon ausgehen, in etwa die gleiche Summe wie für die Betriebshaftpflicht zahlen zu müssen.  

Zusammenfassung

  • Trotz diverser Gesetzesvorstöße unterliegen Immobilienmakler keiner Versicherungspflicht. Versicherungsmakler müssen hingegen eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen.
  • Für beide Berufsgruppen sollte eine Betriebshaftpflichtversicherung die Basis darstellen. Sie schützt gegen Sach-, Personen- und unechte Vermögensschäden.
  • Auch Immobilienmakler sollten überlegen, zusätzlich eine Vermögensschadenhaftpflicht abzuschließen. Zwar ist sie für sie keine Pflicht, kann jedoch durch die Natur der Immobilienvermittlung ebenfalls bedeutende Zahlungsforderungen abfedern.

Eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist eine wichtige Absicherung deines Unternehmens. Es hängt viel von ihr ab. Daher brauchst du auch eine, die perfekt zu dir und deinem Unternehmen passt. Online gibt es eine Menge Vergleichsrechner, die dir bei der Suche nach dem günstigsten Tarif behilflich sein können. Doch am Ende sollte nicht der Preis entscheidend sein, sondern wie gut die Betriebshaftpflichtversicherung auf deine Bedürfnisse und dein Unternehmen zugeschnitten ist. Hierzu ist eine unabhängige Beratung, die dich und deine berufliche Situation in den Blick nimmt, unumgänglich. Die Experten von CLARK helfen dir dabei, den Tarif zu finden, der am besten zu dir und den Risiken passt, denen dein Betrieb täglich ausgesetzt ist. So gehst du vor:

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